Mercedes-Benz startet in Deutschland nun ebenso den Austausch der Hochvoltbatterien bei betroffenen EQA- und EQB-Modellen. Nach exklusiven Informationen von mbpassion.de hat der Hersteller dazu die Werkstätten bereits am gestrigen Montag informiert. Betroffen sind EQA und EQB Modelle, die bislang mit Farasis-Batterien ausgestattet waren und deren Software-Lösungen das Ladeverhalten nur eingeschränkt regulierten, um ein potenzielles Brandrisiko zu minimieren. Die bisherigen Maßnahmen galten intern dabei ausschließlich als Übergangslösung, nicht als technische Endlösung.
Batterietausch für EQA und EQB
Der geplante Batterietausch der betroffenen EQA 250+ und EQB 250+ Modelle mit 70,5‑kWh-Akku in Deutschland wird in den Werkstätten jeweils etwa acht Stunden dauern. Dabei wird das komplette Batteriepaket ausgebaut und durch eine neue Einheit ersetzt. Welcher Hersteller die neuen Akkus liefert, ist bisher noch nicht bekannt. Nach unseren Informationen wurden die Mercedes‑Werkstätten in Deutschland am Montag relativ kurzfristig offiziell über die Austauschmaßnahme informiert. Ein entsprechender Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt soll in Kürze folgen, parallel werden auch die betroffenen Kunden schriftlich benachrichtigt.
Softwareupdate nicht ausreichend
Mit der Maßnahme folgt Deutschland dem Vorgehen in China und den USA, wo Mercedes-Benz den Batterieaustausch bereits öffentlich kommuniziert und teils schon durchgeführt hat. Auch in Deutschland wird damit erstmals die Ursache des Problems – die kritischen Farasis-Zellen – technisch beseitigt und nicht nur softwareseitig verwaltet. Für betroffene Fahrer bedeutet dies, dass die bisherige Einschränkung der Reichweite und Ladeleistung durch Software bald durch einen vollständigen Austausch der Hochvoltbatterie ersetzt wird. Besonders Fahrzeuge, die durch das vorherige Update spürbare Einbußen in Reichweite oder Leistung haben, profitieren vom baldigen Tausch – was auch den Wert der Fahrzeuge steigern sollte. So bleiben die Fahrzeuge praktische und gewohnt sichere Modelle.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG




