Erstmals kurz nach der Vorstellung des GLE 350 de 4MATIC Modells – den GLE mit Plug-in Hybrid Antrieb – konnten wir die neue Motorisierung erstmals probefahren. Dank seiner 31,2 kWh Batterie schafft das SUV so – entsprechende Fahrweise vorausgesetzt – über 100 km E-Fahrt nach NEFZ Verbrauch.

Keine Stufe im Kofferraum – maximal 1.915 Liter Ladevolumen

Den GLE 350 de 4MATIC preist Mercedes-Benz mit mehreren Vorteilen an: zumal wird vor allen auf die elektrische Reichweite des Fahrzeuges mittels E-Motor von über 100 km – nach NEFZ – hingewiesen, parallel zeigt man auf den Kofferraum – ohne Stufe – mit einem Volumen von bis zu 1.915 Litern Volumen. In beiden Punkten hat man hier aufgeholt, wobei der GLE der Baureihe 167 dank der höheren Achslast zusätzlich noch davon profitiert, die entsprechende notwendige Batterie mitzuführen bzw. zu können.

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GLE 350 de 4MATIC mit 4-Zylinder OM 654 Dieselmotorisierung

Mit Blick auf die technischen Daten verbaut man im GLE 350 de 4MATIC keinen 6-Zylinder Dieselmotor, sondern eine Vierzylinder-Variante vom Typ OM 654 mit 143 kW / 194 bei 3.800 u/min (400 Nm zwischen 1.600 und 2.800 u/min). Die Nennleistung des E-Motors liegt bei 100 kW bzw. 440 Nm Drehmoment, wodurch man eine Systemleistung von 235 kW / 320 PS bzw. 700 Nm angibt. Bei der elektrischen  Höchstgeschwindigkeit liegt das Fahrzeug bei beeindruckenden 160 km/h, bzw. zusammen mit dem Verbrenner bei 210 km/h, während die 100 km/h-Marke nach 6,8 Sekunden erreicht sein soll.

Von den Leistungsdaten also durchaus mit einem Fahrzeug mit 6 Zylindern vergleichbar – und genauso deshalb positioniert man das Modell auch als 350 de – Variante.

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Erster Fahrtest in Frankfurt

Bei unserer ersten Testfahrt in Frankfurt versuchten wir, erste Erfahrungen mit dem GLE 350 de 4MATIC zu sammeln. Dazu waren wir erstmals wieder zu zweit unterwegs, wodurch sowohl Philipp wie auch Markus sich einen Eindruck verschaffen konnten.

Philipp beschrieb die ersten Meter im GLE durchaus beeindruckend: „Mit dem GLE Hybrid zu fahren, macht von den ersten Metern an richtig Spaß. Der 100 kW Elektromotor bewegt das große SUV mit Gefühl der Leichtigkeit. Eine kleine Bewegung auf das Gaspedal genügt, und der GLE tritt dazu deutlich kraftvoll an Es braucht schon einen großen Leistungswunsch, bis der Vierzylinder-Diesel Motor anspringt. Wenn der Diesel läuft, klingt dieser allerdings zuerst etwas störend und eher rau.

Neues Energiemanagement für den Plug-in Hybriden

Und durchaus: im Stadtverkehr von Frankfurt am Main gleitete der GLE lautlos durch die Straßen und fuhr hierzu im reinen Elektromodus. Im Innenraum herrscht dabei angenehme Ruhe und lässt so die hektische Umwelt außen vor. Bei elektrischer Fahrt ist dazu nahezu kein Nebengeräusch aus dem E-Antrieb für den Fahrer wahrnehmbar und rückt so die Wind- und Reifengeräusche in den Vordergrund.

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Dabei ist der GLE mit seiner deutlich erhöhten Reichweite mittels E-Motor von um die 100 km eine gute Kombination für den Stadt- wie auch den Überlandverkehr. Kraft hat der SUV ausreichend, um das Fahrzeug mehr als flott zu bewegen, da der Elektromotor dem Verbrennungsmotor praktisch immer zur Unterstützung bereitsteht. Das neue Energiemanagement des neuen Plug-in Hybriden ist hierzu so intelligent, dass eigentlich – im Mischbetrieb – die Batterie nie schnell leergefahren werden kann. Zwar fehlt ein gezielter Charge-Modus in den Fahrprogrammen ebenso, wie in den neuen Hybriden im Kompaktsegment, jedoch wird das Fahrzeug mittels durch fahrzeugeigene Maßnahmen wieder ein Stück selbst mit Energie versorgt. Hierzu zählen beispielsweise die gezielten Lastpunktverschiebungen des Diesel-Motors zum Laden der Batterie sowie die Rekuperation – sowohl beim Bremsen, wie auch im Schiebebetrieb.

Markus: „Der Plug-in Hybrid benötigt im Grunde keine Umgewöhnung im Fahrverhalten. Nach einer längeren E-Fahrt startete später der 4-Zylinder Diesel des GLE 350 de, der sich akustisch entsprechend bemerkbar machte. Erst hier realisierte ich, das ich auch noch über einen Verbrennungsmotor verfügen kann.“ – und weiter: „..gewünscht hätte ich mir für die Langstrecke trotz dessen einen Reihen-Sechszylinder Diesel mit Hybrid, doch dieser wird wohl nur Wunschtraum bleiben.

Nutzbar ist das Fahrzeug übrigens auch für den Anhängebetrieb, wobei die Nutzlast bis zu 3.500 kg betragen kann.

Schwerpunkt auf Rekuperation – für alle vier Räder

Beim Fahrtest zeigte sich, daß bei der Entwicklung des Plug-In Hybriden ein Schwerpunkt auf die Rekuperation gelegt worden ist, welche beim GLE 350 de 4MATIC über alle vier Räder erfolgt. Je nach einstellbarer Stufe der Rückgewinnung war dies für die Insassen durchaus spürbar und benötigt wohl noch eine Zeit der Gewohnheit.

Sinnvoll ist es, die Rekuperation mittels Paddels auf „D Auto“ zu lassen, da das Fahrzeug hier die Rückführung der Energie in die Batterie am besten steuert. Eine individuelle Möglichkeit steht dem Fahrer aber auch zur Verfügung, von wenig Bremsleistung in „D+“ bis viel Rückgewinnung in „D – – „. Eine Rekuperation erfolgt übrigens je nach Stärke der Bremsung – und der davor gefahrenen Geschwindigkeit, ggf. wird trotzdem noch manuell über die Hydraulikbremse eingegriffen.

Der Übergang von E-Antrieb auf Dieselantrieb erfolgt – wie auch im Kompaktmodell – von der Zugkraft unbemerkt, lediglich die Akustik verändert sich hier deutlich. Der Start des Diesels erfolgt hierbei über den eingebauten Startgenerator, den man aufgrund des wenigeren Fahrzeuggewichts beim Kompaktmodell nicht mehr benötigt.

DC Ladung mit maximal 7.4 kW / DC mit 60 kW

Geladen werden kann der GLE 350 de 4MATIC übrigens mittels COMBO-Ladedose und Wechselstrom (AC) sowie Gleichstrom (DC). Die AC Mode 3 Ladung liegt dabei bei 7.4 kW / 16A (2-phasig) von 10-100 % SoC in 3:15 Stunden, bei AC Mode 2 Ladung mit 2,3 kW /10 kW von 10 – 100 % SoC bei 11:30 Stunden. Am DC Schnelllader mit 60 kW / 150 A kann die Batterie von 10 auf 80 % SoC innerhalb von 20 Minuten geladen werden (Werte gelten für Deutschland).

Fazit

Der GLE 350 de 4MATIC  ist in der Summe ein sehr gut abgestimmtes Fahrzeug, wenn auch die Rekuperation – je nach eingestellter Stärke – durchaus mehr auf Energiegewinn, statt auf Insassen-Komfort ausgelegt ist.

Von der technischen Seite überzeugt das Modell aber – auch mit der neu erzielten Reichweite bietet man ein reines „Reichweitenmonster“ an, zumindest im Plug-in Hybrid Segment als SUV sucht man hier sonst vergeblich. Ist das Modell batterietechnisch „leergefahren“, bleibt jedoch ein 194 PS starker Diesel-SUV mit Mehrgewicht. Gegenüber dem 300 d mit 2.165 kg Leergewicht bringt der 300 de satte 2.655 kg auf die Waage.

Gewünscht hätten wir uns hier gern den 6-Zylinder OM 656 mit E-Motor, aber dieser bleibt nur Wunschdenken.

Details zur Verkaufsfreigabe der GLE 350 de 4MATIC Motorisierung liegen übrigens noch nicht vor, auch über den Preis gibt es aktuell noch Stillschweigen.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe / Daimler AG / Dieter Rebmann

48 Kommentare
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PeterR
3 Jahre zuvor

Dieser Fahrbericht bestärkt mich in der Annahme, dass der GLE 350 de das derzeit vernünftigste Plugin Modell ist. Von Anfang an konsequent darauf vorbereitet und damit kaum merklicher Platzverlust. Die Fahrleistungen sind sicherlich völlig ausreichend und das Konzept ist absolut ökologisch vertretbar. Fast alle Fahrten sind elektrisch möglich, ohne Angst irgendwo keine Ladesäule zu finden. Dass emotional bei den Fahrleistungen mit einem stärkeren Verbrenner mehr möglich wäre stimmt sicher, aber Emotionen werden beim Autofahren wenig Zukunft haben. Es bleibt zu hoffen, dass SUV Hasser von außen erkennen, dass es sich bei diesem Teil um ein rundum vernünftiges und zukunftsorientiertes Fahrzeug handelt. Ist eigentlich auch eine Kombination mit Benziner zu erwarten?

Stefan
Reply to  PeterR
3 Jahre zuvor

In München werden schon Zettel an SUVs geklebt wo drauf steht „Ihr Auto verbraucht zu viel Platz“ oder „Ihr Auto achadet der Umwelt“.
Wird nicht mehr lange dauern dann muss man Angst haben, dass einem die Reifen aufgeschlitzt werden oder das Auto zerkratzt wird von diesen Personen.
Wie bezeichnet man diese Personen bei der AfD (zum Teil zurecht)? Populisten und Extremisten. Leider werden diese Worte für die „Umweltschützer“ nie benutzt!!!

Maik
Reply to  Stefan
3 Jahre zuvor

Und dieses absolute Minderheit der Bevölkerung erhält eine überproportional Aufmerksamkeit der Medien! Anscheinend gibt es für unsere Presse ja keine anderen Themen mehr als AFD und Klima… Auf die einen wird ohne Unterlass eigedroschen und die anderen werden zu den neuen Helden unserer Zeit stilisiert. Und die große Mehrheit der Bevölkerung wird unentwegt mit diesem Müll gelangweilt!

P. Armbruster
Reply to  PeterR
3 Jahre zuvor

Etwas vernünftiger und zukunftorientierter wäre natürlich der E-Klasse Kombi mit gleichem Antriebskonzept. Die schwerere und strömungsungünstigere Bauform der SUVs ist nun einmal nicht effizient gegenüber Limousine und T-Modell.

Philipp Meier
3 Jahre zuvor

Wieso wird hier ein separater Startgenerator verbaut, auf welchen beim A250e verzichtet werden kann? Kann der Diesel ggf. Nicht so sanft geweckt werden wie der kleine Benziner?

Sternkrieger
Reply to  Philipp Meier
3 Jahre zuvor

Der 12V-Starter (kein Generator) wird im 167 verbaut um auch bei maximaler Last der E-Maschine einen sanften Verbrennerstart zu ermöglichen. Im 177 hat man aus Gewichtsgründen darauf verzichtet, da der M282 weniger Losbrechmoment als der OM654 hat und die Komforteinbußen deshalb weniger ins Gewicht fallen. Im Regelfall erfolgt bei beiden der Start aus der E-Maschine, auch beim 167.

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Enrique Touri
3 Jahre zuvor

Fahrleistungen für Kurzstreckenfahrer bestimmt in Ordnung. Wer jeden Tag >100km fährt und mehrere Urlaubsreisen im Jahr mit dem Fahrzeug machen möchte fährt mit einem untermotorisierten Klotz mit 190 PS Diesel durch die Gegend. Mich überzeugt das erst, wenn der angesprochene 6Zylinder in so einem Auto verbaut wird.

Ralf
Reply to  Enrique Touri
3 Jahre zuvor

Normalerweise sollte eine Probefahrt überzeugen.
Sonst könnte man auch sagen, dass einen nur V8 überzeugt… Die Welt dreht sich nunmal weiter…

Christian Becker
Reply to  Enrique Touri
3 Jahre zuvor

Jeder Vielfahrer ist mit dem konventionellen 350d besser bedient. Zu glauben, dass ein PHEV für Langstreckenfahrer geeignet ist, entzieht sich jeglichem Verständnis.

Marc W.
Reply to  Christian Becker
3 Jahre zuvor

Könnte man meinen. Aber es ist sinnvoller, den Stadtwagen einzusparen und eben dann mit einem „schönen Kompromiss“ sowohl Langstrecken recht ökonomisch als auch die restlichen 25% der Jahreskilometer recht emissions-, verschleiss- und geräuscharm zurückzulegen !
Einem Sechszylinder (oder gar V8) nachzutrauern ist echt gestrig – unsre Tage mit diesen sind auch gezählt…

Werk68
3 Jahre zuvor

Mich interessiert das ganze Geheule Nicht. Ich freue mich auf meinen GLE. Es gibt kein besseres Auto womit ich meine 4 Kinder plus Wohnwagen transportieren kann. Und das mit weniger Verbrauch als meine jetzige V Klasse.

