Der Vermögensverwalter Blockrock ist nun beim Ladenetzbetreiber IONITY mit eingestiegen. Das Joint Venture wurde im Jahr 2017 von BMW, Mercedes-Benz, VW-Tochter Audi sowie Porsche, Ford & Hyundai gegründet.

Einstieg von Blackrock bei IONITY

Die US-Fondsgesellschaft Blackrock hat bei IONITY 700 Millionen Euro investiert. Das Ladenetzwerk IONITY hat den Einstieg des neuen Investors bereits bestätigt. Wie sich die Beteiligungen von den beteiligten Unternehmen aufschlüsselt, ist hingegen nicht bekannt.

Anzeige:
Anzeige:

Erweiterung des Ladenetzwerks in Europa

IONITY selbst will die Zahl der Schnellladestationen von 400 in 24 europäischen Ländern auf mehr als 1.000 Stationen mit rund 7.000 Ladepunkten bis in das Jahr 2025 steigern. Angeboten werden dazu Schnellladestationen mit bis zu 350 Kilowatt Kapazität aus ausschließlich erneuerbaren Energiequellen. Bislang beschränkt sich IONITY auf Standorte an wichtigen Autobahnen und Schnellstraßen in Europa. Zukünftig will man auch an viel befahrenen Verbindungsstraßen zu Großstädten Standorte anbieten.

Anzeige:

Symbolbilder: Daimler AG

12 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
Dr.med. Alexander
8 Monate zuvor

Und ausgerechnet bei diesem Joint Venture von Audi, BMW, Mercedes kostet eine kWh 79 Cent bis zu 1,09 Euro und liegt damit weit über dem Marktdurchschnitt. Zum Trost zahlen wenigsten Mercedes me Charging Services -Kunden nur 29 Cent kWh

Tobias
Reply to  Dr.med. Alexander
8 Monate zuvor

Zwei Anmerkungen:
1) Nein der Preis von Ionity ist nicht übertrieben, sondern zeigt die Kosten. Man rechne nur mal die Zahlen aus dem Bericht zusammen. Mit den 700 Mio will man rund 5.500 Ladesäulen aufbauen. Das bedeutet pro Ladesäule rund 125.000 EUR. Da muss man viel Strom verkaufen um inklusive der Stromkosten selbst, der Wartung und der Miete für den Standort noch gewinn zu machen.

2) Das zeigt wie die anderen Anbieter gerade mit subventionierten Preisen in eine eigene marktbeherrschende Stellung investieren. Der Plan von EnBW und Co: Man will der Anbieter sein, mit dem flächendeckenden Angebot und die Kunden zur eigenen Ladekarte treiben, die die Wettbewerber automatisch teurer macht als die eigenen Säulen. und umgekehrt bietet man die eigenen Säulen anderen im Roaming zu viel höheren Preisen an, als über die eigene Ladekarte.

Deswegen sind diese Pauschaltarife, die auf den ersten Blick so Kundenfreundlich aussehen Gift für den Wettbewerb, weil damit nur der größte Anbieter gewinnen kann.
Nur individuelle Preise an jeder Ladesäule ermöglichen Wettbewerb (deswegen ist der Ansatz von Mercedes me ohne Pauschalpreis auch der richtige).
Erst das ermöglicht es einem kleinen (Einzel-) Anbieter einer Ladesäule, sich mit einem günstigen Preis gegen die großen zu stellen und damit Preiswettbewerb zu ermöglichen.
Es muss also wie an der Tankstelle individuelle Preise geben. Und das funktioniert dann auch besser als bei Tankstellen, weil Strom jeder anbieten kann, während freie Tankstellen, ja doch auf die Raffinerien der eigenen großen Wettbewerber angewiesen waren.

Herr Gottlieb
Reply to  Tobias
8 Monate zuvor

Und alle anderen Anbieter können nicht rechnen, oder wie ist ihre Aussage zu verstehen?

Snoubort
Reply to  Tobias
8 Monate zuvor

Zu 1) genau deshalb steigt Blackrock ein, weil der Preis gerade so die Kosten deckt, (und es auch keinerlei staatliche Unterstützung gibt), gelle…

Matthias
Reply to  Tobias
8 Monate zuvor

Tobias hat doch Recht. Momentan müssen die Anbieter mit relativ geringer Auslastung ihre sehr teure Infrastruktur refinanzieren. Wenn die kWh schon ohne Ladeinfrastruktur 40 Cent inkl. Abgaben kostet, ist das derzeit schwierig.
Der Einstieg von Blackrock widerspricht dem doch gar nicht. Man rechnet damit, dass die Nachfrage durch immer mehr E-Autos ansteigen und dadurch auch die Auslastung höher wird. Dann kann man seine Investitionen refinanzieren, Gewinn machen und Preise senken. Jetzt nicht.
Das hat doch auch mit “Verbrenner ist besser” nichts zu tun. Eine Tankstelle hätte auch Schwierigkeiten, ihre Investitionen zu refinanzieren, wenn die Zahl der möglichen Kunden nicht bei 50 Mio., sondern bei ein paar hunderttausend läge.

Pano
8 Monate zuvor

Blackrock – warum haben die nochmal so einen miserablen Ruf?
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
8 Monate zuvor

Wegen Friedrich Merz!? 😉

Anzeige:
Marc W.
8 Monate zuvor

Das ist doch ein gutes Zeichen. Gewinnstreben at its best.
Diejenigen, die rechnen können, müssen oder wollen, werden schnell die Wirtschaftlichkeit der Verbrenner “wiederentdecken”. Also wird die Politik diese noch weiter verteuern (müssen).
Indirekt wahrer Klimaschutz. Mobilität unbezahlbar machen. Vermutlich der Geheimplan.

JM13
Reply to  Marc W.
8 Monate zuvor

Und passend dazu Corona mit regelmäßig gefährlicheren Mutationen, damit wir nicht reisen, um Kontakte zu vermeiden. Dann können wir auch E-Auto fahren, denn in dieser neuen Welt mit dem Zuhausebleiben gibt es keine Reichweitenangst. Vermutlich der Master-Geheimplan.

Zuletzt editiert am 8 Monate zuvor von JM13
Stefan
Reply to  JM13
8 Monate zuvor

Ach hör auf…das geht schon in die Richtung Verschwörungstheorien.

driv3r
8 Monate zuvor

Wer glaubt eigentlich wirklich, dass es ewig gleichbleibende günstige Preise geben wird in solch einem Wachstums- und Zukunftsmarkt? ARAL, Ionity oder sonst wer, wird sich doch nicht selbst die Marge auf die Energieart (egal ob Diesel oder nun zukünftig Strom) reduzieren, da wären die ja schön blöd. (Zumal aktuell massiv die Investitionen irgendwie finanziert/kompensiert werden müssen).
Dass “E-Treibstoff” auf ewig billig bleibt ist ein politisches Märchen oder schlichtweg Ignoranz der Realitäten in Marktwirtschaften.

Und: Das wilde ewig-gestrige Geschwurbel einiger hier geht einem zunehmend auf den Sack, um es mal in aller Deutlichkeit zu formulieren. Ein Verbrenner wird never ever mehr auf ewig zukunftsfähig werden.

Snoubort
Reply to  driv3r
8 Monate zuvor

Die Preise werden nach einer Marktdurchdringung und -etablierung selbstverständlich sinken, dafür wird der Markt schon sorgen (wobei hier tatsächlich eine Gefahr aus irgendwie beschränkten Marktzutritten ausgehen kann).
Und zum Thema Verbrenner – wie wurde hier doch noch vor kurzem der kommende C63 – dieser > 2Tonnen 4 Zylinder mit vermeintlichen F1 Ansätzen- als Zukunftstechnik „gefeiert“. Stattdessen wird er nirgends richtig mitspielen dürfen, weder bei der letzten Verbrennerparade (wie M2/3/4, GT4/GTS 4.0/GT3 etc.), noch bei den Neuen (BEVs).

Zuletzt editiert am 8 Monate zuvor von Snoubort