In vielen Bereichen denkt Mercedes heute schon an morgen: Entsprechend nachhaltig ist der neue EQS konzipiert. Die Fahrzeuge werden in der Factory 56 CO2-neutral produziert, und es kommen ressourcenschonende Materialien wie Teppiche aus Recyclinggarn zum Einsatz. Denn Mercedes-Benz betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über das Lieferantennetz bis zur eigenen Produktion.

Ihre Klimaschutzziele hat die Mercedes-Benz AG wissenschaftsbasiert von der Science Based Targets Initiative (SBTI) bestätigen lassen. Mit diesen Zielen unterstützt das Unternehmen das Klimaabkommen von Paris.

Elf wichtige Bausteine der Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität.

Anzeige:

1. Elektrifiziertes Produktportfolio
Mercedes-Benz strebt die führende Position bei Elektroantrieben und Fahrzeug-Software an. Die Ambition 2039 beschreibt das Ziel einer vollständig vernetzten und CO2-neutralen Fahrzeugflotte im Jahr 2039. Im Jahr 2022 werden insgesamt bereits acht Mercedes-EQ Elektrofahrzeug-Baureihen an sieben Standorten auf drei Kontinenten produziert. Bereits 2030 peilt das Unternehmen mehr als 50 Prozent des Pkw-Absatzes mit Plug-in-Hybriden oder rein elektrischen Fahrzeugen an.

2. Transparenter Dialog
Mercedes-Benz unterwirft seine Fahrzeuge schon seit 2005 als erstes Unternehmen überhaupt den strengen Anforderungen eines Umweltzertifikats nach ISO-Richtlinie TR 14062. Die vom TÜV geprüfte Dokumentation basiert auf einer umfassenden Öko-Bilanz des jeweiligen Fahrzeugs, bei der jedes umweltrelevante Detail dokumentiert wird. Der Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns informiert jährlich seit 2006 im Detail zum Thema. Und der Daimler Sustainability Dialogue bringt seit 2008 alljährlich Nachhaltigkeitsexperten aus verschiedenen Bereichen mit Daimler Vertretern zusammen. In Workshops werden aktuelle und zukünftige Nachhaltigkeitsthemen diskutiert, Fortschritte ebenso wie Defizite und Risiken bewertet und sich daraus ergebende Handlungsbedarfe definiert. Im November 2020 brachte der Daimler Sustainability Dialogue über 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, NGOs, Verbänden, Gewerkschaften und Kommunen im digitalen Raum zusammen.

3. Produktion in der Factory 56 – effizient, flexibel, digital und nachhaltig
Der EQS läuft in der Factory 56 in Sindelfingen, der modernsten Automobilproduktion von Mercedes-Benz, vom Band. Ganz im Sinne der Ambition 2039 wird die Factory 56 zur Zero-Carbon-Fabrik – vollständig CO2-neutral und mit einem deutlich reduzierten Energiebedarf. Insgesamt wird in der Factory 56 der benötigte Energiebedarf im Vergleich zu anderen Montagehallen um ein Viertel verringert. Auf dem Dach der Factory 56 befindet sich eine Photovoltaik-Anlage, die die Halle mit selbst erzeugtem, grünem Strom versorgt. Damit kann jährlich rund 30 Prozent des Strombedarfs der Factory 56 gedeckt werden. Ein Teil des Stroms fließt in ein innovatives Gleichstromnetz, das künftig die Energie-Effizienz der Halle im laufenden Betrieb verbessert. Damit werden beispielsweise gebäudetechnische Anlagen wie Lüftungsgeräte betrieben. Ebenfalls an das Gleichstromnetz angeschlossen ist ein stationärer Energiespeicher auf Basis von Fahrzeugbatterien. Mit einer Gesamt-Kapazität von insgesamt 1.400 kWh dient er der Zwischenspeicherung überschüssigen Solarstroms aus der Photovoltaik-Anlage. Der Nachhaltigkeitsansatz von Mercedes-Benz umfasst auch weitere ökologische Aspekte. 40 Prozent der Dachfläche der Factory 56 werden begrünt, im Kopfbau kam erstmalig Recycling-Beton zum Einsatz.

4. CO2-neutrale Produktion
Die eigenen Werke von Mercedes-Benz werden ab 2022 CO2-neutral produzieren. Für eine klimaneutrale Produktion werden in einem ersten Schritt Emissionen, die in der Mercedes-Benz Fahrzeug-Produktion und bei der Energieversorgung der Werke anfallen, konsequent reduziert und, wo möglich, ganz vermieden. Das Unternehmen setzt dabei auf die drei strategischen Säulen: kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz, Nutzung von Grünstrom sowie Implementierung einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Ab 2022 werden alle eigenen Produktionswerke der Mercedes-Benz AG weltweit ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen beziehen. Hinzu kommt die Vereinbarung konkreter CO2-Maßnahmen mit Lieferanten. Die Logistik ist ein wesentlicher Punkt in diesem Liefernetz: Zum Jahresbeginn 2020 wurde der Schienenverkehr in der Transportlogistik von Mercedes-Benz mit der Deutschen Bahn auf eine CO₂-freie Energieversorgung umgestellt.

5. Nachhaltige Batterieproduktion
Die lokale Produktion von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Elektrooffensive der Mercedes-Benz AG und ein entscheidendes Element, um die weltweite Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen flexibel und effizient bedienen zu können. Die Produktion spielt eine entscheidende Rolle im Nachhaltigkeitsverständnis der Mercedes-Benz AG. So wird das Mercedes-Benz Werk Hedelfingen ab 2022 Batteriesysteme CO2-neutral produzieren. Zudem hat Mercedes-Benz im Rahmen strategischer Partnerschaften den Bezug von CO2-neutral gefertigten Batteriezellen vereinbart, beginnend mit dem EQS.

6. Dekarbonisierung des Lieferantennetzwerks
Das Lieferantennetzwerk leistet einen beachtlichen Teil der Wertschöpfung und ist somit von entscheidender Bedeutung für die Dekarbonisierungsziele. Ein Großteil der Lieferanten, die für mehr als 75 Prozent des jährlichen Einkaufsvolumens stehen, haben bereits einen Ambition-Letter unterzeichnet und sich bereit erklärt, künftig nur noch CO2-neutral produzierte Teile zu liefern. Spätestens ab 2039 dürfen nur noch Produktionsmaterialien die Werkstore von Mercedes-Benz passieren, die in allen Wertschöpfungsstufen bilanziell CO2-neutral sind. Unterzeichnet ein Lieferant den Ambition Letter nicht, wird er bei Neuvergaben nicht berücksichtigt.

7. Rohstoffe aus zertifiziertem Abbau
Mercedes-Benz betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über das Lieferantennetz bis zur eigenen Produktion. Verantwortungsvoll gewonnene und verarbeitete Rohstoffe sind eine wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Mercedes-Benz Elektroflotte. Mercedes-Benz hat deshalb die komplexen Lieferketten von Batteriezellenlieferanten nach OECD-Standards auditieren lassen und bezieht künftig ausschließlich Batteriezellen mit Kobalt und Lithium aus zertifiziertem Abbau. Darüber hinaus macht Mercedes-Benz den „Standard for Responsible Mining“ der „Initiative for Responsible Mining Assurance“ (IRMA) zu einem Schlüsselkriterium für Lieferantenentscheidungen und -verträge in Rohstofflieferketten und wird nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die diesen Vorgaben zustimmen.

8. Ressourcenschonende Materialien
EQS Bauteile mit einem Gesamtgewicht von über 80 kg werden anteilig aus ressourcenschonenden Materialien (Rezyklaten und nachwachsenden Rohstoffen) gefertigt. Dazu zählen beispielsweise die Kabelkanäle aus Kunststoffrezyklaten. Die Bodenbeläge sind aus einem Recyclinggarn (Markenname ECONYL®), und das Aluminium für das Innenteil der Fronthaube wurde bereits von der Aluminium Stewardship Initiative (ASI) als nachhaltig produziert zertifiziert.

9. Hocheffiziente Aerodynamik
Mit seinem cw-Wert[1] ab 0,20 ist der EQS das aerodynamischste Serienauto der Welt. Der geringe Luftwiderstand zahlt sich beispielsweise bei der Reichweite (bis 780 km nach WLTP) [2] aus.

10. Grüner Strom für unterwegs
Mit Mercedes me Charge laden Kunden seit 2021 an jeder öffentlichen Ladestation in ganz Europa immer grün. Die geladenen Energiemengen werden nach dem eigentlichen Ladevorgang durch Grünstrom ausgeglichen und darüber hinaus werden Anreize zur Investition in erneuerbare Energieanlagen geschaffen. In den ersten drei Jahren nach dem Kauf eines EQS fällt für Mercedes me Charge und somit Green Charging keine Grundgebühr für Kunden an.

11. Nachhaltige Batterienutzung
Mercedes-Benz verfolgt mit Blick auf den Batterielebenszyklus einen ganzheitlichen Ansatz: Re-Use, Remanufacture, Recycle. Wenn die Traktionsbatterien der Mercedes-EQ Flotte einst an ihr Lebensende auf der Straße kommen, ist noch lange nicht Schluss. Mercedes-Benz Energy mit Sitz in Kamenz ist als Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz AG für die Entwicklung von innovativen Energiespeicherlösungen verantwortlich. Durch den Aufbau stationärer Energiespeicher kommen Elektroautobatterien aus dem Auto ans Netz. Das Spektrum für die Großspeicher-Anwendungen von Mercedes-Benz Energy reicht vom Lastspitzenausgleich und Schwarzstart (vom Stromnetz unabhängiges Hochfahren des Kraftwerks) bis zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). Der Fokus des Unternehmens liegt insbesondere auf Anwendungen aus dem Bereich 2nd-Life und Ersatzteilspeicher. Erst danach steht dann ein stoffliches Recycling an.

[1] cw-Wert 0,20: EQS 450+ mit 19“ AMG-Rad-/Reifenkombination und AMG Line Exterieur (verfügbar in der EU ab Ende 2021) im Fahrprogramm SPORT.
[2] Der Stromverbrauch (und darauf basierende Angaben) wurden auf Grundlage der VO 692/2008/EG nach NEFZ und der VO 2017/1151/EU nach WLTP ermittelt.

Quelle: Daimler AG

8 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
Ralf
1 Monat zuvor

Hoffentlich ist es nicht zu viel “Marketing-Blabla”, denn es liest sich ziemlich gut.
Haben das andere Hersteller auch so im Programm?
Für mich ist die Herstellung und Nutzung von Ressourcen entscheidend für eine wirklich gute Zukunft – sich einfach nur in ein Batterie mit vier Rädern (deren Hersteller an der Börse sehr hoch bewertet werden) setzen, hilft eher weniger.

JML
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Es wäre wünschenswert, wenn jeder so dächte und Druck auf die Politik ausübt, bei der Besteuerung und Bewertung von Kraftfahrzeugen endlich die Lifecyclebetrachtung (vom Rohstoff bis zum Recycling) anstelle der Verbrauchsbetrachtung (n l/100 km / n kWh/100 km) ausschließlich während der Gebrauchsphase heranzuziehen.

martin
Reply to  JML
1 Monat zuvor

Au weia, wenn das passiert muss auch MB noch eine ganze Menge tun. So lange man sich es beispielsweise leistet sein Material von der ganzen Welt über tausende von Kilometern in die Werke zu karren und dann die gefertigten Fahrzeuge wieder in die ganze Welt zu verkaufen sehe ich da ziemlich schwarz. Siehe Kamenz: für jede Batterie die nach Sindelfingen kommt fallen 568km Transportweg an, warum baut man seine Sachen nicht da wo man sie braucht? Ja , ich hab geshen das nächstes Jahr Hedelfingen auch Batterien baut. Es gibt aber genug Werke die keine Batterieproduktion in der Nähe haben. Gleiches gilt für Kölleda und Jawor für die Motoren.
Aber auch das gilt nicht nur für MB.
Meines Erachtens sollten diese ganzen CO 2 Zertifikate abgeschafft werden. Erst dann sieht man wie ein Unternehmen wirklich zum Klimaschutz dasteht. Solange ich meine Emissionen mittels dieser Zertifikate grün waschen kann ist doch überhaupt nichts gewonnen.

driv3r
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Ich habe zudem Zweifel an den Motiven, wenn “der eine” einerseits minutenlange Werbung im TV schaltet “Gründungsmitglied des Climate Pledge” zu sein und auf der anderen Seite sich ins All schießen lässt und “der andere” das E-Auto salonfähig gemacht hat auf der anderen Seite aber Verlautbarungen oder Transparenz zur Nachhaltigkeit über den Fahrbetrieb hinaus gänzlich vermissen lässt. Und mittels einer anderen Firma ebenso regelmäßig Dinge explodieren… äh ins All schießen lässt. 😉

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von driv3r
Peter
1 Monat zuvor

Bei Punkt 9 hätte ich eher den reduzierten Stromverbrauch als die hohe Reichweite als Argument zur Nachhaltigkeit angegeben.

Samson
1 Monat zuvor

Tesla who?

Matthias
1 Monat zuvor

Erstaunlich und aufschlussreich, wie unterschiedlich das Auto in der Seitenansicht in Blau oder Weiß wirkt. Wenn man die Bilder 2 und 5 vergleicht, wirkt auf mich das weiße Fahrzeug länger, aber unharmonischer. Es sieht aus, als wäre bei einem Auffahrunfall die “Motorhaube” nach oben geschoben worden.

barolorot
1 Monat zuvor

Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, rezyklierbare Kunststoffe, u. ä. – das habe ich auch schon vor dreißig Jahren im Prospekt der neuen S-Klasse (W 140) gelesen.