Mercedes-Benz wird ab September 2017 weitere Modelle der C-Klasse Limousine der Baureihe 205 im Werk East London in Südafrika produzieren lassen. Konkret betrifft es den C 400 4MATIC sowie den C 43 4MATIC. Nach Rückfrage beim Hersteller wurde uns diese Umstellung auch gestern bereits schriftlich bestätigt.

T-Modell der C-Klasse weiterhin komplett aus Bremen
Nach Informationen eines Pressesprechers reagiert das Unternhmen mittels globalen Produktionsnetzwerk „flexibel auf die Nachfrage in unseren Markten und die Kapazitäten an unseren Standorten. East London als Teil des globalen Produktionsverbundes für die C-Klasse, zu dem neben dem Lead Werk Bremen auch die Werke in Tuscaloosa (USA) und Peking (China) gehören. East London wird künftig – neben Bremen – ebenfalls den C 43 produzieren„.

Nach Aussage des Sprechers erfolgt die Produktion des C 43 jedoch parallel auch weiterhin in Bremen: „East London wird künftig – neben Bremen – ebenfalls den C 43 4MATIC produzieren.„. Wir gingen bislang von einer kompletten Produktionsverlagerung des 6-Zylinders aus Affalterbach aus – schließen dies für die Zukunft aber auch nicht komplett aus.

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Eine komplette Verlagerung der C-Klasse Produktion vom Werk Bremen hat der Konzern bereits im Jahr 2015 ausgeschlossen, hier bereits aber schon auf eine flexible Verlagerung zwischen den einzelnen Werken hingewiesen. Seit Herbst 2015 werden jedoch alle C-Klasse Limousinen-Varianten, ausgenommen mit bestimmten Lackierungen und Ausstattungen, in Südafrika produziert und per Schiff nach Europa transportiert.

C 43 4MATIC – nicht das erste AMG-Modell im Ausland
Mit dem C 43 4MATIC produziert der Hersteller jedoch nicht erstmals ein AMG-Modell im Ausland. So werden einige AMG-Modelle der Kompaktwagenbaureihen bereits im ungarischen Werk Kecskemét produziert, wie auch andere AMG-Modelle der SUV-Baureihen im US Werk Tuscaloosa.

Im Werk am Ostkap Südafrikas begann übrigens bereits im Jahr 1958 unter der Distributers Assembly Ltd. die ersten Auftragsfertigungen für Mercedes-Benz Fahrzeuge. 1984 erwarb die ehemalige Daimler-Benz AG 50,1 Prozent von United Cars and Diesel Distributors UCDD – seitdem ist das Unternehmen als Mercedes-Benz of South Africa (MBSA) registriert. Das Werk in East London hat eine Mitarbeiterzahl von über 3.300 Personen und wurde im Jahre 1948 errichtet.

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Bilder: BLG Logistics Group AG & Co KG, Bremen (Titelbild) / Daimler AG

12 Kommentare
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Werwennnichtich
4 Jahre zuvor

bestimmten Lackierungen und Ausstattungen? Das wäre? Mattlacke usw?

Bernie
4 Jahre zuvor

Seit wann kommt der 6-Zylinder aus Affalterbach?

Schon traurig, dass man ein deutsches Premium-Auto für viel Geld fährt, was dann in Afrika „zusammengedengelt“ wird und dann nach Deutschland geschippert.

werwennnichtich
Reply to  Bernie
4 Jahre zuvor

Da fehlt noch was….

Schon traurig, dass man ein deutsches Premium-Auto für viel Geld fährt, in welchem ein Französischer Motor verbaut wird und was dann in Afrika „zusammengedengelt“ wird und dann nach Deutschland geschippert wird.

ABER: Man nehme das angebliche Premium Produkt iPhone… wo wird es gefertigt?

Möhre
Reply to  werwennnichtich
4 Jahre zuvor

Wer im Jahr 2017 noch glaubt, die Fertigungsqualitäten der deutschen Werke sind die einzig Wahren…ich bin schon viel gereist und habe durchaus Mercedes-Benz-Fahrzeuge in anderen Ländern gesehen (z.B. die C-Klasse): die Unterschiede sind nur bei genauem Hinsehen erkennbar und minimal. Auch „billige“ Fertigung kann qualitativ angemessen sein. Immerhin wird die Qualität der Mercedes-Benz in anderen Werken außerhalb Deutschlands immer noch von Daimler kontrolliert, nicht von Tesla…dann würde ich mir Sorgen machen…

Marco
Reply to  Bernie
4 Jahre zuvor

Meine Kolleginnen und Kollegen im Werk East London „dengeln“ ganz sicher nicht die Fahrzeuge „zusammen“, daher verbitte ich mir solch eine abwertende Ausdrucksweise!!! :-O
Im globalen Produktionsnetzwerk werden überall die gleichen Standards angelegt, Stichwort MPS (Mercedes-Benz Production System)!!!

