Mercedes‑Benz eActros 600: Megawatt‑Laden auf Langstrecke

Mercedes‑Benz Trucks testet Elektromobilität im Schwerlastsegment unter Extrembedingungen: Zwei eActros 600 absolvieren dazu aktuell eine Langstreckenfahrt von Deutschland bis nach Schweden – inklusive Megawatt‑Charging. Ziel: die Batterie-Performance, Ladeinfrastruktur und Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen zu prüfen.

Mercedes‑Benz eActros 600: Megawatt‑Laden auf Langstrecke

Mit rund 621  kWh Batteriekapazität erreicht der eActros 600 bereits Reichweiten von bis zu 500 Kilometern. Durch das neue Megawatt Charging System (MCS) sollen zusätzlich künftig 20 % bis 80 % Ladung in etwa 30 Minuten möglich sein – ein entscheidender Schritt für den emissionsfreien Fernverkehr, was aber auch die Standzeiten der Fahrzeuge verkürzt.

Die aktuell Testfahrt von Daimler Truck nach Schweden dient jedoch nicht nur der Technik‑Validierung, sondern setzt auch ein Signal für die gesamte Branche: Elektrolastwagen sind zunehmend alltagstauglich, und der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist der klare Schlüssel zur CO₂‑neutralen Logistik. Der eActros 600 zeigt dabei auf, dass grüner Fernverkehr keine Zukunftsvision, sondern bald wohl auch Realität wird.

Bilder: Daimler Truck AG

7 Kommentare
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Jens
1 Monat zuvor

Vielleicht mal den Elektro Trucker fragen?
Der ist, unter anderem mit einem eActros kreuz und quer durch Europa und bis in die Türkei gefahren.. Die Praktikabilität ist doch längst erwiesen.

DüdoVans
1 Monat zuvor

Ich persönlich glaube das funktioniert aktuell nur für einen kleinen Teil der möglichen Aufgaben eines Trucks. Topografie und Last spielen eine große Rolle. Einen elektrischen SLT mit 250T zul. Gesamtgewicht funktioniert sicher nicht! Ich erinnere mich an einen SLT Test aller Hersteller mit „nur“ 120T. Der Durchschnittsverbrauch bei 7% Steigung betrug zwischen 300 & 500 Litern Diesel! Socken Stromspeicherkapazität kann man gar nicht mitnehmen, vor allem wegen des immensen Gewichts und der Platzbeanspruchung des Akkus. Oder RoadTrains jenseits der 100T, Schweden mit 60T….

Tommy
Reply to  DüdoVans
1 Monat zuvor

Na ja, ich kenne keine Strecke hier die 100 km lang mit 7% ansteigt. Und wenn’s wieder runtergeht kommt recht viel Strom zurück. Ab 120t geht’s nur noch mit Wandlerschaltkupplung, brauchts beim E-Truck nicht da volles Drehmoment da ist. Die Schwertransporte fahren meist auch keine langen Etappen, da viele Strecken- und auch Zeitbegrenzungen vorhanden sind.

Das Laden wird zum Problem. Die Trucks kommen heute oft nicht in eine normale Tankstelle, da zu lang / breit / hoch. Also entweder abkuppeln oder mit Tankwagen füllen.

Wird beim E-Truck schwieriger. Außerdem sind das kleine Stückzahlen die weltweit verkauft werden, das wird noch eine Weile brauchen.

Aber hier kommt sicher noch was.

npl
Reply to  DüdoVans
1 Monat zuvor

Natürlich lässt es sich leicht „demonstrieren“ dass eine Technologie noch nicht „alltagstauglich“ ist, wenn man direkt den Extremstfall heranzieht, der äußerst selten zur Anwendung kommt. Wie groß ist der Anteil der SLTs am alltäglichen Güterverkehr? Richtig, verschwindend gering. Diese Branche wird weiterhin auf Diesel setzen.

CH-Elch
Reply to  DüdoVans
1 Monat zuvor

Na und? Wenn nur schon alles was aktuell schon problemlos möglich ist umgesattelt werden würde wären die Hersteller schon komplett überfordert. Sollen mal die sinnvollen UseCases umgestellt werden, für die Nische gibts dann später auch die Technik dazu.

Wenn nur schon alle Müllfahrzeuge elektrisch wären, was für eine Wohltat in den Quartieren -und die Hersteller für lange Zeit eingedeckt mit lukrativen Aufträgen.

Baron die Legende
1 Monat zuvor

Elektro DOMINIERT

gesellschaftlicherGroßkonflikt
1 Monat zuvor

Das Drehmoment von Elektromotoren eignet sich besonders für LKW und Vans. Eigentlich ist es eine Unverschämtheit das die letzte Meile noch von Dieselstinkern bedient wird.