Daimler beteiligt seine Mitarbeiter am erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 mit der höchsten Ergebnisbeteiligung der Firmengeschichte. Vorstand und Gesamtbetriebsrat haben beschlossen, den anspruchsberechtigten Mitarbeitern eine Erfolgsprämie von bis zu 5.700 Euro auszuzahlen. Die Ergebnisbeteiligung wird bereits mit dem April-Entgelt an die rund 130.000 anspruchsberechtigten Tarifmitarbeiter in Deutschland ausgezahlt.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben maßgeblich dazu beigetragen, 2017 zum bisher erfolgreichsten Jahr der über 130-jährigen Firmengeschichte von Daimler zu machen. Diese herausragende Leistung wollen wir mit der Ergebnisbeteiligung honorieren und uns bei den Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken. Die Ergebnisbeteiligung zeigt, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Von mehr als zwei Millionen produzierten Fahrzeugen bei Mercedes-Benz Cars, einem Absatzrekord bei Mercedes-Benz Vans über innovative Transportlösungen bei Mercedes-Benz Lkw bis hin zu langfristigen Zukunftsbildern für unsere deutschen Standorte haben wir gemeinsam viel erreicht”, so Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG.

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Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: „Die Belegschaft hat im vergangenen Jahr unglaublich viel geleistet. Die Kolleginnen und Kollegen sind der Schlüssel zum Unternehmenserfolg. Mit der Ergebnisbeteiligung in Rekordhöhe werden die Beschäftigten angemessen beteiligt.”

Bei Daimler gibt es seit 1997 eine Ergebnisbeteiligung für die Tarifbeschäftigten. Die Berechnung der Ergebnisbeteiligung bei Daimler ist in einer gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossenen Gesamtbetriebsvereinbarung geregelt. Grundlage für die Ermittlung der Ergebnisbeteiligung ist eine Berechnungsformel, die den vom Unternehmen erwirtschafteten Konzern-Gewinn vor Zinsen und Steuern und die Umsatzrendite miteinander verknüpft. Der operative Gewinn mit 14,7 Milliarden Euro für das Jahr 2017 liegt über dem operativen Gewinn von 12,9 Milliarden Euro für 2016. Damit liegt die diesjährige Ergebnisbeteiligung über der Prämie von 5.400 Euro aus dem Vorjahr und ist die bisher höchste der Firmengeschichte.

Quelle: Daimler AG

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Aloys Haydn
3 Jahre zuvor

Richtige Entscheidung. AN sollen am guten Ergebnis partiziptieren, schließlich haben diese dazu mit ihrer guten Arbeit beigetragen. Aber was heißt bis zu € 5.700,- und warum nur Tarifbeschäftigte? Gehen die Leiharbeiter demnach leer aus?

Andreas
3 Jahre zuvor

Toll… knapp das 6-fache geht an die Aktionäre! Wenn ich meine Prämien an die Mitarbeiter, sowie mein Boni als Eigentümer, prozentual gleich ausschütten würde, hätte ich sehr bald keine guten Mitarbeiter mehr….Gruß (ein Unternehmer)

chitchat
Reply to  Andreas
3 Jahre zuvor

Hältst du die Boni für die Mitarbeiter für zu gering?

BTW: Es steht jedem frei Daimler Aktien zu kaufen!

Andreas
Reply to  chitchat
3 Jahre zuvor

Ja, halte ich! Wenn das ‘Kapital’ knapp das 6-fache an Erfolgsprämie(!) als die Mitarbeiter bekommt, dann läuft meines Erachtens nach einiges schief. Man darf sich dann auch nicht wundern, warum die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander läuft. Für mich als Unternehmer ist es selbstversständlich, dass die Mitarbeiter (und zwar alle), welche den Gewinn erwirtschaftet haben, mindestens gleich am Erfolg beteiligt sind wie das Kapital. Und ja, ich bin Aktionär der Daimler AG und habe knapp 20 Fahrzeuge der Marke im Fuhrpark… Just my 2 cents 😉

chitchat
Reply to  Andreas
3 Jahre zuvor

Abgesehen vom Umstand, dass ich das nicht vollinhaltlich so sehe, halte ich dieses Blog für den falschen Platz für weltanschauliche Diskussionen.

Ich lebe im Landkreis LB, in meinem Umfeld gibt es jede Menge Menschen, die “beim Daimler schaffen”, ich erlebe da relativ wenig Unzufriedenheit über die Bezahlung.

Aber, s.o., falscher Platz für diese Diskussion und ich bin verwundert dass es immer mehr Menschen gibt, die überall und jederzeit ihre Weltanschauung zum besten geben müssen.

BTW: Meines Wissens gibt es für die Festlegung der Erfolgsbeteiligung eine Formel, die zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat vereinbart wurde, das sind die Stellen, die ggf. etwas ändern sollen/müssen.

chitchat
Reply to  chitchat
3 Jahre zuvor

Nachtrag: Nachdem du ohnehin DAI Aktionär bist geh einfach zur nächsten HV und unterbreite dem AR und den Aktionären deine Vorschläge, ich freue mich jetzt schon auf die Reaktionen, die Kleinaktionäre, die sich 2016 beinahe um die Würstchen geprügelt haben, werden sicher begeistert von deinen Ideen sein.

