Während der Mercedes-Benz EQS aktuell mit einen serienmäßigen Wechselstrom-Ladesystem (AC-Lader) mit maximal 11 kW ausgerüstet ist, wird man dazu in Kürze auch einen 22 kW-Lader anbieten. Die DC-Ladung bleibt dabei voraussichtlich weiterhin bei 200 kW.

Mercedes-Benz EQS kommt mit 22 kW AC Lader

EQS bekommt 22 kW AC Lader

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Die optionale 22 kW Ladetechnologie für den EQS macht das Fahrzeug vor allen im urbanen Bereich noch flexibler, um auch unterwegs abseits von größeren Städten oder Autobahnen mit dessen schon gut ausgebauter DC-Schnellladestationen dann auch am AC-Lader zwischendurch akzeptabel laden zu können. Die bisherige AC-Ladeleistung mit 11 kW in der Serienausstattung für die heimische Wallbox ist hingegen weiterhin vollkommen ausreichend. Die Ladeleistung bei 11 kW beträgt von 10 auf 100 % SoC ca. 10 Stunden, mit 22 kW bei lediglich 5 Stunden.

Zertifizierung steht bislang noch aus

Nach unseren Informationen hat Mercedes-Benz beim EQS bereits Vorserienfahrzeuge mit 22 kW Bordlader im Betrieb, dessen Technologie jedoch noch nicht final zertifiziert ist. Die Option sollte jedoch noch im ersten Halbjahr 2022 bestellbar sein. Die Option wird dann sowohl für die normalen Motorisierungen, wie auch für die Performance-Variante des EQS 53 4MATIC+ von Mercedes-AMG  angeboten.

Bilder: Mercedes-Benz AG / Daimler AG

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JM13
14 Tage zuvor

Die Entscheidung für den 22 kW AC-Lader ist sehr gut, genau richtig. Ein Muss für jeden zukünftigen Elektro-Mercedes und auch für Smart. Falls man mal einen Ladepunkt in der Stadt nutzt, lädt man mit maximaler Ladeleistung und der Ladepunkt kann für den nächsten so schnell wie möglich wieder freigegeben werden. Wir bei uns am Haus haben sogar eine 22 kW Wallbox erhalten. Das ist schon top, aber sehr selten.

Zuletzt editiert am 14 Tage zuvor von JM13
Chris
Reply to  Markus Jordan
13 Tage zuvor

Wenn du doch zuhause mit 11 kW laden kannst, dann muss man doch im Umkreis von 20 km gar nicht AC laden oder was für ein Fahrzeug fährst du, das so wenig Reichweite hat?

Frage aus Interesse, soll explizit nicht negativ gemeint sein, auch wenn man das so verstehen könnte.

AMG Power
14 Tage zuvor

Dann lohnt sich das auch für die Betreiber der AC-Ladepunkte, so gehen nämlich in der gleichen Zeit doppelt bis dreifach soviel Strom in den Akku und entsprechend können andere ihre Karre auch schneller bzw. öfter aufladen. Die langsamen 3,6KW Lader helfen dem Betreiber nicht wirklich, klar das sich die EnBw aus dem Geschäft verabschieden will.

JM13
Reply to  AMG Power
14 Tage zuvor

Genauso ist es. Die Plugin-Hybride in der Innenstadt finde ich mittlerweile sogar sehr nervig aus E-Auto-Fahrersicht. Ich sag mir dann immer, haut ab da mit eurer lahmen Ladegeschwindigkeit, ich kann mit meinem 22 kW AC-Lader im Auto für schnellen Umsatz sorgen, damit mehr Geld für den Ladesäulen-Ausbau hereinkommt. Die Ladesäulen-Anbieter sind keine Wohlfahrtsverbände für langsame, aber dennoch teure Plugin-Hybride. Plugin-Hybride mit 22 kW AC-Lader sollte Mercedes anbieten, das passt zur Marke und hat was.

JMK
Reply to  JM13
14 Tage zuvor

Ja und nein. Mittlerweile haben viele Ladestationen ja (zusätzlich) eine Taktung auf Zeitbasis. Ich denke das wird immer mehr kommen, so dass es sich dann auch lohnt schneller laden zu können. Bei den Plugins bin ich der Meinung, dass diese so häufig wie möglich geladen werden sollten, auch wenn sie das langsamer machen. Nur so können diese schließlich auch einen Beitrag zur CO2 Reduktion leisten. Zumindest bei Mercedes, sind dies in der Regel zweiphasige Lader, die meist um die 7 kW ziehen können.

JM13
Reply to  JMK
14 Tage zuvor

So häufig wie möglich laden, ja, zu Hause und auf der Arbeit, aber woanders bitte nur im Ausnahmefall. Die Taktung auf Zeitbasis ist dafür ein sinnvoller Schritt.

Jürgen Schmidtke
Reply to  JM13
11 Tage zuvor

Die PlugIn-Hybrid-Fahrer werden eh nur eine Übergangserscheinung sein. In 5-10 Jahren wird kein Mensch mehr sich für PHEVs interessieren, da dann BEVs so große Reichweiten haben, dass kein Mensch mehr einen Hybrid will, außer man fährt bewusst einen Verbrenner, weil es kein BEV in der Klasse gibt oder man ein oldschool Petrolhead ist (nicht negativ gemeint, z.B. Sportwagen oder Oldtimer-Fahrer sind da ja so unterwegs).
Ebenso hat Mercedes ja die Entwicklung von PHEVs eingestellt und es gilt: Electric Only

Torben
14 Tage zuvor

Na hoffentlich packen die MB-Leute den 22kW-Lader auch direkt in den neuen EQE, denn 11kW ist zwar okay, aber absolut nicht standesgemäß in dieser Klasse und für diese Zielgruppe…

Chris
13 Tage zuvor

Wäre für mich nice to have, aber absolut kein Kaufkriterium. Aktuell kann ich AC mit 11 kW laden, vorher sogar nur mit 7,2 kW und das war für mich persönlich absolut ausreichend.

Ich denke 22 kW sind vor allem für diejenigen wichtig, die auf öffentliches AC-Laden angewiesen sind.