Mercedes verfehlt eigenes Absatzziel bei Elektroautos

Nach den offiziellen Ankündigungen des Mercedes-Benz Konzerns sowie dessen Vorsitzenden Ola Källenius wollte man im Jahr 2030 möglichst nur noch Elektroautos ausliefern. Das „Electric Only“ haben die Stuttgarter heute nach unten korrigiert – nun erwartet man einen Anteil am Absatz von höchstens 50 Prozent in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.. 2024 soll jedes fünfte Auto einen Batterieantrieb haben, wie Mercedes-Benz heute mitteilte.

 

„Electric only“ macht der Kunde nicht mit

„Wo immer es die Marktkonditionen zulassen“, wollte man vor zweieinhalb Jahren zukünftig „Electric only“ anbieten, wobei der Hersteller bereit war für einen Elektroautoabsatz von bis zu 100 Prozent – bei entsprechender Nachfrage. Nun heißt es: „Das Tempo der Transformation bestimmen die Marktbedingungen und die Wünsche der Kunden“ – demnach will man zukünftig unterschiedliche Kundenwünsche erfüllen, ob mit E-Antrieb oder mit Verbrennungsmotor „bei Bedarf bis in die 2030er Jahre hinein“.

Nur knapp 12 % Elektroanteil beim Absatz

Nach den heute verkündeten Zahlen hätte der Anteil an Elektroautos im vergangenen Geschäftsjahr 2023 über 20 Prozent betragen müssen – rund 12 Prozent sind es geworden. Wie es aussieht, muss man weiterhin auf Verbrenner setzen, die vom Kunden auch weiterhin so gewünscht sind. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bleibt überschaubar und deutlich anders, als Mercedes-Benz es erwartet hatte. Nach Aussagen des Konzerns wird man jedoch weiterhin die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um vollelektrisch zu werden. Nach aktuellen Medienberichten will man die Laufzeiten einiger Verbrenner zusätzlich bis zu drei Jahre in die Zukunft verlängern, mit dabei u.a. die E- und S-Klasse sowie de GLC und das GLE Modell.

Quelle: Mercedes-Benz Group AG

 

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G Fahra
1 Monat zuvor

Kein Wunder. Hätte ich Euch gleich sagen können, wenn Ola nicht nur eine sondern gleich zwei (!!!) E-Limousinen liefert, die wie ein Axolotl aussehen…

G Fahra
Reply to  G Fahra
1 Monat zuvor

UPDATE !!!!! Mercedes teasert das EQS Facelift mit Grill und Haubenstern!!! Komplettes Redesign der Fahrzeugfront !!! Man versucht zu retten, was zu retten ist! Blöd für diejenigen, die jetzt mit dem alten EQS rumfahren müssen…

Ralf
Reply to  G Fahra
1 Monat zuvor

Die Form wird sich nicht komplett ändern.
Und ich glaube auch nicht, dass man gezwungen ist diesen EQS zu fahren.

Mick
Reply to  G Fahra
1 Monat zuvor

Wo?

Pano
Reply to  G Fahra
1 Monat zuvor

Das Bild sieht eher danach aus, als ob jemand ein paar Pixel hin und her geschubst hat. Zumal die Scheinwerfer nicht die Sternform haben, die hier zu sehen ist: https://www.mercedes-fans.de/magazin/sternstunde/mercedes-erlkoenig-premiere-erste-bilder-vom-mercedes-eqs-facelift-2026.20842
Kann mich aber auch täuschen.
Grüße
Pano

driv3r
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Das eine muss mit dem anderen nichts zu tun haben. Ola hat nebenher erwähnt, dass das genannte Update wie geplant ab dem Sommer zu haben sein wird.

Pano
Reply to  driv3r
1 Monat zuvor

Hab jetzt die Videos von gestern gesehen und da war auf einer Folie tatsächlich eine modifizierte EQS-Front inkl Haubenstern zu sehen. Aber es wohl als Option angeboten werden.
Grüße
Pano

G Fahra
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Ich erkenne aber die Sternform der Scheinwerfer bei dem jetzt geteaserten oder gar geleakten Bild…

Alexander Haupt
Reply to  G Fahra
1 Monat zuvor

Vielleicht kann man das Facelift nachrüsten. Es sieht so aus als ob das möglich wäre …

hoelli78
1 Monat zuvor

Das liegt nicht nur an Elektromobilität sondern auch an dem Design des EQS und EQE. Die Autos sehen doch nicht nach Luxus aus, eher wie eine Banane.