Aloys Haydn
3 Jahre zuvor

Aber klar Markus Jordan sollen die Prämien auch an den Verkauf gehen, falls Sie nicht ohnehin schon während des Jahres Incentive oder Prämien bekommen haben. Wenn nicht muß auch der Verkauf die Prämien bekommen, denn noch so gute Produkte müssen eben auch an den Mann oder Frau gebracht werden.

Bernd das Brot
Reply to  Aloys Haydn
3 Jahre zuvor

Verkäufer bzw. alle Mitarbeiter der NL bekommen keine Prämie mehr!
Eine große Frechheit!
Und das obwohl ein AG-Vertrag vorhanden ist!
Noch peinlicher ist der Versuch die MA mit 500,-€ abzuspeisen!

Hr.Schmidt
3 Jahre zuvor

@ Andreas, wenn deine Bilanzsumme und dein Ebit ähnlich sind, hättest du wohl auch kein Problem damit.
Jedes Jahr das Gleiche nach der Pressekonferenz.

Andreas
Reply to  Hr.Schmidt
3 Jahre zuvor

@ Hr. Schmidt, für mich macht die Bilanzsumme und der Ebit da (fast) keinen Unterschied, warum auch? Meinem Empfinden nach, sollten eher die Mitarbeiter das 6-fache an Erfolgsprämie bekommen. Das hat für mich auch nichts mit der absoluten Höhe der Prämien zu tun.
Selbst 3% Dividendenrendite wären doch klasse und dann hätte jeder Mitarbeiter locker 15 T Euro an Prämie, wäre ‘gerechter’.
Warum muss es auf Seiten des Kapitals immer ‘mehr mehr mehr’ sein? – aber vielleicht interpretiere ich auch einfach das Wort ‘Ergebnisbeteiligung’ falsch…?!

Snoubort
3 Jahre zuvor

@Andreas: Die Rechnung ist ja nicht richtig, die Mitarbeiter haben ja auch schon ihr Gehalt (mindestens 14 Monate) erhalten, die Kapitalgeber bis dahin noch gar nichts. An anderer Stelle hätten Sie ja auch Zinsen bekommen. In Summe wurde wesentlich mehr an Mitarbeiter bezahlt, als an die Kapitalgeber.

Und wie schon geschrieben, es ist ja MItarbeitern nicht verboten Daimler Aktien zu besitzen…

Den Einwand hätte ich verstanden, wenn der Vorstand 6x soviel Boni kriegen würde, wie die Beteilgung der Mitarbeiter (in Summe). So aber finde ich die ausgezahlten Beträge doch schon sehr bemerkenswert.

Aloys Haydn
3 Jahre zuvor

@Snoubort: Die Daimler-Mitarbeiter bekommen also mindestens, ich betone “mindestens” 14 Gehälter?
Das wäre mir neu.

Benjamin
3 Jahre zuvor

14 Monate Gehalt sind mir mehr als neu. Ich muss mal fragen ob ich da noch was zu erwarten habe aus den ganzen letzten Jahren!

CASPA
3 Jahre zuvor

Ich bin der Meinung, jeder der einen Mercedes-Stern auf der Brust hat, sollte auch eine Gewinnbeteiligung kriegen! Und zwar alle die gleiche! Denn der Bandarbeiter trägt genau so zu Erfolg bei wie der Kfz-Mechatroniker und der Verkäufer! PUNKT! Darauf sollte sich mal die Ig-Metall stürzen. Statt solche unangebrachten Forderungen zu stellen. Gruß Caspa.

Lina
3 Jahre zuvor

Die Niederlassung-Mitarbeiter (egal welche Position) gehen natürlich wieder leer aus! Aber die, die was bekommen meckern natürlich gleich wieder rum, dass man viel mehr haben möchte…einfach mal mit dem zufrieden sein was man bekommt!
Wer kümmert sich denn um Kunden und den After Sales Bereich? Ohne diese Leute würden die Autos nicht verkauft werden können bzw. die Kunden Zufriedenheit sichergestellt werden. Gleichberechtigung wird bei Daimler wohl ganz klein geschrieben.

werwennnichtich
3 Jahre zuvor

Daimler sollte mal Geld in die Entwicklung neuer Software und Programme investieren! Das beste oder nichts und im Hintergrund wird gearbeitet wie in der Steinzeit!

Gibt einige Konzerne die, übertrieben gesagt, seit Erfindung des Automobiles Systeme habe die ausgeklügelt sind, Übersichtlich, Anwenderfreundlich und effektiv!

Lager, Verkauf, Werkstätten arbeiten doch recht umständlich und langsam!

Mitarbeiter kann/sollte man nicht nur mit Geld motivieren!

Bob
3 Jahre zuvor

Zwar gehören die MB NDL zum Kfz Handel/Handwerk und nicht direkt zur IG-Metall aber
ohne die NDLs könnten die Fzg. auch keinen Besitzer finden, nicht repariert werden e.t.c. Aus Gerechtigkeit wäre da doch eher eine Prämie sinnvoll die auf Augenhöhe ist und nicht weniger als 1/10 von der
Prämie der Werksmitarbeiter.

Peter Petersen
3 Jahre zuvor

Warum dann nicht auch Prämie für MB-Bank Mitarbeiter? Und was ist mit den MA in China und USA? Was ist mit den Leiharbeitern? Und was ist mit Zulieferern? Immerhin wurden ja deren Teile Endprodukt verbaut! Und was ist mit Reinigungskräften von Fremdfirnen die Helfen die Werke sauber zu halten? Das natürlich auch bedeuten das alle deutlich weniger bekommen als die 5700 €