Christian
3 Jahre zuvor

Schade das die Probefahrt nicht einen Abstecher auf die Autobahn mit eingeschlossen hat. Sicherlich gibt es auch Menschen die einen SUV in der Größe nur in der Stadt fahren. Bei vielen ist es jedoch ein Geschäftswagen der auf der Autobahn bewegt wird. Und gerade dort würde mich interessieren wie bei Geschwindigkeiten über 140km/h der E-Antrieb noch hilft. Mit 194 PS ist das FZ sonst hoffnungslos untermotorisiert…

PeterR
Reply to  Christian
3 Jahre zuvor

Ich glaube dass „die paar PS“ dieses absolut vernünftig ausgelegten Fahrzeuges die durchschnittlich im täglichen Berufsverkehr erreichbare Geschwindigkeit ohne große Mühe stemmen können und im täglichen Stau ist der E Motor sowieso weit überlegen. Für eine nächtliche Spassrunde am Sonntag um 3 Uhr in der Früh ist es mit 210 km/h Höchstgeschwindigkeit natürlich nicht ideal geeignet.

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Dietmar T.
Reply to  Christian
3 Jahre zuvor

Naja, mit 320PS und 700Nm Systemleistung sollte es auf der Autobahn auch halbwegs flott vorangehen. Mein letzter ML hatte 258PS und 620Nm und war auch nicht lahm.

Joachim
3 Jahre zuvor

Eindeutige Aussage vorab: Unsere Umwelt muss zukünftig sauberer werden. Aber es nützt nichts, wenn wieder mal Debatten überhitzt geführt werden und populistische Methoden gleichermaßen genutzt wie verdammt werden.
Nach der berechtigten Diesel Affaire muss nun mit den SUVs die nächste „Sau“ durch Deutschland getrieben werden. Die m.E. vordergründigen Argumente greifen aber doch nicht:
a) zu hohes Gewicht : Ein Tesla S 100 wiegt doch auch schon mehr als 2,3 t . Und auch ein C-Klasse Cabrio wiegt vollgetankt mit ein paar Extras exakt 2 Tonnen
b ) zu großer Platzbedarf= beanspruchte Grundfläche : Auch die ist beim Tesla S größer. Breiter+länger als bei einem EQC SuV.
Anscheinend stört dann doch wohl nur die Blechummantelung, die 20 cm höher ist als unsachlicher Restposten.
Genau wie unser Planet ein geschlossenes System ist: Wenn ich in bestimmten Bereichen z.B. Innenstadt lokal emissionsfrei unterwegs bin, werden halt deswegen irgendwo anders mehr Emissionen produziert. Die Lösung ergibt sich eigentlich nur aus Konsumverzicht. Aber wer möchte schon auf das verzichten, was man sich eigentlich „verdient “ hat, sich wünscht und man sich leisten kann. Das ist doch eigentlich nur menschlich. Dass dies einen Neidfaktor bei anderen hervorruft ist klar. Schlimm wird es eigentlich nur, wenn man dies mit einem anderen Mantel versucht fadenscheinig zu kaschieren.
Auch der Staatshaushalt mit seinen Finanzen ist ein „geschlossenes System“. Glaubt den einer, dass bei nur noch 50 % Verbrennern = 50% weniger sehr hohe Mineralölsteuer, die Kwh weiterhin 39 cent beträgt für das Laden von E-Autos? Auch die benötigen Straßen,Brücken,etc.
Und es muss auch erlaubt sein, auch mal alleine mit seinen 75 kg in einem SUV eine Fahrt zu unternehmen. Genau wie man das in einem z.B. smaragdgrünen E-Klasse Verbrenner sogar täglich machen darf.
Die vielen schnellen und gleichzeitig unqualifizierten Äußerungen von politisch exponierten Personen haben mich doch stark irritiert. Wenn man schon kein wirklich zukunftsweisendes Verkehrskonzept hat, fängt man halt mal mit den SUV an.

Jens Hafner
Reply to  Joachim
3 Jahre zuvor

Es muss die Lösung nicht unbedingt „Konsumverzicht“ lauten. Vielmehr sollte das Ziel ein Rückbau sein. Die Automobile müssten leichter und kleiner werden. Es sollte ein Verbot geben, dass ein Alltagsauto schwerer als 1,3 Tonnen ist. Besser noch: 1000 kg! Voll utopisch, mir klar. Wird nie kommen, mir klar. Das Problem ist eigentlich unser Weltbild, das zunehmend geprägt ist von naturferner Egomanie. Nie waren wir desinteressierter an umweltfreundichem Leben. Energieverbrauch, Autogrösse und CO2-Emmissionen steigen weiter an. Was zeigt, dass unsere Wege die falschen sind. Alles Gerede um eine „Wende“ in Richtung Umweltfreundlichkeit ist nur dies: Gerede. Es bräuchte drastische, schnelle Einschnitte, die aber nur gelingen würden, wenn ALLE bereit wären für ein bescheideneres, kleineres, umweltverliebteres Leben. Eines, das nicht nur am Computer und beim angeheiterten Apero-Geschwafel stattfindet, sondern lebensecht und in Farbe. E-Autos sind Ressourcen-Wahnsinn. SUVs sind Ressourcen-Wahnsinn. Aber was schreib ich mich hier an die Wand. Der Zug, äh, SUV ist abgefahren …

MrUNIMOG
Reply to  Jens Hafner
3 Jahre zuvor

Verbot über 1,3 Tonnen oder gar 1000 kg? In der Tat utopisch. Ohne gewaltige Komfort- und Sicherheitseinbußen vollkommen unmöglich.

Dominik
Reply to  Jens Hafner
3 Jahre zuvor

Es bräuchte vernünftige Alternativen, damit die Leute umsteigen.

Aktuelles Beispiel aus meinem Alltag:

Wir fahren morgen kurzfristig zu zweit von Köln nach Frankfurt auf die IAA. Wir würden ja Bahn fahren, aber wenn wir heute Bahntickets gekauft hätten, hätte uns das 160 Euro gekostet und wir hätten pro Richtung drei Stunden benötigt. Mit dem ICE geht es schneller, aber der ist noch einmal teurer.

Mit dem Auto – ein alter W124 mit rund 9 Litern Super Durchschnittsverbrauch – brauchen wir zwei Stunden. Inklusive Parken wird uns das rund 60 Euro kosten.

Klar, für die Umwelt ist das viel schlechter. Aber es kostet 100 Euro weniger und wir sind zwei Stunden weniger unterwegs.

Klar, die Umweltverschmutzung kommt hier vom Auto. Aber wir nehmen nur das Auto, weil der Zug sich weigert, eine gute Alternative zu sein.

Der Zug fährt trotzdem. Wieso kostet kurzfristig buchen hier mehr? Wieso gibt es bei der Bahn dieses Preisschema mit verschiedenen Bahncard-Stufen, Spar-, Superspar- und was auch immer Tarifen?

So fährt der Zug morgen halb leer, wie er es immer tut. Unser Geld wollten sie ja nicht.

Solange wir hier derartige Zustände haben, kann ich all diese Anti-Auto-Kampagnen nicht ernst nehmen.

MrUNIMOG
Reply to  Joachim
3 Jahre zuvor

@Joachim
Du sprichst mir aus der Seele! Nichts hinzuzufügen.

Dietmar T.
Reply to  Joachim
3 Jahre zuvor

Insbesondere, da die meisten, die es sich leisten können und wollen, aktuell eben genau SUV kaufen. Das ganze emotionale Drama gegen SUV führte auf genau einen bedauerlichen Unfall in Folge eines internistischen Problems des Fahrers zurück. Relativ gesehen werden durch „normale“ Autos mehr Unfälle mit mehr Verletzten oder gar Toten verursacht. Auch LKWs stellt man aktuell nicht so an den Pranger, obwohl täglich schlimme Unfälle mit ihnen festgestellt werden können

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Berry
3 Jahre zuvor

Eine realistische Abschätzung der Reichweite wäre toll gewesen, wenn ihr schon mit dem Auto gefahren seid! Die 100km sind eine Sitzangabe.
Ich tippe auf maximal 60-70km, was auch nicht schlecht ist, aber doch weit weg von der magischen 100km Marke.
Bitte gern Update und Ergänzungen im Artikel.

Reply to  Berry
3 Jahre zuvor

@Berry
So etwa 85km ist auf unserer Testfahrt durchaus realistisch drin gewesen

Snoubort
3 Jahre zuvor

Danke Philipp und Markus, und danke auch für Euren 6-Zylinder (Diesel) Hinweis, ich bin dafür hier das letzte Mal noch „gesteinigt“ worden.
Wer einen SUV für mindestens 90T€, eher 100T€ bestellt, wird nicht aus ökologischen oder sozialen, und erst recht nicht finanziellen Gründen zum Diesel PlugIn Hybriden greifen. Dafür sind weder die Fahrzeugkategorie geeignet, noch große Batterien / Akkus, auch nicht mit 4 Zylindern.
Man entscheidet sich für eine solche Antriebs- und Fahrzeugkombination, wenn man entweder:
– von der Technik fasziniert ist
– von der 0,5% Versteuerung profitieren möchte (wir reden hier sowieso nur vom deutschen Markt)
– oder weil man auch zukünftig noch freien Zutritt in Großstädte / Metropolen, also die Möglichkeit für echtes Lokal-emissionsfreies Fahren, haben möchte
In allen Fällen wäre der 6 Zylinder Diesel der adäquatere, vor allem aber begehrenswertere Motor für diese Preis- und Fahrzeugkategorie gewesen.

Nai
3 Jahre zuvor

Einfach ignorieren. Flacht bald ab nach dem Tesla, Umwelt Hype.

Wie mit Fukushima damals. Ein Riesen Hype und Aufschrei mit AKW und Entsorgung was für den Wahlkampf instrumentalisiert wurde. Heute kräht kein Hahn danach und die Propaganda Medien haben jetzt suv und Umwelt Bzw. Nicht die Umwelt sondern das Klima auf dem Schirm was noch bescheuerter ist. Die AKW Besitzer lachen sich ins Fäustchen während dem ganzen Hype. Dabei sind AKWs viel gefährlicher wenn was passiert.
Wird auch wieder für die Wahlen nützen. Dabei weiß jeder der in Latein aufgepasst hat, dass sich das Wort Partei von Pars Populi ableitet was die Spaltung des Volkes meint. Parteien haben nie das Gemeinwohl des Volkes im Sinn da sie immer bestimmte Gruppen anwerben wollen die die anderen Gruppen diffamieren. Allein das Disqualifiziert das Parteiensystem.

Das ist aber ein anderes Thema und gehört nicht zum GLE hier.

Ola und der Porsche Boss haben das mit den SUVs klargestellt. Auch wird der Verbrenner Gott sei dank lange noch elektrifiziert erhalten bleiben. Was Zeit für die E Autos und vor allem für Wasserstoff schafft. Sie anständig zu entwickeln und nicht solche Totgeburten.

Das ist der richtige Weg den Daimler mit den Hybriden geht. Technisch super umgesetzt.
Und Ola scheint nach der Diskussion mit dem Grünen Parteichef mehr als Fähig zu sein.

Leute einfach das ganze ignorieren mit den SUV. Allein das hier ein Verbot aufgrund eines epileptischen Anfalls des Porsche Fahrers aufgerufen wird, schafft Ermüdung und Desinteresse bei Diskussionen.

Wenn ihr auf SUVs steht oder wie ich auf den M139 dann macht das. Leben und leben lassen. Die anderen extremen Populisten, Klimawandeljünger und die Partien werden schon einen Auf den Sack bekommen. Hat man ja in Sachsen gesehen das die meisten nicht gewählt haben. Der Rückhalt der Partien schwindet was auch gut ist.
Man sollte nur aufpassen das es nicht in die Braune Farbe übergeht. Aber so ist es nur richtig.
Die Schere Arm und Reich geht weiter irreversibel auseinander in einem Staat mit der höchsten Abgabenlast.
Wenn die Wahlen rum sind schauen wir mal was noch davon übrig bleibt wie mit Fukushima damals. Immer das gleiche Prinzip.

Phil
3 Jahre zuvor

Das Segment der SUV wächst nun einmal, das lässt sich nicht wegdiskutieren, ob man das gutheißen mag oder nicht.
Wenn das Publikum bedient und nicht umerzogen werden will, dann ist es doch zu begrüßen, wenn ein Hersteller wie Mercedes-Benz solche Anstrengungen unternimmt, aus dem Zielkonflikt Kundenwunsch und Umweltverträglichkeit noch das Beste zu machen.
Jedenfalls lässt sich auch ein SUV um einiges umweltverträglicher bewegen als ein Coupé auf eine Weise, wie noch am 27.08.2019 unsinnigerweise hier gezeigt: https://blog.mercedes-benz-passion.com/2019/08/die-schoensten-bahnstrecken-von-deutschland-mercedes-benz-s-560-coupe-pov/. Wie spätestens dieses Video beweist, hat der Faktor Mensch größten Einfluss.

Im Übrigen lese ich nicht gerne von einer „Diesel-Affäre“. M.E. ist VW ein toller PR-Coup gelungen, die VW-Affäre in eine „Diesel-Affäre“ umzurubeln.
Und dann meint VW noch, anstatt sich etwas beschämt zurückzunehmen, die Meinungsführerschaft an sich ziehen zu müssen und allein dem batterieelektrischen Fahrzeug das Wort zu reden, anstatt technologieoffen zu arbeiten, z.B. auch in Richtung Brennstoffzelle plus Elektromotor.

Nai
Reply to  Phil
3 Jahre zuvor

Sehe ich auch so. VW setzt ausschließlich auf Elektro. Daimler mit Ola fährt mehrgleisig was die beste Strategie ist. Reines Elektro ist jetzt ein Trend aber die Zukunft tankt Wasserstoff und fährt elektrisch.
Verbrenner mit Hybridantrieb ist ein toller Schachzug von Daimler.

Weiter so Daimler.

Wenigstens forscht Tochter Audi am Wasserstoff in Neckarsulm.

driv3r
Reply to  Nai
3 Jahre zuvor

Natürlich stellt Daimler NICHT alle Entwicklungen bei Verbrennern ein. Die aktuellen M-/OM-Generationen werden selbstverständlich weiterentwickelt. Gleiches gilt auch für Volkswagen.
Das einzige ist, dann man vorerst (!) eine gänzlich, von Grund auf neue Motorengeneration nicht mehr entwickeln wird. (Dafür gäbe es momentan auch wenig Grund, denn sämtliche 4-, 6- und 8-Zylinder sind noch ziemlich taufrisch.)
Unter aktuellen Prämissen braucht es eine starke Kompetenz im Bereich Hybrid, Elektro und Wasserstoff.

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Ch4nger61
3 Jahre zuvor

Kommt der Antrieb auch für den GLE Coupe? Den 4 Zylinder finde ich für so ein Fahrzeug deutlich zu klein. Bei so einer Größen- und Gewichtsklasse wäre der 6 Zylinder deutlich passender. Der 4 Zylinder würde sich nur quälen müssen. Ein 6 Zylinder Hybrid würde sich dann aber bestimmt in der Preisklasse vom 53er AMG bewegen.

P. Armbruster
Reply to  Ch4nger61
3 Jahre zuvor

Und zwar zu Recht, da der 53er ja letztlich auch ein Sechszylinder-Hybrid ist (wenn auch anders aufgebaut). 🙂

Daniel K.
3 Jahre zuvor

Alle regen sich auf die Dicken SUV 2-2,5t schwer.
Was ist aber eigentlich mit den e-Autos, Batterie um die 700 Kg und das voll mit z.b. Lithium.

P. Armbruster
Reply to  Daniel K.
3 Jahre zuvor

Auch dort kann und soll natürlich optimiert werden. Das Lithium in den Akkus wird übrigens recyclet. Es sind letztlich aber zwei verschiedene Fragen. Auch bei den e-Autos ist die Bauform Limousine deutlich effizienter als die eines SUVs. Wenn allerdings Posts schon wortwörtlich „Was ist aber eigentlich mit“ beinhaltet, muss der Vorwurf von Whataboutism ohnehin erlaubt sein und ertragen werden.

viano 3.5
3 Jahre zuvor

Wie gross soll eigentlich 🙂 der Tank sein ? Wird es bei älteren Hybridautos so etwas wie ein Tauschprogramm für die Batterie geben ,ähnlich wie heute für grössere Aggregate (Getriebe etc.).Von welcher Lebensdauer der Batterie geht Daimler aus? Im voraus Danke.

Thomas
3 Jahre zuvor

Bin heute auf der Messe Jaguar i-Pace gefahren. 400 Elektro PS und keine Reichweiten Probleme dank 90kWh Akku.

Anstatt die Modelle langweilig auf der Messe zu präsentieren, wär es besser, wenn sich Mercedes auch mal den Freigelände gezeigt hätte.

Jaguar meint es scheinbar Ernst mit der E Mobilität.

In meinen Augen gibt es auch nichts spaßigeres und komfortableres als Elektro…

Aber denke auch mal die Zielgruppe der Leser ist hier Ü40 und fährt 1000km am Stück mit einem Diesel.

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Peter S
3 Jahre zuvor

Wie darf man sich das praktisch vorstellen, dass je nach einstellbarer Stufe der Rückgewinnung dies für die Insassen durchaus spürbar war bzw. die Rekuperation – je nach eingestellter Stärke – durchaus mehr auf Energiegewinn, statt auf Insassen-Komfort ausgelegt ist? Was spürt man als Insasse konkret, inwiefern wird der Komfort beeinträchtigt?

Daniel K.
3 Jahre zuvor

@ P. Armbruster

Klar wird es Recycelt.
Ich will mich auch nicht darüber aufregen, aber es muss jetzt erst mal gewonnen werden.

Werk68
3 Jahre zuvor

@driv3r Danke für die Richtigstellung. Wollte mit mal wieder keiner glauben. Wohltuend sachlich mal wieder

Rafael
3 Jahre zuvor

Hallo,
warum bekommt der GLE 350 de kein „Charge-Modus in den Fahrprogrammen“ wie die C- und E-Klasse Hybrid-Diesel? Bring dieses Frahrprogramm zu wenig Ladeleistung wird es wenig von den Kunden genutzt, oder hat Mercedes andere Erfahrungen gesammelt?

Merser
3 Jahre zuvor

@Markus: gibt es was Neues wann mit Preisen zum GLE 350de zu rechnen ist? Danke!

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Christoph M
2 Jahre zuvor

Weiß jemand, ab wann das Auto für Probefahrten zur Verfügung steht?

Mein Händler spricht von Mitte des Jahres 2020.
Würde gerne bestellen. Probefahrt vorher muss aber sein…

Andreas K.
2 Jahre zuvor

Einerseits ist es super, dass MB mit dem 350 de ein brauchbares PHEV auf die Beine gestellt hat, andererseits Schade, dass ich den GLE mangels Alternative bestellen musste. Wer heute Luxus, Komfort, Platz und Zugkraft braucht, eine riesige Photovoltaik Anlage mit viel Überschuss auf dem Dach hat, kommt am GLE 350 de nicht vorbei, wenn er, neben Vermeidung von Flugurlaub, noch mehr gutes für die Umwelt tun möchte.
Habe mir schon Aufkleber bestellt, dass der Wagen mit eigenem Solarstrom betrieben wird, um hoffentlich Beschädigungen durch minderbemittelte SUV Hasser zu vermeiden.
Leider sehe ich in vielen Foren wahnsinnig viele Schwätzer oder „Umwelträcher“, wo ich mich immer Frage, ob sie auch alles machbare selbst für die Umwelt tun, auch da wo es wehtut.
In diesem Sinne, Danke erstmal MB für den GLE 350 de und das was bei der Elektrifizierung noch kommt.

Thomas
2 Jahre zuvor

Hallo,

kennt jemand die Größe des Tanks und die Gesamtreichweite wenn Tank und Batterie voll sind?

Danke

Ingo F.
2 Jahre zuvor

Der folgende Satz im sonst guten Bericht zeigt ein leider weit verbreitetes Missverständnis zu Hybriden und Plug-In-Hybriden auf:
Zitat: „Ist das Modell batterietechnisch “leergefahren”, bleibt jedoch ein 194 PS starker Diesel-SUV mit Mehrgewicht. Gegenüber dem 300 d mit 2.165 kg Leergewicht bringt der 300 de satte 2.655 kg auf die Waage.“

(Und ich meine natürlich nicht den Druckfehler, dass der „de“ ein 350de und kein 300de ist.)

Die Batterie eines Hybrid-Fahrzeugs ist nie „leergefahren“. Selbst auf ganz langen Strecken mit 1000den Stopp-and-go Zyklen nicht. Am einfachsten, kann man das Aufzeigen mit Fahrzeugen die Hybride, aber eben keine Plug-In-Hybrid sind. Nennen wir hier mal einen Pionier, in der Hoffnung keine roten Köpfe zu erzeugen, Toyota mit dem Prius. Die Energie, die für das Beschleunigen des Fzg’s gebraucht wird, kommt immer zu einem Teil aus der Batterie, welche genau von dieser kinetischen Energie von den Bremsvorgängen geladen wurde. Natürlich hat der Kreislauf keine 100% Gesamtwirkungsgrad. Doch auch wenn genau die Gesamt-Verluste durch ein Aufladen der Batterie mit Energie aus dem Verbrennungsmotor erzeugt werden, ist das Gesamtsystem des sich immer wieder im Stopp-and-go sich befindlichen Fzg’s als Gesamtes energieeffizienter. Also bitte nicht mehr dieses Bild des leergefahrenen Hybriden mir Mehrgewicht verwenden, es ist einfach nicht zutreffend. Und wer es immer noch nicht glaubt, soll einfach mal einen Hybrid-Fzg Besitzer nach seinem Durchschnittsverbrauch in einer richtig verstopften Grossstadt fragen: Prius Taxi in Paris: unter 3.8l/100km. Ich selbst fahre noch bis zum Herbst einen 350d (Nov 2019 ausgeliefert) und dann wird das „de“ nachgeliefert. Der GLE ist ein tolles Auto schon „nur“ als d, und ich denke ein noch tolleres als de.