GLC 43 und GLC 63 AMG werden eingestellt – Facelift 2027 bringt neuen 6-Zylinder

Die neuen EU-Lärmvorschriften zwingen Mercedes-AMG zu einem klaren Schnitt. Die aktuellen AMG-4-Zylinder auf Basis des M139 gelten als zu laut und erfüllen die kommenden gesetzlichen Anforderungen nicht mehr. Das hat direkte Auswirkungen auf die sportlichen Varianten des GLC, wie aktuell jesmb berichtet .

Konkret bedeutet das: Die Produktion des GLC 43 AMG 4MATIC als SUV (X254) und Coupé (C254) endet bereits ab der dritten Dekade im Februar 2026. Das leistungsstärkste Modell, der GLC 63 S E Performance 4MATIC+, folgt wenig später und wird ab der dritten Dekade im Mai 2026 eingestellt. Damit verschwindet die komplette AMG-Performance-Palette des GLC zunächst aus dem Programm.

Für Kunden und Fans der Marke entsteht dadurch eine ungewöhnliche Situation: Für mehrere Monate wird es keinen Mercedes-AMG GLC geben. Sowohl die SUV- als auch die Coupé-Version (X254 und C254) sind in dieser Übergangsphase ohne AMG-Motorisierung erhältlich. Die Rückkehr ist jedoch bereits geplant. 2027 erscheint das Facelift des Mercedes-Benz GLC, das nicht nur optische und digitale Neuerungen mit sich bringt. Erwartet werden neue Frontscheinwerfer mit Mercedes-Pattern-Tagfahrlicht und Blinkern, weiterentwickelte Assistenzsysteme sowie die neue Software-Architektur auf Basis von MB.OS.

Für AMG-Modelle ist das Facelift besonders entscheidend: Der bislang eingesetzte M139-2,0-Liter-Vierzylinder im GLC 43 und GLC 63 wird künftig durch einen weiterentwickelten 6-Zylinder ersetzt. Damit reagiert Mercedes-AMG nicht nur auf die strengeren EU-Lärmgrenzen, sondern auch auf die Kritik vieler Enthusiasten, die sich wieder mehr Hubraum und Motorcharakter wünschen. Einen 8-Zylinder wird es im GLC jedoch nicht mehr geben.

Unterm Strich markiert diese Entscheidung einen strategischen Wendepunkt. Mercedes-AMG nimmt eine kurze Modellpause in Kauf, um den GLC langfristig regelkonform, zukunftssicher und zugleich emotionaler neu aufzustellen – mit einem Antrieb, der besser zur Positionierung der Marke passt – und wohl besser beim Kunden ankommt, als die bisherigen 4-Zylinder Varianten.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG