Die südkoreanische Korea Fair Trade Commission (KFTC) hat dem deutschen Automobilhersteller Mercedes‑Benz eine Geldbuße von umgerechnet rund 6,5 Millionen Euro (11,2 Milliarden Won) auferlegt, weil Kunden und Händlern Informationen zu den Batterie‑Lieferanten bei bestimmten Elektrofahrzeugen vorenthalten wurden.
Im Fokus stehen hier die vollelektrischen Modelle EQE und EQS: In offiziellen Verkaufsunterlagen und Marketingmaterialien wurde suggeriert, dass alle Varianten hochwertige Zellen des chinesischen Herstellers CATL nutzen – tatsächlich sind aber mehrere Modellvarianten mit Batteriezellen der Firma Farasis Energy ausgestattet. Dieses Detail sei weder in Händlerhandbüchern noch in der Kundenkommunikation korrekt dargestellt worden, so die Wettbewerbsbehörde. Aufmerksam wurde man auf den Umstand, nachdem ans Licht kam, das Batteriezellen eines in Brand gerateten Mercedes-Fahrzeugs in Korea von Farasis stammte, der Mitte 2024 Schlagzeilen machten. Auf Rückfrage der Behörden stellte sich heraus, das alle EQE Limousinen Modelle sowie der EQE 500 4MATIC SUV und der EQS 350 Farasis Zellen haben.
Mercedes‑Benz Korea akzeptiert das Urteil zwar, widerspricht aber der Entscheidung der Behörde und kündigt rechtliche Schritte an. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, Medien und Kunden korrekt informiert zu haben. Die Strafe entspricht dem gesetzlich maximal zulässigen Anteil von 4 % des Umsatzes aus den betroffenen Fahrzeugverkäufen.
Quelle: https://www.electrive.net/2026/03/11/suedkorea-brummt-mercedes-millionen-bussgeld-auf/



