MB.Charge kann wieder Stadtwerke-Netz nutzen

Kunden der Mercedes-Benz Ladekarte MB.Charge können nun wieder das Ladenetz der Stadtwerke nutzen, was seit Anfang September 2025 nicht mehr möglich war. Grund waren Vertragsstreitigkeiten des Dienstleisters DCS GmbH, der u.a. die Ladekarten von Mercedes, smart, aber auch von BMW, Mini, Hyundai oder Kia verwaltet. Betroffen waren weit über 28.000 Ladesäulen.

Wer künftig wieder an einer (meist AC-) Ladesäule eines Stadtwerks in Deutschland laden möchte, kann dies nun auch wieder mit einer Mercedes-Ladekarte tun. Seit Anfang September 2025 war dies nicht möglich, da sich der Dienstleister DCS GmbH preislich nicht mit den Stadtwerken einigen konnte. Nun sind die Preise an den Ladesäulen jedoch deutlich höher als zuvor.

Für AC-Ladungen liegt der neue Tarif MB Charge Public C bei 0,64 € pro kWh. Die Blockiergebühr fällt nun erst nach acht Stunden an (statt bislang nach drei Stunden) und beträgt 3,60 € pro Stunde. Im Tarif MB Charge Public M erhalten Nutzer 10 % Rabatt, wodurch sich der Preis auf 0,576 € pro kWh reduziert. Im MB Charge Public C Tarif gibt es sogar 15 % Rabatt, wodurch der Preis auf 0,544 € pro kWh sinkt.

Die Tarifeinigung mit den Stadtwerken ermöglicht Kunden zwar wieder das Laden bei über 360 Stadtwerken in Deutschland. Dennoch bleibt die Nutzung mehr als unattraktiv – selbst wenn eine Blockiergebühr erst nach acht Stunden anfällt. Auch mit der Einführung flexibler Preise an anderen Ladesäulen ist ein MB.Charge-Tarif für Elektroautonutzer meist nicht mehr die erste Wahl. Interessant bleiben die Preise lediglich für Ladesäulen des Mercedes-eigenen Ladenetzes, wo DC-Ladungen bestenfalls 0,39 Euro pro kWh kosten. Wer hingegen nur ab und zu auf Langstrecke fährt – und auch zuhause laden kann – empfehlt sich ein Blick auf das Angebot von IONITY, dessen monatlich kündbarer „IONITY Power“ Tarif für 11,99 Euro eine Ladesäulennutzung von 39 Cent pro kWh möglich macht.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG