Der Marco Polo von Mercedes-Benz ist ein Freizeitcamper der alles bietet was es für einen spontanen Ausflug braucht. Einfach losfahren, ohne konkretes Ziel zu haben und dort bleiben, wo es schön ist. Mit dem Marco Polo ist das problemlos möglich. Wir haben das Reisemobil als V 300 d auf einen Kurztrip mitgenommen.Raus aus dem Alltag & mit Marco Polo Unabhängigkeit genießen - #VanLife

Camping im Marco Polo von Mercedes-Benz

Camping, in den eigenen mobilen vier Wänden Urlaub machen oder mal kurz raus aus dem Alltag, dass liegt nicht erst seit Corona mehr als im Trend. Die Freiheit und Flexibilität sind Punkte, die mehr als überzeugend für ein Reisemobil sprechen. Mercedes-Benz Vans bietet mit dem Marco Polo auf Basis der V-Klasse einen Einstieg in die Welt der Reisemobile.Der Marco Polo verfügt neben zwei Schlafflächen von jeweils ca. 2,05 m x 1,13 m, über eine komplette Küchenzeile mit 2-Flammen Gasherd, einem Spülbecken, ein 40-Liter Kühlschrank sowie diverse Staufächer sowie selbst einen Anschluss für eine Außendusche. Also nur die Sachen einpacken und los geht’s in die Freizeit,  auch wenn das Fahrzeug auch problemlos im Alltagsverkehr (oder gar ins Büro) nutzbar ist.

Genug Stauraum für Lebensmittel und Alltagsgegenstände

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Bei unserem Kurztrip zeigten sich die Schubladen und der Kühlschrank als ausreichend in der Anzahl und Größe, um Lebensmittel und alle anderen persönlichen Dinge für 3 Tage an Bord zu haben. Egal ob Gepäck, zwei Kochtöpfe oder Besteck und Getränke, alles haben wir sicher verstauen können. Praktisch ist hier die manuell verschiebbare Rücksitzbank. Sie lässt sich leicht mit einem Handgriff entriegeln und in der Schiene vor/zurückrollen. In einer vorderen Position der Sitzbank, bietet sich dann jede Menge Raum, um dort Rucksack und Taschen packen zu können.

Eigener Frisch- und Abwassertank

Der Frischwassertank des Marco Polo umfasst 38 Liter – der Abwassertank nimmt bis zu 40 Liter auf. Der kleine Abwasch oder wozu man sonst noch so Wasser braucht, ist also ohne weiteres jederzeit möglich. Die 2,8 Kilo Gasflasche reicht ebenfalls locker, um mehrere Tage kleine Mahlzeiten oder den Kaffee am Morgen zu zubereiten. Das Frischwasser wird seitlich links über einen abschließbaren Einfüllstutzen eingefüllt. Später entleert man den Abwassertank dann über einen Schlauch unter dem Fahrzeug.Raus aus dem Alltag & mit Marco Polo Unabhängigkeit genießen

Topmotorisierung bietet ausreichende 239 PS

Unter der Haube unseres Marco Polo arbeitet die Topmotorisierung: der 300 d. Flotte 239 PS leistet der Vierzylinderdiesel (OM 654). Zusammen mit den 500 Nm Drehmoment wird das Reisemobil auch mit Beladung gut in Schwung gebracht. Unaufgeregt schaltet die 9-Gang Automatik 9G-TRONIC in jeder Situation die Gänge. Positiv durch die große Getriebespreizung sind die geringen Drehzahlen. Das sorgt fast immer für ein niedriges Arbeitsgeräusch des Motors und so fährt sich der Marco Polo dann auch sehr entspannt auf längeren Strecken und auf der Autobahn. Mit Gepäck und zügiger Fahrt, zeigte sich in unserem Test der 300 d mit einem Verbrauch von 8,6 l/100km.Passend dazu ist auch der Eindruck der optionalen Luftfederung. Wie die V-Klasse kann auch der Marco Polo mit der AIRMATIC bestellt werden. Das Fahrwerk passt sich dann ständig individuell an die Fahrbahngegebenheiten an und sorgt für höchstmöglichen Fahrkomfort. Im Test konnten wir das auch so bestätigen, sanft abrollend geht es über Fugen und Rillen. Stärkere Stöße durch Schlaglöcher werden satt gefedert, ohne den hohen Aufbau in größere Unruhe zu bringen. Insgesamt entsteht ein Gefühl von gleiten mit dem Marco Polo.Insgesamt ist das Fahrverhalten des Marco Polo sehr präzise, das liegt neben dem Fahrwerk auch an der Lenkung, die bestens in der Hand liegt. Sie ist leichtgängig, besitzt aber um die Mittellage doch  soviel Straffheit, dass ein guter Geradeauslauf vorhanden ist. Lenkbefehle des Fahrers werden immer direkt mit guter Rückmeldung umgesetzt. Auf Grund der Gesamtmasse wird das Reismobil, aber so wieso nie zum schnellen Kurvenräuber – das versteht sich von selbst. Flott geht dennoch allemal!

