24h Nürburgring Qualifiers 2026: Pech für Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3

Beim Qualifikationswochenende zu den ADAC 24h Nürburgring bot sich den Fans ein echtes Wechselbad der Emotionen. Während das erste Rennen am Samstag nach einem tragischen Zwischenfall bereits kurz nach dem Start abgebrochen werden musste, entwickelte sich das zweite Rennen am Sonntag zu einem packenden Motorsport-Highlight. Nach 28 Runden sicherten sich Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green im Scherer Sport PHX-Audi R8 LMS GT3 evo II mit der Startnummer 16 den Sieg. Mit einem Vorsprung von gut 28 Sekunden verwiesen sie Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric Niederhauser im Abt-Lamborghini Huracan GT3 EVO2 (#84) auf Rang zwei.

Mit dem Abschluss der Qualifiers ist zugleich die Vorbereitungsphase für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai 2026 beendet. Schon jetzt deutet alles darauf hin, dass das Starterfeld mit der maximalen Anzahl von 150 Fahrzeugen vollständig ausgeschöpft sein wird – beste Voraussetzungen für ein hochklassiges Langstrecken-Spektakel auf der Nordschleife.

Im Top-Qualifying setzte Thierry Vermeulen im Ferrari 296 GT3 Evo26 (#45) mit einer hauchdünnen Bestzeit ein Ausrufezeichen: Gerade einmal eine Tausendstelsekunde trennten ihn von David Jahn im BMW M4 GT3 Evo (#23). Beim Rennstart übernahm Dennis Marschall das Steuer des Ferrari, konnte die Führung jedoch nur kurz behaupten. Bereits in der Anfangsphase fiel das Fahrzeug nach einem Kontakt mit der Leitplanke aus.

Für die spektakulärsten Szenen des Rennens sorgten anschließend Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 (#3) und Christopher Haase im Audi (#16). In intensiven Duellen lieferten sich beide Fahrer einen sehenswerten Schlagabtausch mit Windschattenfahrten und mehreren Überholmanövern. Verstappen behauptete zunächst die Spitze und kontrollierte das Rennen über rund eineinhalb Stunden, ehe ein beschädigter Frontsplitter ihn nach zehn Runden zu einem längeren Reparaturstopp zwang.

Auch in der Schlussphase blieb das Rennen hochspannend. Am Ende setzte sich das Team Scherer PHX durch und krönte ein insgesamt wechselhaftes Wochenende mit dem Sieg. „Es war ein Auf und Ab für uns“, erklärte Christopher Haase nach dem Rennen. „Gerade bei den schwierigen Wetterbedingungen hatten wir zu kämpfen, und ich hatte selbst einen kleinen Einschlag. Im Qualifying lief das Auto dann plötzlich sehr gut. Im Rennen hat es gepasst, auch wenn die Balance noch nicht ganz perfekt war.“

Zufriedenheit herrschte auch bei den Zweitplatzierten. „Für uns war es sportlich ein sehr gelungenes Wochenende. Beide Starts liefen gut, und wir sehen uns für die 24 Stunden auf einem positiven Weg“, fasste Mirko Bortolotti zusammen.

Ein echtes Highlight bot zudem der Kampf um Platz drei: Thomas Preining und Matt Campbell im Manthey-Porsche 911 GT3 R (#911) setzten sich erst auf den letzten Kilometern gegen Maro Engel, Fabian Schiller und Luca Stolz im Mercedes-AMG GT3 (#80) durch – ein packendes Finale, das den Fans noch einmal hochklassigen Rennsport bot.

Bilder: Mercedes-AMG Customer Racing