Mercedes verrät erste Verbrauchswerte der EQS Modellpflege

Mit der Veröffentlichung der letzten Testträger-Bilder zum EQS hat Mercedes-Benz bereits zwei Daten selbst verraten: auf der einen Seite sinkende Verbrauchsangaben des EQS 580 4MATIC Modells, parallel aber auch einen neue Lackierung aus dem Manukfatur-Programm, die es bislang nicht gab: black sparkling.

Bilddaten verraten sinkende Verbrauchswerte

In den Bilddaten der jüngsten offiziellen Erlkönig-Aufnahmen des EQS von Mercedes-Benz verbirgt sich ein kleines, aber durchaus bemerkenswertes Detail: niedrigere Verbrauchswerte für den EQS 580 4MATIC im Zuge seiner Modellpflege. Erstmals wird das Modell hier mit einem kombinierten Energieverbrauch von 19,5 bis 16,2 kWh pro 100 Kilometer angegeben. Zum Vergleich: Der bislang niedrigste Wert derselben Motorisierung in der EQS Limousine vor der Modellpflege liegt bei 17,2 kWh/100 km (bei einer Reichweite von 790 Kilometern).

Verbrauch sinkt durch neue Technik

Die deutliche Einsparung kommt nicht von ungefähr. Vor allem der Antriebsstrang des EQS wird im Zuge der Modellpflege umfassend überarbeitet. Statt der bisherigen Motoren von Siemens setzt man künftig auf den hauseigenen eATS 2.0-Antrieb, der unter anderem bereits im GLC EQ zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz von SiC-Leistungselektronik, effizienteren Motoren sowie einem 2-Gang-Getriebe an der Hinterachse dürfte zudem die Reichweite steigen. Unterstützt wird dies durch eine neue Wärmepumpe, die ihre Energie aus drei unterschiedlichen Quellen beziehen kann.

Mit der Modellpflege führt Mercedes außerdem eine neue Batteriegeneration ein, die bereits im CLA auf der MMA-Plattform verwendet wird. In Kombination mit der 800-Volt-Technologie ermöglicht dies auch eine deutlich gesteigerte Ladeleistung.

Neu: MANUFAKTUR black sparkling

Die neue Lackierung für das EQS-Modell im Rahmen der Modellpflege kommt hingegen wenig überraschend: Bekanntlich aktualisiert Mercedes bei jeder Überarbeitung einer Baureihe den Farbfächer. MANUFAKTUR black sparkling ist daher aktuell noch nicht verfügbar und könnte künftig eine der bestehenden Lackierungen ersetzen. Derzeit umfasst das MANUFAKTUR-Angebot die Farben opalithweiß bright, patagonienrot metallic und siliziumgrau uni. Hinzu kommen Cote d’Azur hellblau metallic, rubilitrot metallic sowie vintageblau uni. Im Bereich der magno-Lackierungen stehen zusätzlich nachtschwarz magno, opalithweiß magno, kalaharigold magno und graphitgrau magno zur Auswahl.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

15 Kommentare
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JB
1 Monat zuvor

Gibt es denn schon eine Schätzung bzgl. Akkugröße ? 140 KW/H wären ein Statement aber glaube ich nicht wirklich dran. 118 KW/H wären im Wettbewerbsumfeld 2026 in der Oberklasse zu wenig.

JMK
Reply to  JB
1 Monat zuvor

Warum? Schon im alten EQS450+ mit der 108er Batterie war die Reichweite klasse, da bin ich mit einem Stopp locker 800 km in den Süden gefahren. Und ich wage mal zu behaupten, dass die wenigsten EQS-Fahrer und Fahrerinnen Laternenparker sind. Viel wichtiger wäre eine ordentliche Ladeperformance, Was bringt mir denn ein riesen Akku, wenn ich dann beim Laden ewig warten muss? Ich will nicht 800 km am Stück fahren, sondern den notwendigen Ladestop auf 15 Minuten oder so begrenzen. Eine Pause alle 400 km lege ich sowieso ein, da ist gar kein Unterschied zum Verbrenner, nur möchte ich da nicht 40 Minuten stehen.

Nebenbei bemerkt sind es kWh und nicht kW pro Stunde, da wären mir 140 zu wenig.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von JMK
Hans Wurst
Reply to  JB
1 Monat zuvor

kWh !!!

Timo
Reply to  JB
1 Monat zuvor

Mit 140 KWh ginge der EQS aber schon Richtung 3 Tonnen…Sinn macht das nicht.

Bob
1 Monat zuvor

Ein paar Sterne mehr und ein bisschen blingbling machen diesem hässlichen Vogel auch nicht begehrenswerter

Bene
Reply to  Bob
1 Monat zuvor

Genauso sehe ich das auch – die Modellpflege hätte man sich echt sparen können. Das Auto ist und bleibt optisch eine Katastrophe. Schade um die geile Technik. Das tut weh, was da alles auf der Stecke bleibt, weil die Karre niemand möchte. Begehrenswert? So nicht.

Rainer
Reply to  Bob
1 Monat zuvor

im AMG Look geht es, IMHO. Verbraucht halt mehr, aber ist halt so. Der Fehler war halt, dass man das Auto überhaupt mit miserabler Optik konfigurieren konnte – in dem Preissegment. Das war unverzeihlich. Wenn man 40k für ein Model 3 Kassenmodell zahlt (oder für irgendeine Stelantis-Kiste ggf .noch weniger) ist das was anderes als 100k für ein Auto was dann bescheiden aussieht Bzw. am Anfang hat es ja sowieso deutlich über 120k oder so angefangen, in der Schweiz konnte man glaube ich auch 200k LP konfigurieren.

Das ist halt das Problem, wenn Buchhalter und Erbsenzähler am Ende darüber entscheiden wie ein Auto aussieht.. Das mag in den unteren Rängen gerechtfertigt sein, aber im Top-End ist das absurd. Man entwertet am Ende das Produkt – und die Marke.

Doubter
1 Monat zuvor

Also 790 km Reichweite bei einem 118 Netto kWh Akku und Verbrauch von 17,2 kWh pro 100 km is nicht möglich…

Ralf
Reply to  Doubter
1 Monat zuvor

WLTP ist mit Ladeverlusten, daher ist der Verbrauch vom Auto geringer und die 790 km passen.

schwob
Reply to  Doubter
1 Monat zuvor

WLTP Verbrauch: Verbrauch Fahrzeug + Ladeverluste
WLTP Reichweite: Akkukapazität/Verbrauch Fahrzeug

Thomas
Reply to  Doubter
1 Monat zuvor

Das wären 14,9 kWh Verbrauch. Mit 15% Ldeverlust kommt man dann auf die 17,2 kWh WLTP Angabe. Passt fast. Wenn der Akku etwas größer wird, kommt man auch mit 10% Ladeverlust hin.

Peter Hagemann
1 Monat zuvor

Hoffentlich kommt jetzt bald die Bestellfreigabe!

Es wurde an den richtigen Stellschrauben gedreht. Ein (fast) perfektes Auto für die Langstrecke

V12
Reply to  Peter Hagemann
1 Monat zuvor

Gibt es bereits – nennt sich S-Klasse und hat sich am Markt bereits seit einiger Zeit bewährt.

Timo
Reply to  V12
1 Monat zuvor

Der EQS ist aber eindeutig das interessantere Modell. Und in meinen Augen auch das hübschere.