Bei der heutigen Online-Premiere des GLA Modells von Mercedes-Benz hat der Stuttgarter Hersteller parallel bereits die EQ-Variante der Baureihe angeteasert, welcher ab 2020 erstmals vorstellt werden soll: den EQA. Genauere Details zum Fahrzeug gab es heute jedoch noch nicht.

EQA basiert auf EVA 1.5 Plattform – mit Frontantrieb

Technisch wird der EQA nur mit E-Motor (PMS – Permanenterregte SynchronMaschine) angetrieben und basiert auf der EVA 1.5 Plattform. Gegenüber dem Serien-GLA liegt die Elektro-Variante höher, wobei auch der Fahrzeugboden Platz für die Lithium Ionen Batterien einräumt. Beim Gewicht des Akkus rechnen wir mit rund 600 bis 700 kg, wobei wohl mit einer Kapazität von rund 60 kWh zu rechnen ist – ggf. mit einer weiteren Stufe bis 110 kWh. Die Basis des EQA wird vermutlich mittels 150 kW E-Motor angetrieben, wo auch mit Leistungsstufen von 200 und 250 kW zu rechnen sein könnte. Beim Aufladen sollen die Batterien im Schnellademodus in 20 Minuten bereits 70 % (SoC) erreichen.

EQA auf GLA Basis
Optisch orientiert sich der EQA nun überraschend doch am GLA Modell, wobei die Front den typischen EQ-Grill erhält und somit als Elektro-Fahrzeug von Mercedes-Benz erkennbar bleibt. Das Heck erhältlich vermutlich eine durchlaufende LED-Spange. Im Innenraum gibt es die Ausstattung aus dem Kompaktwagenbaukasten, während das MBUX System auf den E-Antrieb optimiert wird und so auch die schnellsten Routen – mit entsprechenden Ladesäulen – berücksichtigt.

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Bilder: Daimler AG

29 Kommentare
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Ralf
1 Jahr zuvor

GLA oder GLB?

Jomiz
1 Jahr zuvor

Zusätzlich zu einem künftigen EQB? Hatte die Hoffnung, dass neben EQS noch weitere Nicht-SUV als E-Variante angeboten werden.

A205 Fahrer
1 Jahr zuvor

„wobei die Front den typischen EQ-Grill erhält“

Na super, damit ist jegliche Hoffnung, dass er gut aussehen wird dahin.

Marc W.
Reply to  A205 Fahrer
1 Jahr zuvor

Wirklich hübsch wird immer erst die 2. Generation. Siehe ML, siehe CLA, siehe GLA, siehe A….

Markus
1 Jahr zuvor

Den EQA und EQB soll es ja nur mit Front-E-Motor geben … sehr schade! Ich hatte eigentlich schon auf eine Allrad-Variante / -Ausführung gehofft.

S.W.
Reply to  Markus
1 Jahr zuvor

Zitat Mercedes Benz Internetauftritt: „Das Concept EQA besitzt einen kraftvollen E-Antrieb: Zwei Elektromotoren, deren Systemleistung dank skalierbarer Batteriekomponenten auf über 200 kW gesteigert werden kann, und permanenter Allradantrieb sorgen für hohe Fahrdynamik.“

Ich bin jetzt von 2 Leistungsstufen ausgegangen, und die höhere dann mit Allrad.

S.W.
Reply to  Markus Jordan
1 Jahr zuvor

Wir werden es sehen, aber eigentlich sollte es ja einfacher sein einen Allrad bei einem reinen E-Fahrzeug zu realisieren. Wäre für mich nachvollziehbar dass sich Mercedes den Markt nicht entgehen lässt, möglich ist es dennoch.

Markus
Reply to  S.W.
1 Jahr zuvor

Ja, hoffen und abwarten … ich habe anderswo gelesen, dass EQA und EQB nur als Fronttriebler kommen sollen. Woher diese Informationen stammen, weiß ich aber natürlich leider nicht. Ich würde tatsächlich in Erwägung ziehen, mir in 2-3 Jahren einen EQA zu kaufen, da der ideal für meinen Weg zur Arbeit und wieder zurück wäre, allerdings nur als Allradler. … Beim Concept EQA stand das mit dem Allrad noch dabei … ABER: man überlese das „Concept“ nicht und hat jetzt ja auch deutlich gesehen, dass sich der EQA zum Concept EQA deutlich unterscheiden wird, obwohl immer von einer seriennahe Studie die Rede war.

S.W.
Reply to  Markus
1 Jahr zuvor

Ja ich warte tatsächlich auch schon drauf. Fahre aktuell einen W177 220d ohne Allrad, und wohne in einer schneereichen Region. Ich muss schauen wie er sich diesen Winter bewährt, ein Allrad wäre mir natürlich auch lieber.

S.W.
Reply to  Markus
1 Jahr zuvor

Allrad gabs zum Zeitpunkt der Bestellung noch nicht, und da er für das CLA Coupé bzw. A250e auch nicht kommt fällt es wieder flach, schade eigentlich, an mir liegts nicht…

Michael
1 Jahr zuvor

Das ist erstmal enttäuschend. Die EQA-Studie – die ja eher Richtung A-Klasse ging – hätte mich deutlich mehr interessiert.

Wahrscheinlich haben sie es nicht hinbekommen, die existierende Plattform so umzubauen, dass ein relativ flaches Auto zustande kommt. Stattdessen der einfachere Weg über einen hohen SUV.

Wann kommt endlich die EVA II-Plattform, bei der auf die lästigen Kompromisse verzichtet werden kann. Mit dem EQS?

Die Nomenklatur ist übrigens schon ein kleines Desaster. Wie wird den zukünftig eine elektrische A- oder C-Klasse genannt, wenn schon die SUV-Versionen EQC und EQA heißen? Da hat VW schon ein bisschen weiter gedacht mit ihrem ID.4, ID.4X usw-System.

Racer1985
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Wahrscheinlich wird es eher auf Namenszusätze hinauslaufen. Der vorhandene EQC hätte sonst bereits EQ GLC heißen müssen. Spätestens beim EQE wird man sehen, wie Daimler es lösen wird. Würde dann schlicht so aussehen:
– EQE Limousine
– EQE SUV

Solange Daimler aber noch reine EQ-Modelle auf modifizierten Verbrenner-Plattformen herausbringt, können diese Modelle eh keine guten E-Fahrzeuge werden. Aber damit ist Daimler ja nicht alleine am Markt. BMW spart auch am falschen Ende. Bei Audi bleibt es glücklicherweise mit dem E-tron die einzige E-Baureihe, auf alter Technikbasis.

Rainer
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Vielleicht machen sie bei den Limousinen dann kleine Buchstaben und für die Kombis dann noch mit „+“ dahinter 😉

AFAIK wird der EQS der erste auf EVA2 Plattform.

Hoffentlich gibt es auch 75kWh Akkus. Diese Grösse hat sich ja beim Model 3 bewährt, bei entsprechender Effizienz…

Würde mich aber wundern, wenn da 2020 noch irgendwas rauskommen würde. Die EQC-Produktion ist ja noch nicht mal wirklich richtig angelaufen.

barolorot
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Besser die nächste A-Klasse doch wieder mit Sandwichboden bauen, dann gibt es auch wieder mehr Platz für die Akkus 😉

Thomas
Reply to  Michael
1 Jahr zuvor

Der Weg über SUVs ist ein rein finanzieller. Die nach wie vor notwendige Diffrenz zum Verbrenner lässt sich bei SUVs einfacher durchsetzen.

driv3r
Reply to  Thomas
1 Jahr zuvor

„Der Weg über SUVs ist“ KEIN rein finanzieller.
Es lässt sich an ein Fahrzeug mit bereits erhöhter Bodenfreiheit wesentlich einfacher ein Akkupaket schrauben. Sonst gäbe das eine ähnlich gewöhnungsbedürftige Optik beim alten B250e/Electric Drive.

Stranger
1 Jahr zuvor

Ist EVA 1.5 eine komplett neue E-Plattform ? Falls ja, warum haben dann die einmotorigen Varianten keinen Heckantrieb (…so wie die meisten reinen E-Plattformen, siehe ID.3 oder Polestar 2). Danke für Rückinfo.

Racer1985
Reply to  Stranger
1 Jahr zuvor

Der EVA 1.5 basiert im Kern auf dem MFA2. Diese ist halt in erster Linie eine Frontantriebsplattform.

Stranger
Reply to  Racer1985
1 Jahr zuvor

Vielen Dank; dann war das Layout vorgegeben….

Sören Baltes
1 Jahr zuvor

Die Leute bekommen, was sie wollen. SUVs und das eben dann in Form von EQA und EQB als GLA- und GLB-Elektroversion. Wer die A-Klasse elektrisch will, muss entweder noch warten oder kauft sich den A250e. Damit kann man auch 40-50 Km elektrisch zur Arbeit fahren.

Übrigens: Vergesst das mit der 100 kWh Batterie… Die Dt. Accumotiv muss froh sein, wenn sie die 60 kWh Batterie bis 2021 fit bekommt und liefern kann. Was man da alles hört, ist es noch ein weites Stück an Arbeit. Und 300 Km in der Praxis sollten für die meisten Käufer ja reichen. Bei MFA2 mit Tanks um 40 Liter steht man bei den kräftigen Motoren ja auch nach 400-450 Km an der Tankstelle. Insofern relativieren sich die Reichweitenängste.

Ralf K.
1 Jahr zuvor

Bitte mal die ganzen Fehler rausmachen:
Falsch: „Beim Aufladen sollen die Batterien im Schnellademodus in 200 Minuten zu 70 %.“
Richtig: Das können nur 20 Minuten sein, und keine über 3 Stunden.

Falsch: „PMS – permanent erregter E-Motor“
Richtig: „PSM – „Permanenterregte SynchronMaschine“

„600 bis 700 kg, wobei wohl mit einer Kapazität von rund 60 kWh“
600-700 kg wären viel zu viel für 60 kWh.

Die 60 kWh glaube ich (das wird dann mehr oder weniger die Batterie mit Zellen von SK Innovation sein, die auch in einem Kona EV oder e-Niro drin ist). Aber die 110 kWh -> sind unrealistisch für die nächsten 2-3 Jahre in so einer Conversion Plattform. Sie mögen ja möglich sein, aber Daimler will das gar nicht, solange sie keinen Wettbewerber in dem Bereich und Segment haben.