Gernot
Reply to  Marco
4 Jahre zuvor

Das muss man ignorieren. Kommt immer wieder, genauso wie die französischen Motoren. Die in Bezug auf Laufruhe und Verbrauch den deutschen 651 ganz schön blöd dastehen lassen.

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Georg
4 Jahre zuvor

Wenn China oder Südafrika keine Billigwerke sind, warum werden die Mitarbeiter dann mit dreistelligen Monatsgehältern abgespeist, die ihnen einen Erwerb ihrer selbst montierten C-Klasse bei noch so geringen Lebenshaltungskosten verwehren?

Daimler will einfach Investitionen dort sparen, wo man groß geworden ist, in der Hoffnung, noch mehr Rendite zu erwirtschaften – und dabei übersehen, dass „billig“ andere besser können.

Wer anderer Meinung ist, kann gerne einen südafrikanischen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Nordlicht
Reply to  Georg
4 Jahre zuvor

Ich sehe das ähnlich. Die Auslagerung von „einfachen Tätigkeiten“ wird den Mittelstand weiter deutlich schrumpfen lassen, zusätzlich zu der voranschreitenden Digitalisierung die viele Stellen obsolet machen wird.
Wer schon mal beruflich mit afrikanischen Arbeitsgewohnheiten zu tun hatte sollte wissen, dass globe Standards nur auf dem Papier bestehen, ich würde west-asiatische Produktionsstätten dagegen bevorzugen, da diese enorme Fortschritte vollzogen haben. Liegt aber auch an der Mentalität, siehe China-Politik.

Da ich für einen Mercedes hier den selben Preis bezahlen muss, egal ob in Deutschland oder Südafrika gebaut, würde ich mir keinen mehr aus besagtem Land bestellen. Der Slogan „Engineered by Daimler“ reicht mir bei diesem Qualitätsanspruch und den saftigen Preisen einfach nicht. Dann lieber der S205 wo man sicher sein kann das Auto kommt aus Bremen und sichert hier Arbeitsplätze und ernährt damit deutsche Familien.

driv3r
4 Jahre zuvor

Ich finde es bei einem international tätigen Konzern völlig normal, dass weltweit Produktionsstandorte angesiedelt sind. Kritischer als das Werk in Südafrika oder China oder USA sind wohl die Werke in Ungarn oder das geplante Motorenwerk in Polen zu betrachten. Denn mit diesen Werken in Osteuropa werden viel eher Kapazitäten die „theoretisch auch in Deutschland“ hätten angesiedelt werden können substituiert.

Dennoch gilt: alle Kollegen folgen den Standards aus Deutschland und alle Lead-Werke sind die deutschen. Nur so kann man international eine gleichbleibend hohe Qualität auch gewährleisten und genau so wird sie ja bereits auch weltweit erreicht.

Ebenso wenig darf man vergessen, dass die Werke Sindelfingen und Bremen sowie Rastatt am Limit laufen und, dass sie in den kommenden Jahren auf die Elektrifizierung vorbereitet werden um EQ-Modelle produzieren zu können.

Marlene Sommer
4 Jahre zuvor

Und wo bleibt die Qualität der in East London gebauter C Klasse?? Wurde auch schön darüber gesprochen? Ist es normal dass nach einem 4 Wochen alten Auto die Elektronik Fahrer Tür komplett ausfällt?

Werner Schumann
4 Jahre zuvor

Hallo zusammen, habe soeben erfahren, dass meine bestellte C-Klasse in Südafrika gebaut wird. Ich wollte diese im Juli in Bremen abholen (ohne Überführungskosten). Jetzt wird mir gesagt, dass ich 330 Euro plus MWSt. an Überführungskosten zu zahlen hätte, egal wo ich diese abhole, ob im Werk Bremen oder Werk Sindelfingen. Okay, Sindelfingen ist nachvollziehbar, aber doch nicht das Stammwerk Bremen, wo die C-Klasse eigentlich gebaut wird. Ist diese Information korrekt?? Oder ist die Abholung in Bremen dennoch kostenfrei.