Neuer GLC EQ bietet Serien-Innenraum mit veganer Zertifizierung

Als weltweit erster Automobilhersteller bringt der Konzern eine vollständig vegan zertifizierte Innenausstattung in ein Serienmodell – den GLC EQ. Die Prüfung und Auszeichnung übernimmt mit The Vegan Society eine international anerkannte, unabhängige Organisation.

Im Zentrum steht ein neu entwickeltes Vegan-Paket, das weit über einzelne Bauteile hinausgeht. Sämtliche Soft-Touch-Oberflächen im Innenraum wurden geprüft und als vegan eingestuft – von Sitzpolstern und Lenkradbezügen über Dachhimmel, Tür- und Säulenverkleidungen bis hin zu Teppichen im Fuß- und Kofferraum. Zum Einsatz kommen unter anderem hochwertige Ledernachbildungen wie ARTICO sowie verschiedene Textilien, die vollständig ohne Materialien tierischen Ursprungs auskommen.

Besonderes Gewicht legt Mercedes-Benz dabei auf Transparenz entlang der gesamten Liefer- und Produktionskette. The Vegan Society bestätigte nicht nur die tierfreie Zusammensetzung der sichtbaren Materialien, sondern auch, dass in keiner Phase der Herstellung tierische Inhalts- oder Hilfsstoffe verwendet wurden. Zudem mussten potenzielle Kreuzkontaminationen so weit wie möglich ausgeschlossen werden.

Der Weg zur Zertifizierung war dabei mehr als aufwendig. In einem mehrjährigen Pilotprojekt analysierten Mercedes-Benz und The Vegan Society gemeinsam rund 100 Materialbestandteile bei verschiedenen Zulieferern. Wo Hinweise auf tierische Bestandteile auftauchten, wurden Materialien überarbeitet und durch tierfreie Alternativen ersetzt – stets unter der Maßgabe, die hohen Anforderungen an Qualität, Haptik und Wertanmutung zu erfüllen.

Das Ergebnis: Der neue GLC mit EQ Technologie ist das erste Fahrzeug weltweit, dessen Innenraum mit der bekannten „Veganblume“ ausgezeichnet wurde. Im Mercedes-Benz Konfigurator wird das Vegan-Paket ab Verkaufsfreigabe klar gekennzeichnet und damit für Kundinnen und Kunden einfach auswählbar sein. Viele der eingesetzten Materialien enthalten zudem einen hohen Anteil an Rezyklaten und zahlen damit zusätzlich auf die Nachhaltigkeitsstrategie des Herstellers ein.

Auch bei The Vegan Society spricht man von einem Meilenstein. „Erstmals wurde ein kompletter Fahrzeuginnenraum von einer dritten Partei zertifiziert“, sagt Gabriela Chalkia-Jackson, Client Relations Manager des Vegan Trademark. Das Projekt habe neue Maßstäbe für die Automobilbranche gesetzt.

Mercedes-Benz plant, das zertifizierte Vegan-Paket schrittweise auch in weiteren Modellen anzubieten. Mit dem GLC macht der Hersteller jedoch den Anfang – und positioniert sich als Vorreiter für konsequent geprüfte, vegane Materialien im Premiumsegment.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

10 Kommentare
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Schnolz
1 Monat zuvor

Dann mal Mahlzeit an alle Vegetarier !

Dr Alexander
Reply to  Schnolz
1 Monat zuvor

*Veganer

Dailybimmer
1 Monat zuvor

Vorbildlich!

Laerchenwald
1 Monat zuvor

Was ein Unsinn: Da wird statt eines Materials, was natürlich nachwächst, ständig anfällt und tatsächlich auch über das gewonnene Fleisch doppelten Nutzen hat ersetzt durch ein Erdölprodukt vermutlich aus Asien mit weiten Transportwegen!

Wie absurd, sich dann damit grüner und besser zu fühlen! Aber jeder nach seiner Facon…..

B B
Reply to  Laerchenwald
1 Monat zuvor

Tatsächlich wird allein durch die Fleisch“produktion“ nicht ausreichend Leder produziert, als benötigt wird. Die Ressourcenintensivität zur Erzeugung von 1kg Fleisch ist erschreckend und der Futtermittelanbau führt überwiegend zu Regenwaldrodung. Nur so am Rande.

Inwieweit die Herstellung veganer Materialien ressourcenschonender ist, kann ich so nicht sagen. Ich verweise da an die KI des Vertrauens, um die End to End-Bilanz zu ermitteln.

Was allerdings für viele Veganer wichtiger ist als eine Klima_Ideologie, ist der Vermeiden von Tierleid. Das ist viel mittelbarer messbar und reell… ganz ohne wissenschaftliche Vorhersagemodelle. Das sollte man nicht leugnen. Wenn jemand für sich entscheidet, dass es ihn nicht interessiert… das Recht hat er. Aber die Tatsache, dass die Verwendung und der Konsum tierischer Stoffe in >90% der Fälle Tierleid bedeutet, sind ideologiefreie Fakten.

Also bitte erstmal recherchieren und reflektieren, dann urteilen. Danke.

Farid Bang
1 Monat zuvor

Gibt es auch eine Halal Zertifizierung ? Frage für einen Freund

JMK
Reply to  Farid Bang
1 Monat zuvor

Halal wäre für den Verzehr relevant, da es die Schlachtung des Tieres vorschreibt. Im Sinne der (meisten) Islamischen Lehren sorgt das Gerben dafür dass Rindsleder rein und damit Haram ist. Schweinsleder kann niemals Haram sein, Schweinefleisch niemals Halal.

Andi
1 Monat zuvor

Ich fahre seit über 10 Jahren Mercedes und das soll es dann auch gewesen sein bei dieser Firmenpolitik.

Bernhard
1 Monat zuvor

Fehlt eigentlich nur noch der LGBTQ+- zertifizierte CLA EQ mit bunten Sternchen im Grill.
Ironie Off – Ein veganer GLC ist so sinnvoll wie Grüne Sektenanhänger die für den Urlaub auf die Malediven fliegen.