Kurz vor der Los Angeles Autoshow 2016 blicken wir nochmals zurück in das Jahr 2007, als Mercedes-Benz auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit erstmals ein viertürige Cabriolet – Concept Ocean Drive genannt – vorstellte. Mit diesem Design-Showcar wollte die Marke die Tradition der großen Luxus-Cabriolets in einem speziell gefertigten Einzel­stück neu beleben. Ohne die Zwänge von Lastenheft oder Produktions­vorgaben haben die Designer dazu das dazumal komfortabelste und eleganteste Cabriolet der Welt entworfen.

Concept Ocean Drive als viertüriges Cabriolet
Concept Ocean Drive war ein faszinierendes Juwel auf der Autoausstellung in Detroit, welches bis heute viele Leute fasziniert. Als viertüriges Cabriolet gehörte die Design-Studie einer Gattung von luxuriösen Automobilen an, die fast von den Straßen verschwunden war. Wie die Luxus-Cabriolets vergangener Tage vereinte das Schaustück Eleganz, Lebensart und Exklusivität auf höchstem Niveau – das ist Automobil-Kultur in ihrer schönsten und begehrenswertesten Form. Das Unikat von Mercedes-Benz zeichnete eine fast klassisch anmutende, völlig neu entwickelte Karosserie aus, der klare Linien und eine spannende Zweifarben-Lackierung ein außergewöhnliches Charisma verleihen.

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Das Showcar strahlte die vornehme Zurückhaltung von automobilem Adel aus, weckt gleichzeitig aber auch die Sehnsucht, mit offenem Verdeck an den schönsten Stränden der Welt entlangzurollen. Stolz zeigte das Showcar mit Stern edle und zugleich außergewöhnliche Materialien auf höchstem handwerklichem Niveau verarbeitet; kompromisslose Perfektion macht ihn zum unvergleichlichen Schmuckstück.

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Showcar auf der NAIAS 2007 in Detroit
Das einzigartige Luxus-Cabriolet aus Stuttgart stellte 2007 als Showcar in Detroit die Idee von einem Traumwagen auf vier Räder und spiegelt gleichzeitig die hohe Designkompetenz sowie die Werte der Marke Mercedes-Benz wider. Dazu gehörten traditionelle Grundwerte wie Solidität, Qualität, Komfort, Souveränität, Werterhalt und Sicherheit. Hinzu kommen heute die Kernbotschaften Leidenschaft, Faszination und Innovation.

Showcar als Cabriolet mit 4 Türen
Zu den besonderen äußeren Merkmalen des Showcars zählten – neben den vier Türen – ein sehr großer, aufrecht stehender Kühlergrill, Scheinwerfer und Heckleuchten in Leuchtdioden-Technik, eine Zweifarben-Lackierung sowie ein effektvolles Wechselspiel von straffen Linien und großen ruhigen Flächen. Dadurch erschiehn der automobile Solitär souverän und kraftvoll und zeigte zugleich Eleganz und Vorwärtsdrang. Die lange seitliche Scheibenöffnung, die Cabriolet-typisch von keiner B-Säule und keinem Scheibenrahmen unterbrochen war, lies auch bei geschlossenem Dach das Exterieur mit dem Interieur verschmelzen. Die großzügige Verwendung von wertvollen Materialien, wie beispielsweise bestem Leder, dreidimensional wirkenden Stoffen oder großen Holzflächen in Vogelaugenahorn im Innenraum und sogar als Abdeckung für die Verdeckablage sowie viele liebevoll gestalteten Details unterstrichen im Innenraum den luxuriösen und einzigartigen Charakter des Showcars.

Mercedes-Benz S 600 als Basis der Design-Studie
Als technische Basis für die Design-Studie wählte Mercedes-Benz – wegen seines langen Radstands – den Mercedes-Benz S 600 mit Zwölfzylindermotor. Als Antrieb diente so ein Viertakt-Ottomotor mit 12 Zylindern, 5,5 Liter Hubraum, 380 kW (517 PS) mit Heckantrieb sowie Fünfgang-Automatikgetriebe. Zu den technischen Highlights zählte der innovative Verdeckmechanismus, der mit harmonischem Ablauf und schnellen Schließzeiten überzeugt, und die neuartige Kopfraum­heizung AIRSCARF auf allen vier Plätzen, die offenen Fahrspaß auch in der kalten Jahreszeit erlaubt. Das fahrbereite Showcar hatte zudem Serientechnik an Bord, – unter anderem der Brems-Assistent Plus, die PRE-SAFE® Bremse in Verbindung mit DISTRONIC PLUS mit Radarsensorik und das vorbeugende Insassenschutz­System PRE-SAFE®.

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Ein viertüriges Luxus-Cabriolet hat Mercedes-Benz aufgrund des Showcars im Jahre 2007 bis heute nicht produziert – ist aber auch weiterhin nicht zu erwarten oder denkbar. Der Einstieg mit der Luxus-Marke Mercedes-Maybach in das offene Fahrzeugsegment ist aber in Vorbereitung.

Bilder: Daimler AG

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stefan
5 Jahre zuvor

diese studie ist der oberhammer… auch noch jetzt, neun jahre später. moderne scheinwerfer und rückleuchten dran und das ding wäre immer noch absolut marktfähig. ein traum aus jedem winkel, jeder perspektive.

nicht dass das serien-s-klasse cabrio schlecht wäre, ganz im gegenteil. kommt aber leider nicht ganz an die eleganz der ocean-drive studie ran. und ich denke, gerade reiche alte bonzen würden eher zum ocean drive greifen.

nun gut — hätte hätte fahrradkette.

andere frage: in der neuen autobild steht, dass das derzeitige s-klasse coupe und cabrio wohl keine so lange laufzeit haben? kann ich mir aber eigentlich nicht so recht vorstellen… wisst ihr hier mehr, oder war das nur mal wieder geistiger abfall der AUDIbild?

Dominic
5 Jahre zuvor

Ich mag es einfach, dass der Stern auf der Haube ist.
Leider wird Daimler so ein Cabrio nicht mehr bringen.
Dabei wäre die Front der Limousine die richtige Alternative zur Konkurrenz wie Bentley und Rolls Royce.

Philipp
5 Jahre zuvor

Maybach Cabrio? Ist ja interessant… Wird das ein Teaser für ein beschlossenes Serienfahrzeug? Evtl auf Basis des S-Klasse Cabrios? Oder wieder nur ein showcar wie die Vision Maybach 6?
Bin sehr gespannt!

stefan
5 Jahre zuvor

@markus Jordan: ich bin neugierig: ist man beim s-klasse cabrio ans blech gegangen oder reduziert sich das mercedes-maybach cabrio auf einen veredelten Innenraum?

es wäre sicherlich ein traum, wenn man dem s-klasse cabrio den körper (karosse) des mercedes-maybach 6 geben würde… <3

75KoDe
5 Jahre zuvor

Wenn die Gerüchte stimmen sollten, werden S-Klasse Coupe und Cabrio keinen direkten Nachfolger mehr bekommen, insofern liegt die Autobild da glaub ich gar nicht so falsch.

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Bernd
5 Jahre zuvor

Es ist 21:45 Uhr wo bleiben die Infos??

stefan
5 Jahre zuvor

warum denn das? ich denke die s-klasse familie verkauft sich so gut?! das s-klasse coupe (bzw. CL) gibt es ja schon seit vielen generationen?! … und jetzt wo bmw wieder einen 8er baut will man freiwillig das feld räumen? macht in meinen augen nicht wirklich sinn…

ich frage mich aber auch wo die erlkönige der nächsten b und cls-klasse bleiben? sind eigentlich auch schon fällig, oder wurde hier auch gestrichen?

Marc W.
5 Jahre zuvor

…alle fallen rein, auch, dass es keinen SLC mehr geben wird.
Antwort: sie heißen einfach anders. Also: S-Derivate grundsätzlich unter dem Label „Maybach“ oder „AMG“, ebenso wird es Roadster noch enmasse geben, eben nur nicht als schnöde „Mercedes“…..

75KoDe
5 Jahre zuvor

W.
Davon dass der SLC keinen Nachfolger mehr geben soll habe ich bisher noch nichts gehört – interessant…
Es gehen Gerüchte rum, dass der SL anders positioniert wird, um das S-Klasse Cabrio zu ersetzen und das S-Klasse Coupe soll scheinbar durch eine 4-türige Variante ersetzt werden.

Was B-Klasse und CLS Erlkönige angeht, denke ich , dass wir wir Ende diesen Jahres / Anfang nächsten Jahres etwas sehen werden. Leadfahrzeug bei MFA2 ist die A-Klasse und nicht die B-Klasse wie bei MFA(1).

Eric
5 Jahre zuvor

Hammer finde ich ja, dass das Lenkrad des Concepts es fast genauso in die 222er S-Klasse geschafft hat und auch der Touchähnliche Teil über dem ComandController sieht heut genauso aus. 🙂