Wenn der Autobauer Mercedes-Benz aktuell eines kann, dann wohl nicht liefern – zumindest laufen die Produktion rund um den Elektroantrieb gemäß eines aktuellen Medienberichtes mehr als holprig, der von einer Kürzung des Absatzziels rund um den Elektro-SUV EQC für das Jahr 2020 berichtete. Grund dafür werden  Lieferengpässe durch den Zulieferer LG Chem genannt. Der Konzern dementierte den Bericht jedoch.

Absatzziel auf 30.000 Einheiten gesenkt ? Daimler dementiert

Geht es nach einem aktuellen Magazinbericht des Manager-Magazins, ist Mercedes-Benz aktuell gezwungen, die Absatzziele für das EQC Modell für das Jahr 2020 regelrecht zu halbieren. Grund dafür sind wohl Lieferprobleme beim Hersteller LG Chem, welcher nicht genug Zellen liefere, um die ursprünglich 50.000 bis 60.000 Modelle des EQC produzieren zu können. Das Magazin beruft sich hierbei auf Insider: „EQC? Da geht so ziemlich nichts“ – so wird zitiert.

Anzeige:

Die Produktionspläne für 2020 hätten sich jedoch nicht geändert, so Jörg Howe – Pressesprecher des Stuttgarter Autobauers – am Donnerstagabend. Der Pkw-Hersteller wolle in diesem Jahr weiterhin rund 50.000 Fahrzeuge vom Typ EQC produzieren.

LG Chem liefert angeblich nicht genug Zellen

Nach Angaben von Betriebsratchef Michael Brecht gegenüber dem Manager Magazin gilt als einer der möglichen Gründe für Lieferprobleme, das der E-Auto Hersteller Tesla Grohmann Engineering übernommen hat, welcher für Mercedes-Benz eine eigene Batterieproduktionkapazität aufbauen sollte.  Grohmann gilt als Spezialist für  die Batterieautomatisierung.

Der EQC wird aktuell im Werk Bremen produziert. Geht es nach dem Manager-Magazin, waren im Jahr 2019 25.000 Einheiten der Baureihe geplant, jedoch nur 7.000 produziert. Inwieweit diese Zahlen jedoch überhaupt  korrekt sind, können wir aktuell nicht nachvollziehen.

Bilder: Daimler AG

 

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Eule
1 Jahr zuvor

Bevor jetzt gleich die hier versammelte Kritikerschar zuschlägt:

Daimler hat im Bereich Elt-Fahrzeuge Lieferprobleme: bekannt…

Die Lieferprobleme haben etwas mit der Lieferkette zu tun: vielfach vermutet und jetzt bestätigt…

Für das Lieferproblem trägt Daimler die Verantwortung: wer sonst…

Daimler wird das Problem lösen: wie so viele andere in der Vergangenheit…

Merke: Der Konzern, der keine Fehler macht, ist pleite, denn er tut nichts mehr. Für alle anderen gilt, dass derjenige erfolgreicher sein wird, der langfristig (!!!) und in der Summe (!!!) weniger Fehler macht, als die anderen.

Beim Wandel der Automobilindustrie und der Mobilitätskonzepte wird es noch viele Fehler geben. Abgerechnet wird vielleicht in 10 Jahren. Dann wird man auch sehen, wie die Wette der Börsianer auf Tesla’s Zukunft ausgegangen ist.

Gute Zeiten für den Kauf von Daimler-Aktien…

harry
Reply to  Eule
1 Jahr zuvor

Da hast du vollkommen Recht, nur die EU sitzt Daimler mit Strafzahlungen im Nacken. Ich kann nicht verstehen, dass bei der Transformation auf E Antrieb, den Unternehmen ein solcher Druck gemacht.

Snoubort
Reply to  Eule
1 Jahr zuvor

Soviel zum Thema „Gute Zeiten…“:
https://www.focus.de/finanzen/boerse/tesla-ueberfluegelt-die-konkurrenz-frank-thelen-ich-sehe-schwarz-fuer-die-deutsche-autoindustrie_id_11587613.html
Mag den nicht, aber er hat recht (ohne ein Automobilfachmann sein zu müssen, denn dafür sind die Grundprobleme / Themen / Aussagen viel zu „elementar“…)

