Mercedes-Benz eCitaro gewinnt erneut Elektrobus Vergleichstest

Der lokal emissionsfreie, vollelektrisch angetriebene Mercedes-Benz eCitaro G ist der Electric Bus Champion 2024. Der Niederflur-Gelenkbus mit dem Stern hat im diesjährigen Elektrobus Vergleichstest, den die Fachzeitschrift Omnibusspiegel organisiert hatte, erneut die besten Bewertungen der hochkarätig besetzten Jury erhalten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Mercedes-Benz eCitaro – damals in der Solobus-Version – gegen alle Mitbewerber durchgesetzt und den begehrten Titel erhalten. Bei der nunmehr sechsten Auflage des renommierten Elektrobus-Vergleichstests, der Mitte April 2024 in Bonn stattfand, nahmen mehr als 40 internationale Fachjournalisten und Vertreter von Verkehrsbetrieben vier Tage lang aktuelle Niederflur-Gelenkbusse mit batterieelektrischem Antrieb genauestens unter die Lupe.

Neben den Probefahrten auf einer anspruchsvollen Testrunde durch die Bonner Außenbezirke standen auch Mitfahrten als Passagier auf dem Programm der Tester. Erfahrene Werkstattprofis bewerteten in einem Werkstatt-Check zudem die Service- und Reparaturfreundlichkeit aller teilnehmenden Fahrzeuge. Im Anschluss an die ausgiebigen Fahrten verteilten die Tester Punkte für den Passagierkomfort, die Handhabung für die Fahrer, die Verarbeitung sowie die Servicefreundlichkeit jedes Busses. Hierbei erhielt der Mercedes-Benz eCitaro G die meisten Punkte.

Beachtliche Batteriebestückung sorgt für angemessene Reichweite

Zum Elektrobus-Vergleichstest trat der Mercedes-Benz eCitaro G in seiner aktuellen Ausführung mit Lithium-Ionen-Batterien der dritten Generation (NMC3) an. Der Testbus verfügte über sechs Hochvolt-Batteriepakete mit einer Energiekapazität von zusammen rund 588 kWh, die dem viertürigen Gelenkbus eine angemessene Reichweite sichern. Alternativ ist der eCitaro Gelenkbus mit minimal vier und maximal sieben Batteriepaketen mit zusammen bis zu 686 kWh Kapazität erhältlich.

Ebenso hochfunktionelles wie komfortables Cockpit

Das Layout des Fahrgastraums des eCitaro entspricht den gewohnten Modellen des Citaro. Ebenso wenig wie die Fahrgäste muss sich der Fahrer des eCitaro umstellen. Das Cockpit des Testwagens kombiniert Funktionalität mit Komfort. Instrumentierung und Bedienung unterscheiden sich bewusst nur unwesentlich vom Citaro mit Verbrennungsmotor – das erleichtert den schnellen Wechsel zwischen den Fahrzeugen.

Die unübertroffene Sicherheit des eCitaro

Sicherheit hat bei einem Omnibus von Mercedes-Benz stets höchste Priorität. So verfügte der Testbus beim Elektrobus-Vergleichstest wie jeder Gelenkbus mit Stern über die fahrdynamische Knickwinkelregelung ATC (Articulation Turntable Controller), die für ein optimales Lenkverhalten, hohe Stabilität und große Wendigkeit sorgt. Ebenfalls mit an Bord des Testbusses waren beispielsweise das Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS), der radarbasierte Abbiegeassistent Sideguard Assist und der aktive Bremsassistent Preventive Brake Assist.

Neue Assistenz- und Sicherheitssysteme

Im Vorfeld der künftigen General Safety Regulation (GSR) innerhalb der EU und in weiteren europäischen Staaten werden die Mitglieder der Citaro Familie und damit auch der eCitaro G sukzessive bis Juli 2024 dank neuer Assistenz- und Sicherheitssysteme nochmals sicherer.

Zu den neuen Systemen zählt der Abbiegeassistent Sideguard Assist 2. Er reagiert und warnt noch genauer bei einer Kollisionsgefahr mit Fußgängern und Fahrradfahrern und überwacht nun auch den Bereich auf der Fahrerseite. Völlig neu ist der Frontguard Assist. Er erkennt und warnt vor Hindernissen oder Personen unmittelbar vor dem Fahrzeug. Zusammen mit der nun serienmäßigen Rückfahrkamera oder erst recht mit dem optionalen 360°-Kamerasystem beim Solofahrzeug bzw. 270°-Kamerasystem beim Gelenkbus erhält der Fahrer ein umfassendes Informations- und Warnsystem rund um seinen eCitaro Omnibus.

Ebenfalls neu ist der intelligente Geschwindigkeits- und Verkehrszeichenassistent Traffic Sign Assist. Schließlich werden das Reifendruck-Kontrollsystem TPM (Tire Pressure Monitoring) und der Aufmerksamkeitsassistent Attention Assist (AtAs) sowie eine Schnittstelle für den Einsatz von Alkoholtestern für den Fahrerarbeitsplatz in die Serienausstattung übernommen. 

Umfassender Service mit Omniplus

Der Mercedes-Benz eCitaro G überzeugt nicht nur mit Sicherheit, hohem Fahrkomfort sowie Bedienungs- und Servicefreundlichkeit. Dank Omniplus, der Serviceorganisation von Daimler Buses, können sich die Kunden auch auf ein starkes, europaweites Servicenetz mit mehr als 80 spezialisierten eBus Servicestützpunkten sowie eine rasche und zuverlässige Ersatzteilversorgung verlassen. Darüber hinaus bieten die digitalen Dienste von Omniplus umfassende Unterstützung von der Fahrzeugdaten-Analyse über Flottenmanagement-Funktionen bis hin zum Lademanagement für den eCitaro.

Quelle: Daimler Truck AG

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Carmatt
1 Monat zuvor

Glückwunsch!
Weiß man, wie hoch der Anteil der batterieelektrischen Stadtbusse bei Daimler aktuell ist?

Carmatt
Reply to  Markus Jordan
1 Monat zuvor

Danke für die Antwort! Drücke die Daumen, dass es dieses Jahr (weiter) nach oben geht.

DTrucks
Reply to  Markus Jordan
1 Monat zuvor

Das Gesamtverhältnis spiegelt allerdings nicht das Verhältnis bei den Stadtbussen wieder. In Mannheim geht das Produktionsverhältnis stark in Richtung der 50%. Insgesamt für die Stadtbusse könnte es also gut und gerne zwischen 30% und 50% liegen.

Sik
1 Monat zuvor

Kann die elektrische Zukunft kaum erwarten. Keine lauten Dieselbusse und -Lkw mehr in den Städten, Wahnsinn!

Stefan Lechner
Reply to  Sik
1 Monat zuvor

Das ist wirklich ein Unding, wie die klappernden, lauten Dieselbusse den Fußgängern und Kindern die heißen Abgase ins Gesicht blasen.

Ein Irrsinn unsere fossile Verbrennerzeit!

Erik
Reply to  Sik
1 Monat zuvor

Bei uns wurde die Buslinie auf Elektro umgestellt. Sind zwar keine Mercedes Busse, der Unterschied vom Lärm ist aber enorm.
Wo früher alle 10-15min ein Bus vorbei röhrt und anfährt (haben die Haltestelle genau gegenüber), hörst du jetzt fast nichts mehr, nur noch ein rauschen.
Für ÖPNV ist E-Antrieb definitiv ein Segen.

Snoubort
Reply to  Erik
1 Monat zuvor

Nicht nur beim ÖPNV – auch bei 90% des sonstigen Verkehrs mit Schwerpunkt „City“. Und den Rest soll man dann einfach seinen Spaß haben lassen.

Kevin Verhülsdonk
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Ich hab ja schon immer gesagt, außerhalb von (Groß) Städten Parkplätze oder große Parkhäuser bauen und von da aus mit dem E Bus als Shuttle in die Stadt. Wenn einkäufe getätigt wurden die zu schwer sind gibt es ein extra Shuttle (eSprinter etc.) der sperrige Sachen zum Auto bringt, bzw. Selbst genutzt werden kann.

martin
1 Monat zuvor

Sorry, aber der „Vergleichstest“ hinkt doch von vorne bis hinten, wenn man den weltweit grössten Bushersteller und seine Produkte gar nicht mit einbezieht.Yutong baut fast 80tsd Busse jährlich und ist in 100 Märkten und Regionen weltweit aktiv.
Aber wahrscheinlich hätten dann die 4 bewerteten EU Hersteller mit ihrem Zeug gleich abstinken können und dann würde dem Blatt Werbung fehlen.
So hat der Vergleich eine Aussagekraft von 0,0

FWGNR
1 Monat zuvor

Futuristisches Außendesign, super moderner Antrieb, zukunftsfähige Fahrassistenten und vieles mehr ….
Nur die Sitzpolster sehen aus wie von Omas Haushaltsauflösung.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von FWGNR