Aktuell erfolgt ein Rückruf für den neuen Mercedes-AMG SL Roadster, was für die Baureihe 232 gleichzeitig der erste Rückruf ist. Betroffen sind weltweit 795 Fahrzeuge, davon 292 Einheiten in Deutschland aus der Produktion von 2021 und 2022.

Dachrahmenblende kann sich lösen

Aufgrund einer nicht ausreichend befestigten Dachrahmenblende oberhalb der Windschutzsscheibe kann sich diese im Fahrbetrieb lösen und in den Verkehrsraum gelangen. Betroffen sind dabei sämtliche SL-Motorisierungen der Baureihe 232 einschließlich der 4-Zylinder Variante SL 43 sowie dem Spitzenmodell SL 63 4MATIC+.

Zusätzliches Klebemittel notwendig

Im Rahmen des Rückrufes wird bei den betroffenen Fahrzeugen ein zusätzliches Klebemittel im Bereich des Dachrahmens injiziert. Der notwendige Werkstattaufenthalt sollte sich deshalb im Bereich von 45-120 Minuten bewegen (KBA: 012148, Hersteller: 6590006). Betroffene Halter werden schriftlich kontaktiert.

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Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

 

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36 Kommentare
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Bocksruth
1 Monat zuvor

Lieber nicht hinter einem neuen SL stecken…

Allerdings etwas bedenklich…

Tyler
1 Monat zuvor

Offensichtlich ein konstruktives Problem, fraglich wieso so etwas nicht in der Prototypen-/Vorserienphase entdeckt und abgestellt wird?

Dietmar Johnen
Reply to  Markus Jordan
1 Monat zuvor

D.h., daß 2021 schon Kundenfahrzeuge nach Wunsch produziert worden? Auto wurde aber erst 2022 vorgestellt. War gestern in der Kölner Ndl. Hier waren einige SL und ein GT 4 mit LB Kennzeichen ausgestellt. Nein, der neue SL besitzt kein Flair mehr. Habe dann noch die Gelegenheit genutzt, den neuen GLC mit seinem Vorgänger zu vergleichen: bis auf die Türtafeln in Hartplastik die gleiche gute Materialanmutung! Dann aber zu einem C 43 AMG. Primitiv! Handschuhfachdeckel auch innen jetzt nur noch hartes Plastik.

Ralf
Reply to  Dietmar Johnen
1 Monat zuvor

Das deckt sich mit meinem Eindruck, dass der neue GLC von der Materialanmutung absolut ok ist. Den letzten Berichten nach ist ja zu hoffen, dass Mercedes auch bei der C-Klasse dran ist…

Snoubort
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Ich denke der 214 wird ein wichtiger Gradmesser für die zukünftige Entwicklung sein – ja, ich hoffe sehr dass man gelernt hat dass es der Höherpositionierung nicht zuträglich ist wenn sichtbar an Centbeträgen gespart wurde, bzw. „keine Liebe zum Detail“ erkennbar ist.

Tyler
Reply to  Markus Jordan
1 Monat zuvor

Wenn nachträglich eine Befestigungsart geändert wird ist es immer konstruktiv bedingt und kein Material- oder Montagefehler. Meist aus Kostengründen, da man dachte das müsste eigentlich reichen (z.B. nur geclipst).

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Ralf
Reply to  Tyler
1 Monat zuvor

Erklärt vielleicht auch die Windgeräusche bereits ab 100 km/h bei einem Test.

Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Bei den hier schon fast täglichen Meldungen über Rückrufaktionen bei Mercedes habe ich mich bemüht aktuelle Zahlen über die Anzahl von Rückrufen bzw. betroffenen PKW zu finden.
Dabei bin ich auf die Rückrufe 2021 in Deutschland gestoßen und der Eindruck, dass es gerade bei Mercedes viel mehr sind als bei anderen Herstellern täuscht leider nicht.
Mit großem Abstand führt hier Mercedes in 2021 mit 222.959 zurückgerufenen PKW. Es folgt dann Hyundai mit 142.566 und siehe da bereits auf Platz 3 findet sich Mercedes Benz LKW mit 108.374 Stück. Mitbewerber wie Audi, BMW , VW, Volvo und auch Tesla tauchen hier weit weniger auf. Ich möchte nun daraus keine Schlussfolgerungen ziehen bezüglich Produkt-und Fertigungsqualität etc. meine aber sehr wohl daß diese Umstände dem Image von Mercedes nicht zuträglich sind.

