Zukünftig Hybrid- und Elektrofahrzeugen kabellos Laden zu können, diesen Schritt in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen beschreiten Daimler und BMW künftig gemeinsam. Beide Unternehmen haben sich auf eine Zusammenarbeit und den Einsatz einer einheitlichen Technologie verständigt.

Das induktive Laden der Batterie macht den Umgang mit Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden zukünftig noch komfortabler. Mercedes-Benz wird diese „unplugged“-Technologie in einer Testflotte mit dem S 500 PLUG IN HYBRID erproben, um für das Laden der Hochvolt-Batterie eine echte S-Klasse Lösung hinsichtlich Komfort und einfacher Bedienung zu entwickeln.

Das System besteht aus zwei Komponenten: einer Sekundärspule im Fahrzeugboden sowie einer Bodenplatte mit integrierter Primärspule, die unterhalb des Autos – zum Beispiel auf dem Garagenboden – platziert wird. Die elektrische Energie wird berührungslos, ohne Ladekabel, mit einer Leistung von 3,6 kW übertragen. Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent lassen sich die Hochvolt-Batterien im Fahrzeug so effizient, komfortabel und sicher aufladen. Daimler und BMW haben sich auf die gemeinsame Entwicklung und den Einsatz einer einheitlichen Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-In-Hybridfahrzeugen verständigt.

Im September wird Mercedes-Benz den S 500 PLUG IN HYBRID in den Markt einführen: Er bietet eine Leistung von 325 kW und 650 Nm Drehmoment, sprintet in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und kann rein elektrisch 33 km weit fahren. Der zertifizierte Verbrauch beträgt 2,8 Liter/100 km, das entspricht einer Emission von 65 g CO2/km, wobei der Praxisverbrauch ebenfalls ausgezeichnet ist. Schlüsselelemente dieser beeindruckenden Leistung sind der Biturbo-V6 und der aufwendige Hybridantrieb.

Der S 500 PLUG-IN HYBRID ist die erste zertifizierte Dreiliter-Luxuslimousine der Welt und damit ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität. Nach S 400 HYBRID und S 300 BlueTEC HYBRID ist er das dritte Hybridmodell in der neuen S-Klasse. Der S 500 PLUG-IN HYBRID verbindet ein hochmodernes Hybridantriebskonzept mit den einzigartigen Innovationen und der luxuriösen Ausstattung der S-Klasse.

Quelle: Daimler AG

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21 Kommentare
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Zapp
7 Jahre zuvor

S500 mit 6-Zylinder? Was wird der nächste Marketing Gag?

mehrzehdes
7 Jahre zuvor

ein wichtiger schritt. stecker und schnur sind einfach unpraktisch, dagegen ists kein problem, den stellplatz oder garagenplatz bei der erstausrüstung für ladestrom gleich auf induktion auszulegen.

Otto
7 Jahre zuvor

Klar wird der nächste 500er ein 6 Zylinder… Wer sowas erfindet bzw freigibt, gehört sofort entlassen!
500= 8 Zyl, so muss das sein.
Wieder mit ein Grund, nach 30 Jahren vom Stern zum Bentley zu wechseln. Die haben wenigstens noch Hubraum, keine billigen freistehenden Navis, und noch grosse eckige Karosserien, keine gleiche Einheitsfront für alle.

KF
7 Jahre zuvor

@Zapp und Otto:
Beschäftigt ihr euch gelegentlich auch mit Mercedes oder reagiert ihr nur instiktiv auf bestimmte Reizwörter wie “Sechszylinder”?
Der S500 hat natürlich einen Achtzylindermotor. 4,7 Liter groß, mit zwei Turboladern und 455 PS und 700 Nm stark.
Der S500 Plugin Hybrid bietet fast genauso gute Fahrleistungen, tut das aber mit einem Sechszylinder plus Elektromotor.

In der S-Klasse gibt es keine freistehenden Navis. Eckige Karosserien gibt es in der S-Klasse seit dem W140 schon nicht mehr. Ich finde 6,0 Liter Hubraum im S600 und S65 AMG durchaus üppig. Welchen Sinn es hat, Hubraum als Kaufkriterium zu betrachten, wenn es doch um Fahrleistungen, Fahrbarkeit, Laufkultur, Klang und Verbrauch/Schadstoffausstoß geht und in diesen Bereichen inzwischen auch Motoren mit kleineren Hubräumen brillieren, erschließt sich mir nicht.

Aber bitte, wem die S-Klasse nicht passt, der möge eben zu Bentley wechseln. Dort gibt es 6,75 Liter große Achtzylinder und Technologie, die weit weniger fortschrittlich ist, beispielsweise im Bereich der Fahrerassistenzsysteme. A propos Einheitsfront: Schonmal versucht, die verschiedenen Bentley-Modelle zu vergleichen? Sehr schöne Autos, keine Frage. Und höchst exklusiv! Aber sie sehen von vorne alle gleich aus.

Übrigens: Schon gewusst, dass in den Megacities der Schwellenländer über Fahrverbote für Autos, die nicht wenigstens eine bestimmte Strecke rein elektrisch zurücklegen können, nachgedacht wird? Genau das dürfte der Anstoß zur Entwicklung des S500 Hybriden gewesen sein. Viel Spaß mit dem Bentley auf dem Park-and-Ride-Parkplatz in Shanghai!

Otto, ohne dir zu nahe treten zu wollen. Aber ich habe den Eindruck, dass es nicht passieren wird, dass du dir einen Bentley-Neuwagen kaufst. Aus finanziellen Gründen.

Es wird übrigens auch nicht passieren, dass ich mir einen Bentley-Neuwagen kaufen werde. Aus denselben Gründen. Aber ich tu nicht so, als wäre ich kurz davor einen zu bestellen. Ich kann mir übrigens auch keine S-Klasse leisten. Trotzdem verstehe ich mehr von ihr als die meisten ihrer Käufer, weil ich Spaß dran habe.

mehrzehdes
7 Jahre zuvor

sehr durchschaubar, diese ewig gestrigen, die dann auch noch auf dicke hose machen…

Hagi
7 Jahre zuvor

POST 1 und 3, typisches Stammtisch gebrabbel von unwissenden und nichtshabenden deutschen Missmachern!

Induktionsladung. Gute und zukunftsweisende Idee ! und Zusammenarbeit bezügl. einem Standard mit BMW – TOP !!! das hat endlich mal wieder deutsche Zukunft !!!

ohne aufwendiges Kabel wirrwarr, einfaches aufladen während dem Schlafen, dem Arbeiten, dem Einkaufen.

Ich finde die Idee sehr gut

Marvin
7 Jahre zuvor

@KF, vielen Dank für diesen Post, ich kann dir nur zustimmen! 🙂

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Daniel K
7 Jahre zuvor

So eine Lösung finde ich sehr gut, das macht Hybrid fahren entspannder.

Otto
7 Jahre zuvor

Wem soll ich denn von Euch “Eiern” die VIN meines SLS BS senden oder vom C 63. Dagegen is der W 12er billig…Und nein, ich stehe nicht auf Minihubraummotörchen. Hubraum bleibt Hubraum.

Brandon
7 Jahre zuvor

Sehr gut, dass man sich gemeinsam mit BMW mit dem Thema des induktiven Ladens beschäftigt und zusammen entwickelt. Ein notwendiger Schritt, denn indukties Laden gestaltet die Nutzung der entsprechenden Fahrzeuge wesentlich komfortabler als bislang.

Peinlich ist, was sich hier teilweise für Leute tummeln. Bei manchen Kommentaren kann man nur den Kopf schütteln.

KF
7 Jahre zuvor

Mit “Ei” fühle ich mich zwar nicht angesprochen, aber du darfst die beiden VIN gerne hier einstellen. Und ein Foto mit der aktuellen Tageszeitung und einer Packung Nudeln auf der Motorhaube wäre nett. Das übliche Procedere…

Abgesehen von der Frage, ob du ein Hochstapler bist oder nicht, hast du einen ziemlich unwürdigen Ton drauf und scheinst eher rückwärtsgewandt zu denken.

Warauf du stehst oder nicht stehst, dürfte den Nutzern hier absolut egal sein. Wie oben geschrieben, steht die ganze Diskussion sowieso auf der falschen Grundlage, da die ganze Aufregung über das “Minihubraummotörchen” im S500 sich nur auf den Hybriden, nicht auf den normalen S500 bezieht.

KF
7 Jahre zuvor

Um den peinlichen Teil der Diskussion zu verlassen:

Induktives Laden dürfte mithelfen die Akzeptanz von Plugin-Hybriden und Elektroautos zu verbessern. Wenn man in seinem Stammparkplatz so eine Induktionsplatte hat, kann man auch nicht vergessen den Stecker anzuschließen.

Habe gelesen, dass ein Großteil der Plugin-Hybride in Privatkundenhand kaum geladen wird, weil die Kunden nicht dran denken oder zu bequem sind. Automatisches Induktionsladen dürfte die Lösung dafür sein.

Hagi
7 Jahre zuvor

eben man muss den zukünftigen Kunden die “Anwendung” laden, so einfach wie möglich machen. So wie man es mit Zahnbürsten und co längst gewöhnt ist…

und die die das System vom Grundsatz nicht verstehn, sollten tatsächlich besser Bentley kaufen!

Zapp
7 Jahre zuvor

Mal locker bleiben und meine Kernaussage verstehen: “Marketing”
Ich hab kein Problem mit Hybrid – würde auch lieber lautlos durch die City gleiten.
Mir geht’s lediglich um die Bezeichnung S500 (zugegeben etwas am Thema vorbei). Ist es nicht irreführend, einen S500 mit 8-Zyl zu verkaufen, den S500 Hybrid aber mit 6-Zyl?
Warum denn nicht S350 Hybrid?

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Roman
7 Jahre zuvor

@Zapp:
Ganz einfach:
Ein PlugIn addiert 100 auf die normale Motorbezeichnung. Beispiel: S 500 PlugIn: 400er V6 + PlugIn –> 400 + 100 = 500
Ein normaler Hybrid addiert 50 auf die normale Motorbezeichnung, Beispiel: 300 BlueTEC Hybrid: 250er BT R4 + Hybrid –> 250 + 50 = 300

Hubraumangaben sind das schon lange nicht mehr, sondern ‘Leistungsklassen’. 😉

Marc W.
7 Jahre zuvor

Großartige Idee – großartige Kooperation !
Ich habe schon immer vorhergesehen, dass ein Hantieren mit Ladekabeln oberklasseunwürdig ist – und Komfort macht(e) Stuttgart (und verstärkt jetzt auch München) groß.

Einwurf technisch: Eine Ladeplatte im Boden mit einer beweglichen Zweischienenkopplung, die sich ala SOJUS/ISS mit der Wagenladekupplung verbindet, würde es auch tun und die Restrisiken bezüglich Magnetfeldern (Strahlung) und Übertragungsverlusten vermeiden…

@KF: volle Zustimmung. Wenn mich mein künftiger (vernünftiger) E300 würdig von 80 auf 160 “katapultiert”, darf er ruhig drei Zylinder haben. Hat dann halt drei Lader, drei E-Motoren – und getankt wird im Jahr genau zweimal: auf dem Weg nach Sevilla und auf dem Rückweg :))

KF
7 Jahre zuvor

Ich bin sehr gespannt, wie die Bedenken gegenüber einem so starken elektromagnetischen Feld in Zeiten von Elektrosmog-Angst ausgeräumt werden. Generell das Thema Sicherheit. Was ist, wenn meine Katze während des Ladens unter’s Auto kriecht und zwischen Geber- und Nehmerplatte gerät?

melaw
7 Jahre zuvor

Meine Glaskugel sagt: Bald können das alle Plugin-Hybride. Jeder aber nur über die Ladeplatte des eigenen Herstellers.

Akkuwechselsysteme herstellerübergreifend ist ja noch nicht einmal versucht worden. Da kocht jeder sein eigenes Süppchen. So kanns nix werden mit Elektromobilität.

Ano-Oobist
7 Jahre zuvor

@KF
Oberflächen bei dieser Technik ist im normalfall nicht leitend und kann damit jederzeit berührt werden können

von wegen Katze

KF
7 Jahre zuvor

An einen Stromschlag hatte ich auch nicht gedacht. Eher Gesundheitsschäden durch das starke Feld.