Das Mercedes-Benz sich aus dem Segment der kleinen Roadster zurückzieht, war spätestens mit der Bestätigung des Produktionsendes des SLC Roadsters der Baureihe R 172 bestätigt. Zum Ende der Produktion legt man dazu noch die „Final Edition“ bzw. die „AMG Final Edition“ auf. Wie lange man die Produktion aber weiterführt, wurde bislang nicht erwähnt, am Ende muss man sich überraschen lassen.

Produktionsende 2020

Wie wir aus Händlerkreisen bzw. aus Feedback von SLC-Bestellern erfahren haben, wird das SLC Roadster Produktionsende aktuell mit April 2020 gehandelt, ohne das es hierzu jedoch offizielle Informationen vom Konzern selbst gibt. Die letzte Sonderedition der Baureihe – als Final Edition – wird bereits seit 21. März 2019 dazu ausgeliefert, sodass das Gerücht zeitlich so ungefähr auch passen könnte.

Ungewöhnlich wäre aber auch, wenn man die „Final Edition“ großartig länger, als 12 Monate anbieten würde. Wer sich eines der letzten Modelle des SLC in die heimische Garage stellen möchte, sollte für eine Bestellung nun auch nicht mehr länger warten.

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Sonderlackierung „sonnengelb“

Exklusiv zum Produktionsende des SLC der Baureihe R 172 hat Mercedes-Benz in der SLC bzw. der früheren SLK-Baureihe auch wieder die Sonderlackierung „sonnengelb“ mit im Angebot, welche auch in der ersten Baureihe R170 des zweisitzigen Roadsters im Jahr 1996 im Angebot hatte.

Bilder: Daimler AG

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Stranger
2 Jahre zuvor

sehr, sehr traurig ! Der Niedgang der Roadster spiegelt auch den Zeitgeist wider. Früher war für viele ein bißchen „Wer schön sein will, muss leiden“ kein Problem und man sieht heute noch einige elegant gekleidete, reifere Damen in einem SLK, die gerne die leichte Verrecnkung beim Ein/Aussteigen in Kauf nehmen und dabei ein wirklich gutes Erscheinngsbild abgeben (….hält letztendlich ja auch fit)
Seit ein paar Jahren möchten es viele vor allem bequem und praktisch und zu manchen passt das aggressivere SUV-Erscheinungsbild auch besser als die zurückhaltendere, zierliche Roadster-Eleganz.
Am Ende entscheidet eben der Markt über die Produktpalette…..

driv3r
Reply to  Stranger
2 Jahre zuvor

Ich kann dem größtenteils zustimmen, allerdings sehe ich den Grund für das veränderte Kaufverhalten in völlig anderen Bereichen als einer „gewachsenen Bequemlichkeit“ der Konsumenten.

Peter F.
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

wo sollte man denn solche Gründe suchen?

MarkusGLK
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

@driv3r:
Würde mich interessieren, welche Gründe deiner Ansicht nach zu dem geänderten Kaufverhalten beigetragen haben. Bequemeren Einstieg, hohe Sitzposition und damit verbundene bessere Sicht wurden schon immer genannt im Bezug auf SUVs. Zeitgeist, Prestige?
Wer einen Roadster kauft, geht vom ersten Tag an Kompromisse ein bzw. muss verziichten. Im Normalfall steht dann zu Hause noch ein grösseres Auto. Das war allerdings schonimmer so.

driv3r
Reply to  MarkusGLK
2 Jahre zuvor

Also, ich meine ich habe das in diesem Blog bereits mehrfach kund getan, aber ich wiederhole es gerne nochmals.
Vor 10-15 Jahren hatten die asiatischen Märkte im Vergleich zum Gesamtabsatz noch einen wesentlich geringeren Anteil. Heute ist das anders, insbesondere China treibt den Absatz im Vergleich zu Europa oder NAFTA enorm. In den dortigen Märkten, aber unter anderem auch in Nahost oder Südamerika sind offene Fahrzeuge aufgrund von Luftqualität, Wetter, Temperaturen und unter anderem auch sicherheitspolitischer Lage höchst selten. Es kommen darüber hinaus auch noch deutlich die wesentlich schlechteren Straßenverhältnisse hinzu. Gleiches gilt übrigens auch für den osteuropäischen und russischen Markt.
Haben diese Märkte mit einem hohen Anteil am Gesatzabsatzvolumen nun also kein oder wenig Interesse an offenen Modellen, so wird die Entwicklung und Produktion solcher Modelle für einen Hersteller im Verhältnis ungleich teurer und die Vermarktung deutlich regional begrenzt.

Des Weiteren kommt auch in den Märkten EU und NAFTA hinzu, dass auch dort der Trend von offenen Modellen hin zu geschlossenen Kompakten, zu SUVs oder Mischderivaten wie viertürigen Coupés geht. Gründe hierfür kann man auch in Veränderungen in den Lebensverhältnissen der Menschen suchen. Mehr Alleinstehende, mehr Alleinerziehende, der Drang mit einem „Werkzeug“ viele Dinge erledigen zu können und auch die sinkende Bedeutung der Individualmobilität spielen hierbei eine Rolle.
Niemand, der alleinerzieht, möchte sich gern mit einem „unpraktischen“ zweisitzigen Roadster begnügen, ein 4-türiger Kompakter ist dort wesentlich gefragter.

In Summe gilt also: Um das offene Fahren für die vielen begeisterten Kunden weiter zu ermöglichen, sind die von den Kernbaureihen abgeleiteten Modelle, ein Angebot, welches sich von sparsam, über elegant bis hin zu sehr sportlich erstreckt.
(Und auch für mich persönlich gilt, dass ich einen A205 einem R172 jederzeit vorziehen würde. Das beginnt bei der Optik und Variabilität und endet bei der moderneren Technik und dem exzellenten Stoffdach. Metall ist einfach Schnee von gestern.)

Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Mercedes-Benz im Vergleich zur Konkurrenz, ja gar im Vergleich zum gesamten Automobilenumfeld in der jüngeren Vergangenheit der einzige Hersteller war, der konsequent neue Cabrioletmodelle präsentiert hat. Dass diese Vielfalt bei weiter sinkender Nachfrage nicht ewig Bestand haben wird, war bereits vorher klar zu erwarten.
Dass in nächster Zeit das eine oder andere Modell keinen Nachfolger erhalten wird, wird für die allermeisten jedoch in positiver Art und Weise zu verschmerzen sein. Langweilig wird es bei weitem nicht werden und wer seine Augen und Ohren offen hält weiß, dass viele Optionen zwischen Sindelfingen, Untertürkheim und Affalterbach ständig geprüft und erörtert werden.

Eine gute Nachricht für das Segment ist sicherlich der neue Z4 bei BMW, eine weniger gute die – mehr oder minder – bestätigte Ankündigung, dass es keinen Nachfolger im engeren Sinne für den Audi TT geben wird. Darüber hinaus wird es aber wohl keinen Nachfolger für das 2er Cabriolet aus München geben (man räumt dem Z4 also mehr Platz im Markt der offenen Modelle ein) und Audi setzt seine Streichorgie sogar fort und wird wohl zusätzlich zum TT auch das A3 Cabriolet auslaufen lassen.
Sofern man weitere Modelle von anderen Herstellern bemüht (die Zuffenhausener mit ihrer etwas anderen Marktpositionierung einmal ausgenommen) so mag man doch bitte dabei bedenken, dass ein Mazda MX-5, Fiat 124 Spider, ein Ford Mustang Cabriolet oder sonst wer, weder interne Konkurrenz hat und/oder zumeist auch in anderen Preissegmenten unterwegs ist.

Ich hoffe, dass meine ausführliche Schilderung, ein einigermaßen nachzuvollziehendes Verständnis aufgebaut hat, weshalb der SLC mit einer Final Edition in baldiger Zukunft verabschiedet werden wird.

Racer1985
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

Wenn ich kurz ergänzen darf: die AutoBild hat mal berichtet, dass die A5 Zweitürer und das A3 Cabriolet zu einer Baureihe zusammengelegt werden sollen… auf der VW Kompaktwagen-Plattform MQB. Der Bericht ist aber schon einige Jährchen alt und danach wurde eher wieder davon berichtet, dass das A3 Cabriolet einen Nachfolger bekommen könnte, der gleichermaßen den TT Roadster ersetzen soll.

P. Armbruster
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

Die Roadsterverkaufszahlen haben in den letzten Jahren aber auch in den USA und Europa stark abgenommen. Von daher: Mag sein, dass die neuen Märkte einen Einfluss auf Entscheidungen haben – aber auch die „alte Welt“ ging diesen Weg schon länger.

A205 Fahrer
2 Jahre zuvor

Ich finde es gut, dass der SLC stirbt. Der SLK/SLC war schon immer ein hässliches Entlein. Vorallem der Innenraum war bis zuletzt immer eine Katastrophe. Letztendlich ist der Tot aber wahrscheinlich dem Boxster (für die, die es sportlich wollen), dem MX-5 (weil günstiger) und vorallem dem A205 (in jeder Hinsicht besser) geschuldet. Schade finde ich es auf jeden Fall nicht.

SLC-Driver
Reply to  A205 Fahrer
2 Jahre zuvor

Das ist allein deine Meinung. Der A205 ist keine Alternative zum R172.

A205 Fahrer
Reply to  SLC-Driver
2 Jahre zuvor

Alternative kann man das nicht nennen. Viel mehr ist der A205 dem SLC in jeder Hinsicht überlegen. Design innen wie außen, Technik, Sportlichkeit, Komfort, Praktikabilität.

MeinerEiner
Reply to  A205 Fahrer
2 Jahre zuvor

R17x und A205 kannst du nicht vergleichen. Der A205 ist kein Roadster!
Auch technisch ist der R172 deutlich älter.
Der R170 ist aber auf dem Weg zum Klassiker. Beim 205er seh ich da wenig Chancen… 😛

Hans
2 Jahre zuvor

Ich denke bei den heutigen Verkaufspreisen hat der normale Durchschnittsbürger einfach nicht mehr das Geld für so ein Spaßfahrzeug als Zweit- oder Drittwagen. Die Löhne sind in den letzten Jahren nicht dementsprechend gestiegen.
Das so ein Fahrzeug niemand haben will glaube ich nicht.

Joachim
Reply to  Hans
2 Jahre zuvor

Wenn wir uns mal von dem Begriff „normale Durchschnittsbürger“ lösen , dann hat der „normale MB Käufer“ vielleicht doch eher Interesse an einem „höherwertigen“ Fahrzeug.

MarkusGLK
Reply to  Joachim
2 Jahre zuvor

Es gibt den „normalen MB-Käufer“ nicht Ich würde den Kundenstamm als sehr heterogen betrachten. Wer eine A- oder B-Klasse kauft, hat ein anderes Budget und andere Erwartungen , als der durchschnittliche Neuwagenkunde eines E-Coupes.

Ein Ausweg wäre gewesen, einen SLA auf MFA II Basis anzubieten. Der wäre vermutlich günstiger auf den Markt zu kriegen.

Stranger
Reply to  Hans
2 Jahre zuvor

Unabhängig von der Lohnentwicklung denke ich, dass es heute mindenstens genauso viele finanziell gesegnete Menschen / Käufer gibt wie früher („Erbengeneration“), doch man sieht diese Menschen mehrheitlich im SUV und kaum noch im Roadster.
Vermute auch folgendes: Menschen möchten sich heute eher ein Stück weit mehr nach außen abschirmen und selbst nicht so direkt sichtbar / angreifbar sein. Gefühlter Schutz (auch vor Kriminalität), den hier ein SUV mit hoher Bordkante bietet, passt da besser, denn ein Roadster ist ja wie ein Präsentierteller..
Auch das direkte Aussetzen dem Natürlichen (Wind, Himmel, Gerüche, direkte Sonne) wird immer weniger attraktiv (…außer vielleicht bewusst im Urlaub) und ersetzt durch „klinische Produkte“ wie Panoramadach mit 10000 Sky-LEDs, Beduftungsanlage, getönte Scheiben, etc. Wie seht Ihr das ?

