eActros übernimmt Logistik zwischen Bad Cannstatt und Sindelfingen

Mercedes-Benz Trucks-Experten der Daimler Truck AG haben die Mercedes-Benz Group AG erfolgreich bei der Elektrifizierung von Teilen ihrer Werkslogistik beraten. Die Mercedes-Benz Trucks-Consultants unterstützten im Rahmen des neuen Beratungsangebots „Sustainable Logistics Consulting“ (SLC) bei der Elektrifizierung der Strecke zwischen dem Motorenwerk Bad Cannstatt und dem Mercedes-Benz Werk Sindelfingen. Große-Vehne setzt hier als Logistikpartner zwei batterieelektrische eActros 300 Sattelzugmaschinen für den Transport von Pkw-Motoren ein. Die beiden batterieelektrischen Mercedes-Benz E-Lkw legen jeweils täglich etwa 180 Kilometer zurück und werden bis zur Errichtung der geplanten Ladeinfrastruktur auf einem Autohof aufgeladen.

eActros übernimmt Logistik zwischen Bad Cannstatt und Sindelfingen

Andreas Scharff, Head of eMobility Sales and Dealer Network Development Mercedes-Benz Trucks bei der Daimler Truck AG: „Die Elektrifizierung in der Logistik nimmt weiter Fahrt auf. Immer mehr Unternehmen auch aus der Industrie wollen ihre Lieferketten CO2-neutral gestalten. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Mercedes-Benz Group AG als ersten Kunden unseres Beratungsangebots erfolgreich einen Meilenstein hin zur nachhaltigen Logistik feiern können.“ Elke Pusskeiler, Head of Supply Chain Management, Mercedes-Benz Group AG dazu: „In unserer Supply Chain setzen wir auf einen optimalen Transportmix, in dem der Straßentransport eine signifikante Rolle spielt. Daher ist dessen Elektrifizierung ein entscheidender Faktor auf dem Weg zur bilanziellen CO2-Neutralität. Wir sind stolz, gemeinsam mit Mercedes-Benz Trucks und unserem Partner Große-Vehne einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Transportlogistik zu machen.“

Jens Hildenbrand, Geschäftsführer Große-Vehne Speditions GmbH ergänzt: „Mit der Unterstützung aus dem SLC-Projekt konnten wir gemeinsam mit unserem Kunden den optimalen Prozessablauf der emissionsfreien Motorentransporte vorab realitätsnah planen. Dies umfasst nicht nur die Analyse von Strecken und notwendigen Ladezeiträumen, sondern auch die gemeinsame Definition der Einrichtung einer an den Prozess angepassten Ladeinfrastruktur. Da die Gesamtthematik auch für uns bislang noch Neuland bedeutet, konnten wir so gemeinsam beim Kunden mit erhöhter Fachkompetenz punkten. Gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren steht nun die Bewertung in der Praxis an, aus der sicherlich viele zusätzliche Erkenntnisse für zukünftige Einsätze entstehen werden.“

eActros übernimmt Logistik zwischen Bad Cannstatt und Sindelfingen

Über „Sustainable Logistics Consulting“ – SLC

Sascha Strähle, Head of Sustainable Logistics Consulting (SLC), Mercedes-Benz Trucks bei der Daimler Truck AG: „Im Beratungsangebot SLC liegt unser Fokus darauf, gemeinsam mit Industrieunternehmen zu elektrifizierende Strecken im Bereich der In- und Outbound-Logistik zu evaluieren und unter Einbeziehung der jeweiligen Flottenbetreiber eine optimale Tourenplanung mit entsprechenden Ladepunkten zu erstellen. Auf dieser Basis gestalten wir dann individuelle Ladelösungen sowohl für die Industrieunternehmen als auch für die Spediteure.“ Das Beratungsprogramm gliedert sich in folgende Schritte:

  1. Ausgestaltung einer kundenspezifischen Transformationsstrategie
  2. Analyse der verschiedenen Logistikrouten
  3. Entwicklung eines Elektrifizierungskonzepts
  4. Identifizierung geeigneter Produkte für die Elektrifizierung
  5. Planung einer passenden Depotladeinfrastruktur
  6. Erste Einsätze mit E-Lkw

eActros übernimmt Logistik zwischen Bad Cannstatt und Sindelfingen

Über die eActros 300 Sattelzugmaschine

Die eActros 300 Sattelzugmaschine basiert auf derselben Technologie wie der eActros 300 als Pritschenfahrgestell-Variante. Drei Batteriepakete mit jeweils 112 kWh installierter Batteriekapazität[1] ermöglichen bei der Sattelzugmaschine eine Reichweite mit einer Batterieaufladung von bis zu 220 km[2]. Der eActros 300 kann mit bis zu 160 kW geladen werden: Die drei Batteriepakete benötigen an einer üblichen DC-Schnellladesäule mit 400 A Ladestrom etwas mehr als eine Stunde, um von 20 auf 80 Prozent geladen zu werden[3].

Bilder: Daimler Truck AG

 

[1] Nennkapazität einer neuen Batterie, basierend auf intern definierten Rahmenbedingungen. Diese kann je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen variieren.

[2] Die Reichweite wurde unter optimalen Bedingungen, u.a. mit 3 Batteriepaketen nach Vorkonditionierung im teilbeladenen Verteilerverkehr mit Sattelanhänger bei 20°C Außentemperatur, intern ermittelt.

[3] Der eActros kann mit bis zu 160 kW geladen werden: Die drei Batteriepakete benötigen basierend auf intern ermittelten Erfahrungswerten unter optimalen Bedingungen, unter anderem bei einer Umgebungstemperatur von 20°C an einer üblichen DC-Schnellladesäule mit 400 A Ladestrom etwas mehr als eine Stunde, um von 20 auf 80% geladen zu werden.