Markus K
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Ich war 2021 mit meiner A Klasse auch bei Mercedes wegen einem Rückruf. Allerdings wegen dem Airbag. Vermutlich deswegen die hohe Zahl. Aber ja der Fahrer ist am Ende Versuchskaninchen. Und man kann halt nur in der Produktion sparen. Paar Tropfen mehr Kleber ist die Tube schneller leer als gewöhnlich.

Alex
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Woher bekommt man denn solche Zahlen?

Dr.med. Alexander
Reply to  Alex
1 Monat zuvor

Habe selbst lange gesucht: Suchen Sie nach „Auto-Rückrufe 2021 in Deutschland . Diese Marken sind am häufigsten betroffen“ Sie finden dann diese Angaben in RLP.de

Eric, der kein Bier trinkt
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Und dann muss man eigentlich noch einfließen lassen, daß Mercedes ja deutlich weniger Autos als VW, Toyota oder ähnliches baut.

JM13
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Viele Mitarbeiter bzw. Eckkräfte haben weniger Arbeitszeit für die gleichen oder mehr Arbeitsinhalte, so dass die Pareto-Regel Überhand gewinnt. Die Begrenzung der Wochenarbeitszeit ist das Prinzip der oberen Leitung seit 2 Jahren. Daher wird eine 100 %-ige Arbeitsqualität nicht mehr erreicht. Das kann man anders managen, ist aber nicht gewollt. Daher muss das Management mit den Konsequenzen und der nicht 100 %-igen Arbeitsausführung leben. Die Leidtragenden sind sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden aufgrund der Entscheidung einiger weniger Entscheidungsträger, die die höhere Wochenarbeitszeit von vor mehr als 2 Jahren nicht zulassen.

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Christian
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Zitat aus Paretoprinzip – Wikipedia

… Kritiker bemängeln an der Übertragung auf das Projektmanagement, dass das Prinzip dazu verführe, Aufgaben nicht mehr komplett abzuschließen, dass es aber gleichzeitig Aufgaben oder Projekte gebe, für die eine 80-%-Erledigung nicht ausreichend sei. Werden im Projektmanagement lineare Modelle wie das Wasserfallmodell verwendet, sind „Pareto-Ketten“ über mehrere Projektphasen ein Risiko. Die „unnötigen 20 %“ potenzieren sich bei solchen Ketten zu einem erhöhten Aufwand in den letzten Projektphasen, möglicherweise ergibt sich auch ein unbrauchbares Endergebnis.

XRT 78
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Sie sollten für uns beim KBA nachfragen, wie hoch die Anteile der T-Modelle an der C-Klasse von Mitte der 1990er Jahre bis 2021 waren, weil Sie nach ihrer objektiver Einschätzung vollmundig behaupteten, dass die Kombi-Anteile der jeweiligen Marken im Inland höher wären als die der Limousinen, stattdessen liefern Sie uns hier ganz andere, aber dennoch interessante Zahlen. Sie sind vorerst aus dem Würgegriff gelöst und können erstmal aufatmen….

Gordon
1 Monat zuvor

Na das ist ja wieder ein wirkliches High-End-Luxury Premium Produkt.
Indem man die solventen hochgeschätzten Kunden im Rahmen solcher Maßnahmen desöfteren in den MB-Premium-Tempel (vulgo Autohaus) beordert, baut man eine ganz außerordentliche Markennähe und Kundenbindung auf – ein Geniestreich.

Phil
Reply to  Gordon
1 Monat zuvor

Aufgrund unserer „alten Kisten“ besteht unser Kontakt im Wesentlichen zur Werkstatt und nicht (mehr) zum Verkauf. Der einzige uns betreffende Rückruf, an den ich mich erinnern kann, war tatsächlich das Aufspielen des Software-Updates beim S350d.
Über den Werkstatt-Service insbesondere der NDL Stuttgart-Hallschlag kann ich nur das Beste sagen. Das erzeugt -ohne jede Ironie- tatsächlich Kundenbindung, nicht nur zur Werkstatt, sondern zur Marke. Wenn wir das Produkt eines anderen Herstellers erwerben sollten, etwa das von mir besungene 992 Cabrio, bin ich überzeugt davon, dass wir uns bei Porsche nicht mehr ansatzweise das Standing erwerben können wie wir es bei Mercedes seit Jahrzehnten genießen.
Auch wenn die Werkstatt helfen kann und großzügig Mobilität bereitstellt, sehen wir die Qualität der jüngsten Produkte äußerst kritisch und üben uns in Kaufzurückhaltung. Billiges Plastik im Innenraum und den Entfall liebgewonnener Komfortmerkmale kann auch die beste Werkstatt nicht (ohne Weiteres) ersetzen. Obwohl: Bei unserem damals nagelneuen A208 beklebte die Werkstatt den Kunststoff der Sitzkonsolen sorgfältigst und sehr sauber mit schwarzem Nadelfilz, damit ja nicht irgendwelche Geräusche entstehen, wenn sich das designo-Leder daran reibt. Dabei hatten wir das gar nicht als mögliches Problem gesehen.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Phil
Lisa Schneider
1 Monat zuvor

Pfusch

Pfusch beim Daimler

Siegfried Petzold
Reply to  Lisa Schneider
1 Monat zuvor

Bei Daimler wird nicht mehr gepfuscht, da es Daimler in dieser Form nicht mehr gibt…

Tyler
Reply to  Lisa Schneider
1 Monat zuvor

Pfusch ist relativ…kann und darf passieren, nur darf so etwas nicht bis zum Kunden kommen. Dafür werden in der Prototypen-/Vorserienphase Millionen von km unter den verschiedensten Bedingungen abgespult.

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Patrick
1 Monat zuvor

Von Mercedes liest man fast nur mehr von Rückrufen.
Lächerlich und zugleich peinlich, aber dick abkassieren.
Der Ola ist echt mies in seiner Chefrolle.
Vor ihm war Merceses noch Luxus, mittlerweile ein arroganter und überteuerter Konzern. Quantität vor Qualität das Motto.

Phil
Reply to  Patrick
1 Monat zuvor

Wenn man ein Produkt als Luxus anbietet, dann muss dieses auch Luxus sein, nicht nur ein Label. Anders als manchem Kollegen hier im blog sind mir 9.000 € Kaufpreis mehr oder weniger nicht egal; dennoch bin ich bereit, den angemessenen Preis zu bezahlen, auch wenn dieser hoch ist, nur soweit mich aber das Produkt überzeugt. Ich will also ein „preiswertes“ Produkt im wahrsten Wortsinn. Ein den Preis wertes Produkt kann deshalb auch viel kosten. Wenn aber für eine -zuvor den üblichen Metallicpreis kostende- Sonderlackierung plötzlich gut 7.000 € Mehrpreis verlangt werden -zumal nicht in den USA, obwohl die für den dortigen Markt bestimmten Fahrzeuge vom selben Band laufen-, kann man nicht mehr von „den Preis wert“ sprechen. Dass Mercedes seine Geschäftspolitik in einem solchen Maße decouvriert, kann ich nicht nachvollziehen. Mit einem Rest an Selbstachtung kann man eine solche Geschäftspolitik nicht durch sein Kaufverhalten mittragen.

Rainer
1 Monat zuvor

Als Laie würde man meinem, es müsste genug Zeit und Geld da sein, um „die paar“ Exemplare ordentlich zusammenzubauen.

Aber zumindest oberflächlich wird so der Eindruck erweckt, dass es keinen Unterschied macht ob man eine nackte C- oder E-Klasse erwirbt oder so ein Auto, das der Hersteller mit einem gewissen Exklusivitäts-Anspruch bewirbt.

Wie kann das sein? Und wie lange kann das noch gutgehen?

Tyler
Reply to  Rainer
1 Monat zuvor

Die Art und Sorgfalt der Montage ist immer gleich, egal ob nackte A-Klasse oder vollausgestattete S-Klasse. Der Werker unterscheidet nicht, ob er einen Sitz für eine A-Klasse oder S-Klasse bezieht oder einbaut. Natürlich gibt es persönliche Unterschiede bezüglich Fähigkeit und Arbeitseinstellung, der Eine kann´s gut oder auch nicht, der Andere eben besser und gibt sich mehr Mühe. Unterschiede gibt es erst in Richtung Maybach und Manufaktur, der Rest ist einfach nur Bandarbeit. Die gravierenden Unterschiede machen Konstruktion und Materialauswahl, je teurer das Fahrzeug, desto mehr Luft nach oben.

Thomas
Reply to  Tyler
1 Monat zuvor

„Die Art und Sorgfalt der Montage ist immer gleich..“ –> Dem widerspreche ich ganz klar!!!

Bei der US Produktion ist dies reinstes Wunschdenken, denn die Qualität vom GLE ist ein Witz. Soviele Qualitätsfehler wie mein GLE (EZ 2/21) bisher schon hatte, ist eine Frechheit für so ein Produkt, welches angeblich Qualität sein soll.
Dagegen ist mein GLA aus deutscher Fertigung ein Produkt wie man es von Mercedes erwarten sollte. Grundsolide ohne Qualitätsmängel.

Tyler
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Ich meinte damit, dass ein Werker der z.B. ein 21“ AMG Rad an eine S-Klasse montiert, diese Tätigkeit nicht sorgfältiger oder schlampiger macht als der Werker, der ein 15“ Rad an eine A-Klasse montiert. Das ist von der persönlichen Fähigkeit und Einstellung abhängig, egal welches Modell oder Standort. Auch in der QS gibt es diese Unterschiede. Der Eine lässt das Spaltmaß durchgehen der Andere eben nicht. Der Eine greift hin und bemerkt den fehlenden Clips an der Verkleidung, der Andere schaut nur und übersieht es. Man muss zugeben, dass es kulturelle Unterschiede gibt, aber das ist ein anderes Thema. Nur wer denkt, dass in der S-Klasse Montage die fähigeren Leute als in der A-Klasse Montage arbeiten, der denkt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Gerhard Etzler
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Intern gilt doch ganz klar: Die Qualität kommt aus deutschen / europäischen Werken. Die Amerikaner sind in Sachen Qualität nicht so wählerisch wie die Europäer / Asiaten. Entsprechend darf ein GLE / GLS auch etwas „großzügiger“ gefertigt werden. Die Teslas verkaufen sich auch sehr gut und sind trotzdem in Sachen Qualität / Verarbeitung nicht auf dem Niveau deutscher Premiumautos. Daher sollte man hier mal über seine Maßstäbe nachdenken und seine Erwartungen runterschrauben.

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PupNacke
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Bei Tesla btw. auch – Die chinesischen Fahrzeuge haben, was man so hört, die deutlich bessere Verarbeitungsqualität (Spaltmaße usw.) als die US Fahrzeuge.

Thomas
Reply to  Tyler
1 Monat zuvor

Das ist an vielen Stellen nicht richtig.

  • Maybach wird auf Serienbändern gebaut. Genauso gut oder schlecht wie die anderen dort laufenden Modelle.
  • der Takt spielt eine Rolle. Je kürzer, desto weniger Fehler KANN der einzelne Mitarbeiter machen. Großserien sind daher in der Ausführung das Beste, was es gibt.
  • konstruktive Fehler, billiges Material oder Fehler bei Lieferanten haben nichts mit den einzelnen Werken oder Modellen zu tun.
Carsten
1 Monat zuvor

Ein zusätzliches Klebemittel wird injiziert. Sinnbildlich fast schon: Jedes Modell kommt irgendwann gefühlt mal dran mit einem Rückruf.. Vielleicht sollte man wieder mehr verschrauben, als zu kleben…Sicher gibt es Dinge im Produktionsprozess wo es nicht anders geht, und sich kleben bewährt hat. Aber bei einer Blende, die dem Fahrtwind ausgesetzt ist, und enorme Belastungen auch durch die Witterung und Temperatur ausgesetzt ist, erscheint mir das nicht die beste Befestigungsart

Marc W.
Reply to  Carsten
1 Monat zuvor

Besonders wichtige und schwere Einzelteile werden seit Jahrzehnten geklebt 😉
Es kommt auf den Kleber an.

Tyler
Reply to  Carsten
1 Monat zuvor

Grundsätzlich ist Kleben die beste Befestigungsart wenn unterschiedliche Materialien miteinander unlösbar miteinander verbunden werden sollen. Entscheidend ist der verwendete Kleber und noch wichtiger die Vorbereitung der Untergründe (Entfetten, Primern, Temperatur, Luftfeuchtigkeit).

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Tyler
PupNacke
Reply to  Tyler
1 Monat zuvor

Das ist dann im Alter auch so gut, dass man die Teile dann bei Beschädigung oder Demontage komplett wegschmeißen kann, während man bei Schrauben/Klippsen einfach nur das eine Teil austauschen kann.
Nachhaltigkeit und so…

PupNacke
1 Monat zuvor

War heute im MB Museum und auch mal durch die MB Niederlassung direkt daneben gegangen.
Stand ein Mattbrauner SL63 ganz oben – Bei 200.000€ sehr schöne Klebereste an der A-Säule:
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@Markus vllt. interessant für dich 🙂

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von PupNacke
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