Stefan
Reply to  Stranger
2 Jahre zuvor

Das mit der Kriminalität halte ich für falsch, da sicher nicht jeder in Duisburg etc. wohnt.
Wenn es nach dem geht düften keine flachen Autos gekauft werden. Mit einem CLA mit AMG Paket kommt man genauso wenig auf den Bordstein wie mit einen SLC.

BENZINER
Reply to  Stranger
2 Jahre zuvor

Eine sehr gute und zutreffende Zusammenfassung.
Der SUV Wahn ist für mich zum großen Teil nicht mehr nachvollziehbar.
Ein GLE , Range Rover oder X5 als Zweitauto für die Dame für den Stadtverkehr ist ökonomischer und ökologischer Unfug und ich bin kein Anhänger einer grünen Partei.
Bei diesen Fahrzeugen müsste Besitz und Nutzung noch viel deutlicher steuerlich belastet werden, vielleicht auch durch eine Komponente wie Leergewicht.

Kai
Reply to  BENZINER
2 Jahre zuvor

Naja, mit der Logik musst du dann alles was gösser ist als ein Smart 4 four oder analog diesem aus der Stadt verbannen.
Zum Thema steuerliche Belastung : darunter fallen dann konsequenter weise auch reine Spassgeräte ohne jeden praktischen Nutzen wie alle Roadster, Cabrios und alle Fahrzeuge mit Motoren > 150PS

Übrigens: ich hab keinen SUV sondern einen alten Passat . Der Fährt in der Stadt mit 6 l und dadurch das er schon 20 Jahre alt ist kann er als ökölogisch abgeschrieben gelten( was Herstellung und die daraus resultierende Klimabelastung betrifft)

Max
2 Jahre zuvor

Passt doch. Der neue BMW Z4 sieht ja nicht schlecht aus, dann kauft man eben den. Und wenn man ohnehin beim BMW Händler ist, dann kauft man dort auch gleich einen 5er oder 7ner, wer braucht schon Mercedes? Denn der SLK ist ja ein zweit-, dritt- oder viert-Fahrzeug. Alles aus einer Hand, dass ist gewünscht.

Käufer für den SLK, SLC, TT, Z4 gibt es durchaus. Ältere Damen, 50+, die ich Montag Vormittag auf dem Golfplatz treffe. Hochnäsig, glauben oft, sie sind „was besseres“ – typische SLK-Kundinnen eben. Drei dieser Damen, die ich gut kenne, haben den neuen Z4 schon. Steigt man halt auf BMW um. Was soll’s.

Wenn man bei Daimler zu blöd ist, dass zu verstehen – vielleicht merken die Herrschaften es, wenn es zu spät ist?

Stefan
Reply to  Max
2 Jahre zuvor

Deshalb ist ja auch die S-Klasse vorm 7er gelandet. Denke mal das war hier in DE, zumindest stands bei google news. Normal interessiert mich die Fahrzeugklasse nicht so 😉

in Einzelfällen könnte deine Theorie aber zutreffen. Aber dafür dann ne tote Baureihe am leben erhalten? Also ich kaufe mir mein Auto nach meinem Geschmack und was ich mag, nicht weil ich faul bin und alles bei einem Autohaus holen will.

Marc W.
Reply to  Max
2 Jahre zuvor

War nicht der SLK das Auto,welches man seiner Tochter zum Examen schenkte ?
Heute winkt diese lächelnd ab, und man kauft ihr eine Wohnung (in der Angst, jeden Tag wirds teurer) – und, die Erde dankts, sie fährt mit dem Rad zum MRI….

martin
Reply to  Max
2 Jahre zuvor

Wenn Sie wirklich auf einen Z4 schielen sollten sie sich auch da mit der Bestellung beeilen. Denn scheinbar ist auch BMW „zu blöd“um Sie zu zitieren
Auch der scheint zur Disposition zu stehen. Evt. muss Ihre Gattin doch noch ein SUV-Panzer fahren.

https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/bmw-speckt-ab-streichkandidaten-117.html

Werk68
2 Jahre zuvor

@driv3R:
Danke für die ausführliche Antwort. Sehr interessant und auch nachvollziehbar

Thomas
2 Jahre zuvor

Der SLC ist Krebs!

harry
2 Jahre zuvor

Ich sehe das ganz einfach! Beide Roadster SL R231 und SLK/SLC R172 sind vom Design her einfach nicht gelungen. Das kann man wesentlich besser machen. Es wurden keine Begehrlichkeiten geweckt. Einfach nur lieblose und emotionslose Nachfolger auf den Markt gebracht. Wenn ich mir vorstelle ein Roadster mit Heckantrieb, langer Motorhaube, Powerdomes, mit neuen Reihensechszylinder und hoch emotionalen Design, der soll unter der Roadster Marke Mercedes Benz keine Kunden finden??? Nie im Leben!

Snoubort
Reply to  harry
2 Jahre zuvor

Ich sehe das absolut genau wie Du, der Misserfolg vom SLC und vom SL (in absoluten Stückzahlen) ist für mich nicht die Folge mangelnder Nachfrage nach Roadstern, sondern ergibt sich daraus, dass beide einfach lieblos entwickelte und vom Design völligst verhunzte Fahrzeuge sind (allein die Integration der Dächer im Vergleich zu den Vorgängern), die keinerlei Begehren (z.B. bei mir) wecken. Wie hier schon geschrieben wurde finde ich auch den A205 das wesentlich attraktivere Modell, aber nicht weil er 4 Sitzplätze und ein Stoffdach hat, sondern einfach weil er viel hochwertiger gemacht und ansprechender designt ist.
Wenn Hauptprotagonisten einer Nischen-Kategorie einfach nicht gelungen sind (aktueller TT, SLC, SL), dann verliert eben auch das ganze Segment (so wie es eben in den 90ern aufgrund der sehr attraktiven Modelle gewachsen ist). Der Erfolg von MX-5 und 911 Cabrio ist ja ungebrochen.
Entsprechend ist für mich die Aufgabe des Markenwertes SLK (zunächst die Degradierung zum einfachen C-Ableger, dann die völlige Aufgabe der Reihe) unnötig und betriebswirtschaftlich dumm.
Das Argument bzgl. der Vorlieben des asiatischen Marktes und des steigenden %-Anteils dort ist richtig, und erklärt auch andere strategische Prioritäten, lässt aber nicht die Sinnhaftigkeit eines (gelungenen/begehrenswerten) SLKs in absoluten Zahlen verneinen.

Christian Becker
Reply to  Snoubort
2 Jahre zuvor

Lieblos entwickelt? Bitte was? Ich was nicht was dieses überhebliche soll, aber wenn du meinst, dass der SL „lieblos“ entwickelt wurde, empfehle ich Dir das Buch der ATZ/MTZ zur Entwicklung des aktuellen R231 vom Chefentwickler Jürgen Weissinger. Das Werk ist gut 300 Seiten lang und beschreibt die gut vier Jährige Entwicklung vom Design – Freeze bis zur Erprobung im Straßenverkehr.
Ob Du dann noch von Lieblosigkeit sprichst?

Snoubort
Reply to  Christian Becker
2 Jahre zuvor

Ok, ich muss mich da schon etwas korrigieren, am Eifer der Entwickler wird der 231 nicht gescheitert sein. Aber ein Blick auf das unsymetrisch platzierte Comand-Display (dabei muss Comand-Display im aktuellen Modelljahr noch mal besonders betont werden) sowie wie schon gesagt die Integration des Stahldachs (eingeklappt) im Vergleich zum Vorgänger reichen, da helfen auch keine gut 300 Seiten um bei dem Fahrzeug ein Haben-Will Gefühl aufkommen zu lassen.