Über Mercedes-Benz Advanced Control alles wichtige im Blick

Alle wichtigen Funktionen des Marco Polo werden über das MBAC (Mercedes-Benz Advanced Control) welches in das MBUX-Infotainmentsystem integriert ist bedient. Über den Touchscreen können nicht nur die Füllstände der Wassertanks und der Bordbatterie abgerufen, sondern auch die Kühlbox und die Heizung reguliert werden. Ebenso lässt sich das optionale elektrische Aufstelldach und das Dachfenster darüber öffnen und schließen sowie die Soundanlage und das Licht inklusive Ambientelicht steuern. Die Füllstände und viele der genannten Funktionen können auch über die MBAC App am Smartphone angesehen/benutzt werden. Die Kopplung zwischen Fahrzeug und App erfolgt dabei bequem über Bluetooth.Raus aus dem Alltag & mit Marco Polo Unabhängigkeit genießen

Das kleine mobile Eigenheim – der Beginn von VanLife

Am Ziel des Ausflugs angekommen heißt es den Marco Polo in die „Wohnung“ zu verwandeln. Je nachdem wo man sich gerade befindet, kann man ggf. auch eine externe Stromquelle nutzen – der Anschluss befindet sich dafür auf der Fahrerseite neben dem Frischwassereinfüllstutzen. Strom gibt es beispielsweise auf einem Campingplatz oder einem speziellen Reisemobilstellplatz. Gibt es keinen Stromanschluss, braucht man aber auch keine Angst haben plötzlich im Dunkeln zu stehen, denn über die Zusatzbatterie des Fahrzeugs ist man problemlos auch eigenständig in der Versorgung. Der aktuelle Ladestand der Extra-Batterie kann über das MBAC abgerufen werden.

Bequeme Nachtruhe im 1. Stockwerk

Jetzt ist auch schon fast alles fertig für eine entspannte Zeit. Nur noch durch Ausfahren des Daches den Wohnraum „erweitern“. Mit der elektrischen Aufstellfunktion als Sonderausstattung geht das besonders einfach und bequem. Ruck zuck ist das Dach oben und das Schlafquartier bereit für die Nacht. Das Bett ist auch die klare Empfehlung, wie wir im Test festgestellt haben, denn auf dem Lattenrost mit Federteller und Schaummatratze liegt und schläft es sich richtig angenehm und gut. Zudem hat es den Vorteil, wenn man oben schläft, dass nicht immer im unteren Bereich bei der Küchenzeile zwischen Wohnen und Schlafen umgebaut werden muss.

Sollte der Platz dennoch zum Schlafen gebraucht werden, ist das zweite Bett aber auch schnell aufgebaut. Das Rückenteil der Sitzbank wird unkompliziert elektrisch per Tastendruck flachgelegt, es muss ggf. nur die Rückbank ein Stück verschoben werden, um Platz für die Liegefläche zu schaffen. Dann noch einen Topper/Matratze drauf (das braucht es auf jeden Fall da die Liegefläche ansonsten zu hart ist) und schon kann auch hier genächtigt werden.Wird das Dachbett gerade nicht benötigt, so lässt sich dieses ganz einfach hochklappen und mit zwei Befestigungen arretieren. Diese Position bringt umgehend ein viel luftiges und räumlicheres Gefühl in den Marco Polo. Das macht sich gerade, wenn man am aufgebauten Tisch sitzt, direkt bemerkbar. Außerdem ermöglicht es auch noch eine Stehhöhe von um die 2 Meter vor der Küchenzeile!Raus aus dem Alltag & mit Marco Polo Unabhängigkeit genießen

Küchenzeile mit Gasbetrieb

Die Küchenzeile lässt sich einfach und unkompliziert bedienen. Einfach die Glasabdeckung aufdecken, schon sind Herd und Spülbecken nutzbar. Nachdem im speziellen Fach im Heck das Ventil an der Gasflasche aufgedreht ist, können die zwei Flammen am Herd bequem mittels elektrischer Zündung in Betrieb genommen werden. Beim Spülbecken muss nur der Arm hochgeklappt werden. Nach Betätigung am Hebel fließt dann das Wasser mittels elektrischer Pumpe aus dem Wasserhahn. Das Ein- und Ausschalten sowie die Temperatur-Einstellung des Kühlschranks erfolgt am Touchscreen des MBUX oder über die MBAC-App. Dort können die unterschiedlichen Kühlstufen 1 bis 6 (1 = ca. 8°C / 6 = ca. -18 °C) ausgewählt werden.Raus aus dem Alltag & mit Marco Polo Unabhängigkeit genießen #VanLife #Mercedes

Luftgefedert in den Kurzurlaub

Fazit: Der Marco Polo ist eine Wohlfühloase auf vier Rädern. Man reist dank kraftvollem Motor und Luftfahrwerk tiefenentspannt. Hat man dann irgendwo sein Lieblingsort zum Verweilen gefunden, dann lebt und schläft es sich sehr angenehm und komfortabel im mobilen Heim. Einfach mal den Alltag, Alltag sein lassen und Freizeit genießen, das ist locker möglich. Die kleine Küchenzeile reicht für viele Kleinigkeiten und das wichtigste hat man immer dabei. So bleibt mehr Zeit um die Natur, das Meer, die Berge zu genießen. Ideal vom Raumangebot ist der Marco Polo, wenn man zu zweit plus eventuell einem Kind auf Reise geht. Bei mehr als zwei erwachsenen Personen wird vielleicht schon etwas knapp im Fahrzeug. Aber eines steht auf jeden Fall fest:….behalten hätten wir das Testfahrzeug am liebsten – sofort!

Bilder: ©Philipp Deppe / MBpassion.de

12 Kommentare
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Bumblebee
7 Tage zuvor

Kann man die Lüftung des Fahrzeugs eingeschaltet lassen während das Fahrzeug lädt?

Werk68
7 Tage zuvor

Schön das auch so ein Fahrzeug mal wieder getestet wird. Danke für den ausführlichen Testbericht. Ich bekomme nächstes Jahr im Juni meinen Marco Polo und freue mich jetzt noch mehr. Luftfederung werde ich jetzt noch dazu ordern.

Van4
7 Tage zuvor

Ja ist schön, aber noch immer das Facelift von 2014. Es fehlt leider eine neue starke V-klasse mit Plugin-Hybrid Technik (& optional am besten mit Allrad). Außen in innen geht es moderner. siehe neue C- Klasse die wurden damals auch in Anlehnung entwickelt.
Wo ist die neue V Klasse?

Robin
Reply to  Van4
5 Tage zuvor

Nutzfahrzeuge haben immer eine deutlich längere Laufzeit als PKW – siehe Viano (2003-2014), Citan (seit 2012) oder Sprinter (2006 – 2018).

Der 447 wird uns daher wohl noch ein paar Jahre begleiten. Den Einsatz eines PHEV halte ich zwar ebenfalls für wünschenswert, aber unwahrscheinlich. Es gibt ja bereits eine reine Elektroversion und vermutlich wäre die Implantierung des PHEV (falls überhaupt möglich?) sehr aufwendig und teuer, obwohl ich auch eine Zielgruppe für einen 300de erkennen würde. Zumal Mercedes ja auch letzte Woche verkündet hat, keine neuen PHEV-Antriebe mehr zu entwickeln und man bis zur Umstellung auf reine Elektroantriebe nur noch die jetzt aktuelle 4. Generation des PHEV weiternutzt und daran nur noch Feinschliff ausübt.

Zuletzt editiert am 5 Tage zuvor von Robin
Carsten
Reply to  Robin
5 Tage zuvor

Schön wäre natürlich der Marco Polo auch als EQV.

Van4
Reply to  Carsten
5 Tage zuvor

Leider ein Reichweitenproblem.
Mir persönlich reichen 80 km im Alltag. Mache ich lange Wochenenden fährt man nach Feierabend oder Nachts mal in die Berge oder ans Meer so sind es 600-700 km nonstop am Stück ( ich halte doch mit Kind & Frau nicht Nachts an + in den Ferien suche ich ne E-Säule).
Hilft nur ein V300de als Plugin Hybrid (mit Allradantrieb) und das als Marco Polo.
Wo ist die Mercedes Ingenieuresfee wenn man Sie braucht? Wer hätte diese Kombination nicht auch auf dem Wunschzettel?
„Hey Mercedes“ # „Habt Mut“

Carsten
Reply to  Van4
4 Tage zuvor

Das ist alles eine Frage der Organisation. Wenn ich einen Marco Polo habe (also ein Campingbus) dann könnte ich (wenn es ein EQV wäre) auch auf halber Strecke eine Nacht auf einem Campingplatz einplanen und da aufladen.
600 bis 700 km nonstop durchfahren, sollte man sowieso nicht machen.
Und soweit ich weiß, kann man den EQV auch DC laden. und dann kann ich in 20 Min. schon einige Kilometer an Reichweite nachtanken.

Van4
Reply to  Carsten
3 Tage zuvor

Dann plan doch mal eine einfache Fahrt nach Kroatien (such ne E Säule wenn halb Deutschland auch fährt). Viele fahren Abends los und wechseln sich als Fahrer ab um rasch am Ziel zu sein. Da funktioniert kein EQV mit der Reichweite.

Van4
Reply to  Carsten
3 Tage zuvor

Noch nie nach Kroatien oder ähnlich gefahren?
Wenn gefühlt halb Deutschland unterwegs ist wird es schwer an Ladesäulen einen Platz zu bekommen wenn jeder 30 -90 min läd.
Und die meisten fahren durch und wechseln sich ab.

Tobias
1 Tag zuvor

Digitales Kombiinstrument?

Tobias
1 Tag zuvor

Digitales Kombiinstrument?