Mit dem DRIVE PILOT bietet Mercedes-Benz zukünftig in der S-Klasse sowie im EQS Modell das erste System für hochautomatisiertes Fahren nach SAE Level 3 an. Wir haben uns vom Fahrersitz aus mit der nächsten Stufe des automatisierten Fahrens auf der Autobahn in Berlin fahren lassen.

Erste freie Testfahrt im DRIVE PILOT von Mercedes-Benz

DRIVE PILOT zuerst für den deutschen Markt – Preise bekannt

Mit dem DRIVE PILOT hat Mercedes-Benz als weltweit erstes Automobilunternehmen im Dezember 2021 die anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen der internationalen UN.R157 Regelung für Level-3 Systeme erfüllt, die ein hochautomatisiertes Fahren ermöglicht. Kurz vor der Serieneinführung konnten wir das System – nach bereits mehreren Stunden auf abgesperrten Gelände auf dem Mercedes Testgelände in Immendingen – erstmals auf öffentlicher Strecke selbst erfahren. Oder besser gesagt: wir haben uns fahren lassen. Zumindest da, wo die Rahmenbedingungen das auch zugelasse haben: auf der Autobahn bis maximal 60 km/h.

Die Bestellfreigabe für den DRIVE PILOT erfolgt zum 17. Mai 2022 und liegt bei der S-Klasse aufbauend zum Fahrassistenz-Paket Plus bei zusätzlichen 5.950 Euro inkl. MwSt. – beim EQS liegt der Aufpreis aufgrund des notwendigen zusätzlichen Fahrassistent-Paket Plus in der Summe bei 8.841,70 Euro. Die Verkaufsfreigabe in den USA soll noch bis Dezember 2022 erfolgen.

Erste freie Testfahrt im DRIVE PILOT von Mercedes-Benz

System nur in bestimmten Nutzungsfenstern aktivierbar

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Mit der Aktivierung des Systems gibt der Fahrer die Verantwortung der Fahraufgabe an sein Fahrzeug ab – und damit auch die Haftung, welche auf den Hersteller übergeht. Genau deshalb sind die Nutzungsfenster für das System vorerst ausschließlich auf Autobahnen vorgesehen und zudem nur bei Tageslicht. Das System arbeitet weder bei Dunkelheit noch bei feuchter Straße, aber auch nicht in Tunneln sowie Baustellen und auch nur bei Temperaturen über drei Grad Celsius. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ist die Geschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt, so dass das System im Moment vor allem nur bei Staus und dichtem Verkehr eingesetzt werden kann.

Für die Nutzung der automatisierten Fahrfunktion übernimmt das SAE-Level 3 System bestimmte Fahraufgaben selbstständig, ein Fahrer ist aber trotzdem weiterhin erforderlich. Dieser muss jederzeit bereit sein, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernommen, wenn er vom Fahrzeug zum Eingreifen aufgefordert wird.

Der DRIVE PILOT kommt zunächst in Deutschland und ist auf 13.191 Autobahnkilometern freigegeben. Mit der optionalen Ausstattung wird dabei ein radikaler Paradigmentwechsel eingeleitet, der es dem Fahrzeug erlaubt, unter bestimmten Bedingungen die dynamische Fahraufnahme vollständig zu übernehmen. Also: mehr Zeit für den Fahrer, am Fahrersitz zu entspannen und sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Die wertvoll zurückgewonnene  Zeit kann dazu z.B. für Internet-surfen, Film schauen oder E-Mails am Mobiltelefon investiert werden.

DRIVE PILOT baut auf Fahrassistenz-Paket auf

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Das DRIVE PILOT System baut auf die Umfeldsensorik des Fahrassistenz-Pakets auf und umfasst zusätzliche Sensoren, die Mercedes-Benz für ein sicheres, hochautomatisiertes Fahren für unverzichtbar hält. Dazu gehören LiDAR (120 Grad Öffnungswinkel), eine Kamera in der Heckscheibe mit 50 Grad Öffnungswinkel und Mikrofone, insbesondere zum Erkennen von Blaulicht und anderen Sondersignalen von Einsatzfahrzeugen. Außerdem ist ein Nässesensor im Radkasten verbaut. Die S-Klasse mit optionalem DRIVE PILOT verfügt zudem über redundante Lenk- und Bremssysteme sowie ein redundantes Bordnetz, um auch beim Ausfall eines dieser Systeme manövrierfähig zu bleiben und eine sichere Übergabe an den Fahrer zu gewährleisten.

Neben den zusätzlichen Sensoren wird zusätzlich die Stereo-Multi-Purpose-Kamera (mit 70 Grad Öffnungswinkel) genutzt, wie der Fernbereichsradar (90 Grad Öffnungswinkel) und der vierfache Multi-Mode Radar (130 Grad Öffnungswinkel).

Erste freie Testfahrt im DRIVE PILOT von Mercedes-Benz

Sicherheit bleibt oberste Priorität

Oberste Priorität bei der Einführung eines solchen Systems hat für Mercedes-Benz die Sicherheit, die hohe Anforderungen an die Betriebssicherheit beinhaltet. Der exakte Standort der S-Klasse wird über ein hochpräzises Positionierungssystem ermittelt, das wesentlich leistungsfähiger ist als herkömmliche GPS-Systeme. Zusätzlich werden die Daten aus der Satellitennavigation mit Sensordaten und Daten aus einer HD Karte abgeglichen. Die von LiDAR-, Kamera-, Radar- und Ultraschallsensoren erfassten Daten können zum Beispiel Informationen über die Straßengeometrie, Streckeneigenschaften, Markierungen oder Verkehrszeichen enthalten.

System nutzt Sensor- und Kartendaten

Ergänzend zu den Sensordaten erhält der DRIVE PILOT Informationen zu Straßengeometrie, Streckeneigenschaften, Verkehrszeichen und besonderen Verkehrsereignissen (z.B. Unfälle oder Baustellen) von einer digitalen HD-Karte, die ein dreidimensionales Straßen- und Umgebungsbild liefert. Die Kartendaten werden in Backend-Rechenzentren gespeichert und ständig aktualisiert. Jedes Fahrzeug speichert auch ein Abbild dieser Karteninformationen an Bord, vergleicht sie ständig mit den Backend-Daten und aktualisiert gegebenenfalls den lokalen Datensatz. Die HD-Karte bietet somit eine stabile Positionierung durch eine von Faktoren wie Schatten oder verschmutztem Sensor unabhängige Darstellung der Umgebung. Diese hochpräzise Karte unterscheidet sich von Karten für Navigationsgeräte unter anderem durch ihre höhere Genauigkeit im Zentimeter- statt im Meterbereich und ihr detailliertes Kreuzungs- und Streckenmodell.

Ein leistungsfähiges zentrales Steuergerät stellt die notwendigen anspruchsvollen Softwarefunktionen für das hochautomatisierte Fahren bereit. Im Rahmen einer modernen Sicherheitsarchitektur werden wichtige Algorithmen redundant berechnet.

Optisch bleibt eine S-Klasse oder EQS-Modell mit DRIVE PILOT Ausstattung eher unauffällig und ist lediglich am LiDAR-Sensor an der Front- oder durch ein Antennenmodul am Heck als ein solches erkennbar. Selbst die zusätzliche Heckkamera in der Scheibe fällt nicht auf. Im Innenraum zeigt sich das System lediglich durch spezielle Bedienelemente mit LED-Funktionsanzeigen im oberen Lenkradbereich.

Fahrtest im DRIVE PILOT in Berlin

Aktiviert wird der DRIVE PILOT bequem über eine Lenkradtaste, woraufhin das Fahrzeug selbstständig die Geschwindigkeit, den Abstand zum Vordermann und das Halten der Spur regelt. Selbst Ausweichmanöver innerhalb der Spur absolviert das System, wobei autonome Spurwechsel aktuell gesetzlich noch nicht erlaubt sind.

Bei unserer Testfahrt nutzten wir eine Teilstrecke der Autobahn A 100 rund um die Hauptstadt Berlin, die eigentlich täglich durchaus lebhaft befahren und ein häufiger Staupunkt ist. Wir fuhren unter anderem entlang des Messedamms vorbei am ICC Messezentrum Richtung Dresden und erwischten einen idealen Zeitpunkt, um den dort entstandenen Stau sinnvoll mit einigen Minuten Internet-Surfen zu verbringen. Der DRIVE PILOT ließ sich dazu problemlos über die Tasten am Lenkrad aktivieren, wobei uns die Funktionsbereitschaft über ein entsprechendes “A” Symbol am Display sowie über weiße LEDs am Lenkrad angezeigt wurde. Das System hat dazu bereits auf die notwendigen Bedingungen, wie das Fahren auf einer Autobahn und eine Geschwindigkeit unterhalb 60 km/h geprüft sowie einen entsprechenden notwendigen vorausfahrenden Wagen erkannt.

Nach der Aktivierung durch Tastendruck am Lenkradkranz schalten die LED-Leuchten oberhalb der Taste und hinter dem Lenkrad-Pralltopf auf eine türkise Farbe um und signalisieren die Funktionalität der Übernahme der Fahraufgabe. Parallel wird die Klimaanlage automatisch auf “AUTO” umgestellt, um beschlagene Scheiben zu verhindern. Bei der Aktivierung muss noch ein textlicher Hinweis mit der linken OK-Taste am Lenkrad bestätigt werden. Danach kann der Fahrer sich vom Fahrgeschehen abwenden und die Hände vom Lenkrad nehmen.

Erste freie Testfahrt im DRIVE PILOT von Mercedes-Benz

Sobald der DRIVE PILOT aktiviert ist, kann der Fahrer sich problemlos und rechtssicher anderen Tätigkeiten widmen, muss aber jederzeit bereit sein, das Lenkrad auf Aufforderung wieder zu übernehmen. Hierzu muss der Fahrersitz jedoch weiterhin ordentlich besetzt sein, – selbst ein Zurückfahren des Fahrersitzes von mehr als 1.5 Sekunden wird bemerkt damit die Pedale erreichbar bleiben. Zur Übernahme bleiben 10 Sekunden Zeit, bevor das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand heruntergebremst wird.

Vom ersten Moment fühlten wir uns beim Fahren jederzeit sicher und vertrauten dem System gleich auf Anhieb. Der DRIVE PILOT hielt zuverlässig die Spur und auch die Abstände sowie die notwendige Rettungsgasse wurden berücksichtigt. Von rechts auffahrende und einscherende Autos sowie Spurwechsler erkannte unsere S-Klasse problemlos. Beeindruckend wie sanft und gelassen die S-Klasse durch den Berliner Stau fuhr. Das Beschleunigen und Bremsen erfolgte mit maximalem Komfort und war fast kaum noch zu merken und stellt nochmals eine Steigerung in der bereits sehr guten Fahrregelung des bisherigen Abstands-Assistenten dar. Ein tolles erstklassiges Fahrgefühl! Ist das System erst mal aktiviert, sind sonst gesperrte Sachen im Fahrzeug frei nutzbar: ob integrierte Spiele, Fernsehempfang oder Internet – alles nutzbar. Auch In-Car-Office mit Versendung von E-Mails im Fahrzeug oder die Bedienung des Mobiltelefons in der Hand ist so rechtssicher möglich.

Sobald die Bedingungen für die Nutzung des DRIVE PILOT Systems nicht mehr gegeben waren, wurden wir unmissverständlich mittels roter LED-Leuchten und akustischer Warnung zur Übernahme des Fahrzeuges aufgefordert. Endet beispielsweise eine Fahrspur auf Grund einer Baustelle, wird dieses frühzeitig mit einer grafischen Meldung im Kombiinstrument sowie im großen Multimediadisplay angezeigt. Bei einer Tunneleinfahrt wurden wir ebenso zur Übernahme aufgefordert.

Erste freie Testfahrt im DRIVE PILOT von Mercedes-Benz

Fazit: Entspannt im Verkehr unterwegs

Der DRIVE PILOT macht, was der Hersteller vorab versprochen hat – könnte aber auch noch mehr. So ist die Einschränkung auf maximal 60 km/h im stockenden Verkehr nur eine gesetzliche Einschränkung. Die Technik der Stuttgarter könnte bereits deutlich mehr. Wie man uns versicherte, ist die Weiterentwicklung noch lange noch nicht abgeschlossen.

Mit der neuen Ausstattung kommt man zwar nicht schneller durch den Stau bzw. stockenden Verkehr, man kann sich aber dabei sinnvolleren Aufgaben widmen und gewinnt so wichtige Lebenszeit für andere Dinge, die man sonst erst später erledigen kann. Aber auch ohne Dinge nebenbei zu erledigen kommt man mit dem DRIVE PILOT entspannter an – und das ist wahrer Luxus und passt damit gut in die S-Klasse oder den EQS.

Bilder: © Philipp Deppe / MBpassion.de sowie Mercedes-Benz Group AG

32 Kommentare
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Ralf
4 Monate zuvor

Danke für den Bericht!

Pano
4 Monate zuvor

Einschränkungen wie die, daß das System nur bei Tageslicht und trockener Fahrbahn funktioniert sind in dieser Phase der Freigabe nachvollziehbar. Aber was hat es mit der 3 Grad-Grenze auf sich?
Grüße
Pano

Bernhard
Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Durch das System nicht erkennbares Glatteis o.ä. schätze ich.

Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Reine Sicherheitsregelung für winterliche Temperaturen.

Cornelius
Reply to  Markus Jordan
4 Monate zuvor

Das macht Sinn. Mercedes müsste ja sonst u.U. für Unfälle aufkommen, die wegen Glatteis entstanden sind.

Reply to  Cornelius
4 Monate zuvor

Durchaus denkbar. Das System kann durchaus mehr und ist wohl theoretisch in der Lage bis zu 120 km/h zu erreichen.

Pano
Reply to  Markus Jordan
4 Monate zuvor

Wird interessant zu erfahren was in den USA freigeschaltet wird wenn die dortigen Behörden ihr OK geben. Dort sollen Schadensersatzklagen mitunter richtig teuer sein…
Grüße
Pano

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Hr.Schmidt
Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Denk mal bitte dran wie schnell schon bei der einfachen Distronic der Hinweis erscheint, dass das System aktuell nicht zur Verfügung steht. Da geht man jetzt wohl auf 300% Sicherheit.

P. Armbruster
Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Unter 3 Grad herrscht Glatteisgefahr, sehr verständlich, dass das einen Sonderzustand darstellt, den der Gesetzgeber bei dieser Stufe noch nicht freigeben möchte. Kommt halt alles in vielen, kleinen Einzelschritten auf uns zu. Das selbstfahrende Auto kommt – über die nächsten 20-30 Jahre. Alle Zwischenstufen werden letztlich bedeuten, dass “das selbstfahrende Auto”, bei welchem ich einsteige und schlafe, bis ich am Arbeitsort bin, noch sehr lange nicht existiert. Wichtiger ist aber, dass das Fahren mit allen Stufen letztlich entspannender wird, so wie Tempomat und später Distronic das ja auch schon geschafft haben.

Marc W.
Reply to  P. Armbruster
4 Monate zuvor

Wir sollten uns darüber im klaren sein, dass auch dieses System Unfälle verursachen wird (Menschen “dürfen” es ja auch). Die rechtliche und gesellschaftliche (mediale) Diskussion wird dann spannend, auszuhalten sein und mit zu der (hoffentlich) feindosierten, sehr langandauernden Einführung “vollautonomer” Vehikel beitragen.

T-Modell Fan
4 Monate zuvor

Die wertvoll zurückgewonnene Zeit kann dazu z.B. für Internet-surfen, Film schauen oder E-Mails am Mobiltelefon investiert werden.

Das wird interessant, wenn von den Brücken per Fernglas und Kamera geschaut wird wer das Smartphone in der Hand hat und im Anhörungsbogen dann geschrieben wird “Der DrivePilot war aktiv.”

Ob dass dann rechtens wird, gerade in Bezug auf die Fähigkeit ständig und sofort eingreifen zu können?

Oder gibt es da schon entsprechende Entwürfe die auch die Nutzung des Smartphones dann erlauben?

Viele Grüße

mete111
Reply to  T-Modell Fan
4 Monate zuvor

Im Level3 Fahrmodus ist es tatsächlich erlaubt auch am Smartphone zu spielen. Ich denke, dass auch die Behörden und insbesondere Polizisten sich an solche Systeme gewöhnen müssen. Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Fahrzeug zukünftig von außen kenntlich machen muss, dass er gerade autonom fährt. Letztlich ist das ein erster Schritt in eine neue Welt wo Hersteller, Kunden, Gesetzgeber und Behörden allesamt dazulernen müssen.

Fritz
4 Monate zuvor

Hat Mercedes schon Anstrengungen in Richtung Level 2+ (also Hände vom Lenkrad weg aber immer auf die Straße schauen) unternommen? BMW und GM bieten so ein System in den USA schon an.

Mir scheint es als wäre 2+ die perfekte Ergänzung zu Level 3 solange dieses noch so starke Einschränkungen hat. Immer wenn das Level 3 System abschalten muss könnte man einfach auf die Straße blicken statt die Hände wieder ans Lenkrad nehmen zu müssen. Das könnte auch die Akzeptanz zu dem relativ beschränkten Level 3 System steigern.

Soweit ich weiß ist Level 2+ in Deutschland noch nicht erlaubt. Die Zertifizierung für so ein System sollte aber um einiges einfacher sein als für ein Level 3 System.

Marc W.
Reply to  Fritz
4 Monate zuvor

Vermutlich ist es auch der sicheren “Wahrnehmung” der Fähigkeiten (des Autos) geschuldet.
Schon lange ist ja (zu Recht) ausgeschlossen, von Distronic (bei Sensorausfall) zum alten Tempomaten zurückzufallen.

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Fritz
Reply to  Marc W.
4 Monate zuvor

Dass man nicht zum normalen Tempomaten zurückfallen kann ist nachvollziehbar. Nur kurz vergessen dass das Auto nicht bremsen wird und schon kommt es zu gefährlichen Situationen. Die Notbremsfunktion ist zudem auch noch deaktiviert.

Bei Level 2+ wird der Fahrer aber streng überwacht. Wenn man nicht nach vorne blickt leitet das Auto nach kürzester Zeit den nonstop ein so wie es auch bei versäumter Übernahme vom Level 3 System passiert. Hier sind grobe Fehler seitens des Fahrers fast ausgeschlossen.

Das Level 2+ System wäre unter der Haube auch nichts anderes als das Level 3 System mit dem einzigen Unterschied dass der Fahrer aufpassen muss. Das System ist vermutlich auch in den etwas schwierigeren Situationen (Tunnel, Baustelle, Regen) noch recht zuverlässig.

Marc W.
Reply to  Fritz
4 Monate zuvor

Ok !! Wäre wirklich weitere Studien wert. Bin ohnehin ein ausgewiesener Fan von weiter verbesserter Mensch-Maschine-Schnittstelle inkl. unmissverständlicher Wahrnehmung. Ambientelicht soll ja zB künftig mithelfen, intuitiv Warnungen zu kommunizieren.
Auch bei Airbus/ Boeing ist nicht extrem klar, ob Autopilot vollumfänglich aktiv ist. Könnte man im PFD, etwa mit Rahmen; hier auch im Tachodisplay, besser, drastischer darstellen, könnte im Moment der Übernahmenot evtl. wertvolle Auffassungssekunden bringen. Würde das liebend gerne mal ausführlich testen. Könnte ja psychologisch danebenliegen.

Steppuhn
4 Monate zuvor

Längsparkfunktion in vielen Modellen nicht verfügbar. Und dann ein Drive Pilot

Andreas
4 Monate zuvor

Eigentlich war ich ja ganz heiß drauf, aber der Preis ist schon happig, zumal für ein Leasingfahrzeug. Und die paar Autobahnkilometer werden sich sicher in einiger Entfernung von meinem Habitat befinden. Nicht desto trotz würde ich das gerne ausprobieren, ist auch eine monatliche Buchung möglich?

Reply to  Andreas
4 Monate zuvor

Nein, keine monatliche Buchung: die Hardware muss ja verbaut werden…

Torben
Reply to  Andreas
4 Monate zuvor

Happig trifft es sehr gut. Aber hey, so entsteht demnächst eine neue Klientel, die “extra in den Stau”-Fahrer – die Level 3-Kunden von Mercedes, damit sie endlich mal ihr System nutzen können, für das sie so viel Geld gezahlt haben.

Die Entwicklung ist interessant, ja, aber 60km/h sind einfach lächerlich…und dazu diese furchtbare Lidar-Anordnung beim EQS – das verschandelt das komplette Fahrzeug. Sieht noch schlimmer aus als bei Audi, die das bei einem Modell auch mal so hatten oder immer noch haben, wenn auch nicht für Level 3.

Marc W.
Reply to  Torben
4 Monate zuvor

Erinnern wir uns doch mal an erste Aufpreise bei ABS. Hat 1984 einen 280S um 6,4% verteuert.
Beim S350d macht der DP heuer knapp 6% aus 🙂

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Snoubort
4 Monate zuvor

Offtopic: Was ist denn mit dem Willi AMG?

Reply to  Snoubort
4 Monate zuvor

Haben wir gesehen und für nicht tragbar bei uns eingestuft. Selten, das wir sowas machen – aber das Teil geht gar nicht. Gute Besserung auch nach Affalterbach.

Pano
Reply to  Markus Jordan
4 Monate zuvor

Joah über die Optik des Einzelstücks kann man durchaus geteilter Meinung sein…
Aber das Projekt hat auch eine untrennbar damit verbundene karitative Komponente die einen Beitrag im Blog Wert sein könnte.
Grüße
Pano

Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Bei AMG beschränken wir uns zukünftig auf Serienmodelle. Mehr gibt deren Zusammenarbeit und Auskunftsfreudigkeit nicht mehr her.

Snoubort
Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Wahrscheinlich sollte das “karikaturitive” Komponente heißen, oder? 😉
Ich zitiere mal den Herrn Will.i.am zu diesem “Projekt”:
„Ich bin in einem Ghetto aufgewachsen. Ich bin mit Hip-Hop aufgewachsen. Ich habe berühmte Musiker in einem Mercedes rappen sehen. Es war ein Traum für mich, einen Mercedes zu besitzen. Für viele Kinder in Großstädten ist der Besitz eines Mercedes ein Symbol des Fortschritts und des Aufstiegs“ – ich kann da weniger “Mint-Förderung” herauslesen, sehr wohl aber einiges bzgl. der von MB / AMG heute präfe4rierten Zielgruppe.

Pano
Reply to  Snoubort
4 Monate zuvor

Wenn Sie schon die Pressemitteilung zitieren sollten Sie der Vollständigkeit halber auch auf die “i.am.angel Foundation” hinweisen und das Filmprojekt “Drive”.
Polarisierende Einzelstücke gab es früher auch schon. Und manchmal findet man sie mitten unter uns: https://www.mercedes-fans.de/magazin/classic/unikat-mercedes-benz-600-w-100-pickup-umbau-danke-chevrolet-paul-bracq-konzipiert-den-benzomino.17716
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
4 Monate zuvor

Sie haben natürlich recht dass ich nur einen Teil der Pressemitteilung zitiert habe – mir ging es allerdings weniger um den guten Zweck, der hier in die Story irgendwie mit eingebaut wurde, sondern um die meiner Meinung nach erkennbare Zielgruppe, die mit diesem Markenbotschafter und speziell diesem Projekt angesprochen werden soll. Ist nicht meine Welt, und insb. nicht die Welt, die ich mit MB historisch verbunden habe – das ist aber natürlich einfach nur meine Meinung, und im Zweifel mein persönliches Pech.
Allerdings finde ich es eben schon interessant, wie eine andere historienreiche Firma im absoluten (und ebenfalls peformance-orientierten) Luxussegment doch etwas anders mit ihrer “Imagepflege” umgeht – dieser Unterschied zeigt sich eben ganz deutlich mit den beiden Beispielen J. Bieber und Will.i.am.
Was ich im übrigen auch nicht zitiert habe ist die Kommentierung von Hr. Schiemer zu dem Fahrzeug / zu dem Projekt, da hat sich wirklich mein Magen umgedreht.

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Pano
Reply to  Snoubort
4 Monate zuvor

Das Thema Zielgruppe ist nicht nur auf diesen Seiten ein ständiger Quell leidenschaftlicher Diskussionen. Wenn sich mal die Gelegenheit ergeben sollte mit jemanden aus der Konzerneigenen Marktforschung darüber zu reden, könnte das recht kurzweilig werden. Oder driv3r?
Was das Zitat von Herrn Schiemer angeht; was man halt so sagt bzw sagen lässt um dieses Projekt als Chef zu kommentieren. Da muß man, ähnlich wie im Fußball, nicht jedes Wort ernst nehmen. Wobei es prinzipiell nicht doof ist schon jetzt an künftige Käuferschichten zu denken…
J. Bieber? Werisndes? 😉
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
4 Monate zuvor

„Thumbs up“ – wobei, hätte so gern einen „economies of desire“ Kommentar hinterlassen. Aber hätte, hätte…

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
4 Monate zuvor

Fun fact: habe gelesen, dass da West Coast Custom Hand angelegt hat – für Ferrari war ein WCC Umbau eines gewissen Hr. Biebers Grund genug diesen auf eine schwarze Liste zu setzten.
https://www.stern.de/amp/lifestyle/justin-bieber-darf-kuenftig-keine-ferraris-mehr-kaufen–31827624.html

HO__
4 Monate zuvor

Ich hab mir das Carmaniac YT Video angeguckt. Also das Ding kann ja mal gar nix derzeit bzw es ist nur ein winziger Fortschritt zum Stau-Assistenten.
Es geht nur auf der Autobahn, bis 60 km/h, nur wenn ein Fahrzeug vor einem ist welches aber nicht zu weit weit sein darf und nicht mehr wenn es sich entfernt, ohne Spurwechsel, nur wenn man nicht abgelenkt ist, nur tagsüber bei guten Wetter, nicht im Tunnel, erst nach einer gewissen Zeit, wenn der Computer es frei gibt.