Snoubort
Reply to  Snoubort
2 Jahre zuvor

PS: Das lieblos entwickelt bezog sich auch vor allem auf den SLK/SLC, an diesem Fahrzeug gibt es wirklich nichts, was den Anspruch „das Beste..“ auch nur ansatzweise erahnen lässt, er war schon mit der Präsentation technisch veraltet. Klar, das liegt nicht am Engagement der Ingenieuren, sondern eher an den freigegeben (oder eben nicht-freigegebenen) Ressourcen.
Erst letzte Woche hatte ich noch einmal das „Vergnügen“ die Kiste auf dem Weg zur Abholung meines neuen Fahrzeuges (ja, ein SUV ;)) als Mietwagen benutzen zu dürfen… wie aus der Zeit gefallen (aber weit weg von nem Klassiker…)

Racer1985
2 Jahre zuvor

(Die SUV-Thematik lasse ich außen vor, weil ich denke, dass hier nicht die selbe Kundschaft angesprochen wird und diese Verteufelung komplett übertrieben ist. Es gefällt eben, was gefällt. Wenn es um das Verbieten einer „fahrenden Schrankwand“ geht, müsste man theoretisch auch an viele Vans ran! Diese sind nur nicht so stark motorisiert.)

Ich persönlich sehe ein schlicht zu großes Angebot bei Daimler, weswegen einige Modelle eben gestrichen werden müssen. Komfortable Zweisitzer sind nicht wirklich gefragt. Ich verstehe auch nicht, wieso gerade viele „älteren Semesters“ sich einen SLK/SLC holen, wenn die jedoch nie das Verdeck öffnen. Ich für meinen Teil muss inzwischen feststellen, ich bin aber auch kein eingefleischter Cabriofahrer, dass ich bei der Wahl eines Daimler Zweitürers (im C-Klasse Segment) selbst das C-Klasse Coupé mit Panoramadach einem SLC vorziehen würde. Man hat genug Platz um trotzdem zu zweit in den Urlaub zu fahren und man bekommt ihn bei Bedarf sogar mit AMG-V8! Wer es noch luftiger mag, kann diesen halt als Cabrio nehmen. Ein SLA wäre eine nette Idee gewesen, jedoch würde dieser im Endeffekt kaum günstiger werden, als ein aktueller SLC, bzw. diesen preislich nicht weit genug unterbieten können und würde im Gegensatz zum BMW Z4 und Porsche Boxster in der Basisversion sogar nur mit Frontantrieb antreten.
Wenn es mal einen SLC Nachfolger geben sollte, kommt dieser hoffentlich direkt unter AMG Regie mit Heckantrieb in Anlehnung an die großen Brüder.

driv3r
2 Jahre zuvor

Immer wieder erfrischend zu lesen, dass einige singuläre Beispiele und Designhilfen als valider angesehen werden als die umfangreichen Marktstudien, Kundenbefragungen und Kundenwünsche, die man intern fährt um zweifelsfrei zu klären ob sich eine Investition von mehreren hundert Millionen Euro oder mehr lohnen wird auf ein Fahrzeugleben oder nicht.

Um kurz nochmals auf zwei oder drei Aspekte einzugehen:
– Ein offenes Modell auf Basis der MFA-Plattform hat wenig bis keine wirklichen Kosteneffekte, da alleinstehendes Modell mit wenig bis keinen Übernahmeteilen anderer Modelle. Das BMW 2er Cabriolet wäre immer das „puristischere Modell“ da Hinterradantrieb.
– Das Design ist absolute persönliche Geschmackssache und daher Einflussfaktor am Rande. Ich sage nicht, dass er irrelevant ist, aber im betrachteten Fall ist er aufgrund anderer, zuvor genannter Faktoren als wesentlich irrelevanter anzusehen.
– Selbstverständlich gibt es Wechselkäufer zwischen Roadstern und SUVs, ob man es glauben mag oder nicht.

Ich verstehe ja die Trauer der SLK-/SLC-Lover (aber genau so gab es auch R-Klasse-Lover oder Viano-Lover), aber am schrumpfen des Segmentes haben leider nicht die Hersteller schuld. Und der Trend lässt sich auch nicht umkehren, in dem haufenweise teure Modelle in den kleinen Markt geworfen werden. Sorry.

MarkusGLK
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

SLC /SLA auf MFA Basis : Dies ist nicht meine (singuläre) Idee, sondern wurde mehrfach von der Motorpresse diskutiert und in Interviews mit entsprechenden Verantwortlichen von Daimler als Option bestätigt.

Ich glaube auch nicht, dass der SLC ein Design problem hat. Mir persönlich gefällt er nach wie vor gut. Aber das ist sicherlich auch nur eine singuläre Einzelmeinung.

Joachim
2 Jahre zuvor

1 ) Auch wenn der MX 5 als Erfolgsmodell beschrieben wird, wird man garantiert keinen SLK/SLC Fahrer finden, der auf einen MX 5 wechselt. Da liegen doch Welten dazwischen. Wenn man schon von zu Hause die Seniorencouch Höhe gewohnt ist, gestaltet sich der schmückende Effekt eines Roadster/ Cabrios beim Aussteigen nur noch peinlich. Also ich kenne mindestens einen alternden Porschefahrer.
2 ) Gleiches gilt übrigens auch für das 911 Cabrio. Allerdings sind es da die finanziellen Welten.

Ich muss noch mal nachfragen: Habe ich richtig verstanden, dass trotz 4 Interessenten hier im blog für einen SLC, diese Nachfrage sich für eine Neuauflage nicht lohnt? 😉 😉

Snoubort
Reply to  Joachim
2 Jahre zuvor

Richtig Joachim, auch ich denke dass MX-5 Kunden kaum einen SLK / SLC kaufen würden, und umgekehrt (und zwar auch dann, wenn der SLl/SLC gelungen wäre), genau deshalb ist meine Argumentation auch, dass der Misserfolg nicht am Segment, sondern am Fahrzeug selbst liegt.
Das 911 Cabrio hingegen ist ja der Vergleich zum SL: in den 90ern wurden allein in D teilweise bis zu 2.000 SL im Monat verkauft, regelmäßig aber die Größenordnung, die heute der 911er erreicht (und damals meilenweit entfernt war). Doch ein Käufer eines 231 (Vormopfs) wird sich doch nach dem Mopf 3 mal überlegen, ob er im Hinblick auf den Werterhalt in dieser Preisklasse als nächstes wieder einen SL, oder doch einen 911er nehmen wird. (Nachmopf-„Kunden“ haben sich ja bereits durch Nicht-Kaufen entschieden).

Aleto
2 Jahre zuvor

Was war denn vor 30 Jahren beim SL die Innovation? Das klappbare Stahldach für Sicherheit und (Geräusch-) Komfort. Später dann für eine viel größere Käuferschicht der SLK. In den letzten 20 Jahren haben sich Sicherheitstechnik und Stoffverdecke aber so weiterentwickelt. Mit einem entsprechenden Cabrio gibt es einfach einen höheren Mehrwert. Ähnliche Verschiebungen in den letzten Jahrzehnten gibt beispielsweise von Limousine zu Kombi /SUV und vom Handschalter zum Automaik.

Snoubort
Reply to  Aleto
2 Jahre zuvor

Also, der R129 hatte bei seiner Präsentation vor 30 Jahren kein klappbares Stahldach (auch nicht später)…, aber er war voll an bahnbrechenden Innovationen:
Automatisch ausfahrbarer Überrollbügel (ohne den damals eine Design ohne Henkel gar nicht möglich gewesen wäre), die einmaligen Voll-Integralsitze, ein damals außergewöhnliches voll-elektrischen Verdeck (ohne Persenning), das serienmäßige (zusätzliche) Hardtop sowie die Einführung einer neuen weitgehend wettbewerbslosen Motorengeneration (mit dem 326 PS starken 500). Das ganze kombiniert mit den damals bei MB möglichen Sicherheitsausstattungen und Saccos zeitloser Design-Meisterleistung, hach…
Da wurde halt technisch geklotzt, aber „designtechnisch“ elegante Zurückhaltung gelebt, im Gegensatz zum „best to impress“ von heute…

Thorsten
2 Jahre zuvor

BMW macht es mit dem Z4 vor, dass der Markt sehr wohl ein Roadster benötigt im unterem Preissegment der gehobenen Kfz-Klasse.
Ich finde es sehr schade, mein SLK liegt mir am Herzen und ich fahren ihn durchaus länger als die großen Familienkutschen.

driv3r
Reply to  Thorsten
2 Jahre zuvor

Gut. Wenn BMW aus dem Fenster springt, dann springen alle hinterher, weil BMW es so tat? Etwas krude Logik. Meine(n) Kommentar(e) dazu, warum BMW einen Z4 bringt (im Übrigen in engster Entwicklung zusammen mit der Toyota Supra), habe ich bereits weiter oben stehend verfasst.

Snoubort
Reply to  Thorsten
2 Jahre zuvor

Das „lange Fahren“, bei gleichzeitig wenig KM / Jahr (im Schnitt) ist wahrscheinlich das Hauptproblem in dieser Klasse, statt wie bei Businesslimousinen – die spätestens nach 3 Jahren durch den Leasingnachfolger ersetzt werden, kann man mit nem Roadster sehr lange seinen Spass haben, und es stört da auch nicht wenn nicht jedes Ausstattungsdetail auf dem neuesten Stand ist. Dass heißt, selbst als treuer Kunde kauft man nur jede zweite Generation, wenn überhaupt…

martin
2 Jahre zuvor

Wenn man jetzt alles mal ganz neutral betrachtet ohne Emotionen, kommt man doch zur Feststellung das die Modellpalette und die Anzahl der Varianten bei MB aktuell viel zu gross ist.
Mercedes muss Geld verdienen um im Markt und bei den Investoren bestehen zu können. Und daran hapert es gerade. (natürlich auch durch hausgemachte Probleme wie aktuell bei der Auslieferung des GLE oder die zu noch zu erwartenden Rückrufe bei den Dieseln)
Also muss ich doch als vernünftiger Unternehmer entscheiden womit ich mit wenig Aufwand am meisten verdiene. Und die Kosten für einen Roadster sind bei der nachgefragten Stückzahl doch schon extrem hoch.
Mercedes kann gar nicht anders als Modelle und Varianten zu streichen, und der SLC macht nur den Anfang. Mittelfristig denke ich das auch S-Klasse Cabrio, X-Klasse und Citan sowie das E-Klasse Cabrio wegfallen. Aktuell tut sich ja sogar die E-Klasse (das war mal der grosse Volumen Geldbringer) sehr schwer.
Ob der kommende GLC noch einen Nachfolger erhält wird auch spannend da dem der GLB zu sehr auf den Pelz rückt.

Maya
1 Jahr zuvor

Ein SLK 55 AMG (171) ist eine Wucht und mit seiner Nase unverkennbar. Darum habe ich den 2005 bestellt. Mit seinen nur 360 PS bei 5,5 Liter Hubraum ist dieser Motor unverwüstlich. Das Einzige was ich ihm zur Last lege ist die die harte Federung. Im Gegensatz zum SL mit seinem ABC-Fahrwerk.
.
Auch ein SL (230) gekauft 2009 mit eben auch dem Stahldach ist in seiner Form unverkennbar. So ein Auto wird normalerweise als reines Spassfahrzeug viele Jahre gefahren.

Ich besitze beide und werde diese noch lange fahren.
Gerade das Stahldach war für mich ausschlaggebend. Ein Stoffdach käme für mich nie in Frage.