Wildschütz Jennerwein
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Also ich mag ihn auch nicht! Ich würde ihm auch zustimmen, wenn es sich parallel mit der Nokia/ipone Geschichte vergleichen liesse.
Das ist aber objektiv nicht der Fall, weil es für den Fahrer keinen echten Mehrwert gibt. Im Gegenteil..
Tanken vs. Laden 1:0
Emotion 2:0
Co2 und Abgas 2:1
Rentabilität 3:1
Zukunft 3:2

Auch ohne massive Förderung wäre in China fast nix passiert. Siehe analog Norwegen und bei uns ist es genauso, da ja auch alle auf die Förderungsprämie warten..Und auch bei Geschäftswagen gibt es neue Regelungen. Wenn es wirklich ein Gamechanger wäre, dann müsste nicht auf staatlicher Seite überall interveniert werden um Elektromobilität zu pushen. Aus meinem persönlichen Umfeld ist niemand wirklich überzeugt..

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Er hat alles, nur in den meisten Fällen in diesem Artikel leider nicht Recht. Er ist sicherlich ein Visionär, aber ein Großteil seiner Aussagen zu Tesla sind so gut gläubig wie die von Musk selber und er scheint vor allem überhaupt keinerlei Kenntnis der deutschen Automobilindustrie zu haben. Daher kann ich Thelen in seiner Urteilsfähigkeit darüber nicht ernst nehmen.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Musst Du ja auch nicht. Die (nahe) Zukunft wird es halt zeigen…

MarcS
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Sehe ich ähnlich. Hier spricht ein „Tesla-Fan“. Ob das autonome fahren mit dieser Generation Fahrzeuge kommt, ob das Datensammeln wirklich so viel bringt usw. ist alles noch offen. Man darf spekulieren und vermuten, in die Zukunft schauen kann jedoch keiner.

Interessant wird es, was passiert, wenn endlich taugliche Konkurrenzfahrzeuge auf dem Markt sind (was ja beim Model X schon der Fall ist). Wenn ich also nicht mehr Tesla wählen muss, um Elektro zu fahren. Tesla wird sicher eine Größe bleiben, aber dass der Rest untergeht, daran zweifle ich doch erheblich. Dafür haben „die anderen“ zu viele Vorzüge.

Snoubort
Reply to  MarcS
1 Jahr zuvor

Es geht ihm ja weniger darum, Tesla zu loben, sondern den Zustand der deutschen Firmen zu kritisieren. Dabei sind doch seine Kernpunkte, dass
1. Tesla in die Infrastruktur vor-investiert hat – auf Kosten der eigenen Rendite und des eigenen Cashs – aber nur so war der Marktdurchbruch überhaupt zu erzielen – und das wird Tesla zukünftig noch viel Rendite bringen (siehe Kapitalmarktbewertung). Ich ergänze: eben nicht wie bei Smart…
2. Tesla sein eigener Batterieproduzent ist – und eben nicht so abhängig wie man es bei Daimler gerade sieht – Entscheidender Wettbewerbsvorteil.
3. Das Entwickeln von neuen intelligenten Systemen heute / zukünftig wesentlich effektiver ist, wenn es auf Ist-Daten von Mio. von Fahrten / Mrd. von Kilometern basiert – als von einem eben nicht grenzenlos großen Team an Spezialisten – egal wie kompetent und engagiert diese sind.
Für diese Punkte muss man kein Automobilfachmann sein um sie erkennen und bewerten zu können.
Allerdings glaube ich auch, dass Volkswagen in der aktuellen Konstellation aufgrund Produktions- und Vertriebskapazitäten, Cash Mittel, Eigentümerstruktur, Vernetzung in China, seinen Marken und der aktuellen Top.Management-Qualität (mit Problemerkenntnis) noch nicht auf verlorenem Boden steht – Diess hat diese Themen genauso betitelt und die entsprechenden Maßanhmen / Veränderungen initialisiert.

MarcS
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Naja, auch das kann man differenzierter sehen. Die deutschen Hersteller haben sicherlich „geschlafen“, andererseits steht der große Durchbruch bei Elektro und Digitalisierung ja erst an.

In sofern stellt für mich das Supercharger-Netzwerk in naher Zukunft keinen Wettbewerbsvorteil mehr dar (1). Den Vorteil bei den Batterien (2) halte ich mittelfristig auch für vernachlässigbar. Einerseits dürfte sich die Verfügbarkeit verbessern, andererseits werden ja auch hier in Deutschland Kapazitäten aufgebaut. Wenn man den Meldungen von Daimler glauben schenken kann, liegt das Problem beim EQC ja nicht nur in den Batterien, vielmehr hat man auch aufgrund des Rückrufs kurzzeitig zurückgefahren.

Den größten Vorteil von Tesla sehe ich darin, dass sie wie ein Softwareunternehmen denken (3), welches Autos baut und nicht wie Autohersteller, der ein wenig Software macht. Mit allen Vor- und Nachteilen. Ich bin z.B. gespannt, ob sich Musks Entscheidung, auf Lidar zu verzichten, auszahlt. Datensammeln alleine macht nicht das Rennen. Aber es ist ja nicht nur das autonome Fahren. Auch die Möglichkeit, kurzfristig Updates zu verteilen, erinnert eher an ein Softwareunternehmen. Das müssen die anderen Hersteller (nicht nur die deutschen) aufholen. Gleichzeitig will ich aber nicht unbedingt einen Beta-Test mitmachen, während ich drin sitze..

Snoubort
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Natürlich hast Du recht, dass man das differenzierter sehen muss, mir ging es ja in erster Linie darum seine Punkte zusammenzufassen (und zu zeigen, dass man hierfür kein ausgewiesener Automobilfachmann sein muss).
Aber zu
1.) – richtig, die Supercharger (allein) werden zukünftig nicht mehr das Alleinstellunsgmerkmal sein, aber es ist eben ein Symbol dafür, dass es für Tesla richtig war, auf kurzfristige Rendite zu verzichten um damit in den Markt zu kommen bzw. eine neue Technologie voranzubringen, allen Unkenrufen zu trotz die sich über die Verluste bei Tesla lustig gemacht haben…
2.) ich denke schon dass Teslas Position bzgl. der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette ein nicht ganz so einfach aufzuholender Wettbewerbsvorteil ist
3.) es geht ja nicht um „Beta-Testing“, sondern um stetige Weiterentwicklung. Bei MB ist man mit Einführung einer Modellreihe „up-to-date“, oder „state of the art“, anschließend passiert aber 4 Jahre bis zum Facelift (so gut wie) gar nichts mehr (siehe E-Klasse). Das angebliche Beta-Testing bei Tesla ist ja medial deutlich übertrieben, die Unfall- und Personenschaden-Statistiken sind bei Tesla offensichtlich überdurchschnittlich gut.
Ich glaube ja auch, dass die „Etablierten“ jetzt noch handeln und aufholen können – aber dann muss man eben so reagieren wie Diess, und nicht wie Ola die Zukunftsstrategie einzig im Sparen und dem Ausbau der Marken AMG, Maybach und G postolieren (ich weiß, ich wiederhole mich).

MarcS
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Unterm Strich kann keiner die Zukunft vorhersagen. Ob wirklich in 5 Jahren noch ein „Tesla-Bonus“ bzgl. ihren Aufwänden beim Ladenetzwerk existiert, sei Mal dahingestellt. Spannend bleibt die Frage, wie sich Autos in 5-10 Jahren denn unterscheiden. Sicher nicht dadurch, dass sie etwas schneller beschleunigen oder etwas schneller fahren. Ob mein Auto nun 600 km oder 650 schafft, dürfte kaum eine Rolle spielen.

Wie gesagt, ich halte Punkt 3 für den entscheidenden. Und das dürfte mittlerweile allen bewusst sein, auch dem Daimler Vorstand. Die Weichen werden gestellt, leider ist man dabei sehr träge.

Zum Thema Beta-Testing…Das ist natürlich etwas überspitzt, dennoch geht es in die richtige Richtung. Tesla fährt einen sehr agilen Ansatz. Kleine Softwarepakete liefern und im Zweifel nachbessern. Hat Vorteile. Birgt aber auch Risiken.

Snoubort
1 Jahr zuvor

Absatzziel für 2019 oder 2020?

Lackfarbe
1 Jahr zuvor

Wohl doch nicht so einfach, wie einst gedacht und angenommen!?
Es zeigt sich immer deutlicher, wie weit die alteingesessenen Automobil-Konzerne im Thema Elektrofahrzeug hinterher hinken. Und zwar einem US-Amerikanischen Konzern, der laut der meisten „armchair“ Experten zwar nix auf’m Kasten hat, alles falsch macht und sowieso bereits gestern schon pleite war.
Für mich persönlich ist es nach wie vor ein Rätsel, warum sich Daimler bereits vor Jahren, von seinen Anteilen an Tesla getrennt hat und sich entschieden hat, mit der „ganzen Sache“ vorerst nichts zu tun haben zu wollen. Eine stetiger Zukauf von Tesla-Aktien und ausweitende Kooperation zwischen den Konzernen war aus damaliger Sicht die einzig vernünftige Vorgehensweise. Ja, BEREITS AUS DAMALIGER SICHT! Da jedoch, unter Dr. Z, das diametral entgegengesetzte gefordert und in die Tat umgesetzt wurde, zeigt leider, dass Dr. Z, welcher beinahe alles richtig gemacht hat, das „wichtigste“ für die Zukunft jedoch falsch entschieden hat. Nämlich mit Elektromobilität „erstmal noch nichts zu tun haben wollen.“
Tja, und heute passiert soetwas: „gilt als einer der Gründe für die Lieferprobleme, das E-Auto Hersteller Tesla Grohmann Engineering übernommen hat, der für Mercedes-Benz eigentlich eine eigene Batterieproduktionkapazität aufbauen sollte.“
Sprich: Da war die Konkurrenz flinker, schlauer, besser.
Die Konkurrenz, die man selbst heraufbeschworen hat.

(PS: der feuerfeste Anzug sitzt)

Joachim
Reply to  Lackfarbe
1 Jahr zuvor

1 ) Also davon, dass Elon Musk vor ein paar Monaten noch zugeben mußte, dass die finanziellen Reserven nur noch für eine Woche bei tesla reichen, davon ist meines Wissens MB noch weit entfernt.
2 ) Und obwohl Tesla mit Elektro als Pionier schon mehrere Jahre eher angefangen hat, hatten die natürlich auch ihre Probleme . Nur halt auch einige Jahre eher als MB. Und wo ist jetzt das Problem/Unterschied, wenn man Tesla mit MB vergleicht? Das eine ( Anlaufprobleme Großserienfertigung Modell 3 und Probleme bei der Zellenfertigung und extreme Lieferverzögerungen, etc. ) war vor kurzem erst noch bei Tesla ärgerlich und ist jetzt bei einem anderen Unternehmen ärgerlich und wird morgen bei noch einem anderen Unternehmen ärgerlich sein usw. .
3 ) Und das Geld, welches BMW für i3 und i8 verballert hat, …… hat sich MB zum Glück gespart.

EV-Ede
Reply to  Joachim
1 Jahr zuvor

Joachim, zu 3.) Also dass BMW hier für i3 und i8 Geld verballert hat, dem muss ich aber mal entscheidend widersprechen. Erstens ist BMW in Deutschland Marktführer in Sachen Elektromobilität mit knapp 150.000 elektrifizierten Fahrzeugen (BEV + Hybride), zweitens verkauft sich das Volumenmodell i3 von Jahr zu Jahr besser, sicherlich von niedrigem Niveau beginnend, aber eben deutlich besser als seinerzeit der B250 electric drive (also W242 ev). Drittens ist der i3 so erfolgreich, dass er von BMW bis 2024 weitergebaut wird und das, obwohl er Ende 2013 auf den Markt kam. Viertens hat BMW mehrere Lifezycle-Updates von der Batterie gemacht und versprochen (was es zu beweisen gilt), dass der i3 im letzten Drittel des Lifecycles sogar noch effizienter als ein VW ID3 wird. Dies bezweifle ich persönlich zwar, aber lassen wir uns überraschen. Und Fünftens hat BMW sowohl mit dem Material Carbon als auch mit Elektroantriebstrang- und Batterietechnik in Serie so viele Erfahrungen machen können, dass die kommenden BMW Elektroautos (iX3, i4, iX5 („iNext“) u.s.w.) schon die fünfte Generation des elektrischen Antriebsstrangs aufweisen und somit sehr effizient (sparsam) sind und die Batterien deutlich weniger seltene Erden haben wie vergleichbare Konkurrenzfahrzeuge (Tesla explizit ausgenommen). Somit hat BMW hier durchaus einen Knowhow-Vorsprung, der allerdings sicherlich durch die lange Pause zwischen i3/i8 und den oben genannten kommenden Modellen ab 2020/21 etwas an Boden verloren und wertvolle Marktchancen vertan. Trotzdem (!) reicht es bis dato, hier in diesem Segment in D Marktführer zu sein. Wohlwissend, dass VW extrem schnell aufholen wird und auch Mercedes in den Jahren 2021 und später auch einige EVA-Modelle bringt, die sicherlich auch gut am Markt ankommen dürften. Und nicht zu vergessen: Tesla hat bald 3 große Werke, die gut 1-1,5 Mio. Fahrzeuge bauen können und somit auch zum Massenhersteller taugen. Und das mit einem technischen Vorsprung von mehreren Jahren.

Stefan Camaro
Reply to  Joachim
1 Jahr zuvor

Zu 3.
Das mit dem Geld verballert ist kaum Messbar, da es auch Imagegewinn war.
So wie auch der Imagegewinn durch die viel kritisierte Formel 1 bei Mercedes…

Snoubort
Reply to  Joachim
1 Jahr zuvor

zu 1 ),
a) Tesla mittlerweile auch wieder…
b) Du kannst doch die Cash-Situation von einem (mehr als) etablierten Hersteller nicht mit einem neuen Game-Changer als Management-Bewertung vergleichen? Woher soll denn dieser Cash bei Tesla hergekommen sein? Gerade deshalb ist es doch ziemlich beeindruckend wie gut Tesla das Hochfahren der Großserie hinbekommen hat, bzw. ziemlich ernüchternd wie schwer sich Daimler hier trotz seiner Cash-Vorräte tut – nicht nur bei Voll-Elektros… . Tesla hat eine viel, viel höhere Investitionsquote – und genau das wird jetzt am Markt honoriert – statt einer nur mittelmäßig erfolgreichen Konzentration auf die reine (kurzfristige) Gesamtunternehmensrendite (man kann halt auch in Schönheit Sterben, siehe Nokia). Tesla kommt heute – trotz der immer noch erheblich schlechteren Bilanzkennzahlen – wesentlich einfacher an neues Geld als Daimler.
zu 3) sehe bei Daimler aktuell wesentlich teurere Probleme als bei BMW – und der Kapitalmarkt ebenfalls. Aber ja, BMW hat seinen Startvorteil gegenüber MB und VW nicht weiter genutzt und ist auf die Bremse getreten – das rächt sich jetzt auch dort (denke auch das u.a. deshalb Diess gegangen ist).

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Dieser Irrglaube, dass ein Vorstand in einem Unternehmen eine solche Entscheidung, die „Ja“ oder „Nein“ zu einer ganzen Baureihe/Modell beinhaltet, allein fällt… Es war nicht Diess (und schon gar nicht er allein), der den i5 abgesagt hat.

Sternenträger
1 Jahr zuvor

Bilder aus dem Werk 59 . Respekt ! Gute Aufnahmen von der “ Hochzeit “ !

Lucien
1 Jahr zuvor

Mercedes und die Elektromobilität, da passt einfach nichts,
totales Missmanagement!
Bin mal gespannt ob wie berichtet demnächst die ersten A250e ausgeliefert werden auf die schon lange gewartet wird.
Besonders enttäuschend die fehlende Kommunikation von Mercedes an seine Kunden zu dem Thema.
So geht man nicht mit seinen Kunden um.

Dr. Breitenbach
1 Jahr zuvor

Der Bericht im Manager-Magazin trifft es genau und wirft die richtigen Fragen auf, wann bekommen wir darauf mal die Antworten?

Kommt Lieferant LG Chem auf die versprochenen Stückzahlen?
Stellt das Daimler-Batteriewerk in Kamenz endlich brauchbare Batteriemodule für den EQC und die – ebenfalls raren – Plug-in-Hybride des Konzerns her?
Funktionieren die Kühlsysteme der Akkus jetzt, sinkt die Ausschussquote?

Die Antwort darauf ist man seinen Kunden schuldig!

Rainer
1 Jahr zuvor

Es gibt ein Dementi:

https://www.reuters.com/article/us-daimler-electric-eqc/daimler-to-build-50000-mercedes-eqc-models-this-year-idUSKBN1ZM1SA?il=0

Das wird ein geschäftiges Wochenende für die PR Abteilung, wie mir scheint.

Snoubort
Reply to  Rainer
1 Jahr zuvor

Wir können ja Wetten zur Stückzahl in 2020 abschließen… Ich halte schon 30.000 für sportlich (ich meine, auch Tesla braucht dafür fast einen Monat 😉 )

Rainer
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Wieviel GLC wurden denn 2019 in Bremen produziert?
Die Fertigungslinie ist ja die selbe, oder?

Das dürfte die obere Grenze sein

Snoubort
Reply to  Rainer
1 Jahr zuvor

7.000, aber die Lieferschwierigkeiten beginnen ja nicht erst jetzt…;)

Snoubort
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Sorry, hatte das „GLC“ einfach „überlesen“ – Sind dann natürlich mehr als 7.000 😉

Rainer
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

OK, also wenn es keine Batterie-Engpass gibt (was mit dem Dementi impliziert wird), müsste die Stückzahl also zu schaffen sein.
Zur Not ein paar GLCs weniger, das drückt dann auch den Flottenverbrauch 😉

Dann ist ja alles in Butter. Wird Zeit dass die Teile unters Volk kommen.
Sonst liefert am Ende Tesla in Europa noch mehr Model Y in Deutschland aus als Mercedes EQC. Das wäre dann irgendwie richtig schlecht.
Denn den US-Start hat man für den EQC ja schon auf 2021 verschoben.

Ralph Meister
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Und wieviele Tesla Model X wurden verkauft? Man muss ja fairerweise den EQC mit dem Model X vergleichen und nicht mit dem Mitteklassen-Massenmodell 3. Dann steht der EQC sehr gut da!!!

driv3r
Reply to  Ralph Meister
1 Jahr zuvor

Man muss (und sollte schon gar nicht!) dass Model X mit dem EQC vergleichen, da beide Modelle in völlig anderen Fahrzeugklassen unterwegs sind. Wann hört dieser elendige Äpfel- und Birnenvergleich endlich mal auf?

driv3r
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Zum sicherlich tausendsten Mal: Das Tesla Model X ist ein Oberklasse-Fahrzeug. Gleichzusetzen mit einem GLE. Gut 5m lang mit entsprechendem Platz für 7 Personen und einen entsprechend großen Akku (rd. 100kWh).
Der EQC ist ein Mittelklasse-SUV mit gut 4,70m Länge und entsprechend weniger Platz für einen Akku und weniger Platz für Insassen und Gepäck. Er kostet auch weniger als ein Model X.

Es geht auch kein seriöser Auto-Tester hin und vergleicht einen GLE400d mit einem GLC220d und sagt dann „oh, der GLE hat aber mehr Platz und eine bessere Beschleunigung und kann sogar mehr Personen mitnehmen“. Äpfel vs. Birnen.
Wenn ich auf einen reinen SUV-Vergleich aus bin könnte ich das Spiel auch mit GLA vs. GLS treiben. Ist aber Nonsens.

MarkusGLK
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Wenn Du schon einen passenden Vergleich zulassen möchtest, dann sollte man festhalten, dass Audi mit dem etron – ebenfalls Midsize electric SUV wie der EQC und zur gleichen Zeit gestartet – ungefähr 10x soviele Fahrzeuge verkauft hat Daimler vom EQC. Warum?

Passender Vergleich: Tesla verkauft in den USA vom Modell 3 mittlerweile soviele Limousinen wie Daimler mit der C-Klasse, BMW mit dem 3er und Audi mit dem A4 zusammen. Wie wertest diese Zahlen?

Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Elon Musk for CEO!

Snoubort
Reply to  Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Man war ja mal mit knapp 10% bei ihm / an seinem Unternehmen beteiligt… aber wie hat Dr. Z 2014 gesagt… „man ist ja kein Finanzinvestor“. Was für eine fundamentale (und arrogante) Fehleinschätzung.
Die Kombi aus Finanzkraft, Markenwert sowie Produktionserfahrung auf der einen und Innovationskraft, Batterie-KnowHow /-Produktion sowie Datenverarbeitungskompetenz auf der anderen Seite hätte sehr gut zusammengepasst…

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Erstens ist das überhaupt keine Fehleinschätzung und zweitens ist die Entscheidung weder fundamental falsch noch gar arrogant gewesen. Es ist eher arrogant und anmaßen zu behaupten, dass diese Entscheidung arrogant gewesen wäre.
Daimler ist kein Finanzinvestor. Daher ist ein De-Invest aus solch Beteiligung in kaum nutzbarer Höhe völlig richtig gewesen. Was sollte ich denn heute mit einem 10%-igen Tesla-Anteil? Außer in möglichst schnell zu versilbern? Eine technologische Kooperation kann ich mir auch ohne Finanzbeteiligung holen.
Und: Ob eine Kooperation jemals fruchtbar gewesen wäre im Hinblick auf die überaus hohe Fluktuation an guten und respektierten Top-Führungskräften bei Tesla, lässt sich auch bezweifeln.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Aber sie kooperieren nicht… Daimler hätte mindestens mal bessere Chancen bzgl. Batteriebelieferung und Zugang zu den Auswertungen von Tesla aufgegeben.
Arrogant an der Entscheidung war, dass man meinte Tesla als Wettbewerber entgegenstehen bzw. „einstecken“ zu können. Fundamental falsch war die Bewertung von Tesla als Finanzinvest statt als Technologievorreiter und -partner.
Aber glaub ruhig weiter dass Tesla ein Rohrkrepierer ist (Mitarbeiterfluktation etc.) – die Zukunft wird’s zeigen 😉
Und zur Mitarbeiterflukation – siehe unten ein paar unbedeutende Namen….
Und selbst als reiner Finazinvest wäre Daimler mit den Anteilen heute 25% mehr Wert!

driv3r
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Tut mir wirklich leid, aber ich werde auf dieses Arm-Chair CEO-Gequatsche nicht mehr antworten.
Ich habe mitnichten dargestellt, dass sämtliche Entscheidungen bei Daimler sinnvoll und toll waren. Aber das Tesla Des-Invest war zum damaligen Zeitpunkt richtig. Die Gründe dafür habe ich oben dargelegt.

Und nein: Nur weil ich 4, 9 oder X% an einem anderen Unternehmen halte, leiten sich daraus keinerlei direkte Verfügungen zur Nutzung von Wissen des beteiligten Unternehmens ab. Im Gegenteil, das wäre ohne rechtliche Regelung sogar Spionage.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Gut, wenn DU die Gründe oben dargelegt hast, dann ist das natürlich richtig – sorry. Was fällt aber diesem völlig subjektiven, durchweg ahnungslosen und voll-homogenen Kapitalmarkt (Betonung auf „MARKT“) ein die Sache grundsätzlich anderes einzuschätzen? Die sollten einmal alle bei Dir (und vielleicht Joachim!?) einen Kurs besuchen. Wie sieht denn Deine Verfügbarkeit dafür aus? Ich meine, mehr als 1 Mio. Menschen sollten da in der ersten Runde nicht abgefrühstückt werden müssen.
Der Fall der Daimler Aktie scheint momentan fast gar nicht mehr zu stoppen – ganz im Gegenteil zu Tesla – aber auch VW! (und dem DAX).

Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Jetzt ist Daimler in der „Produktionshölle“!

Snoubort
Reply to  Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

… und in der Infrastruktur, Batteriebelieferungs- , Führungs- und Entwicklungshölle.

Wildschütz Jennerwein
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Wobei ich mir über unseren CEO noch kein abschließendes Urteil erlaube. Man möge ihn an seinen Taten messen.

Allerdings sollte er mal ruhig zu seinem Twitter account greifen, um sozusagen „ungefiltert “ zu gewissen Themen Stellung zu beziehen..In einer Zeit der Emotionalisierung, wäre ein bisschen direkte Emotion mit einem hochemotionalen Produkt, wie einem Auto, doch gerade er der beste Werber. Kostet auch nix. Liegt wohl aber an seinem skandinavischen Temperament, dass damit eher weniger zu rechnen ist.

Als Vorstand der FE Abteilung aber, muss auch er hier sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er in Punto Elektromobilität mangelhaft „geliefert“ hat.

Was ich aber wirklich bedenklich finde, dass eine schlechte Nachricht die nächste jagt. Alle Geschäftsfelder sind betroffen.
Viele unterschiedliche Bereiche derer und da braucht es Motivation und Ansage von ganz oben und als Motivator fällt er ja charakterlich aus. Daher würde ich eher ein Zwischenfazit ziehen.
Der richtige Mann zur falschen Zeit!

Snoubort
Reply to  Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Vielleicht war er der richtige Mann auf dem Vertriebs-Vorstandsposten – aber nicht als Entwicklungsvorstand und nicht als CEO – zu keiner Zeit.

Marcus Dippold
1 Jahr zuvor

Zitat Bildzeitung:

Ab 2020 gelten strengere Regeln für den CO2-Ausstoß. Um den neuen Wert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu erreichen, haben die Konzerne zwei Möglichkeiten: Entweder verkaufen sie mehr Elektroautos – oder mehr Diesel. Denn diese stoßen zwar mehr Stickoxide, aber weniger CO2 aus als ein Benziner.

„Da Elektroautos noch überschaubar im Angebot sind und Plug-In Hybride selbst mit den Umweltprämien hohe Preise haben, macht es viel Sinn mit Diesel, die bei allen Autobauern breit im Angebot sind, bessere CO2-Werte für die verkauften Neuwagen zu erzielen“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer.

Zitatende

Ist-Zustand Mercedes

>> EQC – ohne Worte
>> lange Lieferzeiten bei allen E- und Hybrid-Modellen
>> GLE 350de ohne Förderprämie, ohne 0,5-Regelung
>> GLC 300e ohne Förderprämie
>> GLC 300de immer noch nicht bestellbar
>> GLC 300e / 300de zu teuer – bei guter Ausstattung +80.000 EUR,
da kommt schon der GLE in Frage, wenn er nicht bei der E-Prämie und 0,5%-Versteuerung patzen würde

Alles in allem haben wir es in Stuttgart „mit richtigen Profis“ zu tun – oder hat man gar kein Interesse am E-Hype aufgrund der CO2-Bilanz …

Snoubort
Reply to  Marcus Dippold
1 Jahr zuvor

Was will man auch erwarten? Der aktuelle Entwicklungsvorstand ist erst seit letztem Jahr in der Abteilung – sein Vorgänger für 2 Jahre hatte überhaupt keinen Plan von der Materie (Vertriebler durch und durch). Und der neue CEO muss sich um alle Probleme im Konzern (Branchentransformation, Umstrukturierung, Finanzergebnisse / Gewinnwarnungen etc.) und bei Mercedes (Produktanläufe, CO2, Elektrifizierung) gleichzeitig kümmern. Und Renschler, Weber und Bernhard sind nicht mehr greifbar (vertrieben)….
Geiler Job, Herr Bischoff

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Auch hier scheint weiterhin der Irrglaube verbreitet zu sein, dass der Vorstand allein Entscheidungen fällt und diese Entscheidungen im Alleingang völlig egozentrisch aus einem subjektiven Gefühl heraus gefällt werden und natürlich nicht auf Einschätzungen, Berichten und Ergebnissen der Fach-Bereiche, -Abteilungen und -Teams.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Keine Ahnung wie Du hier auf diese Unterstellung kommst? Ich habe ja nicht geschrieben, dass er alle Probleme selbst bearbeitet? Aber gut, so braucht man halt gar keine Chefs mehr???
Richtig ist, dass ein Chef allein nichts erreichen kann – aber er kann sehr viel zerstören!

driv3r
Reply to  Marcus Dippold
1 Jahr zuvor

Ah, die höchstrespektable BILD-Zeitung. Die strotzt ja nur so vor automobiler und wirtschaftlicher Fachkompetenz.

Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Aber das mit den Gewinnwarnungen kann er jetzt schon ganz gut.

Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor
Daniela Wolf
1 Jahr zuvor

Kleine Anmerkung am Rand:
Vom e-tron wurden in Europa in 2019 nicht 3578, sondern 19.550 Einheiten abgesetzt.
Zudem wurden in den USA 5369 Einheiten abgesetzt.
Damit ist der e-tron europäischer Marktführer im Bereich der großen EV SUVs

http://carsalesbase.com/european-sales-2019-q3-ev-phev-segments/

> „The Audi e-Tron is doing very well, already outselling the Jaguar I-Pace and doubling the sales of the Tesla Model S, down 48% as the Model 3 is stealing all the attention (and customers). The Model X is down 29% on the Model 3 and e-Tron effect.“

Vom EQC hätte ich mir persönlich deutlich höhere Stückzahlen erwartet.

Eule
1 Jahr zuvor

Eine Nachricht aus dem Diess-Land (Automobilwoche):

Audi hat für sein Werk Brüssel Kurzarbeit beantragt und wird die Verträge von mindestens 145 Zeitarbeitern nicht verlängern. Das liegt aber nicht an mangelnder Nachfrage nach dem dort produzierten E-Tron… Als Grund habe die Direktion Schwierigkeiten eines Zulieferers genannt, nötige Teile für den Einbau der Batterien in die Elektro-SUVs zu liefern.

Da holpert es also auch. Aber ich gehe mal von einer steilen Lernkurve aus – die ich auch von Mercedes erwarte.

Alle kochen nur mit Wasser…

harry
Reply to  Eule
1 Jahr zuvor

Genau da liegt doch der Vorteil von Tesla!!! Die haben sich nahezu komplett unabhängig von Zulieferern gemacht. Das größte Problem in naher Zukunft wird sein, daß die deutsche Automobilindustrie nicht genügend Batterien zur Verfügung hat. Wir müssen hier in Deutschland endlich anfangen Batterien in großer Stückzahl selbst herzustellen und nicht den Koreanern und Chinesen den Markt überlassen. Deswegen ist der Standort Kamenz strategisch absolut richtig.