Mercedes-Benz verlagert die Produktion der A-Klasse (Baureihe 177) ab dem zweiten Quartal 2026 vollständig vom deutschen Werk Rastatt in das ungarische Werk Kecskemét.
Mit diesem Schritt schafft der Hersteller am Standort Rastatt Kapazitäten für neue Fahrzeugmodelle und verfolgt zugleich das Ziel, sein globales Produktionsnetzwerk flexibler und effizienter aufzustellen. Ungarn gilt bei Mercedes-Benz als attraktiver Fertigungsstandort mit vergleichsweise niedrigeren Produktionskosten und einer etablierten automobilen Infrastruktur, die bereits von Herstellern wie BMW und Audi genutzt wird.
Die Verlagerung der A-Klasse dient der Optimierung des weltweiten Produktionsverbunds. Ein Abbau von Arbeitsplätzen in Rastatt ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Stattdessen sollen dort neue Fahrzeugprogramme angesiedelt werden, ohne bestehende Kapazitäten zu überlasten.
Grundsätzlich ist die Produktionsverlagerung keine neue Entwicklung. Bereits Mitte 2025 hatten wir darüber berichtet – damals jedoch noch ohne konkrete Angaben zum neuen Fertigungsstandort in Ungarn. Nach unseren Informationen soll die A-Klasse mindestens bis ins Jahr 2028 angeboten werden, selbst ein Nachfolger ist im Gespräch. Parallel dazu laufen in Rastatt bereits die Vorbereitungen für die Produktion des neuen Kompakt-SUV GLA, der dort ab 2027 vom Band laufen soll.
Aktuell produziert das Werk Rastatt die MMA-Modelle CLA Coupé und CLA Shooting Brake sowie die aktuelle Generation des GLA, den EQA und die B-Klasse. Perspektivisch könnte dort zudem die kleine G-Klasse (g-klasse) gefertigt werden, wobei über den endgültigen Produktionsstandort bislang noch keine offizielle Entscheidung getroffen wurde.
Das Mercedes-Benz Werk Rastatt ist seit 1992 das zentrale Produktionszentrum für Kompaktfahrzeuge. Mit rund 6.000 Beschäftigten ist es zugleich der größte Arbeitgeber der Region.
Bilder: MBpassion.de



