GLE und GLS Facelift kommt mit Technologie-Update

Die Entwicklungsabteilungen von Mercedes-Benz arbeiten intensiv an der Modellpflege ihrer großen SUV-Baureihen GLE und GLS.  Die Fahrzeuge befinden sich in einer fortgeschrittenen Phase der Erprobung, bevor im Jahr 2026 eine umfassende Modellpflege vorgestellt werden soll.

Bei den aktuellen Testfahrten geht es um das zweite größere Facelift der Baureihen. Die überarbeiteten Versionen von GLE und GLS sollen laut aktuellen Informationen bereits im Mai 2026 präsentiert werden. Anschließend wird die Produktion im US-Werk Tuscaloosa entsprechend angepasst. Neben dem klassischen GLE und GLS werden auch Varianten wie das GLE Coupé sowie luxuriöse Ausführungen wie der Maybach GLS Teil der Modellüberarbeitung sein. Die Auslieferungen an Kunden werden voraussichtlich noch im selben Jahr – voraussichtlich ab September 2026 – beginnen.

Neue Designsprache und Lichttechnologie

Optisch konzentriert sich die Modellpflege auf eine modernisierte Frontpartie. Dazu gehören ein neu gestalteter Kühlergrill – teilweise mit beleuchteten Elementen – sowie überarbeitete Frontschürzen und neue Hauptscheinwerfer. Optional könnte auch die aktuelle Generation der Digital Light-Technologie angeboten werden. Auch am Heck sind Anpassungen vorgesehen. Neue Rückleuchten mit einem an aktuellen Mercedes-Modellen orientierten Lichtdesign mit Mercedes-Pattern sollen den Fahrzeugen in dessen zweiter Modellpflege einen moderneren Auftritt verleihen.

Neue Elektronik-Architektur und MB.OS

Ein zentraler Schwerpunkt der Entwicklung liegt im Bereich Software und Elektronik. Die Facelift-Modelle sollen eine komplett überarbeitete digitale Architektur erhalten. Herzstück ist das neue MB.OS Betriebssystem, das auf leistungsfähiger NVIDIA-Hardware läuft. Diese Architektur setzt auf deutlich weniger, dafür leistungsstärkere Zentralrechner. Ziel ist eine höhere Rechenleistung für Assistenzsysteme, Infotainment und Fahrzeugfunktionen. Parallel dazu hält ein neues Anzeige- und Bedienkonzept Einzug: der sogenannte MBUX Superscreen dank neuen Amaturenträger. Das System integriert drei jeweils 12,3-Zoll-Displays, die Fahrer- und Beifahrerbereich miteinander verbinden. Darüber hinaus sind zusätzliche digitale Funktionen geplant, darunter neue Kommunikations- und Vernetzungsdienste – beispielsweise Anwendungen wie Microsoft Teams im Fahrzeug.

Fortschritte bei Fahrerassistenz und Automatisierung

Mit der neuen Elektronikplattform werden auch die Assistenzsysteme weiterentwickelt. Die Fahrzeuge sollen ein besonders leistungsfähiges Level-2-Assistenzsystem erhalten. In bestimmten Märkten wie Nordamerika oder China könnte dieses System sogar in einer erweiterten „Level-2++“-Variante ab Marktstart angeboten werden. Zusätzlich verbaut man die neue Lenkradgeneration mit Wippe/Walze.

Neue Motorstrategien und Hybridtechnik

Auch bei den Antrieben zeichnet sich eine Neuausrichtung ab. Künftig sollen die Motoren mit einem stärkeren 48-Volt-Startergenerator kombiniert werden. Dieser liefert zusätzliche elektrische Leistung und unterstützt den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen (Boost). Bei den Plug-in-Hybridversionen wird zudem ein neuer Reihensechszylinder-Benziner erwartet. In Kombination mit einem Elektromotor könnte der Plug-in-Hybrid eine stärkere Systemleistung aus Verbrennungs- und Elektromotor erreichen und weiterhin rein elektrische Reichweiten von über 100 Kilometern ermöglichen.

Der Dieselantrieb startet zukünftig beim GLE 300d 4MATIC mit 313 PS, gefolgt vom bekannten GLE 450d 4MATIC. Beim Benzinmodell startet man beim GLE 450 4MATIC mit 381 PS. Neu ins Angebot kommt der M177 Evo V8 aus der S-Klasse Modellpflege, der hier ebenso 537+23 PS leisten wird. Neu ins Angebot kommt der GLE 450e 4MATIC mit 326 PS des M256 Evo mit 163 PS E-Maschine.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG