McLaren wird in der Formel 1 ab dem Jahr 2021 vom Motor-Partner Renault zu Mercedes wechselt. Der britische Rennstall hat die Trennung vom französischen Motorenhersteller am Samstag früh offiziell bekanntgegeben. Mit den Mercedes-Motoren wird McLaren bis mindestens 2024 ausgestatten und damit die Performance-Lücke zur Spitze versuchen, zu schließen.

Rückkehr zum alten Partner
Für McLaren ist der Wechsel zu den Mercedes Motoren eine Rückkehr zu einem alten Partner, da bereits von 1995 bis 2014 McLaren mit Mercedes-Triebwerken beliefert worden ist.

McLaren Boss Zak Brown lobte Mercedes als „Maßstab“, sowohl als Team als auch mit seiner Power Unit, weshalb eine erneute Zusammenarbeit logisch gewesen ist. „Diese Bekanntgabe spiegelt das Vertrauen unserer Teilhaber wider und ist zugleich eine wichtige Botschaft an unsere Investoren, Mitarbeiter, Partner und Fans: Wir sind deshalb fest entschlossen, McLaren wieder an die Spitze des Feldes zurückzuführen.

Power-Unit Vereinbarung mit Mercedes
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff freut sich parallel über die Partnerschaft: „Wir freuen uns sehr, McLaren im Rahmen dieser Power-Unit-Vereinbarung wieder in der Motorsport-Familie von Mercedes begrüßen zu dürfen. Obwohl beide Marken eine prestigeträchtige Historie vorzuweisen haben, geht es in dieser neuen Zusammenarbeit nur um den Block nach vorne und den Beginn einer neuen Ära für Power-Uni Zulieferer in den kommenden Jahren„.

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McLaren Racing Teamchef Andreas Seidl: „Das Jahr 2021 wird ein wichtiger Meilenstein für unser Team auf unserem langfristigen Weg zum Aufschwung sein. Dabei ist es entscheidend, dass wir bereits jetzt die wichtigsten Weichen gestellt haben, um uns richtig auf diese neue Ära in unserem Sport vorzubereiten.

Bild: Daimler AG

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Stefan
2 Jahre zuvor

Dann mal hoffen, dass Mercedes bald performance im Motor findet, bevor es am Ende ein Rückschritt für McLaren wird

Stefan
Reply to  Stefan
2 Jahre zuvor

Häh? Mercedes ist aktuell 1. bei Fahrer und Teamwertung?
Nur weil man aktuell etwas hinter Ferrari ist?
Man ist trotzdem noch deutlich schneller als Renault 😉

Stefan
Reply to  Stefan
2 Jahre zuvor

Dass die Leute immer auf die Wertung nur gucken um die Performance der Autos/Motoren einzuschätzen ist Wahnsinn xD

Mercedes ist (Gott sei Dank) erster in beiden Wertungen, weil Ferrari einfach eine Krücke hatte Anfang des Jahres. Motorenseitig sind die überlegen, da kann man jetzt mit Weltmeisterschaften prahlen wie man will, es ist nunmal so 😀

Hoffentlich wird der Mercedes 2020 ein Knaller, sonst könnte die silberne Herrschaft vorüber sein^^

Hagi
2 Jahre zuvor

Genau. Drum fährt auch Alfa und Haas allen um die Ohren… Wie auch Williams. Es wird immer das gesamte Paket zählen.
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Mercedes wird nach 2020 als Werksmanschaft aus der F1 austeigen. Ola Källenius kennt die Materie viel zu gut und weiß, dass jede Epoche endet.
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Wolf wird ins F1 Management wechseln.
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Daimler wird sich voll in Forme E engagieren
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(Vielleicht) auch wieder mit der BR206 in der DTM ab 2021 vertreten sein
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Der Stern wird durch Teams, wie McLaren die wieder erstarkt kommen werden, weiter präsent sein.
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Der Brexit wird sein Teil dazu beitragen

Benjamin
2 Jahre zuvor

Nächstes Jahr wird wahrscheinlich das letzte sein in der es ein Werksteam gibt. 4 Teams dürfen nicht mit dem gleichen Motor versorgt werden. Und so sehr Ole die Formel 1 liebt, es ist den Mitarbeitern schwer zu vermitteln viele hundert Millionen in den Sport zu stecken, während diese viele Sparprogramme zu spüren bekamen und bekommen werden.

Stefan
Reply to  Benjamin
2 Jahre zuvor

Falsch, es dürfen 4 Teams ausgestattet werden. Da hat wohl jemand nur die Überschrift auf ner news Seite gelesen, aber nicht den Artikel.

Genehmigung einholen, fertig.

CH-Elch
Reply to  Stefan
2 Jahre zuvor

Wie stehts denn um den Vertrag mit Stroll Racing?

Stefan
Reply to  Benjamin
2 Jahre zuvor

Klar gehen hunderte Millionen rein, aber es kommt doch auch viel zurück, wenn man 1. Ist? Zusätzlich noch die Werbung weltweit dadurch?
Ist es für Mercedes nicht ein +Geschäft?
Ich war bisher der Meinung Mercedes macht (auch ohne die Werbung) durch die Formel 1 mehr Gewinn als Verlust. Ist das nicht so?

Stefan2
Reply to  Stefan
2 Jahre zuvor

Nach Steuern hat Mercedes entweder 2017 oder 2018 15 Millionen Gewinn gemacht. Plus noch 22 Millionen die Mercedes amg F1 an Daimler bezahlt hat.

Finanziell war es deshalb schon gut

Und für die Werbung sind Weltmeistertitel in Serie auch nicht schlecht 😉

Snoubort
2 Jahre zuvor

Naja, weniger Höchstgeschwindigkeit ist ja nicht per se gleichbedeutend mit weniger Leistung. Offensichtlich fährt (oder fuhr?) Ferrari auch das ganze Jahr mit weniger Abtrieb – zu Gunsten höherer Max-Geschwindigkeiten, dafür aber mit Zeitverlust in den Kurven.
Insb. in Monza – wo alle mit wenig Abtrieb fahren und die Motoren auf Dauervollleistung laufen – habe ich keinen Leistungsnachteil bei Mercedes erkennen können – und hier hätte Ferrari ja in einer ganz anderenfalls sphäre landen sollen.
Ferrari scheint aber kurzfristig noch irgendein „Extra“ abrufen zu können, daher vermute ich einmal eher irgendwo bei / aus den MGKs heraus. Komisch ist dabei auch, dass man bei Alfa oder Haas diesen Peak nicht erkennen kann?!?