Aerodynamik gilt als Schlüsseltechnologie bei Mercedes-Benz

In einer Ära, in der Reichweite und Energieeffizienz über den Erfolg eines Elektroautos entscheiden, setzt Mercedes-Benz mit seiner jahrzehntelangen Expertise in Aerodynamik neue Maßstäbe. Der Premiumhersteller zeigt am Beispiel des neuen CLA mit EQ Technologie eindrucksvoll, wie gezielte Detailarbeit den Luftwiderstand senkt und damit Verbrauch, Komfort und Sicherheit verbessert.

Effizienzgewinne durch optimierte Luftführung

Schon kleine Werteverschiebungen haben große Wirkung: Eine Reduktion des Luftwiderstandsbeiwerts (cw) um nur 0,01 bedeutet rund 2,5 Prozent mehr Reichweite. Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern entspricht das etwa 375 zusätzlichen Kilometern – ein entscheidender Vorteil im Alltag von E-Mobilisten. Gerade auf der Langstrecke macht sich dieser Effizienzgewinn bemerkbar.

Tradition mit Pioniergeist

Mercedes-Benz gilt seit Jahrzehnten als Vorreiter in Sachen Aerodynamik. Von den stromlinienförmigen Rekordwagen der 1930er-Jahre über den C 111-III der 1970er bis zum EQS von heute reicht die Liste der Modelle mit Bestwerten. Der CLA von 2013 erreichte mit cw 0,22 bereits eine Klassenführung, der aktuelle CLA mit EQ Technologie optimiert dies auf 0,21. Der Technologieträger VISION EQXX setzte 2022 mit cw 0,17 sogar einen Maßstab, der selbst Rennwagen und American Footballs hinter sich lässt.

Nicht nur bei Elektroautos, auch bei Hochgeschwindigkeitsmodellen wie dem AMG GT XX spielt Aerodynamik eine tragende Rolle: Mit cw 0,19 bewies er bei Tests in Nardò 2025 seine Stabilität bei über 300 km/h und sicherte sich mehrere Langstrecken-Weltrekorde.

Forschung auf höchstem Niveau

Der Einsatz modernster Messtechnik ist Teil dieser Erfolgsgeschichte. Bereits 1943 führte Mercedes-Benz die ersten Versuche im „Großen Windkanal“ in Untertürkheim durch – der damals weltweit erste seiner Art für Autos. Heute ergänzt der Aeroakustik-Windkanal in Sindelfingen (seit 2013) diese Tradition, um Geräuschkomfort und Luftströmung noch präziser zu analysieren. Diese Einrichtungen erlauben es, den gesamten Fahrzeugunterboden, Spoiler-Positionen und Spaltmaße bis ins kleinste Detail zu perfektionieren.

Der neue CLA als Technologieträger

Das aktuelle Beispiel des vollelektrischen CLA mit EQ Technologie zeigt, wie weit Mercedes-Benz dabei ins Detail geht:

  • Unterboden und Diffusoren: Der nahezu vollständig verkleidete Unterboden basiert auf den Konzepten von EQS und EQE. Zwei Diffusor-Varianten optimieren den Luftstrom am Heck – selbst bei Fahrzeugen mit Anhängerkupplung.
  • Karosserie-Fugen und Details: Präzise platzierte und teilweise abgedichtete Spaltmaße im Bereich von Kühlergrill und Scheinwerfern minimieren Verwirbelungen.
  • Räder und Verkleidungen: Neue Bicolor-Vollblenden für Leichtmetallräder verringern den Luftwiderstand gegenüber konventionellen Felgen um bis zu 15 cw-Punkte. Radspoiler wurden sowohl vorne als auch hinten aerodynamisch nachjustiert.

Mehr als nur Luftwiderstand

Aerodynamik bedeutet bei Mercedes-Benz nicht nur Effizienz. Auch Aeroakustik für leises Reisen, Schmutzfreihaltung der Karosserie sowie Offenfahr-Komfort bei Cabrios sind integrale Bestandteile der Entwicklungsarbeit. Das Ergebnis: Fahrzeuge, die nicht nur weiter und sparsamer fahren, sondern auch dem Premiumanspruch der Marke in Komfort und Fahrdynamik gerecht werden.

Mit dem neuen CLA und der konsequenten Weiterentwicklung ihrer Technologien unterstreicht Mercedes-Benz, dass aerodynamische Spitzenwerte kein Selbstzweck sind, sondern einen spürbaren Mehrwert für Fahrerinnen und Fahrer bedeuten – heute wichtiger denn je.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

 

28 Kommentare
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Dr Alexander
3 Monate zuvor

Mercedes-Benz setzt Aerodynamik gezielt ein, um Reichweite, Effizienz und Komfort seiner Fahrzeuge zu steigern. Schon kleinste Verbesserungen am Luftwiderstand wirken sich deutlich auf Verbrauch und Alltagstauglichkeit von Elektroautos aus. Mit Modellen wie dem neuen vollelektrischen CLA, dem Vision EQXX oder Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen wie dem AMG GT XX knüpft die Marke an ihre lange Tradition aerodynamischer Spitzenleistungen an. Modernste Windkanäle und Detailarbeit an Unterboden, Rädern und Karosseriefugen ermöglichen Bestwerte beim cw-Wert. Dabei geht es nicht nur um Effizienz, sondern auch um Geräuschkomfort, Fahrstabilität und Premium-Erlebnis.

