Mercedes-Benz India erhöht erneut Preise – Belastungen durch Wechselkurs und Kosten steigen

Mercedes-Benz hat in Indien zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Fahrzeugpreise angehoben. Seit dem 1. April gilt ein Aufschlag von durchschnittlich zwei Prozent auf das gesamte Modellportfolio. Bereits zum Jahresbeginn hatte der Stuttgarter Autobauer eine identische Preisanpassung vorgenommen.

Als Hauptgründe für die erneute Erhöhung nennt das Unternehmen die anhaltende Schwäche der indischen Rupie gegenüber dem Euro sowie gestiegene Kosten in Logistik und Beschaffung. Beide Faktoren haben laut Konzern die Import- und Produktionskosten deutlich verteuert. Die Preisanpassung fällt je nach Modell unterschiedlich aus. In absoluten Zahlen entspricht sie einem Aufschlag zwischen rund 89.000 Rupien und bis zu 7,22 Lakh Rupien. Umgerechnet liegt die maximale Erhöhung bei knapp 980 Euro. Besonders im oberen Preissegment macht sich die Anpassung somit stärker bemerkbar.

Trotz der gestiegenen Preise behauptet Mercedes-Benz weiterhin seine führende Position im indischen Premiumautomarkt. Der Hersteller liegt nach wie vor vor seinen wichtigsten Wettbewerbern, darunter BMW und Jaguar Land Rover.

Die wiederholten Preiserhöhungen spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen internationale Automobilhersteller in Schwellenmärkten konfrontiert sind. Wechselkursschwankungen, globale Lieferkettenprobleme und steigende Betriebskosten setzen die Branche zunehmend unter Druck – und werden letztlich auch an die Kunden weitergegeben.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG