In Zusammenarbeit mit Apple wird Mercedes-Benz das neue „CarPlay“ in seine Fahrzeuge bringen, – Details dazu veröffentlicht Mercedes-Benz auf dem 84. internationalen Autosalon. Aus „iOS in the Car“ wird Apples „CarPlay“. Apple schafft dazu einen Standard, mit dessen Hilfe man iOS-Geräte sowie ausgewählte Apps sicher und intuitiv im Auto zukünftig bedienen kann.

Die Bedienung der iOS-Geräte von Apple via CarPlay geschieht zukünftig über die Benutzeroberfläche des Fahrzeugs – sowie per Sprachbefehl an Siri. Unterstützte Anwendungen für die Bedienung ist das Telefonieren, Karten, Musikhören sowie den Empfang von Nachrichten. Apps von Drittanwender sind aktuell u.a. Stitcher, Spotify sowie die US-Radiodienste Beats Radios und iHearRadio (weitere Angebote folgen).

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Sobald iPhone über die CarPlay-Integration mit dem Fahrzeug verbunden ist, unterstützt Siri beim Zugriff auf Kontakte, bei Telefonanrufen, beim Rückruf von verpassten Anrufen oder dem Abhören von Sprachnachrichten. Wenn eingehende Nachrichten ankommen, bietet Siri die Möglichkeit die Anfragen über Sprachbefehle zu beantworten, in dem es die Nachrichten dem Fahrer vorliest, sich die Antworten diktieren lässt oder einen einfachen Rückruf ermöglicht – und das alles, ohne dass der Fahrer den Blick auf die Straße verliert.

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CarPlay versucht dabei, die Planung von Routen intuitiver zu machen, indem es – durch die Verzahnung mit Karten – Ziele auf Basis kürzlich vorgenommener Fahrten über Kontakte, E-Mail und Nachrichten voraussagt und Streckenführung, Verkehrsinformationen und die voraussichtliche Ankunftszeit zur Verfügung stellt. Turn-by-Turn-Anweisungen erhält man via Anfrage an Siri. (Karteninformationen korrespondieren mit denen, die im Display des Fahrzeuges angezeigt werden).

CarPlay gibt dem Fahrer Zugriff auf all seine Musik, Podcasts und Hörbücher durch simples Navigieren durch die Hörauswahl über die im Auto eingebauten Steuerungsmöglichkeiten oder durch das einfache Fragen von Siri, das abzuspielen, was man hören möchte. CarPlay unterstützt auch Musik-Apps von Drittherstellern inklusive Spotify und iHeartRadio, so dass man während der Fahrt seine Lieblingsradiodienst- oder Sportübertragungs-Apps hören kann.

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CarPlay wird als Update für das Betriebssystem iOS 7 bereitgestellt und lässt sich mit den den Phone-Modellen 5s, 5c und iPhone 5 nutzen. Die Funktion im Auto der Hersteller sollen noch 2014 folgen, nach Angaben von Apple sind – neben Mercedes-Benz – auch weitere Hersteller hier dabei, u.a. die BMW Group, Ford, GM, Honda, Kia, Mitsubishi, Nissan, oder PSA. Mercedes-Benz wird CarPlay zuerst in der neuen C-Klasse (W205) integrieren.

Eine Integration eines ähnlichen Systems von Google möchte Mercedes-Benz übrigens ebenso integrieren, sobald eines solches für Android verfügbar ist – so hieß es im Rahmen des Auto Salons 2014 in Genf.

Bilder: Daimler AG

38 Kommentare
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CK
8 Jahre zuvor

Also wird diese Funktion in der neuen c klasse ohne Aufpreis nutzbar sein? Habe in meinem Audio 20 mit touchpad. Oder wird dafür das Command benötigt?

JP
8 Jahre zuvor

Mir stellt sich die Frage, ob CarPlay ähnlich wie das DriveKitPlus auch in ältere Baureihen nachgerüstet werden kann. Beispielsweise für die aktuelle C-Klasse W204.

BenSC
8 Jahre zuvor

Spätestens jetzt sollte unten ein Schriftzug prangen:
NO TOUCHING, NO KISSING — YOURS SIRI!

Volker
8 Jahre zuvor

@Markus Jordan:
Gibt es schon genauere Informationen zur technischen Umsetzung?
Ist beispielsweise eine Anbindung über das aktuelle Drive-Kit-Plus möglich, oder wird das eine völlig eigenständige Anbindung sein?

Horsti
8 Jahre zuvor

Bestimmt gibt es das wieder nicht für die G-Klasse. Warum auch? Ist ja schließlich die teuerste Modellreihe des Hauses… da darf ein Kunde nicht mehr erwarten!

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BenSC
8 Jahre zuvor

Es ist auch nicht Mercedes-Benz exklusiv. Volvo zeigt CarPlay z.B. für sein neues Modell XC90 mit Serieneinführung dieses Jahr. Es ist eben grad ein aktueller Trend im Rennen Android (siehe Open Automotive Alliance) vs. iOS (CarPlay)eit tatsächlich Brauchbares daraus entwickelt. +1 über das COMAND zu geben oder seinen Status auf „Ich fahre gerade nach…“ zu setzen, ist nicht wirklich sexy.

Lukas
8 Jahre zuvor

Es war schon immer so das Deutsche Fahrzeuge mit Extras etwas hinterher sind, und wenn ja dann für Aufpreis.

Martin
8 Jahre zuvor

Hmm… Was ist für den Großteil der Smartphone User (also mit Android OS) ? Gehen die Leer aus? Muss ich um künftig die C-Klasse voll nutzen zu können zwangsweise ein Apple Smartphone kaufen ? Das gefällt mir gar nicht !

Martin
8 Jahre zuvor

Danke für den Hinweis! Wäre schön wenn das in solchen Artikeln auch kurz notiert wird. Dann hoffe ich auf eine gute Integration für Android User.

Lusiga
8 Jahre zuvor

Frage: Ist CarPlay nun in den ab April ausgelieferten C-Klasse Modellen W205 enthalten oder nicht?

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Lusiga
8 Jahre zuvor

Danke für die Info auch wenn es ziemlich frustriert. Ist es dann nachrüstbar?

Rico
8 Jahre zuvor

Nachrüstung ist für mich eine Abzocke, Oft viel zu Teuer.

MrDragon
8 Jahre zuvor

Gibt’s neue Infos ob eine Nachrüstung machbar ist fürs Comand?

Rico
8 Jahre zuvor

Also doch noch einmal nachrüsten!

Martin Berger
7 Jahre zuvor

Alles fake!
Habe die neue C-Klasse (Juni 2014) und Carplay ist nicht drin!!!
Auf Anfrage beim Kundenbetreuer heisst es: „Carplay gibt es frühestens zum Marktstart des T-Modells!“
Man sollte nicht mit Sachen werben, die man nicht einlösen kann….

Rico
7 Jahre zuvor

Das sollte man wirklich nicht machen.

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Lusiga
7 Jahre zuvor

Habe meine auch seit 09.05.
Finde das ganz Infotainment des W205 auf dem Stand der Technik von 2010 im Vergleich zu BMW und Audi.
Carplay wird es laut Aussage MB erst nach der Einführung in der E-Klasse auch in der C-Klasse geben.
Der größte Witz ist auch die Anordnung der Bedieneinheiten bei einem Fahrzeug ohne Automatik.
Echt ärmlich.

Rico
7 Jahre zuvor

Irgendwie beschweren wir uns alle über Mercedes aber Fahren möchte den Jeder!

lusiga
7 Jahre zuvor

Ich wollte keinen MB fahren, ich musste wechseln.
Dienstwagen.
Alle MB Fahrer sollten sich mal in ein deutsches Mitbewerberfahrzeug
Setzen. Nicht das ich MB generell abspreche gute Autos bauen zu können aber gerade das Thema Infotainment und Bedienbarkeit ist nicht Stand der Technik.

mehrzehdes
7 Jahre zuvor

wir fahren mercedes, obwohl zumindest ich jederzeit wechsel könnte. da passt vieles, vom fahrkomfort über das großzügige raumangebot vorne bis zum genialen nanolack. aber das infotainment ist gruselig: man ist völlig hinten, gibt aber auch nicht gas. sondern man spürt förmlich den zwang, die online-kommunikation kostenpflichtig kontrollieren zu wollen. dieses dogma bremst alles aus. besonders die sinnhaftigkeit und schnelle reaktion auf einen dynamischen markt. von proaktivität ganz zu schweigen…

die murkslösung mit der echtzeitnavigation per zweiter sim-karte im comand ist aber wenigstens performand, wie ich letzte woche im sturmgeschädigten ruhrgebiet wieder mal feststellen durfte. sehr ungewöhnliche routen, aber alles sinnvoll.

harry
7 Jahre zuvor

Mal abgesehen von der desaströsen 6-Zylinder Diesel Motorenpolitik ist der Infotainment Bereich der größte Wettbewerbsnachteil bei Mercedes. Wenn man sieht welcher Preis für ein „Command Online“ Geräte verlangt wird, dann ist das bei dem gebotenen mehr als gruselig!

Hr.Schmidt
7 Jahre zuvor

Hier sind ja wieder die Enthusiasten unterwegs,worüber reden wir denn, von klassischen Infotainment-Funktionen über Online-Software-Updates im Auto, neue Mobilitätskonzepte, Smart Grid und Car-to-X-Kommunikation?

Für den einen oder anderen Blogger scheint Infotainment nur die Verbindung vom Auto zum Smartphone/ IPhone zu sein, für den anderen geht es um die Zukunft des Automobils. Am besten ihr schreibt in Zukunft etwas genauer was ihr meint, man kann sich dann besser eine Meinung bilden.
Ich bin natürlich auf der Seite von MB!

Rico
7 Jahre zuvor

Ich sag ja nicht das ich dagegen bin, aber vielen ist einfach Klischeehaft, denn Der Stern ist Oft entscheidend.

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martin
7 Jahre zuvor

Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf das einige Autofahren mit Computerspielen verwechseln.
Der ganze Infotainmentkram lenkt den Fahrer doch nur ab von dem was er eigentlich tun soll, nämlich fahren.

Und wehe es geht mal was nicht, dann ist das Geschrei grosss was für ein Schrott dass doch alles ist und das Mercedes keine gescheiten Autos mehr baut.

Ich will auf keinen Fall Internet in meinem Wagen.
Der Weg ist dann nicht mehr weit bis sich jemand ins Fahrzeugsystem hackt und die Kontrolle des Fahrzeuges übernimmt. Von entsprechenden Viren ganz zu schweigen.

Und dann kann man dem Polizisten erzählen: „ich wars nicht, das hat das Auto gemacht“
Prima, schöne Grüsse an die Versicherung wenn dann die Beiträge steigen.

Rico
7 Jahre zuvor

Das ist eine Interessante Ansicht, ist aber etwas weit geholt oder?