Mercedes-Benz V8 M177 Evo: Hightech-V8 mit 537 PS

Der neue V8 Motor M177 Evo von Mercedes-Benz markiert die jüngste Entwicklungsstufe des bekannten 4,0-Liter-V8-Biturbo und steht für eine gelungene Verbindung aus hoher Leistung, Effizienz und außergewöhnlicher Laufkultur. Eingesetzt wird das Triebwerk erstmals in der Mercedes-Benz S 580 4MATIC Limousine in Langversion, wo es mit 395 kW (537 PS) und einem maximalen Drehmoment von 750 Nm überzeugt, das über einen breiten Drehzahlbereich von 2.500 bis 4.500 U/min zur Verfügung steht.

Mercedes-Benz V8 M177 Evo: Hightech-V8 mit 537 PS

M177 Evo mit Flat-Plane Kurbelwelle

Zahlreiche technische Optimierungen für den M177Evo wie ein überarbeitetes Einspritzsystem, optimierte Einlass- und Auslasskanäle, eine neu abgestimmte Einlassnockenwelle sowie Modifikationen an Verdichterrad und Turboladergehäuse sollen für ein deutlich spontaner reagierendes Ansprechverhalten und eine besonders gleichmäßige Leistungsentfaltung sorgen. Ein zentrales Merkmal der Evo-Stufe ist dabei der Wechsel von der Crossplane- zur Flat-Plane-Kurbelwelle, die die rotierende Masse reduziert, innere Vibrationen minimieren soll und dem V8 gemäß des Herstellers ein freieres Hochdrehen sowie eine direktere, zugleich kultiviertere Leistungsabgabe ermöglicht. Die bewährte Hot-Inside-V-Konfiguration mit zwischen den Zylinderbänken angeordneten Turboladern bleibt dabei erhalten und trägt dabei weiterhin zu kurzen Gaswegen, besserem Ansprechverhalten und höherer Effizienz bei.

Mercedes-Benz V8 M177 Evo: Hightech-V8 mit 537 PS

Ready für Euro 7

Serienmäßig kombiniert wird der M177 Evo mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System samt integriertem Startergenerator, das zusätzliches Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen bereitstellt, Energierückgewinnung beim Bremsen ermöglicht und ein besonders sanftes Start-Stopp-Verhalten unterstützt. Ergänzt durch zusätzliche Isolationsmaßnahmen zur weiteren Reduzierung von NVH-Werten (Noise, Vibration, Harshness) bleibt das Innenraumniveau selbst bei starker Beschleunigung oder hohen Geschwindigkeiten – so der Hersteller-  außergewöhnlich ruhig. Moderne Abgasnachbehandlungssysteme inklusive eines weltweit einheitlichen Partikelfilters stellen sicher, dass der M177 Evo die aktuellen Abgasnormen erfüllt und auch für Euro 7 vorbereitet ist. Insgesamt unterstreicht der neue V8 M177 Evo damit dann den technologischen Anspruch von Mercedes-Benz und zeigt, dass leistungsstarke Achtzylinder auch im Zeitalter der Elektrifizierung nichts von ihrer Faszination verloren haben.

Bilder/Video: Mercedes-Benz Group AG

22 Kommentare
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Dr Alexander
1 Monat zuvor

Statt des präpubertaeren AMG Gebollers also künftig ein feistes Ferrari Fauchen… Und das in einer Chauffeurslimousine… man darf gespannt sein .

Tonk
Reply to  Dr Alexander
1 Monat zuvor

Wer den Klang des AMG GT Black Series kennt, sollte Ferrari-Fauchen nicht mit Vierzylindertypischen Sound verwechseln

Dailybimmer
Reply to  Tonk
1 Monat zuvor

Der AMG GT hat einen V8

PupNacke
Reply to  Dailybimmer
1 Monat zuvor

Der BlackSeries hat bereits die neue Kurbelwelle und klingt tatsächlich deutlich schlechter als ein normaler AMG GT(R)…

MrUNIMOG
Reply to  PupNacke
30 Tage zuvor

Ein Graus.

Daniel
1 Monat zuvor

Schöner Motor und Technisch gut erklärt.

Jetzt nur noch die 2.10Euro pro Liter Vpower erwähnen die das Ding schlürft während er von einem EV abgehängt wird.

PupNacke
Reply to  Daniel
1 Monat zuvor

Was für 2,1€ für V-Power? Geht auch normaler Super Plus für ~1,80. Interessiert aber jemanden, der einen V8 AMG kauft sowieso nicht. Und wer sparen will tankt für unter 1,70 Super 95 E10. So lange man nicht Vollgas fährt geht das auch problemlos.

