Mercedes testet Level2++ Autopilot in San Francisco

Mercedes-Benz geht einen neuen Weg im autonomen Fahren. Mit seinem jüngsten Fahrerassistenzsystem, intern als „Level 2++“ bezeichnet, testen die Schwaben in den engen Straßen von San Francisco, wie weit Assistenzsysteme im urbanen Alltag wirklich gehen können.

Mercedes testet Level2++ Autopilot in San Francisco

Mehr als ein klassischer Autopilot

Traditionelle Level‑2-Systeme kombinieren Tempomat und Spurhalteassistent. „Level 2++“ geht darüber hinaus: Das System übernimmt nicht nur Längs‑ und Querführung, sondern navigiert aktiv durch komplexe Stadtsituationen – inklusive Ampeln, Kreuzungen, Fußgänger und parkender Autos. Trotzdem bleibt der Fahrer jederzeit verantwortlich und eingriffbereit. Mercedes nennt dieses Prinzip kooperatives Fahren: Der Mensch gibt vor, das System führt aus – und lernt aus jedem Eingriff.

Technologie im Detail

„Level 2++“ vereint eine dichte Sensorik (Kameras, Radar, Ultraschall) mit KI-gesteuerter Entscheidungslogik. Das Ergebnis: das Auto erkennt Verkehrsteilnehmer, bewertet riskante Situationen und entscheidet in Echtzeit über Bremsmanöver, Spurwechsel oder Abstand. In San Francisco bewährte sich der Prototyp besonders bei dichten Straßen, Verkehrsschildern und unerwarteten Hindernissen. Selbst bei komplizierten Situationen wie engen Kreuzungen oder Gegenverkehr zeigte das System ein erstaunlich souveränes Verhalten – ohne gefährliche Momente.

Mercedes testet Level2++ Autopilot in San Francisco

Kooperation statt Autonomie

Im Gegensatz zu Level‑4- oder Level‑5-Prototypen bleibt der Fahrer beim Level 2++ System im Cockpit zentral. Mercedes’ Ansatz: Assistenzsysteme sollen den Fahrer unterstützen, nicht ersetzen. Jeder Eingriff des Fahrers wird genutzt, um das System zu verbessern – eine Art kontinuierliches Lernen für mehr Sicherheit im Alltag.

Strategie für die Serienreife

Während Konkurrenten wie Waymo oder Tesla bereits stark automatisierte Systeme testen, setzt Mercedes auf schrittweise, sichere Einführung. Der Plan: Level 2++ soll innerhalb der nächsten Jahre serienreif werden – zuerst für städtische und verkehrsreiche Umgebungen, bevor höhere Automatisierungsstufen folgen.

Mercedes testet Level2++ Autopilot in San Francisco - CLA

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

15 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
Pano
1 Tag zuvor

Jenni, Zeit für dein FSD-Standardsprüchlein. Aber bitte nicht wieder den Zusatz „Supervised“ vergessen 🙂

Zuletzt editiert am 1 Tag zuvor von Pano
Die legende Baron
Reply to  Pano
1 Tag zuvor

Fakt ist, von einer Küste zu Küste fahrt ist Mercedes bzw die Kunden noch SEHR weit weg.

Und die Robotaxis fahren alle Un-Supervised.

Pano
Reply to  Die legende Baron
21 Stunden zuvor

Wo war das nochmal mit der Supervised-Fahrt nachzulesen,
die mit neunjähriger Verspätung ankam?
Und Robotaxis ohne Aufpasser mit Not-Aus-Knopf auf dem Beifahrersitz fahren bei Waymo oder in China schon lange in großer Zahl rum. Nur mal so zur Einordnung, gelle 😉
Grüße
Pano

CH-Elch
Reply to  Pano
20 Stunden zuvor

Waymo fahren ohne Fahrer – ja solange die Cloud mit Strom versorgt ist….

Ralf
Reply to  Die legende Baron
11 Stunden zuvor

Joa, aber fahren auch nicht von Küste zu Küste hin oder her.

Übrigens SEHR weit weg ist für Tesla anscheinend noch echtes autonomes Fahren, bei dem die Haftung beim Auto liegt – im Gegensatz zu Mercedes, wo das in Deutschland und Kalifornien zugelassen ist. Aber wer mag schon Details…

Die legende Baron
1 Tag zuvor

Das KnowHow kommt sber alles von nVidia. Ein zugekauftes System.

