Mercedes VLE bekommt Hinterachslenkung und Steer-by Wire Technik

Mercedes‑Benz stattet den kommenden VLE mit einer fortschrittlichen Hinterachslenkung aus, die auch bei einem Fahrzeug von über fünf Meter Länge bemerkenswert ausfallen soll. Durch eine Lenkung der Hinterräder um bis zu sieben Grad lässt sich der Wendekreis sogar auf nun etwa 10,90 Meter reduzieren, wodurch der Van in engen Straßen und beim Einparken deutlich  handlicher zu fahren ist.

Die Hinterachse des kommenden VLE Modells soll bei niedrigen Geschwindigkeiten gegenläufig zu den Vorderrädern einlenken, wodurch der virtuelle Radstand verkürzt wird und das Fahrzeug leichter zu manövrieren sein soll. Ab Geschwindigkeiten von rund 60 km/h arbeitet die Hinterachse hingegen parallel zur Vorderachse, was den Radstand effektiv verlängert und die Fahrstabilität auf der Autobahn erhöht.

Parallel zur Hinterachslenkung plant Mercedes‑Benz im VLE den Einsatz der Steer‑by‑Wire-Technik, d.h einer vollelektronischen Lenkung ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern. Als klarer Vorteil sind damit variable Lenkübersetzungen möglich, die sich an unterschiedliche Fahrsituationen anpassen, und verbessert gleichzeitig den Fahrkomfort, indem Vibrationen und Unebenheiten abgefedert werden. Durch die neue Technik soll es auch Vorteile im Interieur geben, da die klassische Lenkstange entfällt. In Verbindung mit der Hinterachslenkung könnte Steer‑by‑Wire größere Einschlagwinkel sowohl vorne als auch hinten erlauben, was die Wendigkeit weiter erhöhen soll.

Der VLE ist zudem mit einem umfassenden Paket an Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, darunter Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren, Angedacht sind hier Funktionen wie eine Memory-Parking-Funktion, was es ermöglicht, enge Fahrmanöver zu speichern und später automatisch wieder abzurufen. Die Kombination aus Hinterachslenkung, moderner Assistenztechnik und künftig Steer‑by‑Wire soll dafür sorgen, das der VLE – trotz seiner Größe – auch gegenüber dem Vorgänger nicht nur komfortabler, sondern auch deutlcih sicherer und handlicher zu fahren ist.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG / untere 3 Bilder: Jens Walko / walko-art.com

23 Kommentare
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Zu werdenAlexander Haupt
1 Monat zuvor

So etwas wie „Steer by Wire“ ….. (fly by Wire) gibt es auch bei Airbus ..

vale MB fanboy
Reply to  Zu werdenAlexander Haupt
1 Monat zuvor

„ride by wire“ gibts beim Bike -Motorrad by the way…mein motorradkanal auf Youtube :Motorradtest.de >die top symphatischen jungs&maedels aus Gluckstadt bei Hamburg!P.S.kaffee&gebaeck +Motorradtest.de anschauen…

miskolc
1 Monat zuvor

Ich meine, die 10,90 m sind der Spurkreisdurchmesser, nicht der Wendekreisdurchmesser.

Sternfahrer
1 Monat zuvor

Klingt gut aber auch sehr teuer. Die jetzige V Klasse, die nur gewöhnliche Mercedes PKW Technik verwendet, ist schon extrem teuer für das bisschen extra Glas und Blech.

Dem Namen VLE nach zu urteilen erwartet man Preisregionen vom GLE. Ob das jemand bezahlen wird.

Zerballitum
Reply to  Sternfahrer
1 Monat zuvor

Bin ich auch gespannt. Wobei ich sagen muss, dass ich einen VW T-Bus (jaja mit VW kann man doch nicht vergleichen… aber es trifft einen ähnlichen Nutzerkreis) auch schon lange nicht mehr in einem realen Neupreisfeld sehe

Snoubort
Reply to  Zerballitum
1 Monat zuvor

Die meinst den VW Transit?

Sternkind
Reply to  Zerballitum
1 Monat zuvor

Und nun als Ford noch viel weniger:) zum gleichen Preis. dies nennt VW Gewinn-maximierung.

Bad Bunny
1 Monat zuvor

Viel zu viel Technik, ich bleib bei meinem V 300 d 4MATIC, ein Traum von Van und wenn’s sein muss fahr ich 1.000 km mit dem Diesel

dolphins1893
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

Diesel-Dieter heute als Bad Bunny verkleidet…So sad.

Panda
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

Es kommt ja auch noch ein Verbrenner des VLE 😉

Ralf
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

Na ja, so ein 300 d 4MATIC ist jetzt auch nicht gerade „unkomplex“.
Da jemand auch das Nachladen erfunden hat, kann man mit dem VLE sogar mehr als 1.000 km fahren ( 😉 )und kommt mit kurzen Pausen auch easy von Stuttgart nach Rom, wie bewiesen wurde.

Natürlich ist die grundsätzliche Reichweite vom aktuellen V größer, allerdings finde ich die Ruhe vom Elektro in so einem VLE sehr spannend. Mich stören im V zwei Dinge: Der knurrige und etwas unhomogene Diesel und die Sitzposition mit den Pedalen quasi unter (und nicht hinter) den Füßen. Dem sollte der VLE abhelfen – allerdings fürchte auch ich preislich Sphären beim GLE. Wäre schade und würde ihn vermutlich den bescheidenen Erfolg vom EQV bescheren…

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Ralf
Marc W.
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

Der Bestand sei jedem noch gegönnt, aber einen VLE 300d darf es nie mehr geben !

Joe Mansfop
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

VLE 500 oder VLS 600 mit V8

Benjamin
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Warum?

ilike
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

auch ein Bekenntnis

mulles
Reply to  Bad Bunny
1 Monat zuvor

1000km mit einem 70ltr Tank 😉

Horst
Reply to  mulles
1 Monat zuvor

Vielleicht hat er ja einen Tank in der Sondergröße 120-140 Liter?

paul
Reply to  mulles
1 Monat zuvor

Vito/V-Klasse lassen sich auch mit 5,5-6 liter pro 100 km bewegen…auf der Landstrassse kein Problem

Zu werdenAlexander Haupt
1 Monat zuvor

Bin schon sehr gespannt auf VLE und VLS … diese Autos können Erfolg haben wenn Mercedes alles richtig gemacht hat und das was schon bekannt ist spricht dafür.

Sternfahrer
1 Monat zuvor

Ich hoffe es kommen auch kleinere Randstände bzw. Außenlängen. Der gezeigte VLE hat laut anderem Blog 5,39m, was der aktuellen extralangen V-Klasse entspricht. Im Alltag sehe ich aber hauptsächlich die mittlere V-Klasse oder auch die kompakte.
5,39m sind mir viel zu unhandlich.

Simon
1 Monat zuvor

Ausbaubare Sitze und ein Schienensystem wäre echt toll. Den Xpeng Van gibt es leider nur mit Kinosessel. Der ID Buzz hat das nicht und Opel und Co sind technisch schlechter. Effizienter Antrieb, großer Akku und Modularität wären echt ein Alleinstellungsmerkmal für den VLE.