Südkorea verhängt Millionenstrafe gegen Mercedes‑Benz

Die südkoreanische Korea Fair Trade Commission (KFTC) hat dem deutschen Automobilhersteller Mercedes‑Benz eine Geldbuße von umgerechnet rund 6,5 Millionen Euro (11,2 Milliarden Won) auferlegt, weil Kunden und Händlern Informationen zu den Batterie‑Lieferanten bei bestimmten Elektrofahrzeugen vorenthalten wurden.

Im Fokus stehen hier die vollelektrischen Modelle EQE und EQS: In offiziellen Verkaufsunterlagen und Marketingmaterialien wurde suggeriert, dass alle Varianten hochwertige Zellen des chinesischen Herstellers CATL nutzen – tatsächlich sind aber mehrere Modellvarianten mit Batteriezellen der Firma Farasis Energy ausgestattet. Dieses Detail sei weder in Händlerhandbüchern noch in der Kundenkommunikation korrekt dargestellt worden, so die Wettbewerbsbehörde. Aufmerksam wurde man auf den Umstand, nachdem ans Licht kam, das Batteriezellen eines in Brand gerateten Mercedes-Fahrzeugs in Korea von Farasis stammte, der Mitte 2024 Schlagzeilen machten. Auf Rückfrage der Behörden stellte sich heraus, das alle EQE Limousinen Modelle sowie der EQE 500 4MATIC SUV und der EQS 350 Farasis Zellen haben.

Mercedes‑Benz Korea akzeptiert das Urteil zwar, widerspricht aber der Entscheidung der Behörde und kündigt rechtliche Schritte an. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, Medien und Kunden korrekt informiert zu haben. Die Strafe entspricht dem gesetzlich maximal zulässigen Anteil von 4 % des Umsatzes aus den betroffenen Fahrzeugverkäufen.

Quelle: https://www.electrive.net/2026/03/11/suedkorea-brummt-mercedes-millionen-bussgeld-auf/

10 Kommentare
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Pano
1 Monat zuvor

Rot steht dem EQS 😉

Dr Alexander
1 Monat zuvor

Richtig und wichtig.

Panda
1 Monat zuvor

Hätte ein Kunde das Fahrzeug nicht gekauft, wenn er gewusst hätte, dass die Zellen von Farasis sind? Das bezweifle ich doch stark, denn die meisten Menschen kennen sich mit Lieferanten und deren Qualität logischerweise nicht aus und wollen sich verständlicherweise damit auch nicht beschäftigen. Also seltsame Begründung bzgl. Verbraucherschutz. Korrekt wäre gewesen zu bemängeln, dass scheinbar schlechte Batteriezellen verbaut wurden, aber nicht etwa, dass der Hersteller beim Kauf nicht genannt wurde oder übersehe ich hier etwas?

Michael Sommer
Reply to  Panda
1 Monat zuvor

Das stimmt nicht. Bei Akkus haben BYD und CATL einen guten Ruf.
Farasis gilt als Billigheimer.

Panda
1 Monat zuvor

Ergänzung meinerseits: Es wurde scheinbar mit CATL geworben, aber das ändert meinen Punkt nicht, da die meisten Kunden auch CATL und deren Qualitätseinstufung innerhalb der Welt der Zellhersteller natürlich nicht kennen und damit im Grunde auch kein falsches Bild vermittelt wurde, zumindest nach meinem Verständnis ‍♂️

Marc W.
Reply to  Panda
1 Monat zuvor

Andersrum darf man aber auch hinterfragen, ob nach Bekanntwerden der Farasis-Brände bewusst verschleiert werden sollte, dass eben auch in diesen Baureihen Gefahren schlummern ?
Wirklicher Rechts- und Vertrauensschutz würde erst der Ausschluss von Vergabeverfahren für fünf Jahre bewirken.

Michael Sommer
1 Monat zuvor

Heftig, zur Pleite der deutschen Autokonzerne, kommen jetzt noch Millionenstrafen wegen Abgasbetrug etc.

Ola völlig verzockt !

Marco
Reply to  Michael Sommer
1 Monat zuvor

Der „Experte“ ist wieder aktiv … auf Deine mentalen Ergüsse kann hier jede bzw. jeder verzichten!

schordm
Reply to  Marco
1 Monat zuvor

Ola ist Experte. Wenn Ihr nun Schwindel legitimiert, dann ist doch klar welch Geistes Kind Ihr seid.

Jennss
1 Monat zuvor

Bei Handys gibt es auch öfter verschiedene Zulieferer bei CPUs etc. Sind Catl-Zellen wirklich besser?