eActros 600 meistert eNordkapp Challenge als erster batterieelektrischer Sattelzug

Mit einer echten Premiere am Polarkreis setzt Mercedes-Benz Trucks ein starkes Zeichen für den elektrischen Fernverkehr: Der neue eActros 600 hat die legendäre eNordkapp Challenge erfolgreich absolviert – als erster batterieelektrischer Sattelzug überhaupt. Die rund 8.000 Kilometer lange Langstrecken-Expedition führte das Fahrzeug von Deutschland bis zum Nordkapp in Norwegen, der nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Stelle Europas. Bei Temperaturen von bis zu minus 41 Grad Celsius bewies der Elektro-Lkw eindrucksvoll seine Robustheit, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit.

Die eNordkapp Challenge findet seit 2018 jährlich statt und gilt als Härtetest für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Der zehntägige Einsatz des Mercedes-Benz eActros 600 zeigte, dass batterieelektrische Lkw längst nicht mehr nur für Kurzstrecken geeignet sind. Eingesetzt wurde das Fahrzeug vom österreichischen Logistikunternehmen VEGA International CarTransport & LogisticTrading GmbH, das den eActros 600 nahezu serienmäßig auf die extreme Reise schickte. Abgesehen von einer speziellen Winterbereifung gab es keine technischen Anpassungen – ein klares Signal für die Serienreife des Elektro-Fernverkehrs-Lkw.

Am Steuer saßen Herbert und Silvia Salentinig, die die anspruchsvolle Route über Norddeutschland, Dänemark und entlang der schwedischen Fernstraße Inlandsvägen bis hinauf ans Nordkapp souverän meisterten. Das Gespann bestand aus einem eActros 600 mit Fahrzeugtransport-Auflieger, beladen mit einem Mercedes-Benz Sprinter. Mit einem Lastzuggesamtgewicht von 32,5 Tonnen entsprach die Konfiguration exakt dem Arbeitsalltag des Logistikers VEGA – ein wichtiger Aspekt für die Praxisrelevanz des Tests.

Trotz widriger Bedingungen ließ sich das Team nicht aufhalten. Selbst herausfordernde Ladepausen im hohen Norden, bei denen abgesattelt werden musste, Ladekabel zu kurz waren oder Kartenleser an Ladesäulen eingefroren waren, konnten den Fortschritt nicht stoppen. Der eActros 600 überzeugte durch stabile Leistung, zuverlässige Energieversorgung und hohe Betriebssicherheit – selbst unter extremen klimatischen Bedingungen.

„Der eActros 600 ist für uns ein wahres Arbeitstier – zuverlässig auch unter härtesten Bedingungen“, resümierte Fahrer Herbert Salentinig nach der erfolgreichen Ankunft am Ziel. Damit unterstreicht Mercedes-Benz Trucks nicht nur die technische Reife seines neuen Elektro-Lkw für den Fernverkehr, sondern auch das enorme Potenzial batterieelektrischer Nutzfahrzeuge im internationalen Logistikalltag.

Die erfolgreiche Teilnahme an der eNordkapp Challenge markiert einen Meilenstein für emissionsfreien Schwerlastverkehr und zeigt: Der elektrische Fernverkehr ist bereit für die Realität – selbst jenseits des Polarkreises.

Bilder: Daimler Truck AG

9 Kommentare
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XRT80
15 Tage zuvor

1. Glückwunsch!
2. Warum Nordkap mit Doppel-P?
3. Lastzuggesamtgewicht von 32,5 Tonnen mit einem kleinen Sprinterchen drauf ? Upsi! Kommt da bald eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für e-Lastzüge? Nicht gerade förderlich für die Infrastruktur…

Christoph
Reply to  XRT80
15 Tage zuvor

2. Vermutlich weil es auf Norwegisch Nordkapp heißt. Die Sparfüchse aus Deutschland und Dänemark haben sich ein P gespart. Die meisten anderen Länder haben die norwegische Schreibweise kopiert.

XRT80
Reply to  Christoph
14 Tage zuvor

Wieder was gelernt, thx!

Erik
Reply to  XRT80
15 Tage zuvor

Der E600 wiegt leer 11,7t
Der Rest ist tatsächlich der Anhänger und die Ladung.

XRT80
Reply to  Erik
14 Tage zuvor

Wow, ist das wohl ein 7,5t Sprinter 🙂

Andreas
Reply to  XRT80
14 Tage zuvor

Ist nur die Frage wie lang sie mit dem Kübel unterwegs waren ….3 Monate ?

Dr. Z
Reply to  Andreas
14 Tage zuvor

Ja und?

Basel
Reply to  Andreas
14 Tage zuvor

Können oder wollen sie nicht? Packen sie halt ein paar Solarzellen nach ihren Öltank

Björn
13 Tage zuvor

Hier gibt es einen Bericht zu dieser Tour.
https://www.electrive.net/2026/01/15/winter-wagnis-oesterreichisches-ehepaar-schafft-es-im-e-sattelzug-zum-nordkap/
Klar es ist kein 40 to Zug. Aber leicht gemacht haben Sie es sich bei der Wahl des Aufliegers auch nicht. Und es wird auch transparent mit den Problemen der Tour umgegangen. Von daher Hut ab vor dem Wagnis..