Mercedes-Benz sichert sich CO2-reduzierten Stahl für US-Produktion

Mercedes-Benz unterzeichnet einen Liefervertrag mit Steel Dynamics, Inc. (SDI) über jährlich mehr als 50.000 Tonnen CO₂-reduzierten Stahl für sein Produktionswerk in Tuscaloosa, Alabama (USA). Damit erreicht das Unternehmen einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der globalen Stahllieferkette.

Der zukünftig von SDI gelieferte Stahl wird in einem Elektrolichtbogenofen (EAF) hergestellt, der mit 100% Öko-Strom betrieben wird. Im Vergleich zur klassischen Primärstahlerzeugung über die Hochofenroute können die Emissionen dadurch um mehr als die Hälfte auf durchschnittlich 1,0 Tonnen CO₂ pro Tonne Stahl reduziert werden. Damit gehen SDI und Mercedes-Benz gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt, um den CO₂-Fußabdruck in der Lieferkette sukzessive zu senken. Die beiden Partner arbeiten bereits seit 2015 zusammen.

Der Flachstahl von SDI verfügt darüber hinaus über einen Schrottanteil von mindestens 70% und wird in allen in Tuscaloosa produzierten Mercedes-Benz Modellen verbaut – darunter der EQS SUV sowie der EQE SUV. Beide Partner einigten sich zudem darauf, den Schrottanteil in naher Zukunft zu erhöhen und dadurch den CO₂-Fußabdruck noch weiter zu verringern. Der CO₂-reduzierte Stahl von SDI wird bereits ab September 2023 in die Serienproduktion in Tuscaloosa integriert.

Der Abschluss mit SDI in den USA folgt auf mehrere europäische Lieferantenvereinbarungen für den Bezug von CO₂-reduziertem und nahezu CO₂-freiem Stahl und ist damit Teil der globalen Bemühungen zur Dekarbonisierung der Mercedes-Benz Stahllieferkette.  „Unser Ziel ist klar: Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir bis 2039 unsere gesamte Neufahrzeugflotte über alle Wertschöpfungsstufen bilanziell CO₂-neutral gestalten. Unsere Vereinbarung mit SDI über den Bezug von jährlich mehr als 50.000 Tonnen CO₂-reduzierten Stahl ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Aufbau einer nachhaltigen Stahllieferkette in Nordamerika.“  – so Dr. Gunnar Güthenke, Leiter Einkauf & Lieferantenqualität Mercedes-Benz Cars

Aktives Engagement für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Stahllieferkette

Neben den kontinuierlichen Anstrengungen zur CO2-Reduzierung setzt sich das Unternehmen darüber hinaus für einen verantwortungsvollen Stahlbezug ein. Dabei setzt die Marke mit dem Stern auf die Anwendung anerkannter Standards und robuster Zertifikate. Mercedes-Benz ist zudem Mitglied der Responsible Steel Initiative und beteiligt sich aktiv an der Entwicklung eines zertifizierbaren Nachhaltigkeitsstandards für die Stahlindustrie. Ziel ist es, eine umwelt- und sozialverträgliche Stahlproduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen.

Quelle: Mercedes-Benz Group AG

8 Kommentare
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Frickleburt Frogfart
10 Monate zuvor

Und wieder 5 Euro ins Phrasenschwein der Heiligen Klimakirche. Dekarbonisierung = Deindustrialisierung. Gibt es eigentlich Zahlen dazu, wieviele Tonnen „CO2-neutralen“ Stahl die fernöstliche und amerikanische Konkurrenz so verarbeitet? Ich habe da einen Verdacht …

Flachstahl mit einem Schrottanteil von 70%? Soweit ich mich erinnere, gab es das in den 70er Jahren schonmal. Das Ergebnis waren Autos vor allem aus Italien und Schweden, die schneller rosteten als man Alfa, Fiat und Volvo sagen konnte. Hoffen wir mal, dass die Recylingprozesse inzwischen besser geworden sind.

Südhesse
Reply to  Frickleburt Frogfart
10 Monate zuvor

Dieser Kommentar offenbart eine ziemliche Ahnungslosigkeit gegenüber der Stahlproduktion. Ob ein Auto rostet oder nicht, hat nicht das geringste damit zu tun ob der Stahl aus Roheisen oder Alteisen hergestellt wurde. Chemisch gibt es da überhaupt keinen Unterschied. Am Ende entscheidend für die Qualität ist das Verhältnis der Legierungselemente.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Südhesse
9 Monate zuvor

Danke für Ihre überaus freundliche Beantwortung meiner Frage. Bitte mehr davon und einen schönen Tag für Sie.

Adrian
Reply to  Frickleburt Frogfart
9 Monate zuvor

Werd mal erwachsen, du kleine Witzfigur 🙂

Mike
10 Monate zuvor

Guter Nebeneffekt: Durch die C02-Reduktion wird das Klima geschont.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Mike
10 Monate zuvor

Amen.

axxxtz
Reply to  Mike
9 Monate zuvor

Nehmt doch den armen Pflanzen nicht das CO2 weg 😉

JM13
Reply to  axxxtz
9 Monate zuvor

Bei mehr CO2 und höheren Temperaturen wachsen die Pflanzen schneller und es wird grüner, ansonsten gäbe es keine Treibhäuser bzw. Gewächshäuser. Daher bleibe ich gelassen 😉