Jochen Beideck
1 Monat zuvor

„Flat-Plane-Kurbelwelle, die die …innere Vibrationen minimieren soll „

Das widerspricht allem, was ich bisher über die Vor- und Nachteile von Flatplane- ggü. Crossplane-Kurbelwellen wusste (oder gemeint habe zu wissen). Ich hatte es immer so verstanden, dass die Flatplane-Kurbelwelle die ist, die Vibrationen erzeugt, die dann z.B. mit Ausgleichswellen ausgeglichen werden müssen.

schwob
Reply to  Jochen Beideck
1 Monat zuvor

Ist auch so, im Bild ist auch die KW inkl Ausgleichswellen zu sehen, ohne die AW kann man einen FP heute bestenfalls noch in extrem sportliche Fahrzeuge einbauen.

MrUNIMOG
Reply to  Jochen Beideck
30 Tage zuvor

Richtig. Vibriert wie zweifach Vierzylinder-Reihe..
Offensichtliches Marketing-Gewäsch.

Bernhard
1 Monat zuvor

„…..durch weitere Reduzierung von NVH-Werten (Noise, Vibration, Harshness) bleibt das Innenraumniveau selbst bei starker Beschleunigung oder hohen Geschwindigkeiten…..außergewöhnlich ruhig“.
Frage: Das passt zwar in die S-Klasse. Aber wie überzeugt man damit die AMG-Kundschaft?.
Plausible Antwort: Mit dem gleichen künstlichen V8-Mode, den man auch in den AMG-BEVs einzusetzen plant.

DüdoVans
1 Monat zuvor

Ich bin wirklich heiß auf den kommenden CLE 63 AMG!

PupNacke
Reply to  DüdoVans
1 Monat zuvor

Hoffentlich wird er nicht noch schwerer, als seine aktuell schon 2 Tonnen… Aber als solches ein schönes Auto und mit V8 dann lecker 🙂

Baron zu Münchhausen
1 Monat zuvor

Motor

Oliver
1 Monat zuvor

Das ist auch reines Marketinggeschwubbel von Mercedes in diesem Artikel. Die Flat-Plane-Kurbelwelle bietet gegenüber der Cross-Plane-Konfiguration in sämtlichen Belangen ausschließlich Vorteile, bis auf einen einzigen Punkt. Und zwar die Vibrationen. Ein V8 ist Schwingungstechnisch, egal ob Flat- oder Cross-Plane kein guter Motor. Nur bei Cross-Plane lassen sich die Massenkräfte und -momente erster und zweiter Ordnung durch entsprechende Gegengewichte an der Kurbelwelle vollständig ausgleichen, weshalb er letztendlich sehr laufruhig ist. Dies erkauft sich der Konstrukteur allerdings durch jede Menge Nachteile. Zum einen ist die Kurbelwelle sehr schwer, schwerer als bei sämtlichen anderen Zylinderkonfigurationen. Dann kommt der eklatante Nachteil der ungleichmäßigen Zündfolge hinzu. Der Cross-Plane-V8 zündet sich gleichmäßig wechselnd zwischen den beiden Bänken, sondern es zünden jeweils zwei Zylinder nacheinander auf einer Bank. Dies wiederum führt nicht nur zu dem unsäglichen „V8-Bollern“, da sich im Auspufftrakt stark unterschiedliche Druckgefälle auf- und abbauen. Es hat auch einen negativen Einfluss auf den gesamten Gasaustausch und die damit verbundene Gasdynamik. Das ist auch der Grund, weshalb moderne Rennmotoren und Hochleistungs-V8 in Straßenfahrzeugen (und damit meine ich keine AMG Pseudosportmotoren) niemals mit Cross-Plane-Kurbelwelle gebaut werden. Die schwere Kurbelwelle verhindert zusätzlich noch ein leichtes und schnelles Hochdrehen.
All diese Nachteile weist der Flat-Plane-V8 nicht auf. Aber wie anfangs gesagt hat er ein Problem mit den Vibrationen. Genauer gesagt mit den Massekräften zweiter Ordnung. Und dieses Problem teilt er sich nicht nur mit den 4-Zylinder Reihenmotoren, er verdoppelt es sogar. Denn ein Flat-Plane-V8 ist nichts anderes als zwei Reihenvierzylinder welche mit 90°-Winkel zueinander zu einem V verbunden wurde. Die Massenkräfte sind größer und spürbarer je größer der Hubraum des Motors wird. Bei modernen Vierzylindermotoren ab ca. 2 Liter Hubraum kommen deshalb i.d.R. zwei so genannte Lancaster-Ausgleichswellen zum Einsatz, welche mit doppelter Kurbelwellendrehzahl rotieren. Die Wellen gleichen die Massekräfte zweiter Ordnung aus, wodurch die 4-Zylinder eine passable Laufruhe aufweisen. Genau dieses Prinzip kommt jetzt auch bei dem neuen Mercedes-V8 mit Flat-Plant-Kurbelwelle zum Einsatz. Das ist übrigens auf dem Bild oben mit dem Explosionsmodell des Motors schön zu erkennen. Direkt neben der Kurbelwelle sind die beiden Ausgleichswellen angeordnet, welche die Massenkräfte eliminieren. Dadurch erlangt der Flat-Plane-V8 dann tatsächlich die gleiche Laufruhe wie die bisherigen Cross-Plane-Triebwerke. Allerdings wird auf hier der Gewinn an Laufruhe wieder mit gewissen Nachteilen erkauft. Die beiden Wellen erzeugen zusätzlich Reibung und haben auch wieder ein gewissen Trägheitsmoment. In reinen Rennmotoren würde die Vibrationsfreiheit einem freien Hochdrehen geopfert.
Letztendlich ist der V8, egal in welcher Konfiguration, immer ein Kompromiss. Er erreicht niemals die perfekte innermotorische Balance wie bspw. ein Reihensechszylinder oder ein V12. Seitdem auch kleine Motoren mittels Turbolader in fast jede Leistungsregion gebracht werden können, bleibt der V8 eigentlich nur noch ein prestigeträchtiges Relikt, welches an vergangene Zeiten erinnert.

JB1
Reply to  Oliver
1 Monat zuvor

Dann freue ich mich, dass Porsche beim Panamera bei der Crossplane Kurbelwelle geblieben ist – wegen des “ unsäglichen V8-Bollerns“.

Marc W.
Reply to  Oliver
1 Monat zuvor

Danke für diese wirkliche Lehrstunde !

Tatsächlich hinterfrage ich mich, vor einer gefühlten Ewigkeit, ein Fan und Fahrer einer V8-S-Klasse gewesen zu sein.
Geräusche oder Vibrationen hatten mich nie wirklich interessiert, wohl aber unwiderstehlicher Durchzug.
Achja, der war wohl schlicht dem Hubraum geschuldet.

Geraume Zeit später bewunderte ich die weiterentwickelte Motorentechnik. Das, was man wirklich schätzt, wurde einem geboten mit unhörbaren V6-Benzinern, mit Kompressoren im R4 „200 K“, vor allem aber mit in Summe bärenstarken und hocheffizienten Selbstzündern.

Man sehe mir (und vielen anderen) aber nach, mittlerweile ein höheres Interesse an Zellchemie, Siliziumkarbidinvertern und Axialflussprinzipien zu verspüren…

Praktiker
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Geht mir ganz genauso. Eigentlich ist das „nur“ eine vernunftsmäßige Weiterentwicklung in einem bestimmten persönlichem Bereich. Nach den ganzen Jahren mit V8 und V2 ( Harley ) Gebrabbel , schätze ich jetzt die Ruhe und vorallem den unmittelbaren Antritt.

Swissbob
Reply to  Oliver
1 Monat zuvor

Das stimmt so weit.

Es gibt aber sehr wohl Crossplane V8 Motoren im Rennsport, der M159 6.2 ist ein bekanntes Beispiel, ebenso die Gruppe C Sauber Mercedes c8,9,11 , dazu kommen die NASCAR Motoren und natürlich der Cadillac V.series R in der LMDh. Sowie die GT3 Mustangs.

Ich persönlich bin kein Fan der Flatplane V8, der GT BS ist der Mercedes Benz AMG mit dem schlechtesten Sound der je in Affalterbach entwickelt wurde.

Tassilo Diebert
1 Monat zuvor

Cool, damit kann die Zukunft kommen!

S-Fahrer
1 Monat zuvor

Ich finde diese neue Motorisierung durchaus interessant. Dennoch schein sie mir nicht ganzes und nicht halbes zu sein. Mit der Leistung befindet man sich zwar auf einem angemessenen Niveau, bleibt aber teilweise noch hinter der Konkurrenz zurück.
Da der V12 jedenfalls in Europa wegfällt, frage ich mich: Was kommt danach?
Einen stärkeren V8 mit 600+ Ps in einem S600 o.Ä. fände ich als Ersatz sehr wünschenswert. Den Antrieb könnte man sich dann mit dem GLS teilen .

MrUNIMOG
30 Tage zuvor

Flatplane-Kurbelwelle.. Ich könnte kotzen.
Ein V8, der Ausgleichswellen braucht..