Rückruf für vollelektrische G-Klasse wegen fehlerhafter Radschrauben

Bei Mercedes-Benz kommt es zu einem Rückruf der vollelektrischen Mercedes-Benz G-Klasse, nachdem fehlerhafte Radschrauben festgestellt wurden, die im schlimmsten Fall zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug führen können. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem Produktionszeitraum vom 19. Januar 2024 bis zum 25. August 2025.

Nach Angaben von Mercedes-Benz betrifft der mögliche Mangel an der G-Klasse weltweit insgesamt 9.319 Fahrzeuge, davon 551 Modelle in Deutschland der Baureihe 465. Vermutlich handelt es sich hierbei um die komplette Produktion der volllelektrischen G-Klasse als G 580 EQ.

Als Abhilfemaßnahme sieht der Hersteller den vollständigen Ersatz der Radschrauben vor, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen (Rückrufcode 4090108 bei Mercedes).

Bislang sind keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt geworden. Die Rückrufaktion wird durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht und trägt die Referenznummer 16341R, wie die Behörde mitteilt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Maßnahmen flächendeckend und ordnungsgemäß umgesetzt werden.

Der Rückruf unterstreicht die Bedeutung sorgfältiger Qualitätskontrollen, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Radschrauben, deren Versagen schwerwiegende Folgen im Straßenverkehr haben kann. Fahrzeughalter der betroffenen Modelle werden daher dringend gebeten, zeitnah einen Werkstatttermin zu vereinbaren – betroffene Halter werden vorab schriftlich kontaktiert.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

 

9 Kommentare
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Rainer
1 Monat zuvor

Man würde meinen. sowas simples wie Radschrauben könne man nicht vermurksen.

Michael Kauf
Reply to  Rainer
1 Monat zuvor

Mit fake Produkten leider schon, es gibt genug Betrüger! Personalabbau bei der Kontrolle der Lieferung rächt sich…

Bertuek
Reply to  Rainer
1 Monat zuvor

Vor allem nicht über einen Zeitraum von anderthalb Jahren.

Pano
1 Monat zuvor

Über 9300 produzierte Elektro-Gs in 19 Monaten? Wer hätts gedacht…
Ist übrigens Nr 7 in KW 17.
Grüße
Pano

JMK
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Ich sag es ja, so schlecht wie immer alle sagen, läuft der 465er nicht. Die EQS Fraktion würde sich sicher über die Zahlen freuen.

GT Cabrio
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Der Elektro-G ist anscheinend nach dem 63er die zweithäufigste Motorisierung, wenn auch mit großem Abstand. Erst danach folgen, nochmals mit ordentlichem Abstand, der 500er und der 450 d.

Marc W.
1 Monat zuvor

Der Rückruf unterstreicht die Bedeutung …. wirklichen Qualitätswillens.
Ich widerspreche allen, die glauben, dass dieser Laden -selbst im Bereich der Manufaktur / Graz !- in der Lage ist, einen adäquaten Gegenwert (Produkt) abzuliefern.

Ist es denn wirklich so, dass mit Weggang der „Aufrechten / Ewigen“ (Ing. und FA, die seit 80/90/00ern dabei waren) dieser krasse Abstieg einsetzen musste ? Oder sind es doch Ola und Komplizen mit ihrem KVP = Sparen bis zum Abgrund ?

GT Cabrio
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Was heißt denn „selbst im Bereich der Manufaktur“? Als ob das zu einer höheren Produktionsqualität führen würde. „Manufaktur“ macht man doch nur bei den Baureihen, wo sich eine normale Produktion aufgrund der geringen Stückzahlen nicht lohnt. Tatsächlich ist es so, dass bei der Großserienproduktion viel eher die Notwendigkeit besteht, für Probleme, die während des Produktionsprozesses auftreten, eine ordentliche Lösung zu finden. Da geht die andauernd notwendige Nacharbeit sonst nämlich massiv ins Geld. Bei Manufaktur-Baureihen hingegen werden die Fehler halt in der Nacharbeit irgendwie hingewurschtelt, weil sich das Ausarbeiten einer „richtigen“ Lösung auch hier aufgrund der geringen Stückzahlen nicht lohnt. Beim SLS AMG sind z.B. regelmäßig am Bandende die Türdichtungen abgestanden, weil sie nicht richtig hielten. Die Lösung für die paar Fahrzeuge war, sie halt einfach wieder reinzudrücken. Ich kenne jetzt keinen SLS-Kunden persönlich, aber die dürften dieses Problem vermutlich auch hin und wieder bemerkt haben, wenn sie das Fahrzeug regelmäßig bewegt haben.

Und gerade das G-Modell hat natürlich das Problem, dass die nicht auf Großserie ausgelegte Fertigung in Graz aufgrund der durch die Decke gehenden Stückzahlen am absoluten Anschlag läuft. Was der Qualität vermutlich auch nicht zuträglich sein dürfte.

Ich weiß nicht, was die Story von den Aufrechten/Ewigen bedeuten soll. Die Balance zwischen Kosten und Qualität muss stimmen, da führt kein Weg dran vorbei. Heute nicht und auch früher nicht. Hast du die Zeit Ende der 90er, Anfang der 2000er schon vergessen, als die Qualität echt miserabel war (Rost, Elektronik, etc.) und die Kernmarke Mercedes aufgrund der hohen Kosten trotzdem zeitweise rote Zahlen geschrieben hat? Zetsche musste erst mal ein massives Cost-Down-Programm auflegen, um das in den Griff zu bekommen, und gleichzeitig schauen, dass die Qualität trotz sinkender Kosten nicht noch weiter abfällt. Ist also nicht so, dass früher immer alles besser war in dieser Hinsicht.

G Fahra
1 Monat zuvor

Tja, dann müssen sie halt die 82 geleasten Fahrzeuge zurūckrufen. Ist jetzt nicht so der Kostenfaktor…