Während Mechatronik zuletzt im Februar 2021 ein Rechtslenker-Modell im Angebot hatte, steht nun eine Linkslenker-Variante des exklusiven Maybach 62 S Landaulet zum Verkauf.  Der Kilometerstand liegt bei lediglich 1.900 km – der Preis bei 2.320.500,- € (inkl. MwSt).

1 of 21: Maybach 62 S Landaulet sucht neuen Besitzer

m November 2007 hatte Maybach mit einer Studie den Nimbus der Landaulet-Fahrzeuge aus der Zeit herrschaftlicher Kutschen wiederbelebt und zeigte dies zum ersten Mal in Genf dem europäischen Publikum. Die Resonanz war damals so positiv, dass man sich beschloss, ausschließlich nach Kundenwunsch in Handarbeit gefertigte Landaulets anzubieten. Die Anregung zum Maybach Landaulet kam dabei aus dem Kundenkreis selbst.

Anzeige:

Kenner verstehen unter einem Landaulet ein Automobil, das vorn ein festes Dach trägt, im hinteren Bereich jedoch ein Faltverdeck, damit die Passagiere Sonne und frische Luft genießen können.  Innovative, leistungsfähige Technik, außergewöhnlicher Komfort und luxuriöses Ambiente heben dieses Automobil selbst aus dem Kreis der Luxus-Fahrzeuge deutlich heraus. Daran Anteil haben auch ausgesucht wertvolle Materialien, die Spezialisten detailverliebt und großzügig mit handwerklichem Können im Maybach Landaulet verarbeiten.

1 of 21: Maybach 62 S Landaulet sucht neuen Besitzer

Das hier von Mechatronik aktuell zum Verkauf stehende Landaulet Modell verfügt über einen 12-Zylinder Motor mit 450 kW/ 630 PS und wurde im Jahr 2009 produziert. Die Außenlackierung ist in Antiguaweiss (785U) gehalten, das Interieur zeigt sich in Leder exklusiv beige (555A).

1 of 21: Maybach 62 S Landaulet sucht neuen Besitzer

1 of 21: Maybach 62 S Landaulet sucht neuen Besitzer

Bilder: Mechatronik

10 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
martin
1 Monat zuvor

Bin mal gespannt ob sie einen Dummen finden , de dieses Fahrzeug zu dem völlig überzogenen Preis abnimmt.
Das sind Preisregionen die ein evt. seltene Oldtimer im Bestzustand ereichen wie z.B. ein 300SL aber doch nicht so ein Wagen.
Interessant wäre der Preis für den W06 710SS , der inseriert ist . Da würde ich (wenn ich sie hätte) auch Millionen inverstieren wenn er in 1er Zustand ist.

Mercedes Insider
1 Monat zuvor

„Der Kilometerstand liegt bei lediglich 1.900 Euro“ – alles klar! 🙂

Peter
1 Monat zuvor

Als Maybach noch einen eigenen Charakter besaß

Phil
Reply to  Peter
1 Monat zuvor

Stimmt zwar, aber leider zu einem exklusiven Preis auch veraltete W220-Technik, die man zudem im Innenraum ablesen konnte.
Mein favorisierter Maybach -weil absolut diskret- ist der X222 Vormopf.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Phil
Markus Rieksmeier
Reply to  Phil
1 Monat zuvor

Die veraltete Technik war nur eines der Maybach-Probleme; es gab weitere…

Technik:
Der Innenraum (samt Elektrik…) entstammte für die Kundschaft leicht erkennbar dem W 220. Vor allem dessen mit dem W 220 identisches Armaturenbrett (großer Zentraltacho, Mittelkonsole). Die Karosserie-Basis (bereits Mitte/Ende der 80er Jahre entwickelt) stammte gar vom W 140 – dessen Verfallsdatum war bekanntlich 1998.

Image:
Trotz aller Werbeklimmzüge war und blieb die Maybach-Historie von den Kunden unerkannt, vor allem un-ANerkannt. Hinzu kamen das barocke, mit Chrom überladene Design und das unglückliche Zweifarbenkonzept.
Rolls-Royce’ Phantom war damals dank intensiver BMW-Pflege weit moderner und eine eingeführte Marke.
Btw. musste der „fremde“ Neueigentümer BMW nach dem Jahr 2000 die Marke Rolls-Royce auch in ihrem Image… sagen wir erneuern/stabilisieren. Mit Erfolg. Der erste neue Phantom war bestimmt nicht weniger aufwendig zu entwickeln wir der Blaupausen-Mercedes aka Maybach.

Alleinstellung?
Der fast fertige 16-Zylinder wurde aus Kostengründen (siehe dazu unten*) gestrichen, wäre aber DAS Alleinstellungsmerkmal des Maybach gewesen. Funfact: VW brachte 2005 den Superlativ eines 16-Zylinder im Bugatti (und konnte die Marke neu beleben!).

Zwar sind Maybach und Bugatti der Fahrzeugklasse nach nicht vergleichbar, wohl aber bei der Kundengruppe. Wer 500.000+ Euro für den langen 62er ausgibt, interessiert sich durchaus für den Bugatti (2005: 1. Mio. € Netto) – und umgekehrt. Und dies trotz unterschiedlicher Plan-Verkaufszahlen: Bugatti: gesamt 400 Stück, Maybach pro Jahr ~2000 Stück (so meiner Erinnerung nach ungegoogelt die damalige Daimler-Prognose anno 2002).

*Kosten: Das ist natürlich eine arg komplizierte Rechnung, aber den uns unbekannten Mehrkosten für die 16-Zyl.-Entwicklung standen laut Georg Kacher je verkauftem Modell rund 300.000 Euro Verlust (Zuschuss 🙂 ) gegenüber!

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Markus Rieksmeier
Erwald
1 Monat zuvor

Ich habe den Maybach als Nachfolger für meinen ersten no-name Gasgrill gekauft und bin begeistert. Die beiden Roste sind richtig schwer und massiv und lassen sich sehr gut.

P. Armbruster
1 Monat zuvor

Diese letzten Fahrzeuge, die unter der Eigenmarke Maybach liefen, werden leider für immer verbunden bleiben mit Hip Hop Videos und Youtubern, welche 10-15 Jahre später herausfinden, dass sie auch billig gekauft schlicht nicht zu unterhalten sind. Haben m.E. keinerlei Chance, geliebte Klassiker zu werden.

Langstrecke
1 Monat zuvor

Ich frage mich, wer benötigt denn heutzutage ein Landaulet?
Ich kann es mir bei einem autokratischen Regierungschef oder dem Papst vorstellen,
beide werden aber wahrscheinlich zu einer gepanzerten Version greifen.
Königshäuser haben solche Fahrzeuge vermutlich im Fuhrpark, da die aber nur alle
Jubeljahre genutzt werden, halten die doch viele Jahrzehnte.
Und wenn ein neues benötigt wird, dann kauft man doch keinen Gebrauchten
sondern lässt sich eins dezent anfertigen.

Steinreiche Unternehmensführer zahlen das Fahrzeug zwar aus der Portokasse,
aber die setzten sich doch nicht hinten in ein Landaulet.

Da bleibt nur noch die Hochzeitskutschenindustrie, aber denen ist das
Auto doch um eine Zehnerpotenz zu teuer.

Phil
Reply to  Langstrecke
1 Monat zuvor

Die Sachen, die man nicht braucht, machen manchmal am meisten Spaß! 🙂

Franken SL
Reply to  Langstrecke
1 Monat zuvor

Genau einen solchen Maybach Landaulet in weiß mit beigem Leder habe ich vor Jahren mal in natura bewundern dürfen: am Flughafen in Dubai. Da werden ja immer irgendwelche Luxusautos verlost (S 560, BMW 760Li, Porsche Turbo S, etc.), aber ich traute meinen Augen kaum, als ich diesen Wagen auf der Bühne stehen sah. Ein Los kostet 500 Dirham (je nach Kurs 100 bis 125 Euro) und die Lose sind limitiert auf 1.000 bis 1.500 Stück. Ob ein Los für den Maybach damals teurer war, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls sind die Gewinnchancen vergleichsweise hoch für eine Lotterie.

Und dann kamen mir die ähnlichen Gedanken wie @Langstrecke oben. Wenn ich den gewinne, wem sollte ich sowas verkaufen, bzw. wer würde sowas überhaupt kaufen. Und so habe ich vom Kauf eines Loses abgesehen. Vielleicht war das ein Fehler, wenn ich den Preis sehe, der hier aufgerufen wird….. 🙂