Pano
Reply to  Die legende Baron
21 Stunden zuvor

Hast Momenta vergessen 🙂

Ralf
Reply to  Die legende Baron
11 Stunden zuvor

Immer diese Details zwischen Chips und Adaption und Entwicklung… völlig unnötig. 😉

Marc W.
1 Tag zuvor

Ob wieder eine zu hohe Hürde der stets sicheren Wahrnehmbarkeit der Systeme gesehen wird, diesen City Assi NEBEN dem Drive Pilot in EINEM Wagen haben zu können ?
Distronic verhinderte ja immer einen Betrieb des „sturen“ Tempomaten…

Cornelius
1 Tag zuvor

„Der Plan: Level 2++ soll innerhalb der nächsten Jahre serienreif werden“

Das ist wohl zu konservativ dargestellt. Anderswo wird heute mitgeteilt

„Mercedes-Benz will noch in diesem Jahr in den USA ein neues Fahrassistenzsystem auf den Markt bringen und damit den Konkurrenten Tesla herausfordern. Das System ermöglicht es Fahrzeugen, unter Aufsicht des Fahrers weitgehend autonom auf städtischen Straßen zu fahren, teilte der Stuttgarter Autobauer mit.“

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Mercedes-greift-mit-neuem-Fahrassistenzsystem-Tesla-an-id30207170.html

Zuletzt editiert am 1 Tag zuvor von Cornelius
Dr. Alexander
1 Tag zuvor

„ Während Konkurrenten wie Waymo oder Tesla bereits stark automatisierte Systeme testen, setzt Mercedes auf schrittweise, sichere Einführung“

An dem Satz stimmt aber nicht viel.

Beide „testen“ nicht nur, sondern haben das schon lange im Kunden-Serieneinsatz.

Und die sind natürlich ebenso schrittweise vorgegangen und haben sehr auf Sicherheit geachtet – das gebieten schon die gesetzlichen Vorgaben.

Lackfarbe
16 Stunden zuvor

Sorry, aber wie kann man schamlos Dinge wie

Mit seinem jüngsten Fahrerassistenzsystem, intern als „Level 2++“ bezeichnet, testen die Schwaben in den engen Straßen von San Francisco, wie weit Assistenzsysteme im urbanen Alltag wirklich gehen können.

angesichts der Faktenlage texten? Schämen die sich wirklich nicht?

Wir haben 2026! Tesla Fahrzeuge können nahezu problemlos teilautonom („überwacht“ durch menschlichen „Fahrer“) seine Insassen von A nach B fahren. Überall dort, wo es der Gesetzgeber erlauben will.

Dies kann jeder interessierte auf den privaten Kanälen vieler Tesla Fahrer auf YouTube sehen und nachprüfen. (Empfehlungen: @BlackTesla @WholeMars @ChuckCook )

Wieso kehrt man das bei Mercedes schamlos unter den Tisch und tönt so, als hätte man das Rad neu erfunden?

Mercedes hinkt, wie alle anderen auch, hinterher, hinterher, hinterher, hinterher.

Alle „Gegenwehr“ ist substanzlose Haterei.

Lackfarbe
Reply to  Lackfarbe
12 Stunden zuvor

Möchte noch etwas klarstellen:

Mit meiner Kritik beziehe ich mich nicht auf den Bericht von MBpassion oder deren Darstellung.

Mir geht es darum, dass Mercedes und auch weitere Hersteller scheinbar die Realität ignorieren (wollen) und ihr hinterherhecheln als Meilenstein und Novum darstellen.

Ralf
Reply to  Lackfarbe
11 Stunden zuvor

Natürlich ist das auch Marketing, meine Güte. Wer das 2026 nicht versteht, hat zu viel Lackfarbe ges… aber lassen wir den Wortwitz. 😉

Dennoch ist man dran. Und noch mal: Beim echten vollautonomen Fahren kommen andere nicht mit, zum Thema „hinterher, hinterher, hinterher“…

Dr Alexander
9 Stunden zuvor

Von einer Testfahrt in Frisco zur Ausrollung in die weltweite Serie ist noch ein weiter Weg.

Aber der Anfang ist gemacht.