Vom A 38 AMG mit zwei Motoren gab es nur vier Exemplare

Weit vor dem A 45 der A-Klassen Generation W 176 gab es schon eine A-Klasse mit Allradantrieb von AMG. Damals wurde auf Basis der ersten A-Klasse der Baureihe 168 der „A 190 Twin“ aufgebaut, der auch A 38 AMG genannt wurde. Vom Fahrzeug mit zwei Motoren wurden jedoch nur vier Exemplare gebaut – eine Serienfertigung gab es nicht.

Vom A 38 AMG mit zwei Motoren gab es nur vier Exemplare

Die erste Generation der A-Klasse hatte vor allen mit dem „Elchtests“ Ende der 90er Jahre keinen guten Stand, zumal auch die Fahrleistungen nicht beeindruckte. 1998 präsentierte dazu AMG jedoch eine seriennahe Studie der A-Klasse: den A 38 AMG, der oft auch unter den Namen „A 190 Twin“ bekannt wurde. Hierzu wurde einen herkömmlichen A 190 von AMG ein zweiter Verbrennungsmotor ins Heck montiert. Während der serienmäß9ge 1.9 Liter Vierzylinder unter der Haube für die Vorderräder zuständig blieb, sorgte der zweite identische Vierzylinder im Heck für den Hinterradantrieb, der dazu per Knopfdruck hinzugeschaltet werden konnte.

3,8 Liter Hubraum mit 250 PS / 360 Nm 

In Summe verfügt das Fahrzeug über 3,8 Liter Hubraum, 250 PS und 360 Nm maximales Drehmoment – und beschleunigte innerhalb von 5,7 Sekunden auf die 100 km/h Marke. Die Höchstgeschwindigkeit lag dabei bei 230 km/h. Geschaltet wurde über ein manuelles 5-Gang Getriebe, das die beiden Motoren über eine automatische Kupplung synchronisierte. Der A 190 Twin hatte dazu eine Gewichtsverteilung von 49,9 % vorne, bzw. 50,1 % am Heck. Das fahrfertige Gewicht gab man damals mit 1.330 kg an. Gegenüber zum normalen A 190 kamen 150 Kilo für den Heckmotor sowie 100 Kilo für weitere Zusatzausstattungen und Fahrwerksmodifikationen hinzu. Zusätzlich wurde das Fahrzeug zehn Millimeter tiefergelegt und erhielt die Bremsanlage des E 55 AMG der Baureihe W210.

Nur 4 Exemplare aufgebaut

Optisch war die A-Klasse mit zwei Motoren vor allen an der modifizierten Frontschürze mit großen Kühlluftöffnungen und einer veränderten Heckschürze mit Doppelrohrauspuff zu erkennen. Bei einem genaueren Blick auf die Radhäuser fällt eine zusätzliche Verbreiterung von jeweils zehn Millimeter pro Seite auf, was Platz für 18 Zoll Felgen schaffte. Zusätzlich erhielt der A 38 eine rote designo-Lederausstattung, rote Sicherheitsgurte, ein Wildlederlenkrad sowie ein geledertes Armaturenbrett.

Eine Serienausstattung des A 38 AMG bzw. A 190 Twin kam – trotz der seriennahen Studie – jedoch nicht. Von der Studie selbst wurden immerhin vier Exemplare aufgebaut. Eine spätere Variante der A-Klasse als A 210 Evolution leistete lediglich 140 PS – dann aber auch nur mit einem Vierzylinder auf der Vorderachse.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

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Saber
1 Monat zuvor

Als A 190 Twin war er etwa in „Mercedes-Benz World Racing“ fahrbar. War schon ein spaßiges Teil damals. 🙂

Phil
1 Monat zuvor

Da wäre der A32 mit SLK32 Kompressor-Technik incl. Heckantrieb schon die alltagstauglichere und leistungsfähigere Variante gewesen. Übrigens kommen mir 10 cm Tieferlegung etwas viel vor, auch wenn das Ding bei 10 mm trotz ESP immer noch auf zwei Rädern durch die Kurve geht. 🙂

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Phil
LieschenMüller
Reply to  Phil
1 Monat zuvor

…im Text steht 10 Millimeter…..

Pano
1 Monat zuvor

Hatte den nicht HWA gebaut?
Grüße
Pano

Johann
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

HWA Hans Werner Aufrecht ist das A in AMG.

martin
1 Monat zuvor

Ja , bei Benz hatten sie schon immer Spass an seltsamen Autos.
Im Werk wurde von Azubis sogar mal eine B Klasse mit dem 5,5 l V8 gebaut, der nicht mal schlecht fuhr (aber natürlich ohne Strassenzulassung.
https://www.auto-motor-und-sport.de/news/mercedes-b55-amg-azubis-bauen-b-klasse-mit-v8-motor/
Von W168 hatten sie als Rohbauprojekt mal ein „Cabrio“ gebaut, was seinerzeit mächtig Ärger mit dem Vostand bescherte.
Leider konnte sich keiner entschliessen solche Dinger mal wirklich für Kunden zu bauen.

Otto
Reply to  martin
1 Monat zuvor

Ja ja wie heißt es.
Wenn der Daimler wüsste was der Daimler weiß. Es gibt sie die Käpsele ganz unten.