Nun offiziell: 51.729 EQA und EQB Modelle erhalten neue Batterie

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen aktuellen Rückruf (KBA-Nr. 16136R) veröffentlicht und bestätigt damit unsere exklusive Vorab-Berichterstattung, die von zahlreichen Medien übernommen worden ist: Bei den Modellen EQA und EQB wird die Hochvolt-Batterie ausgetauscht.

Mercedes-Benz tauscht weltweit bei 51.729 EQA und EQB Fahrzeuge die Hochvoltbatterie aus, darunter 4.677 in Deutschland. Grund ist ein möglicher Kurzschluss innerhalb der Hochvolt-Batterie, der zu einer akuten Brandgefahr führen kann. Betroffen sind Fahrzeuge des Typs EQA 250+ und EQB 250+ (X243) aus dem Produktionszeitraum 20.02.2021 bis einschließlich 30.07.2024, die mit der kritischen Farasis-Batterie (70,5 kWh) ausgestattet sind.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt, erfolgt der Austausch der Hochvolt-Batterie, sobald die erforderlichen Ersatzteile in den Werkstätten verfügbar sind. Bis dahin wird betroffenen Haltern dringend empfohlen, die Batterie nicht über 80 Prozent zu laden und das Fahrzeug ausschließlich im Freien zu parken. Eine identische Empfehlung ging auch schon an Besitzer in den USA und China.

Mit dem notwendigen Tausch der HV-Batterie entfallen auch die bisherigen Einschränkungen bei Kapazität und Ladeleistung, die zuvor per Software-Update im Rahmen einer Feldmaßnahme umgesetzt worden waren. Nach dem Austausch (interne Fallnummer: 4794004) steht wieder der volle nutzbare Energiegehalt sowie die ursprüngliche Ladeleistung auf dem technischen Niveau eines Neufahrzeugs zur Verfügung. Mercedes-Benz informiert seine Kunden darüber, dass der Batterietausch in der Werkstatt lediglich „wenige Stunden“ in Anspruch nehme. Nach internen Informationen sollte jedoch realistisch mit einer Arbeitszeit von rund acht Stunden gerechnet werden.

Symoblbilder: Mercedes-Benz Group AG