Zwei Extrem-Sportler, eine Basis: Mercedes-AMG kündigt neuen GT3 und Black Series an

Mit dem spektakulären CONCEPT AMG GT TRACK SPORT hatte Mercedes-AMG bereits im vergangenen Jahr die Richtung vorgegeben – nun folgt die konkrete Umsetzung: Der Technologieträger bildet die Grundlage für gleich zwei neue Hochleistungsmodelle. Neben dem nächsten Mercedes-AMG GT3 für den Kundensport entsteht auch eine neue Generation des Mercedes-AMG GT Black Series, die laut Hersteller die bislang radikalste Ausprägung dieser Baureihe werden soll.

Zwei Fahrzeuge, ein Entwicklungsansatz

Die Strategie ist klar: maximale Synergien zwischen Rennstrecke und Straße. Während der kommende GT3 konsequent auf Wettbewerb und Kundensport ausgelegt ist, dient die Black Series als straßenzugelassene Extremvariante – gleichzeitig aber auch als Homologationsbasis für den Rennwagen. Das Konzept „TRACK SPORT“ steht dabei sinnbildlich für diese Doppelrolle: kompromisslose Performance im Grenzbereich, übertragen auf zwei unterschiedliche Einsatzwelten. Bereits seit Oktober 2025 wird ein getarnter Prototyp intensiv getestet, unter anderem in Immendingen sowie auf Rennstrecken wie Bilster Berg, Portimão und Monteblanco. Aktuell läuft die nächste Entwicklungsphase auf der Nürburgring-Nordschleife.

Neuer GT3: Weiterentwicklung des Kundensport-Erfolgs

Der kommende Mercedes-AMG GT3 knüpft an eine lange Erfolgsgeschichte an. Seit dem Einstieg in den Kundensport im Jahr 2010 hat sich AMG mit Modellen wie dem SLS AMG GT3 und dem aktuellen GT3 als feste Größe etabliert. Mit der eigens gegründeten Affalterbach Racing GmbH bündelt AMG nun Entwicklung und Aufbau des neuen Fahrzeugs. Ziel ist es, erneut eine Benchmark im GT3-Segment zu setzen – sowohl in puncto Performance als auch bei Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Die bisherigen Testfahrten liefern laut Hersteller bereits wichtige Erkenntnisse, die nun in die nächste Entwicklungsstufe einfließen.

Black Series: Radikale Straßenversion mit Rennsport-DNA

Parallel entsteht die neue Black Series – traditionell die kompromissloseste Ausprägung eines AMG-Serienmodells. Seit der ersten Black Series im Jahr 2006 steht diese Baureihe für maximale Leistung, reduzierte Alltagstauglichkeit und konsequente Leichtbau- sowie Aerodynamiklösungen. Historisch reicht der Ansatz bis in die frühen AMG-Jahre zurück: Die Verbindung von Rennsporttechnologie und Straßenzulassung war bereits Teil der DNA, die von den Gründern geprägt wurde. Ein frühes Beispiel ist der SLK 55 AMG, dessen Motorsport-Ableger den Grundstein für die spätere Black-Series-Idee legte. Die neue Generation soll diese Philosophie weiter zuspitzen – mit einem klaren Fokus auf fahrdynamische Extremleistung und Rennstrecken-Performance.

Klare Differenzierung – auch visuell

Interessant ist auch die zukünftige Farbstrategie:

  • Rot steht für den GT3 und die Motorsportlinie
  • Gelbgrün kennzeichnet die Black Series

Damit schafft AMG eine klare visuelle Trennung zwischen Rennfahrzeug und straßenzugelassenem Performance-Modell.

Ausblick

Noch hält sich Mercedes-AMG mit technischen Details zurück. Klar ist jedoch: Mit dem neuen GT3 und der kommenden Black Series verfolgt die Marke einen konsequenten Ansatz, bei dem Rennsport und Serie enger denn je miteinander verzahnt werden.

Beide Modelle sollen nicht nur die eigene Historie fortschreiben, sondern auch neue Maßstäbe im jeweiligen Segment setzen – auf der Rennstrecke ebenso wie auf der Straße.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

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S450
2 Stunden zuvor

Es sind halt mittlerweile die absolut erwartbaren BS-Derivate. Vor dem SLS hat man grundsätzlich potenten Kisten mehr Dynamik durch das BS-Badge eingehaucht. Ob die neuen Kisten nun Pro, Pro + oder BS heißen, ist eigentlich völlig Wumpe.

In der Sportscars wurde vor vielen Jahren mal das Gedankenexperiment angestrengt, ob nicht ein C217 S65 AMG BS eine spannende Sache wäre. Um Dinge wie Preisgestaltung und Käufer geht es bei den Limitierungen sowieso nicht. Die wird es immer geben.

Also ja – die Kiste wird sicher gehen wie die Angst und irgendwelche Porsche 911 GT’s erschrecken aber es ist irgendwie ein Film, den man schon zu oft gesehen hat.

Arno
Reply to  S450
24 Minuten zuvor

So erwartbar das Derivat auch war, so unerwartet ist die Ausgestaltung. Die Tatsache, dass er eine eigene Baureihenbezeichnung mit X192 bekommt, bescheinigt die große Abweichung zum C192. Man sieht ja auf den Bildern bereits, dass die Karosserie komplett überarbeitet wurde – flacher, längere Haube usw. Auch in den sozialen Medien munkelt man, dass der X192 wieder ein Transaxle Getriebe haben wird und technisch wenig vom C192 übernimmt.
Die Unterschiede waren beim Vorgänger weitaus weniger gravierend.

Michael Sommer
2 Stunden zuvor

Macht bestimmt Spaß, so einen Bock mal über die Rennstrecke zu scheuchen !