Lackfarbe
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Danke, DrAlexanderGPT

Dr Alexander
Reply to  Lackfarbe
3 Monate zuvor

Was sagt der GPT-Wert aus? Hinweis auf Leberschädigung

Ing. Weber
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Lass mich raten, das stand in der „aktuellen ams“ ?

Dr Alexander
Reply to  Ing. Weber
3 Monate zuvor

raten Sie mal besser wer dieser zweite Dr. Alexander ist. Der Kommentar stammt nicht von mir

XRT 78
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Wann gibt es Probefahrt im VDX Killer?

Dailybimmer
Reply to  XRT 78
3 Monate zuvor

Willst du Probefahrt im XRT Killer?

XRT 78
Reply to  Dailybimmer
3 Monate zuvor

Und was wäre das? Heli-Cow von der Marke BT?

Dailybimmer
Reply to  XRT 78
3 Monate zuvor

??
Da reicht ein Fahrrad.

Dr Alexander
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Richtig – ebenso wirkt sich eine gute Aerodynamik auch auf die Höchstgeschwindigkeit aus. Zu sehen bei Vergleichstests wo die Mercedes-Modelle stets mindestens 10 km/h schneller sind als die verglichenen BMW-Modelle oder gar die Audis 20 km/h schneller. Da läuft dann eben mal eine Audi A6 Avant mit 238 km/h gleichmal schneller als der BMW Touring mit 218 km/h. Oder eben der Mercedes C300 240 km/h gegenüber dem BMW 330e mit 225 km/h. Spitze auch hier der Audi A5 Avant mit 250 km/h. An den famosen 4-Zylinder-Motoren von BMW wird es ja nicht liegen, es ist die Aerodynamik

Lackfarbe
3 Monate zuvor

G-Klasse.

Marc W.
Reply to  Lackfarbe
3 Monate zuvor

Was nützt mir weltmeisterliche Aerodynamik, wenn andererseits ein kleiner Akku mit geringer Ladeleistung (LFP) eine größere „Hinderung“ bedeutet ?
Ja, für 5% BLP-Ersparnis ein Produkt für den speziellen Anwendungsfall.

Was nützt mir ein sehr großer Akku in einem rekordschweren, rekordkantigen Gerät (G) ?
Richtig, eine lange Arbeitszeit in einem artgerechten, alpinen faststationären Anwendungsfall.

Eigentlich muss MB nicht mehr auf ihre ureigenen Erfolge (Technik, Design -mit Ausnahmen-, Aerodynamik, Effizienz) verweisen, hier war man lange unangefochten führend und verbleibt mit aufgeschlossenen Wettbewerbern an der Spitze (Prognose: im Bereich Design wird man enteilen).

Ehrlich wäre, zuzugeben, dass man mit rigiden (= erfolgreichen) Sparmaßnahmen auch an der Sicherheit gespart hat. Der Bediensicherheit.
Das soll sich ja ändern, aber ob der einst erreichte Optimalfall (Mehrwegebedienung) je wiederkehrt ?

S-Fahrer
3 Monate zuvor

Die Aerodynamik spielt eine wichtige Rolle bei der Effizient eines Fahrzeugs. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich der Luftwiderstand deutlich stärker als das Gewicht auszuwirken scheinen.
Dennoch bin ich der Ansicht, dass in Zukunft neben der Aerodynamik auch die schwere der Modelle wieder mehr Beachtung bekommen sollte.

Zuletzt editiert am 3 Monate zuvor von S-Fahrer
Alexander Will
Reply to  S-Fahrer
3 Monate zuvor

Gewicht ist energietechnisch bei BEVs nicht mehr so relevant wie bei Verbrennern. Zwar muss natürlich mehr Energie reingesteckt werden, um die Masse zu beschleunigen. Die Energie kann aber zum Großteil wieder rekuperiert werden. Beim Verbrenner wird die Energie über die Bremse thermisch vernichtet.

Fahrdynamisch spielt die Masse auch bei BEVs natürlich eine Rolle.

S-Fahrer
Reply to  Alexander Will
3 Monate zuvor

Das ist Korrekt. Das Gewicht spielt ja aber nicht nur bei der Dynamik, sondern auch beim Komfort und der Sicherheit ein Rolle. Besonders für die gegenüberstehende Partei stellt die Masse eine besondere Gefahr dar. Auch wenn es aus Betriebswirtschaftlicher Sicht leichter und günstiger ist schwere Autos zu bauen, sind die Effekte auf die Umwelt und Fahrzeugumgebung nicht zu unterschätzen.

Rene
Reply to  S-Fahrer
3 Monate zuvor

Aber nicht so, dass das Design maximale Restriktionen in der Gestaltung der Außenhaut hat und ein neuer EQS rauskommt – Hilfe!. Einen Mini G bringt man ja auch und der ist auch CW optimiert, aber halt vom Gesamten her alles andere als optimal

EQ44fahrer
3 Monate zuvor

Jo klar ist das Schlüssetechnogie.
Wir sehen die praktische Umsetzung wunderbar an der Modellpalette:
Mannshohe, 2½ bis 3 Tonnen schwere SUV-Silhuetten mit der Aerodynamik einer Schrankwand (G-Klasse) dominieren ja deshalb gerade auch den MB-Modellzoo.
Hupsi.

Ich schrieb es schon einmal:
MB stand einst für die besten Limousinen der Welt, die von einem großen Massenhersteller kommen.
Weder kann man das heute so noch sagen (Qualitätsprobleme ohne Ende), noch liegt hier überhaupt noch der Fokus.
Man sehe sich nur exemplarisch an, was aus der S-Klasse wurde und wie groß das Versagen beim EQS war.

Dr Alexander
Reply to  EQ44fahrer
3 Monate zuvor

Na ja wo sehen Sie denn das große Versagen beim EQS? Kein anders Auto erreichte bislang bei ams dessen maximale Punktezahl in allen Testkriterien. Das Design? Schauen Sie sich mal die Bilder im Vergleichstest gegen den BMW i7 an. Da kommen wohl Zweifel auf wer nun wirklich das hässliche Auto ist. Und als beste Limousine der Welt gilt doch immer noch die S-Klasse, hat sich daran was verändert? Und die aerodynamische Kompetenz von Mercedes am G-Modell festzumachen ist doch unsinnig.

XRT 78
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Ich habe soeben meinen Spiegel an der Wand gefragt, wer denn die beste Limousine der Welt sei, und der Spiegel sagte mir tatsächlich, es sei Mercedes S‑Klasse, aber dann fügte der Spiegel hinzu, dass RR, Bentley oder beispielsweise der BMW 7er G70 LCI viel besser seien.

Hightechsilber
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Da ist sehr viel wahres dran… 😉

Stefan
Reply to  Hightechsilber
3 Monate zuvor

Einfach die Antworten des Chat-Bots ignorieren und vielleicht hat der Moderator eine Möglichkeit diese zu sperren. Wäre für alle von Vorteil.

Dr Alexander
Reply to  Stefan
3 Monate zuvor

Ja hier sollte der Moderator eingreifen. Vor allem wenn ein weiterer unter meinem Namen kommentiert.

XRT 78
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Sehe ich genau so. Neuerdings meint einer er fände es lustig hier auf einer Mercedes Seite unter meinen Nick Dailybimmer, bzw. XRT 80 zu kommentieren. Sie wissen doch genau das ich der wahre Dailybimmer bin.

EQ44fahrer
Reply to  Dr Alexander
3 Monate zuvor

Egal wie man zur Marktpositionierung und der Optik stehen mag: Beide Fahrzeuge S/EQS bleiben im Absatz hinter den Erwartungen zurück.

Und der Einwand mit der G-Klasse hilft auch nichts, da sich meine Ausführung ausdrücklich nicht auf diese beschränkt. Es geht darum, dass bei MB generell zu viele SUV-Designs aufgelegt werden, als dass die Aerodynamik-Aussage Bestand hätte. Nur weil die Klötze auch in den Windkanal gestellt werden, macht sie das noch lange nicht zu aerodynamischen Fahrzeugen.

MrsMercedes
3 Monate zuvor

Ich finde es gut, dass Sie sich dem Thema sehr gut annehmen. Den Endverbraucher interessiert es am Ende nicht. Die 5 Deutschen, die hier dank CW Wert Sprit und Elektro Energie sparen wollen, machen nicht das große Maß aus. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, ja, ihr habt schon lange den Fokus verpasst, worauf es ankommt. Die IAA hat es gut gezeigt. Mercedes war extrem enttäuschend. Die Fahrzeuge haben einen kurzen Wow-Effekt. Für den Preis könnte man bedeutend mehr machen. Aber es muss natürlich wie immer krampfhaft perfektionistisch an der Aero gefeilt werden, bis der EQS so unansehnlich aerodynamisch ist, dass ihn keiner mehr kaufen wollte. Ich bin froh, dass der CLA nicht das gleiche Schicksal hatte. Nur hat man wieder den Fokus zu sehr auf einzelne Punkte gesetzt und dabei die vielen anderen Puzzleteile zum Erfolg verfehlt. Ich hoffe, Mercedes fängt an, mal bei den Mitbewerbern zu prüfen, was sie alles noch besser machen können und vor allem sollten Sie verstehen, was ein gutes Auto ausmacht.

Strobla
3 Monate zuvor

Aerodynamiic wird zweitrangig, wenn Energie billiger wird, was vorauszusehen ist. Die EU hat scheinbar keine kompetenz co2 Strafen einzuheben.

DMO
3 Monate zuvor

leider hat man das beim neuen GLC wieder ein stückweit vergessen. Na ja, hübsch ist er ja…

Ralf
3 Monate zuvor

Ärodynamik ist wichtig beim Auto