Trotz Engpass bei der Versorgung mit Halbleitern konnte Mercedes-Benz Cars und Vans im Jahr 2021 mehr als 2,4 Millionen Einheiten absetzen. Im 4. Quartal ging der Absatz auf 475.968 Einheiten zurück, was jedoch den Prognosen des Unternehmens entsprach und einen Rückgang von 24,7 % ergibt.

Neue Verkaufsrekorde konnte Mercedes-Benz bei den elektrifizierten Fahrzeugen (xEVs) und den High-End Modellen von Mercedes-Maybach, Mercedes-AMG sowie der G-Klasse vermelden. Bei den gewerblichen Transportern gibt der Absatz um 2,6 % nach oben.

Bereits 16.370 Bestellungen für den EQS

Die Auslieferungen von elektrischen Mercedes-Benz Pkw und Plug-in-Hybrid-Modellen belaufen sich auf den Rekordwert von 227.458 Einheiten (+69,3 %), davon 48.936 rein batterieelektrische Pkw (BEV) der Marke Mercedes-EQ (+154,8 %). Inklusive smart und Mercedes-Benz Vans wurden sogar mehr als 99.000 batterieelektrische Fahrzeuge ausgeliefert. Seit der Verkaufsfreigabe des EQS im August 2021 sind bereits 16.370 Bestellungen für das vollelektrische Flaggschiff eingegangen. Die Markteinführung des EQS in den beiden größten Märkten – den Vereinigten Staaten und China – erfolgte dabei erst im Dezember, sodass mit einer dynamischen Entwicklung der Auftragseingänge zu rechnen ist.

Absatzzahlen in Summe gesunken

Insgesamt übergab Mercedes-Benz Cars von Januar bis Dezember 2.093.476 Pkw (- 5,0 %) an die Kundinnen und Kunden. Die Nachfrage nach Mercedes-Benz Pkw und Vans ist in allen Segmenten und in allen Regionen sehr hoch. Allerdings bremste der branchenweite Mangel an Halbleitern die Auslieferung von neuen Fahrzeugen stark aus. Für das vierte Quartal des Jahres 2021 ergibt sich daher ein Absatzrückgang von 24,7 %.

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Mercedes-Benz unternimmt jede Anstrengung, um sicherzustellen, dass neue Fahrzeuge nach der Bestellung möglichst bald an die Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden können. Die Auftragseingänge werden bei der Einplanung der knappen Halbleiter-Kapazitäten für die Fahrzeugproduktion berücksichtigt. Die Situation bei der Versorgung mit Halbleitern bleibt jedoch volatil und es ist davon auszugehen, dass sie Produktion und Absatz in den bevorstehenden Quartalen weiterhin beeinflussen wird.

Bei den Auslieferungen der Mercedes-Benz S-Klasse ergibt sich ein Plus von 40 % auf insgesamt 87.064 Einheiten, wovon 35,5 % in China verkauft wurden. Die G-Klasse klettert mit 41.174 Fahrzeugen auf ein neues Allzeit-Hoch. Mercedes-AMG vermeldet mit 145.979 Einheiten (+16,7 %) ebenfalls einen Rekordwert. Mercedes-Maybach setzte die Rekordmarke von 15.730 Fahrzeugen (+ 50,7 %) ab und profitierte dabei von der hohen Nachfrage in China, wo pro Monat durchschnittlich mehr als 900 Mercedes-Maybach Fahrzeuge verkauft wurden.

Absatz von Mercedes-Benz Pkw nach Regionen und Märkten

In der Region Asien/Pazifik verkaufte Mercedes-Benz zwischen Januar und Dezember 1.009.763 Fahrzeuge (-1,6 %). Davon entfallen 758.863 Einheiten (-2 %) auf China. In Europa kam Mercedes-Benz auf einen Absatz von 696.136 Fahrzeuge (-11,2 %), davon 213.105 in Deutschland. In der Region Nordamerika wurden 318.456 Pkw (+0,3 %) an unsere Kundinnen und Kunden ausgeliefert, davon 276.102 (+0,4 %) in den Vereinigten Staaten.

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Gemäß interner Berechnungen erwartet Mercedes-Benz, seine Ziele bei den durchschnittlichen Neufahrzeug-Flottenemissionen für das Jahr 2021 in Europa zu erreichen (inkl. Europäische Union, Norwegen und Island). Für das Jahr 2022 erwartet das Unternehmen eine weitere Reduktion bei Emissionen, da der Hochlauf von vollelektrischen und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen weiter an Fahrt gewinnt.

Mercedes-Benz Vans: Absatzplus im gewerblichen Segment für das Jahr 2021

Dank des starken ersten Halbjahres wurden 2021 insgesamt 334.210 gewerblich positionierte Mercedes-Benz Vans verkauft. Das ist ein Plus von 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aufgrund der Zuwächse in China (+11,3 %) und den Vereinigten Staaten (+4,8 %). In Europa zeigte sich der spanische Markt im Jahr 2021 besonders stark und wuchs um 23,2 %. In den USA war der Sprinter einmal mehr ein Erfolgstreiber, dort hat Mercedes-Benz Vans im Gesamtjahr 53.472 Einheiten (Sprinter und Metris) abgesetzt.

Mercedes-Benz Vans konnte im vierten Quartal 2021 die hohe Nachfrage aufgrund des Halbleitermangels nur mit Verzögerung bedienen. Im gewerblich orientierten Segment steht für das vierte Quartal ein Minus von 12,9 % zu Buche, verglichen mit dem Vorjahresquartal, das aufgrund von Nachholeffekten nach dem Beginn der COVID-19-Pandemie sehr stark ausgefallen war. Weltweit wurden im vierten Quartal 90.532 Einheiten von Sprinter, Vito und Citan ausgeliefert. Für die Region Europa sowie für die USA und Kanada ist der Absatz im vierten Quartal jeweils gesunken. In China hingegen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Absatzplus von 10,1 %.

Im gewerblichen Bereich wurden im vergangenen Jahr insgesamt 9.000 vollelektrische Transporter abgesetzt. Damit verdoppelte sich diese Zahl im Vergleich zu 2020, entsprechend steigt auch der Anteil von elektrischen Modellen an den verkauften Einheiten im gewerblichen Sektor. Der eVito Kastenwagen wird nach seinem Marktstart im Dezember weitere Kundinnen und Kunden für den Umstieg auf elektrischen Antrieb begeistern: Er kommt nun mit einer zusätzlichen Batterie-Variante und kann serienmäßig mit Gleichstrom schnellgeladen werden.

 

Retail-Absatz von Mercedes-Benz Cars & Vans im Überblick

4. Quartal 2021 Veränd. in % Q1-Q4
2021
Veränd. in %
Mercedes-Benz* 464.130 -24,6 2.054.962 -5,0
smart 11.838 -27,8 38.514 +0,3
Mercedes-Benz Cars 475.968 -24,7 2.093.476 -5,0
Mercedes-Benz Vans (Gewerbliche Modelle) 90.532 -12,9 334.210 +2,6
Mercedes-Benz Cars & Vans 566.500 -23,0 2.427.686 -4,0
–         davon BEVs 35.026 +29,7 99.301 +90,3
Pkw-Absatz der Marke Mercedes-Benz in den Regionen/Märkten  
Europa 167.956 -29,0 696.136 -11,2
–               davon Deutschland 60.591 -36,4 213.105 -25,5
Asien/Pazifik 219.160 -21,3 1.009.763 -1,6
–               davon China 166.660 -18,6 758,863 -2,0
Nordamerika 70.370 -21,1 318,456 +0,3
–               davon USA 60.326 -22,7 276,102 +0,4

*inkl. V-Klasse, EQV
Vorläufige Zahlen, können sich bis zum Vorliegen der finalen Auswertung noch ändern.

Quelle/Bilder: Daimler AG

41 Kommentare
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Snoubort
10 Monate zuvor

Endlich mal konkrete Zahlen zum EQS. Zwar nicht annähernd – wie im Vorfeld propagiert – das Niveau der S-Klasse bei der Markteinführung vor einem Jahr, aber für das Preisniveau echt nicht schlecht.

TOMNIKO
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

Es gibt aktuell (heute)124 freie EQS im Bestand(verfügbar) der Daimler AG allerdings alle ohne Hyperscreen. Also keine andere Baureihe ist frei verfügbar heute! Soviel dazu!

himmelstürmer
10 Monate zuvor

wieviele von den 16‘370 eqs-bestellungen wurden den kunden tatsächlich ausgeliefert?

Snoubort
Reply to  himmelstürmer
10 Monate zuvor

Kann ich Dir nicht beantworten, aber Interessiert Dich, ob die Produktion auch schon so weit hochgefahren ist (z.B. Halbleiter – grundsätzlich ist ja eine Verzögerung zwischen AE und Auslieferung immer der Fall) oder die eher die Frage ob das alles wirklich Kundenbestellungen sind (also keine Daimler-eigenen bzw. Händlerfahrzeuge)?

himmelstürmer
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

beides. ich kenne mehrere eqs-besteller (august/september), die ihren eqs noch nicht erhalten haben. die stehen in kippenheim auf halde…keine liefertermine bekannt.

trotzdem werden von händlern schon einige eqs angeboten (nullseriebfahrzeuge?).

MartinBerlin
Reply to  himmelstürmer
10 Monate zuvor

Die ne Bekannten haben sicher den Hyperscreen geordert…da heißt es warten

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von MartinBerlin
Pano
10 Monate zuvor

Wichtiger als die Verkaufszahlen werden die Finanzzahlen sein. Die 60 Milliarden € die bis 2026 investiert werden müssen schließlich irgendwo herkommen.
Wäre auch interessant zu erfahren wie hoch der Anteil von S-Klasse, G-Klasse, AMG und Maybach am Ergebnis ist, im Vergleich zum absatzbezogenen Anteil von knapp 15%.
Grüße
Pano

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Leser
Reply to  Pano
10 Monate zuvor

G-Klasse: 41.174
Mercedes-AMG: 145.979
Mercedes-Maybach: 15.730
S-Klasse: 87.064 

Leser
Reply to  Pano
10 Monate zuvor

Sorry, da habe ich als Leser den Kommentar nicht ganz zu Ende gelesen 🙂

Pano
Reply to  Leser
10 Monate zuvor

Kein Thema. Fun Fact am Rande; Maybach-Konkurrent Bentley meldet auch ein Rekordjahr. Allerdings mit gut 14.600 verkauften Einheiten ein ganzes Stück weniger als Maybach.
Grüße
Pano

Jürgen
10 Monate zuvor

Gibt es schon Infos wann die Zahlen von Daimler Truck veröffentlicht werden? 🙂

Dr.med. Alexander
10 Monate zuvor

Fakt ist, dass Mercedes in 2021 die Markführerschaft im Premium-Bereich krachend an BMW verloren hat.
Kein anderer deutscher Hersteller hatte auf dem heimischen Markt so deutlich Verkaufsrückgänge wie Mercedes mit einem Minus von 26% (Audi – 16% BMW- 7,7%)
Speziell das letzte Quartal war mit einem Rückgang von 25% desaströs
Die vermeintlichen Erfolge mit 49.000 verkauften E-Autos bitte mal ins Verhältnis zu Tesla setzen, Tesla verkaufte davon fast eine Million. Alleine in den letzten Monaten wurden in Deutschland vom Model 3 und Y mehr verkauft als von der C-Klasse und 3er BMW zusammen.
Die Strategie von Zipse/BMW mit der flexiblen Architektur, also mehreren Antriebtechniken auf einer Linie betrachten Experten als vernünftiger und vorausschauender als auf eine reine e-Technik zu setzen.
Qualitätsmängel, Rekord an Rückrufen, Entfeinerungen durch Einsparungen führen dazu dass auch längjährige Mercedes-Kunden beim nächsten Autokauf mit Angeboten der Mitbewerber flirten.

Robin
Reply to  Dr.med. Alexander
10 Monate zuvor

Oder bereits (dauerhaft) abgewandert sind. Wenn man mal über den Tellerrand herausblickt, stellt man auf einmal fest, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben.

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Robin
driv3r
Reply to  Dr.med. Alexander
10 Monate zuvor

Hui, hui, hui. Also was nun? Die reine E-Lehre wie Tesla betreiben oder doch die Zwitter-Strategie von BMW fahren?

Die Verkaufsrückgänge an sich sind überhaupt gar kein Problem: Siehe Plus bei AMG, Maybach und G und S. Und angesichts genau dieses verschobenen Produktmixes erklärt sich auch der größere Rückgang in Europa/Deutschland vs. Asien oder dem Wachstum in Nordamerika. 😉

QS-Mängel haben mit dem Absatz in 2021 wohl nichts zu tun, sollten aber selbstverständlich Anlass für mehr Augenmerk und zu Prozess-Nachbesserungen sein.

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Pano
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

Beide Herangehensweisen sind legitim und nachvollziehbar. Wer Recht hat entscheidet am Ende des Tages die werte Kundschaft *5€ ins Phrasenschwein“…
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

Genau – einfach die paar Schludrigkeiten bei den dummen Mitarbeitern abstellen, dann ist wieder alles gut mit der Qualität. Hat natürlich alles nichts mit der genialen Minimax-Strategie der Herren Källenius und Schäfer zu tun (Maximaler Preis bei minimalsten Kosten).
Wo aber leitest Du dann „also was nun“ ab? Dr. med. Alexander hat doch nirgends geschrieben, dass Daimler es so wie Tesla machen solle – sondern lediglich, dass man den „Erfolg“ der 49K BEV Verkäufe zu Tesla ins Verhältnis setzen muss (meine Ergänzung: speziell wenn der eigene Slogan „electric first“ oder „electric only“ heißt.)
Persönlich halte ich die Strategie bzw. die aktuelle Entwicklung von BMW ebenfalls für besser – bzw. ich bin eben der Überzeugung dass Daimler selbstständig im „reinen“ Elektro-Zeitalter chancenlos gegen die Chinesen sein wird – kann aber auch die Argumente für die Konzentration der finanziellen und personellen Ressourcen verstehen.
Wobei ich mittlerweile der Überzeugung bin, dass O.K. die Thematik „Selbstständigkeit“ genauso sieht und deshalb aktuell alles dafür unternimmt Mercedes für Investoren hübscher zu machen, speziell sich von ggf. störenden (weil alles verkomplizierenden) „Altlasten“ zu trennen: Smart, LKWs, Denza etc. – dafür dieses Übertonen der Sub-Brands (wohlgemerkt neben dem wertvollsten Brand im Marktumfeld)

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Snoubort
driv3r
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

Ich sprach weder von „Schludrigkeiten“ noch von „dummen Mitarbeitern“.
Wer die Automobil-Branche kennt weiß ziemlich gut, dass QS-Sachverhalte viele Gründe haben können und damit nicht allein durch „Minimax“ begründbar sind.

Wer wild mit Strategien und Zahlen um sich wirft (dahinter scheint ja eine Intention zu liegen), dem mag ich auch das Vermögen unterstellen, die intellektuelle Leistung zu erbringen, was sich daraus auf den konkreten „Sachverhalt MB AG“ beziehen lässt. Ansonsten sind die blinden Vergleiche absolut nichts wert und völlig ohne Aussagekraft.
Copy and paste-Strategien funktionieren meist nicht. Im Gegenteil, es erzeugt im schlechtesten Fall den totalen Worst Case.

Und was den Zeithorizont und die Erfolgschancen beim Marathon „Transformation“ angeht, so wird sich erst dann zeigen, wer wann wie mit welcher Strategie am besten punkten konnte. Ich sehe aktuell den Tipping Point früher als gedacht kommen und damit ist der aktuelle Fahrplan der absolut richtige.

Snoubort
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

Viel Spaß morgen früh beim „korrigieren“ des aktuellen Stimmungsbildes hier

driv3r
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

Das ist weder mein Job noch meine Berufung. 😉

In einem freien Land darf schließlich jeder (fast alles) behaupten was er mag.

Dr.med. Alexander
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

Hui,hui,hui. Die Verkaufsrückgänge sind überhaupt kein Problem. Es gibt da ein bekanntes Sprichwort: „Hochmut kommt vor dem Fall“.

MBE
Reply to  Dr.med. Alexander
10 Monate zuvor

Evtl. und vielleicht, ist der Rückgang auch so gewollt und der Halbleitermangel ist so gewollt ,-) Dort wo Ola es möchte sind die Zahlen sehr gut gestiegen. Ich kenne viele A/B Klasse Interessenten und Kunden die inzwischen die neue Ausrichtung deutlich spüren……

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tim
Reply to  Dr.med. Alexander
10 Monate zuvor

Ja aber solche Preise wie bei Tesla wird es bei Mercedes nicht geben glaube ich, Fakt ist das Model 3 ist ein unfassbar gutes Gesamtpaket zu einem phänomenalen Preis, und ich bin mir sicher das auch DAS der Erfolg ist. (Einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, 43000€ mit über 250PS, 0-100 in 6s und 223 Spitze, dazu elektr. Lenkrad und Sitze, Soundsystem, vollintegriertem Browser mit Netflix usw.. Rückfahrkamera, Sitzheizung vorn(hinten 300€ extra) usw. usw. ALLES SERIE und davon kannste dir dann noch die Förderung abziehen… und das war nur das Einstiegsmodell.. Wahnsinn.

Ich sehe die Zukunft aber nicht so dunkel, für mich ist der EQS aktuell in der Gesamtbetrachtung das Beste E-Auto der Welt, alles andere sind Papiertiger (neues Model S für Europa und der Lucid)

Den EQC sehe ich aber als Komplettausfall das stimmt(obwohl ich ihn bei weitem nicht so übel finde wie er oft gemacht wird) aber mit dem Verbrauch (Audi E-tron ist ja nicht besser) von 30kWh und mehr auf der AB verkaufst du eben kein Auto ab 70000€ und musst den Leuten gleichzeitig sagen „fahren sie aber bitte nur maximal 130, sonst stehen sie aller 200km an der Ladesäule)

Den EQA sehe ich zumindest mit der 190PS Maschine als zu schlechtes Paket, und darüber wirds gleich wieder sündhaft teuer.

Der EQE bleibt abzuwarten…

Ich sehe BMW auch vorn, gerade den I4 finde ich mit 59000€ und 340PS und quasi Vollausstattung geradezu „günstig.“

Snoubort
10 Monate zuvor

Zwei Punkte sind aus meiner Sicht noch besonders erwähnenswert:

Erstens: Die 5% Rückgang für das Gesamtjahr beziehen sich ja auf den Vergleich zum Corona-Jahr 2020 (mit massiven Rückgängen gerade auch in China)
Zweitens: Mit nicht einem einzigen Wort wird auf die (neue) C-Klasse eingegangen, lange Zeit das meistverkaufte MB Modell, zudem mit Generationswechsel in 2021. Auch nicht mit z.B. „die Auftragseingänge…“

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Snoubort
stefan
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

find den w206 auch nicht wirklich gelungen… billige plastikstreben im grill, noch billiger wirkende vollplastik-lufteinlass-blenden und im innenraum auch jede Menge Hartplastik und dazu noch der ganze schwarze glanzplastik Müll… schaut euch mal 3-4 jährige w205er und 213er mit den glanzplastik mittelkonsolen an. das sieht absolut verboten aus und ist der Marke Mercedes eigentlich absolut nicht würdig.

Snoubort
Reply to  stefan
10 Monate zuvor

Vor allem dieser absolut nichts-sagende Serien- bzw. Avantgarde-Grill – gerade im Vergleich zur „echten“ Mercedes-Front der S-Klasse (ein absolut verdient so erfolgreiches Auto) – besonders stimmig übrigens in Kombination mit dem AMG Paket.
Rein optisch (also ohne Haptik) finde ich das C-Cockpit allerdings gelungen.
In D kommt dann noch die absolut aus der Welt (und dem haptischen Gegenwert) gefallenen Preise / Konditionen dazu (obwohl sich der Markt dank Halbleiter ja alle Mühe gemacht hat sich dem anzunähern), und die Tatsache dass der direkte Konkurrent aus seinem Sparfehler beim Vorgänger gelernt hat + schöne 6 Zylinder anbietet (gerade auch Diesel).

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Snoubort
tim
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

so isses!
Einfach mal in einen neuen Genesis V80 ansehen!
https://www.genesis.com/de/de/configurator/build-your-genesis/g80/3d/drivetrains?code=BBNBBB&packages=&zipcode=&postcode=

Die haben es verstanden wie es geht, was für ein Gesamtpaket, dazu eine Verarbeitung zum niederknien.

Snoubort
Reply to  tim
10 Monate zuvor

haha, Tim, hochwertiges Leder in Serie, nicht zu knapp verteilt, Bedienungselemente aus echtem Alu, belederter Lenkradtopf… und das nicht für 20K Aufpreis („Manufaktur“) – wie aus der Zeit gefallen.
Komm schon, wieviel Farben kann denn das Ambilight? Und wieviel Witze das Navi? Und wie siehts mit dem Energizing aus? Und wo bitte finde ich bei nen Genesis mein vertrautes Hartglanzplastik (für mein Coming home Gefühl)?

Snoubort
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

Und wo bitte den Sterna auf der Haube – Moment, da war ja was…

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Snoubort
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor

PS: Gerade im Zusammenhang mit der C-Klasse noch ebenso bemerkenswert ist, dass ausgerechnet der mit großem Abstand meistverkaufte Mercedes – der sich im 7. Modelljahr befindliche GLC – keinerlei Erwähnung erfährt.

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Snoubort
axxxtz
Reply to  Snoubort
10 Monate zuvor
Robin
Reply to  axxxtz
10 Monate zuvor

Fraglich nur, ob da alle mitziehen. Einige werden bestimmt umsteigen, aber für viele ist ein SUV einfach ein No Go. Und entgegen der Meinung des Daimlers sind dessen Kunden durchaus intelligente und mündige Menschen, die ggf. irgendwann, wenn der Bogen einfach überspannt ist (in Bezug auf vielerlei Dinge: Qualität, Haptik, Rückrufe, Preise, Angebot …) mal über den Tellerrand hinausschauen und letztendlich ganz sicher auch woanders glücklich werden.

Engelbert
10 Monate zuvor

Mercedes hat seine Identität komplett verloren. Dass sich das über kurz oder lang rächt war klar. BMW und vor allem Audi sind sich relativ treu geblieben und haben ein klares Profil. Der Mercedes ist mittlerweile im jeder Klasse das Auto das es bereits erfolgreich bei einer anderen Marke gibt, jetzt aber auch mit Stern.
Das, und der Mangel an Stilelementen, ist ruinös.

Gruß

Zuletzt editiert am 10 Monate zuvor von Engelbert
Aufdecker
10 Monate zuvor

Und ich dachte das ist nur so in Ö so wegen dem Direktvertriebschaos. Aber das Thema hat sich erledigt. Hab als Verkäufer gekündigt da es keine Zukunft mehr gibt.

Nach 20ig Jahren wars das.

Aber die Zukunft Automobil. naja. Aber wundert mich nicht bei den Lieferzeiten.

Das beste oder nichts – wie beim Impfen slogan

wohl eher leider nichts…

Thomas
Reply to  Aufdecker
10 Monate zuvor

Ich bin gespannt was uns in 2023 im Verkauf erwartet…

powerauditor
Reply to  Thomas
10 Monate zuvor
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Nikolaus Hagenau
10 Monate zuvor

Källenius muss weg, auch wenn man sagen muss dass er bei weitem nicht alleine Schuld hat an der gegenwärtigen Misere. Mercedes wird gezielt kaputt gemacht. Die Kfz-Modellpolitik ist ein Desaster. Design, Technik, Qualität sind nicht Mercede-like. Die Abspaltung der Lkw/Bus-Sparte macht jede nun kleine Einzelfirma zum Übernahmekandidaten. Zu viele schöngefärbte Fehlentscheidungen über die letzten zehn Jahre.

driv3r
Reply to  Nikolaus Hagenau
10 Monate zuvor

Aha. Ist absolut schlüssig, dass das Bestreben eines Vorstandes stets ist, das eigene Unternehmen, die eigene Reputation und die Unternehmensperformance (inkl. davon abhängiger Boni, langfristige Aktienvergütungen) so zu ruinieren, dass das alles nichts mehr wert ist, weil dann wer nochmal einen Nutzen daraus hat? … Ach, ja richtig: Keiner! -.-

Snoubort
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

Muss Driv3r da absolut recht geben – Källenius versteht seinen originären Job deutlich besser als sein Vorgänger: den Wert für die Anleger steigern. Die Aufspaltung des Konzerns um als Übernahmekandidaten besser „verdaulich“ zu sein ist hier absolut hilfreich, genauso wie die Aufgabe vieler Innovationsbereiche (autonomes Fahren) und Bündelung der Investitionen darauf, was vermeintlich gut für Anleger klingt (Electric First).
Sein Vorgänger war ein ohne Frage ein Car-Guy, aber nicht gerade ein herausragender Firmenlenker (sich aber für den größten aller Zeiten gehalten hat), b

scheint Källenius je,and zu sein der für den Erfolg auch seine Kinder verkaufen würde. Als Fan der Marke bin da

Snoubort
Reply to  driv3r
10 Monate zuvor

@Markus: der erste „Schreibversuch“ ist mir hier misslungen.
@Driv3r:
Gebe Dir hier absolut recht – Källenius versteht seinen originären Job deutlich besser als sein Vorgänger: den Wert für die Anleger steigern.
Die Aufspaltung des Konzerns um als Übernahmekandidaten besser „verdaulich“ zu sein ist hier absolut hilfreich, genauso wie die Aufgabe vieler Innovationsbereiche (autonomes Fahren) und Bündelung der Investitionen darauf, was vermeintlich gut für Anleger klingt (Electric First). Genau in dieser dieser Art würde auch eine Private-Equity Gesellschaft die (kurzfristige) „Sanierung“ ihres Investitionsobjektes angehen.
Sein Vorgänger war ohne Frage ein Car-Guy, aber nicht gerade ein herausragender Firmenlenker, mein größtes Problem bei ihm sah ich darin dass die Realität nicht immer ganz mit dem Anspruch (best or nothing) mithalten konnte. Mein größtes Problem mit Källenius ist, dass er gar keinen Anspruch hat (außer an die Rendite) – der würde für den Erfolg wahrscheinlich auch seine Kinder verkaufen. Ist sein gutes Recht, als Markenfan bin ich dann aber halt raus.

Pano
Reply to  Nikolaus Hagenau
10 Monate zuvor

Warum sollte OK abgelöst werden?
Grüße
Pano

Nilson
10 Monate zuvor

Mercedes-Benz unternimmt jede Anstrengung, um sicherzustellen, dass neue Fahrzeuge nach der Bestellung möglichst bald an die Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden können. Die Auftragseingänge werden bei der Einplanung der knappen Halbleiter-Kapazitäten für die Fahrzeugproduktion berücksichtigt.“

Ich lache mich doch schlapp. Ich habe für meinen S213 eine Auftragsnummer aus 2020. Kann ich wohl davon ausgehen, dass ich den Wagen dann 2023 bekomme, oder wie? Zudem wurde jetzt schon still & heimlich die Hälfte der SA gestrichen.
Wenn man heute einen W463 bestellt, wird er wohl erst 2025 ausgeliefert werden.

Wie will man denn mit solchen Lieferzeiten Kunden ansprechen und Absatzzahlen generieren?