Auf der CES 2022 in Las Vegas wird Mercedes-Benz voraussichtlich die VISION EQXX vorstellen – das E-Auto mit einer realen Reichweite von über 1.000 km im Alltag und einen angestrebten Verbrauch von weniger als 10 Kilowattstunden auf 100 Kilometer.

CES 2022: Weltpremiere für die Vision EQXX bereits im Januar 2022

Vision EQXX: Debüt auf der CES 2022 in Las Vegas

Als Ziel für die Vision EQXX will man erreichen, ein Elektrofahrzeug mit „maximaler Effizienz und Reichweite“ vorzustellen. Demnach haben die Entwickler dazu den Auftrag „die Grenzen bei Reichweite und Effizienz mit einem funktionsübergreifenden und multidisziplinären Team in Stuttgart zu erweitern“. Unterstützt wird das Entwicklungsteam von den Experten der britischen Daimler-Tochter Mercedes-Benz F1 High Performance Powertrain (HPP), welche ihre Kompetenzen bei E-Motoren und „vom Motorsport inspirierte Entwicklungsgeschwindigkeit“ einbringen. Aus der Vision selbst sollen dann später Innovationen möglichst schnell auch in Serienfahrzeugen vorzufinden sein.

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CES 2022: Weltpremiere für die Vision EQXX bereits im Januar 2022

cw-Wert von 0.17 möglich ?

Bei der Vision EQXX ist ein Fahrzeug angekündigt worden, welches noch deutlich aerodynamischer als die Luxuslimousine EQS mit dessen cw-Wert von 0,20 sein soll. Im Gespräch ist ein Wert von 0,17, dann mithilfe von aerodynamischen Elementen (u.a. Kühlöffnungen an der Front sowie kleinerer Stirnfläche zur Reduzierung des Luftwiderstands).

CES 2022: Weltpremiere für die Vision EQXX bereits im Januar 2022

CES 2022: Weltpremiere für die Vision EQXX bereits im Januar 2022

Solarmodule vom Dach bis ins Heck

Angetrieben wird die Vision EQXX mit permanent erregten Synchronmaschinen, 800 Volt System und Zwei-Gang Getriebe. Im Gegensatz zum EQS soll die Energiedichte der Batteriezellen um 20 Prozent gesteigert werden, wobei man hier auf Zellen mit einer Silizium-Anode setzen könnte. Der Antrieb selbst soll über die Vorderachse erfolgen, die über eine sehr hohe Leistung beim Rekuperieren verfügen soll. Von Dach bis Heckdeckel sollen Solarmodule integriert sein. Verbesserungen soll es auch beim Wechselrichter sowie bei den E-Motoren selbst geben. Für einen geringeren Verbrauch setzt man parallel schmalere Reifen ein.

CES 2022: Weltpremiere für die Vision EQXX bereits im Januar 2022

Bilder: Daimler AG / Mercedes-Benz AG

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Noname
1 Monat zuvor

Ich habe mich total auf das Auto gefreut. Wäre für mich vielleicht ein bezahlbarer VW XL1 Nachfolger. Hört sich aber mehr und mehr so an, als ob das nur ein Konzeptfahrzeug bleiben wird. 🙁

Sehr schade. Aber dennoch bestimmt eine spannende Studie. Kann nun kaum die CES abwarten.

Noname
Reply to  Markus Jordan
1 Monat zuvor

Schon, es gab ja auch die Vision EQS, die kam dann auf den Markt. Hier klingt das für mich nach mehr „Vision“, sprich es wird kein eigenständiges Modell, sondern die Erfahrungen, die daraus gesammelt werden halten z. B. in der EQC Limousine Einzug.

Kann wegen mir aussehen wie es will, aber die Effizienz und die Reichweite sind für mich das Killerargument / Kaufargument und auch ein sehr gutes Alleinstellungsmerkmal (Aptera wäre da noch dabei, aber ungewiss ob die das wirklich ausliefern werden und ob es auch nach Europa kommt).

Thomas
Reply to  Noname
1 Monat zuvor

Das klingt ein wenig naiv.
Um einen Verbrauch unter 10 kWh/100km zu erreichen, benötigt man ausschließlich Physik. Am Wirkungsgrad eines E Motors gibt es kaum mehr etwas zu holen.
Also: Fahrwiderstände runter. cw Wert und Stirnfläche sind hier die Stellhebel, wobei die Fläche entscheidend für das Endergebnis sein wird. Und dann wird es unpraktisch, denn man möchte so ein Fahrzeug eigentlich vernünftig nutzen.
Wenn am Ende ein Realverbrauch von 15 kWh herauskommt, und das Fahrzeug alltagstauglich bleibt, hat man es geschafft.

Urs
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Am Wirkungsgrad eines E-Motors in einem Auto gibt es sehr wohl noch einiges zu holen, auch im Frequenzumrichter und natürlich bei den Akkus Da sind wir noch lange nicht am Ende.
Ich sehe das wie Du, Cw und A müssen gut sein, aber nicht so, daß man faule Kompromisse machen muss.

Der Emil
1 Monat zuvor

Schöne Studie, schade das es nichts wird.
Chip Krise hat die Studie eher nicht.

Toni
1 Monat zuvor

Eine weitere Studie dessen Serienversion wieder enttäuschend sein wird (aus Design-Perspektive)

Wiki
Reply to  Toni
1 Monat zuvor

Woher weißt du das denn?
Oder breitest du hier im blog nur deinen Gemütszustand aus?

Toni
Reply to  Wiki
1 Monat zuvor

Hat leider nichts mit einem „Gemütszustand“ zu tun.
Man sehe sich die eindrucksvollen Vision-Studien von Maybach an, oder das Stufenheck-SUV. Was ist daraus geworden? Antwort: Ein unelegant mit Chrom überstrapazierter GLS.
Oder die EQS-Studie, aus der dann ein absolut langweilig aussehendes Stück Seife wurde.

Überraschen tut es nicht, dass Marken-Snobs wie Sie sich überhaupt nichts eingestehen können und aus vergangenen Enttäuschungen nichts lernen werden.
Wer blind einkaufen geht, kann langfristig kein besseres Produkt erhalten.

Mark
1 Monat zuvor

Bin mal gespannt ob die bereits Designelemente der kommenden EQ-Modelle zeigen.
Das aktuelle Design der EQ-Modelle ist leider deren größtes Manko, hoffentlich wird das mit den neuen Plattformen korrigiert.

Pano
1 Monat zuvor

Falls das nicht mehr so präsent ist, aber vor wenigen Wochen war der EQXX Thema bei einem der AMS-Podcasts: https://www.auto-motor-und-sport.de/podcast/mercedes-eqxx-forschungsauto-rekord-reichweite-e-auto-effizienz-aerodynamik/
Grüße
Pano

Cornelius
1 Monat zuvor

Auffallend finde ich den Zusatz „over 1.000 km with a compact car segment sized battery“. Mercedes muss dann wohl auch das Ziel haben, die Batterie in diesem Segment einzusetzen. Ich hätte dagegen erwartet, dass sich Mercedes bei Elektroautos zunächst voll auf die Oberklasse konzentriert. Dort macht es aber eher keinen Sinn, eine kleine Batterie einzusetzen, da eine kleine Batterie nur relativ kleine Lade- bzw. Entladeströme erlaubt. Diese bedeuten geringe Rekuperationsleistung und wenig Antriebsleistung, also PS, und das passt nicht zur Oberklasse. Natürlich wird man die Technik später auf die Oberklasse hochskalieren können, dies scheint aber zunächst nicht im Fokus zu liegen.

Mark
Reply to  Cornelius
1 Monat zuvor

Das ist sicherlich die Anspielung zur MMA Plattform.

Jonas
1 Monat zuvor

Ich könnte wetten, dass es sich bei der Studie um eine völlig generische Fließhecklimousine handelt, welche nicht einmal ansatzweise etwas mit klassischem Mercedes-Design zu tun hat, noch als solcher auf den ersten Blick erkennbar sein wird.
Außer natürlich, man druckt, wie auf den Teasern zu sehen, den Stern im 20 Zoll-Format vorne drauf…

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Jonas
Stefan Camaro
Reply to  Jonas
1 Monat zuvor

In dem Teaser erinnert mich die Front etwas an die Kia EV6.
Mal sehen wie die Studie dann wirklich aussieht.

Snoubort
Reply to  Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Genau das hab ich mir auch gedacht.

Mathias
Reply to  Jonas
1 Monat zuvor

»[…]um eine völlig generische Fließhecklimousine handelt[…]«
Netter Versuch, geht aber in die Hosen, da »generisch« (von lat. genus) in der Biologie und in der Sprachwissenschaft gebräuchlich ist und dort ganz andere Bedeutungen hat, als Sie womöglich annehmen. Zugegeben, den Gorden mit seiner höheren Berufslehre zum Zeichner würden Sie damit schwer beeindrucken können.

😉

Anon
1 Monat zuvor

Erinnert mich konzeptionell ein Stück weit an den Loremo. Wurde meines Wissens nach eingestampft.