Dr.med. Alexander
Reply to  hoelli78
1 Monat zuvor

Natürlich kann man über das Design „streiten“. Ursprünglich war ja das Ziel vom EQS gleich viele Autos zu verkaufen wie von der S-Klasse, also sozusagen eine Parität zu erreichen. Ich habe dazu folgende Verkaufszahlen für den Zeitraum 1-11/2023 gefunden: S-Klasse 54.308 Verkäufe, EQS 16.599 Stück und BMW i7 6.968 Einheiten.

Marc W.
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Leider wird der noch hässlichere i7 den EQS überholen, obige Zahlen sind wegen des späten Markteintritts nicht aussagekräftig.

Dr.med. Alexander
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Woher nehmen Sie diese Zuversicht? Der i7 ging in 11/2022 an den Start.

Snoubort
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Siehe Dezember und Januar

Thomas
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

i7 ist ganz klar eine Limousine und nichts rund gelutschtes. EQS dagegen ist flach gespült, irgendwas hatchback-artiges ohne irgendeinem Limousinen Charakter.So wird es nichts mit EQS löst S Klasse ab.

Ralf
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Vielleicht hilft der Haubenstern beim Facelift in einem halben Jahr beim EQS. 🙂

npl
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Was auch immer der Haubenstern an Pluspunkten für das Design bringt, wird von den kitschigen Stern-Tagfahrleuchten in vierfacher Ausführung wieder zunichte gemacht.

Ralf
Reply to  npl
1 Monat zuvor

Sehe da nix kitschiges, sondern mal ein Alleinstellungsmerkmal im Straßenbild, das auf der Marke basiert.

Hans-Wurst
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

bullshit. Billig bis zum geht nicht mehr, sieht eher nach 3,50 Euro Zubehör von Alibaba aus …

Snoubort
Reply to  hoelli78
1 Monat zuvor

Defining Banana-Class

Pano
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Evtl meint er das: https://m.youtube.com/watch?v=d3psto4Y0o4
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

😉

harry
1 Monat zuvor

Hoffentlich geht das gut einige Baureihen noch drei Jahre länger laufen zu lassen. Audi ist ein abschreckendes Beispiel dafür. Irgendwann hat man eine total veraltete Modellpalette und der Massenmarkt für BEV’s ist immer noch nicht vorhanden. Meiner Meinung nach kann Mercedes es sich nicht leisten ihre Verbrenner einen längeren Modellzyklus zu unterziehen.

Dr.med. Alexander
Reply to  harry
1 Monat zuvor

Aber diese total veraltete Modellpalette hält bei den Vergleichstest immer noch recht wacker mit. So besiegte gerade der Q3 in einem Vergleichstest den Mercedes GLA und den BMW X1 sehr deutlich (ams Heft 5). Der Fortschritt liegt eben nicht unbedingt an mehr Toachflächen statt Taster. Nur mal ein Auszug: “ während man bei den anderen im Menü herumwischt, rasten beim Audi die analogen Regler feinrastend ein – ein haptischer und akustischer Genuss“-

Robin
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Nun ist der Q3 aber trotz Launch in 2018 m.E. nicht unbedingt ein geeignetes Beispiel für ein veraltetes Modell, da denke ich vielmehr an einen (wenngleich immer noch guten, aber eben antiqiert anmutenden) A4, A5, Q5 oder Q7.

Was ich aber tatsächlich am Q3 irriterend finde, ist der Schlüssel (zumindest ohne Keyless-Go und -Start). Ein Freund hat eben solchen aktuellen Q3 aus BJ 2021 und der hat den gleichen alten (vom Design) Zünschlüssel wie der A3 8P aus 2004, der in unserer Familie einst fuhr.

Dr.med. Alexander
Reply to  Robin
1 Monat zuvor

Auch Modelle wie A3, A4 und gerade der Q5 schnitten ebenfalls in den Vergleichstest hervorragend ab und waren einige Tausend Euro günstiger. Und nur weil diese weniger Bling-Bling haben sind sie ja nicht antiquiert.

XRT 78
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Dass Audi im Jahr 2023 trotz veralteter Modelle Mercedes dicht auf den Fersen war, ist allein Ihnen zu verdanken, so wie Sie hier leidenschaftlich auf Mbpassion über Audi berichten und gegen BMW wettern. Trotzdem bleibt es abzuwarten, ob es Audi dank Ihrer persönlichen Unterstützung in diesem Jahr erstmals gelingt, Mercedes in den weltweiten Verkaufszahlen zu überholen. Ich denke, Audi sollte Ihnen zumindest den e-tron GT als Dankeschön für Ihre bisherigen Leistungen schenken, wir finden, Sie haben es redlich verdient.

LukasA250e
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Drei Punkte Vorsprung sind bei Ihnen also „sehr deutlich“?
Gruß

Toni
Reply to  harry
1 Monat zuvor

Ich sehe mehr Q4 und 0 GLA/GLBs auf den Straßen. Wenigstens sehen die „total veralteten“ Autos von Audi nicht wie hässliche B(ieberzähne)MWs oder aufgeblasene Seifenstücke aus. Und dass der Innenraum einen nicht mit einer LED-Show blendet und alles mit Displays vollgestopft ist, würde ich nicht als was Negatives hervorheben.

Friedrich
Reply to  harry
1 Monat zuvor

Da die Wettbewerber ähnlich verfahren ist das eine profitable Strategie, da die Margen beim Verbrenner deutlich höher liegen. Da wegen des EU Verbrennerstopps in diesem Segment nicht mehr viel entwickelt wird, ist das eine Goldgrube wirtschaftlich voll abgeschriebene Modelle einfach weiterzuverkaufen. Übrigens wurden beim EQA Facelift nur optische Elemente ausgetauscht und das Fahrzeug praktisch unverändert weiterverkauft. Da wundert man sich nicht wo die Margen herkommen.

Ralf
Reply to  Friedrich
1 Monat zuvor

Volle Zustimmung. Man muss aber auch sagen, dass die Autos grundsätzlich einfach gut sind.

Wenn man die lange Laufzeit noch sinnvoll nutzt: „MöPfe“ mit ein bisschen mehr VERfeinerung und das Abstellen aller Kinderkrankheiten, ich würde lieber ein altes Modell kaufen, zumal MBUX gut funktioniert.

Thomas
Reply to  harry
1 Monat zuvor

„Neuerungen“ sind bei Benz teilweise echte verschlechterungen. Nehmen wir das „neue“ Lenkrad mit nur Wischen. Für mich ist es ein NoGo, für einige Kollegen/Freunde auch. Ich zählte die Woche über 10 die deswegen nicht mehr den Ersatz für Ihre GLE/GLS bei Benz ordern.

Tom
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Dem kann ich nur zustimmen. Das neue Lenkrad ist ein Totalausfall. Fehlbedienungen deutlich häufiger als früher. Anderes Beispiel: meine Frau hat sehr trockene Hände, schon immer. Eine Bedienung der Touch-Flächen beim neuen Lenkrad ist für sie fast nicht möglich. DAs alte sah nicht nur edler aus, es war auch leichter und besser bedienbar.

Ferdi
1 Monat zuvor

Guten Morgen Frau Laugenweckle! Als ob man das nicht schon vorher gewusst hat, wenn man nur ein bisschen nachdacht hätte!?

Keiner, aber auch wirklich keiner lässt sich die Heizungsform im eigenen Keller, die Elektromobilität oder einen Waschlappen aufzwingen – von. niemanden!

Wenn die Technik was taugt, das Design stimmt, die Kosten iO sind, das fahren Spaß macht etc. wird sich die E-.Mobilität von alleine durchsetzen / nicht überall, aber schon großflächig. Meine Meinung!

JM13
1 Monat zuvor

Das reine E-Auto als Erstwagen im Luxussegment ist tot.

Gernot
1 Monat zuvor

Diese Meldung ist inhaltlich falsch, wie übrigens auch bei tagesschau und sonst wo. Hier das Zitat aus dem Jahresbericht, Kapitel Ausblick:
“Das Unternehmen geht davon aus, dass die xEV-Verkäufe in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts bis zu 50% des Gesamtabsatzes erreichen werden.“

Man erwartet irgendwann ab 2025, die 50% zu erreichen. Was 2030 sein wird, weiss niemand. Und intern stellt man sich auf alle Eventualitäten ein. Es gibt Prognosen, die für 27/28 ein Kippen des Marktes erwarten. All das ist denkbar.

Ralf
Reply to  Gernot
1 Monat zuvor

Sehe den Fehler nicht:
In der zweiten Jahreshälfte ist allerdings 2025 bis 2029. Und wenn es bis zu 50 % sein soll, wären es auch 2029 noch 50 %.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Ralf
Pano
1 Monat zuvor

Mei, dann werden die MRA2-Modelle halt länger produziert und ein, zwei mal mehr gemopft. MMA und .EA kommen trotzdem und die Werke sind jetzt schon darauf ausgelegt Verbrenner, PHEV und BEV auf einer Linie zu produzieren
Grüße
Pano

Andreas
1 Monat zuvor

Ich denke die Politik hat einen gehörigen Anteil an der einsetzenden Flaute bei den e-Wagen. Zumindest in Deutschland.

Aber eins kann ich sagen. Ich liebe meinen EQE. Vermisse meinen E-Klasse Diesel keine Sekunde.

Grüße

Tom
Reply to  Andreas
1 Monat zuvor

Mir gehts genau anders herum. Eine Fahrt in den Urlaub hat mir gereicht um Elektromobilität den Rücken zu kehren und geschäftlich wie privat so lange wie möglich Volumenstarke Diesel, bzw. privat Verbrenner zu fahren.

G Fahra
1 Monat zuvor
Flo
1 Monat zuvor

Wenn man aus einem hübschen GLA einen hässlichen EQA macht ist das kein Wunder. Auch das Facelift ist jetzt nicht der Hit . Aber es kommt was besseres in Form des cla

Mario
1 Monat zuvor

Ohne staatliche Förderung und Einsparungen bei der 1% Regelung für Geschäftswagen, wäre der Absatz an Elektrofahrzeugen noch einmal deutlich niedriger ausgefallen. Das wird man in den Verkaufszahlen für 2024 sehen. Einige meiner Kollegen haben in den letzten Jahren Elektro ausprobiert und wechseln nun wieder zum Verbrenner. Häufigster Grund: die Anschaffungskosten

Markus H
1 Monat zuvor

ich warte seit meiner Reservierung fürs Model 3 am 31.03.2016 auf eine elektrische C-Klasse -> also Mittelklasse-Segment mit dem Stern. Von daher wundert mich fehlender Absatz nicht.

bis heute Fehlanzeige…mal schaun wann CLA bzw. C-Klasse tatsächlich auf die Straße rollen.

driv3r
Reply to  Markus H
1 Monat zuvor

Elektrische C-Klasse und GLC wurden in der Präsentation mehrfach erwähnt.

axxxtz
1 Monat zuvor

wie, man geht auf kundenwünsche ein?
das geht ja mal gar nicht ^^.
hier mein wunsch: c klasse t-modell soll bleiben! 🙂

Jochen Beideck
1 Monat zuvor

„Das Tempo der Transformation bestimmen die Marktbedingungen und die Wünsche der Kunden“. Diese Tatsache sollte sich nach den CEOs der Autokonzerne nun auch die regierenden Politiker hinter die Ohren schreiben. Die Menschen sind zur überwiegenden Mehrheit nicht bereit, die unübersehbaren und kurzfristig nicht lösbaren Nachteile der E-Mobilität in Kauf zu nehmen. In einer funktionierenden Demokratie sollte das automatisch dazu führen, dass mittels Mehrheitsentscheid dann auch kein Zwangsumstieg verordnet wird.

Helge
1 Monat zuvor

Und besonders lustig ist, daß (laut diesem Artikel), daß die Van-Sparte erfolgreicher war, als die PKW Sparte…

Das ist die neue Luxusstrategie von Ola…Dürfte ihm nicht gefallen.

Jahresbilanz: Mercedes hat einen „Margen-König“ – aber einen peinlichen (msn.com)

Dr. Grendel
1 Monat zuvor

Man braucht sich im Konzern nicht wundern das die Ziele bei den elektrifizierten Fahrzeugen krachend verfehlt werden. Man kombiniere schlechtes Design mit billiger Materialanmutung und nicht wettbewerbsfähiger elektrischer Leistung garniert mit vollkommen überzogen Preisen und endet letztlich im Agenturmodell des Grauens. Logischerweise werden diese Fahrzeuge zu Ladenhütern.