Es gibt automobile Legenden, die man kennt – und solche, die man fühlt. Im Mercedes-Benz Museum verschmelzen beide Welten jetzt auf spektakuläre Weise: Mit hochpräzisen Fahrsimulatoren werden Klassiker wie der Mercedes-Benz 300 SLR, der Mercedes-Benz 300 SL und der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II nicht nur ausgestellt – sondern erlebbar.
Wenn Geschichte plötzlich unter die Haut geht
Wer bislang durch die Hallen des Museums schlenderte, begegnete Ikonen hinter Glas. Jetzt reicht ein Griff ins virtuelle Lenkrad, und die Vergangenheit wird zur Gegenwart. Möglich machen das Highend-Simulatoren des Partners Roarington, die auf der sogenannten Classic Insel installiert sind. Die Technik dahinter ist mehr als nur Spielerei: Es handelt sich um digitale Zwillinge realer Fahrzeuge aus der hauseigenen Sammlung. Jedes Detail – von der Gasannahme bis zur Gewichtsverlagerung in schnellen Kurven – wurde akribisch simuliert. Das Ergebnis ist ein Fahrerlebnis, das erstaunlich nah an die Realität heranreicht.
Von Monza bis Norisring: Freie Streckenwahl, echte Emotionen
Die Kombinationen sind ebenso reizvoll wie ikonisch: Mit dem 300 SLR „722“ durch Autodromo Nazionale Monza jagen, den „Flügeltürer“ durch die engen Gassen von Circuit de Monaco dirigieren oder im Evo II über den Norisring driften – jede Session ist eine Zeitreise mit Adrenalinfaktor. Sogar der Mercedes-Simplex 40 PS steht virtuell bereit und schlägt die Brücke zu den Anfängen des Automobils.
Duell mit den Profis
Besonders reizvoll: Die Simulatoren speichern Referenzzeiten von Motorsportgrößen wie Bernd Schneider, Bernd Mayländer und Karl Wendlinger. Besucher können sich direkt mit diesen Benchmark-Runden messen – ein ebenso motivierender wie demütigender Vergleich. Noch intensiver wird es im Multiplayer-Modus: Bis zu drei Fahrer treten gleichzeitig gegeneinander an, vernetzt in Echtzeit. Jede Berührung der Ideallinie, jeder Fehler – alles wird spürbar.
Technik trifft Handwerkskunst
Die Simulatoren selbst sind kleine Kunstwerke. Entwickelt speziell für klassische Fahrzeuge, verbinden sie moderne Simulationstechnologie mit traditioneller Ästhetik. Ein 3D-Motion-System simuliert Beschleunigungskräfte und Fahrdynamik, während ein 49-Zoll-Curved-Display und ein fein abgestimmtes Soundsystem für immersive Eindrücke sorgen. Besonders authentisch: Geschaltet wird auf Wunsch manuell – ganz wie im Original.
Mehr als ein Museumsbesuch
Das Angebot richtet sich nicht nur an Einzelbesucher. Auch für Events wird der Simulator-Hub genutzt, etwa für Kundenveranstaltungen oder exklusive Challenges. Gleichzeitig ist er Teil einer größeren Vision: Gemeinsam mit Roarington will Mercedes-Benz seine Historie zunehmend digital zugänglich machen – bis hin zu einem virtuellen Museum.
Zugang und Preise
Die Simulatoren sind während der regulären Öffnungszeiten zugänglich – sogar ohne Eintritt ins Museum. Eine zehnminütige Fahrt kostet 14 Euro, inklusive Einweisung durch einen Instruktor. Teilnahme ist ab 15 Jahren und einer Körpergröße von mindestens 1,60 Meter möglich. Ein besonderes Highlight: Am Internationaler Museumstag öffnen sich die Türen kostenlos – inklusive freier Simulator-Nutzung.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG





