smart „ready to“ Dienste werden zum 31. März 2023 eingestellt

Mercedes-Benz stellt die damals breit beworbenen „ready-to“ Dienste für den smart EQ fortwo sowie EQ forfour zum 31.03.2023 ein. Bestehende ready-to share Verträge werden bereits zum 31. Januar 2023 gekündigt. Entsprechende Infoschreiben gehen aktuell den Nutzern zu.

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„ready-to“ Dienste werden eingestellt

Die angebotenen „ready to“ Services funktionieren bislang ausschließlich mit Mobilfunknetzen der zweiten und dritten Generation (2G, EDGE, GPRS, 2G-Netz bzw. 3G, HSPA, UMTS, 3G-Netz). Durch die sukzessive Einstellung der 2G/3G-Netze in Europa hat sich Mercedes-Benz – die hier noch als Betreiber tätig sind – zu einer Konsolidierung der Servicedienste entschieden. Mit der Einstellung der Dienste spart man aber auch vor allen Kosten.

Entsprechend werden die Dienste von smart „ready to“ zum 31. März 2023 eingestellt. Bestehende Verträge von „ready to share“ werden dazu bereits zum 31. Januar 2023 gekündigt. Die restlichen „ready to“ Dienste (ready to park, ready to spot oder theft recovery) laufen erst Ende März 2023 aus.

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Ladestatus für smart EQ Modelle weiterhin verfügbar

Davon unberührt sind aktuell die Funktionen der smart EQ fortwo oder forfour Modelle über die smart EQ control App, die weiterhin zur Verfügung stehen. Dazu zählt u.a. die Abfrage des Ladestatus oder die Funktion der Vorklimatisierung. Das neue smart #1 Modell ist ebenso nicht betroffen, zumal diese von smart Europa vertrieben werden. Die bisherigen smart EQ fortwo Modelle werden weiterhin und unverändert von der Mercedes-Benz Group vertrieben.

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Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

19 Kommentare
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G-Fahra
1 Monat zuvor

Man kann sich auf den ganzen Computer-Shice einfach nicht mehr verlassen. Autos verkommen nur noch zu Wegwerfprodukten. Früher gab es in der Mittelkonsole einfach nur ein Radio, der Rest konzentrierte sich nur noch auf das Autofahren. Wenn ich ein neues Auto kaufe, achte ich nur noch darauf, dass es CarPlay kann, den eigenen MBUX-Bockmist benutze ich gar nicht mehr, weil ich weiß, dass Mercedes diese Systeme nie updatefähig macht und die „alten“ Autos wie heiße Kartoffeln fallen lässt.

Ralf
Reply to  G-Fahra
1 Monat zuvor

Wenn einem das neue „Computer-Zeug“ nicht interessiert, braucht man sich ja nicht beschweren, wenn es abgeschaltet wird. 😉 Na ja, und das Radio kann man ja weiterhin haben, wenn man sonst nichts braucht.

Ansonsten gibt es auch keine Garantie, dass Apple CarPlay immer funktionieren wird.

Ich habe lieber ein ordentliches Navi im Auto und fertig. Da muss ich mich um nichts kümmern.
Und auch für die Standheizung mag ich eine Fernbedienung am liebsten… von daher stimme ich zu, dass alles in der Cloud – mit den Vorteilen, die es bietet – immer auch ein Abo ist, das enden kann. Daher ist On-Premise nicht unbedingt schlecht, in bestimmten Bereichen. 😉

Thomas
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Welche konkreten Vorteile bietet eigentlich diese „Cloud“? Gegenüber einem updatedähigen (ob OTA oder USB Stick) onboard System?

Ralf
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Schnellere Updates, da viel einfacher in der Dev-Umgebung getestet werden kann und nicht auf hunderte Systeme mit verschiedenen Ausführungen geachtet werden muss. Selbst bei OTA muss auf für einzelnen Geräte programmiert und getestet werden – und ausgerollt werden. Der Installationsprozess kommt noch hinzu.
Außerdem können Schnittstellen schnell integriert oder angepasst werden und man hat Zugriff auf die Tiefen des Systems.

Das neue MBUX in x Jahren hat dann (wie bei Tesla) nur noch einen kräftigen zentralen Rechner im Auto. Dadurch lässt sich OTA natürlich einfacher gestalten. Aber die Hardware kostet entsprechend.

Dr.med. Alexander
Reply to  G-Fahra
1 Monat zuvor

Sie sagen es. Wie entspannt ist doch eine Fahrt mit einem Oldtimer und dem Radio in der Mittelkonsole und das mit Kassetteneinschub. Das Auto redet nicht ständig mit mir und läßt mir einfach meine Ruhe. Genuss pur!

Thomas
1 Monat zuvor

Wo wird 2G abgeschaltet??
Das stimmt doch nicht, oder?

EQ44fahrer
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Nein, das stimmt nicht. Bei uns in Doofland wird 2G noch lange nicht abgeschaltet, es gibt kein Enddatum von allen 3 Netzbetreibern. 3G hingegen ist Geschichte. Das ist also nur eine fadenscheinige, skandalös Ausrede von MB. Es gibt kein Land in Europa und kaum eines weltweit, das aktuell nur auf 4G/5G only setzt. 3G ist weltweit der etablierte Rückfallstandard. Der deutsche Sonderweg ist unbeachtlich.

Rainer
Reply to  EQ44fahrer
1 Monat zuvor

2G fällt jetzt dann wohl in CH in ein paar Tagen weg, 3G verschwindet 2025. RIP OG iPhone, RIP iPhone 3G, RIP iPhone 3GS 😉

Thomas
1 Monat zuvor

Unabhängig von der Sinnhaftigkeit der Funktionen und der Entscheidung, auf 3G zu setzen, zeigt dieser Vorgang erneut das grundlegende Problem von Diensten, die irgendwo außerhalb der eigentlichen Hardware liegen. Beschönigend „in der Cloud“ genannt.
Letztlich sind Clouds einfach nur Computer, die jemand anderem gehören. Und wenn diesem jemand die Lust, das Geld oder (wie hier) die Technik vergeht, dann war es das mit Funktionen.
Ja, aber, werden jetzt einige schreiben: früher gab es keine Updatemöglichkeiten bzw. farbenfrohe CDs für Naviupdates. Alles richtig. Nur hat man dann ein altes, funktionierendes System. Heutzutage besteht die reale Möglichkeit, irgendwann komplett ohne Navi dazustehen, da die notwendige Cloud irgendwann nicht mehr betrieben wird (so wie es die CDs nicht mehr gibt).

Ralf
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

So ist es: Cloud ist Chance und Risiko zugleich. Man wird dadurch auf jeden Fall abhängiger, das definitiv nicht positiv ist.
In einer technisch so schnelllebigen Welt kommt man aber kaum dran vorbei. (Irgendwie will auch niemand mehr diese CDs…)

EQ44fahrer
1 Monat zuvor

Eine absolut unmögliche Entscheidung aus meiner Sicht. Ich habe für den „Ready to“ Moduleinbau ab Werk Ende 2020 um die 300 € (!) hingelatzt. 24 Monate später soll es nun vorbei sein? Zu dem Zeitpunkt war überhaupt nicht von irgendeiner zeitlichen Befristung der Funktion die Rede. Ich habe außerdem eine Garantieverlängerung für 5 Jahre abgeschlossen. Ich werde das nun prüfen und erwäge rechtlich Schritte. Daneben werde ich wohl die Steuerbefehle mitschneiden lassen um sie in OVMS zu portieren.

Was für eine beschissene Produktpolitik!

Ralf
Reply to  EQ44fahrer
1 Monat zuvor

Der Schaden wäre also 300 Euro, abzgl. Nutzung über 2 Jahre. Ggf. kann man einwenden, dass das Auto dann nicht mehr, wie vorher, nutzbar ist. Wird aber schwierig.

Für mich ein Risiko, das man als Käufer einfach hat.
Gute Hersteller versuchen dieses Risiko, im eigenen Interesse, natürlich zu vermeiden… aber klappt nicht immer.

Zur Erinnerung: Die Kartendaten-CDs für das Pfeilnavi (APS 30) liefen glaube ich 2009 aus, vielleicht sogar 2008 (mit Kartendaten von 2007), und kosteten Unsummen. Die Navis wurde aber bis 2006 (?) im Neuwagen verkauft, oder? (Bitte korrigieren, falls ich mich irre.) Da ist es heute, auch dank Cloud, recht günstig.
Hilft aktuell natürlich nicht, aber zeigt auch, dass es nicht unbedingt an der Cloud liegen muss, um Kunden zu vergraulen. 😉

Rainer
1 Monat zuvor

Man könnte ja auch den Computer aktualisieren….

Frank E.
1 Monat zuvor

Die Autos nach 2010 werden wohl endgültig keine Oldtimer mehr werden, weil sie 2040 weder voll funktionsfähig, noch reparierbar sein werden. Selbst wenn man für die 2000er Modelle die Steuergeräte nachlöten und ggf. neu flashen muss – das ist lokal meist noch machbar.

Sobald man aber von irgendwelchen Servern und Clouds abhängig ist, hat man das selbst nicht mehr in der Hand, nichtmal wenn man will.

Ralf
Reply to  Frank E.
1 Monat zuvor

Wobei das einschränkend ja die Funktionen betrifft, die es ohne Cloud gar nicht gäbe. Der Großteil, gerade was die Grundfunktionen sicherstellt, ist und wird vermutlich auch auf dem Fahrzeug bleiben.

Wenn man irgendwann AM/FM abschaltet, werden die Fahrzeuge ohne DAB ja auch zu Oldtimern. 🙂

Armin
Reply to  Frank E.
1 Monat zuvor

Dass ein smart ein Oldtimer wird war nie vorgesehen.
Stattdessen wurde von Beginn an mit Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit geworben.