Neuer eArocs 400 besteht Winterhärtetest am Polarkreis

Der neue batterieelektrische eArocs 400 von Mercedes-Benz Trucks hat seine Wintertauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei Erprobungen nahe des finnischen Polarkreises wurde der für den urbanen Bauverkehr konzipierte E-Lkw Anfang des Jahres Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius ausgesetzt – mit überzeugenden Ergebnissen.

Ziel der aktuellen Wintertests für den eArocs 400 war es, den Lkw gezielt unter extremen winterlichen Bedingungen zu prüfen. Im Mittelpunkt standen dabei Traktion und Fahrstabilität auf Schnee und Eis, das Kaltstart- und Ladeverhalten der Batterie bei starkem Frost sowie die Performance des elektrischen Antriebsstrangs inklusive Rekuperation im Winterbetrieb.

Der lokal CO₂-freie und geräuscharme E-Lkw zeigte sich – nach Angaben des Herstellers – auch bei anhaltender Kälte zuverlässig und berechenbar. Die gewonnenen Daten liefern den Ingenieurinnen und Ingenieuren wichtige Erkenntnisse für die Feinabstimmung des Fahrzeugs vor dem Serienstart. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse den Anspruch von Mercedes-Benz Trucks, elektrische Nutzfahrzeuge nicht nur für den Sommerbetrieb, sondern für anspruchsvolle Ganzjahreseinsätze zu entwickeln.

Der Verkaufsstart des eArocs 400 ist für Anfang April 2026 vorgesehen. Die Produktion des Grundfahrzeugs erfolgt ab dem dritten Quartal 2026 im Mercedes-Benz Werk Wörth am Rhein. Die finale Integration des elektrischen Antriebsstrangs übernimmt anschließend die in Vilshofen an der Donau ansässige Paul Group.

Bilder: Daimler Truck AG

9 Kommentare
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Dr. Münkler
1 Monat zuvor

Lustig wie hier noch immer getan wird als ginge das nicht, während in China schon mehr als die Hälfte der LKW elektrisch fährt.

Chris
Reply to  Dr. Münkler
1 Monat zuvor

Aber nicht bezogen auf die Bestandsflotte, sondern bezogen auf Neuzulassungen. Daher fährt mit Abstand der überwiegende Teil mit Diesel in China. Ebenso, wie bei uns. Allerdings wird das sich sicherlich in den nächsten Jahren ändern. Und ja gehen tut das alles locker.

gesellschaftlicherGroßkonflikt
1 Monat zuvor

Sehr gut !

Jörg
1 Monat zuvor

Wann ist der Einsatz von E-LKW bei der Bundeswehr bzw. in der Nato geplant?
Ich bin gespannt, wie es mit dem Fuhrpark auf dem Militärsektor zukünftig weitergeht.
Welcher Antriebsstrang wird sich dort zukünftig manifestieren?

A. Oettershagen
Reply to  Jörg
1 Monat zuvor

HaHaHa, na klar, vor einem Krieg werden erst einmal Windräder und Ladesäulen auf dem möglichen Gefechtsfeld montiert!! Alternativ erfolgt die Betankung mit Strom aus Kanistern – wie auch bei den Fahrzeugen mit Dieselantrieb!! Ist ja auch im tiefsten Wald möglich!

XRT80
Reply to  A. Oettershagen
1 Monat zuvor

Das ist natürlich ein Argument.
Eigentlich bräuchte ich auch im zivilen Leben eine 150 mm Haubitze, falls mal wieder einer die linke Spur blockiert, und mindestens eine AK-47 für die Parkplatzsuche!!!

CH-Elch
Reply to  Jörg
1 Monat zuvor

Kriegführung ist grundsätzlich das un-nachhaltigste was es gibt, wieso soll dann das Fahrzeug dazu nachhaltig unterwegs sein?

im Normalfall machen die eh praktisch keine Kilometer und sind dafür Jahrzehntelang im Einsatz (bzw. stehen sich die Reifen platt)

Da kann man die Rohstoffe und Kapazitäten anderswo wohl deutlich sinnvoller einsetzen. (Gut das könnte man bei dem Thema grundsätzlich – aber niet – geht nicht…

Chris Bayerstein
Reply to  Jörg
1 Monat zuvor

Was soll die Frage?

JM13
1 Monat zuvor

Die finale Integration des elektrischen Antriebsstrangs übernimmt anschließend die in Vilshofen an der Donau ansässige Paul Group. –> Das ist krass, also nicht im eigenen Hause.