Mercedes schafft tausende neue Arbeitsplätze in Kecskemét

Mercedes‑Benz treibt seine Expansion in Ungarn weiter massiv voran. Am Werkstandort Kecskemét entstehen in den kommenden Jahren dazu tausende neue Arbeitsplätze, während die Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut werden. Die Aufstockung der Mitarbeiter bestätigte Jens Bühler, Geschäftsführer der Mercedes-Benz Manufacturing Hungary.

Seit dem Jahr 2007 produziert Mercedes‑Benz in Kecskemét Fahrzeuge schon für den europäischen Markt. Heute beschäftigt das Werk rund 5.000 Mitarbeiter und hat bereits über 2 Millionen Fahrzeuge vom Band laufen lassen. Die Fabrik gilt mittlerweile als internationales Kompetenzzentrum des Konzerns. Mercedes‑Benz investiert dazu kontinuierlich in den Standort: Mercedes-Benz investiert im Rahmen der Umsetzung des Mercedes-Benz Business Plans 2022-2026 mehr als 1 Milliarde Euro in das Werk Kecskemét. Der Fokus liegt dabei auf der weiteren Flexibilisierung der Produktionslinien, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Investitionen fließen in zwei komplett neue Gebäude für die neuen Karosserie- und Montagelinien sowie ein Gebäude für die Batteriemontage. Dadurch soll die jährliche Kapazität u.a. auf 300 000 Fahrzeuge steigen. Neben der Fertigung setzt das Unternehmen zunehmend auf Forschung und Entwicklung: Ein neues F&E-Zentrum entsteht dazu direkt am Werk, das mit lokalen Hochschulen zusammenarbeitet und rund 55 Millionen Euro umfasst.

Elektromobilität im Fokus

Die Kecskeméter Fabrik wird auch zum Knotenpunkt für Elektromobilität. Seit Anfang 2026 wird  die elektrische Version des Mercedes‑GLB produziert, ein Schritt, der die Bedeutung des Standorts für die E-Mobilitätsstrategie des Konzerns unterstreicht. Außerdem wird die Produktion der A‑Klasse teilweise nach Ungarn verlagert, um die Fertigung effizienter zu gestalten. Zukünftig soll auch das rein elektrische C-Klasse EQ Modell in Ungarn vom Band laufen.

Wirtschaftlicher und politischer Impact

Die ungarische Regierung bezeichnet die Expansion von Mercedes‑Benz als Schlüsselprojekt für den Industriestandort des Landes. Neben der Schaffung tausender Arbeitsplätze stärkt das Werk die technologische Expertise und sichert langfristig bedeutende Investitionen in Forschung und Entwicklung. 2024 erzielte das Werk einen Umsatz von über 4,1 Milliarden Euro und produzierte mehr als 146 000 Fahrzeuge, was Kecskemét zu einem der zentralen Standorte der europäischen Automobilindustrie macht.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

49 Kommentare
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Chris Bayerstein
4 Tage zuvor

Mercedes schafft sich ab!

Michael Sommer
Reply to  Chris Bayerstein
2 Tage zuvor

Jeden Tag aufs neue.

EQ44fahrer
Reply to  Chris Bayerstein
1 Tag zuvor

Bullshit! Das hier trägt definitiv zum Erhalt bei, nicht zur Abschaffung.
Mercedes schafft sich ab, wenn weiter hier in Doofland (seinerseits auf dem Weg in die 3. Welt) produziert wird.

Politikexperte
4 Tage zuvor

Aber die Grünen in BW sind ja super und werden am Sonntag weiterhin fleißig gewählt werden.
Nicht anders verdient sage ich da nur.

Gartenpriester
Reply to  Politikexperte
3 Tage zuvor

Populistischer quatsch.
Aber damit liegst du im Trend:“Deutschland jammert sich laut des Baden-Württemberg Reports offenbar selbst in Grund und Boden. 90% der Baden-Württemberger:innen bewerten die Stimmung in der Gesellschaft als deutlich negativer als die eigene.“

Stefan EQ
Reply to  Politikexperte
3 Tage zuvor

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Carsten
Reply to  Politikexperte
3 Tage zuvor

Die Verlegung von Produktion hat mit den Grünen überhaupt nichts zu tun. Für diese Entscheidungen ist die Geschäftsleitung bzw. der CEO zuständig. Dass in BW viele Arbeitsplätze in der Automobilindustrie verloren gehen, hat vorallem mit geopolitischen Ereignissen zu tun, z.B: das in China der Markt für deutsche Autobauer (weil sie eben hauptsächlich Verbrenner anbieten) schwieriger geworden ist. Chinesen kaufen eher nun eigene Marken mit E-Antrieb. Dann die USA mit ihren Zöllen, die verpasste Transformation und falsche Strategie (ich sage nur Luxus-Strategie).

Die Politik baut keine Autos und verkauft auch keine. Sie kann nur die Rahmenbedingungen setzen. Was man der Politik ankreiden könnte ist, daß der Industriestrompreis zu hoch ist.
Dass die Löhne hier höher sind, als anderswo – ist eben so. Schließlich sind die Lebenshaltungskosten hier auch höher als in Ungarn.

Ich würde eher Einfuhren in die EU (z.B: aus China) teurer machen, denn die subventionieren ihre Autohersteller und haben somit dann einen Wettbewerbsvorteil.

EQ44fahrer
Reply to  Carsten
1 Tag zuvor

Ach Carsti…
die (grüne) Politik, völlig egal von wem propagiert und praktiziert, hat für genau jene Verhältnisse gesorgt, die den Produktionsstandort Deutschland (und insbesondere Baden-Württemberg) gerade krachend zur Hölle fahren lassen. Das ist weder populistischer Quatsch, noch ein Hirngespinnst. Es ist Fakt.

Wer das leugnet betreibt krasse Realitätsverweigerung oder hat seit der Geburt schon Pech beim Denken…

EQ44fahrer
Reply to  Politikexperte
1 Tag zuvor

Wer den Özdemir wählt, wählte die Fortsetzung des Untergangs.

lumia
4 Tage zuvor

Wie ist das denn bei Mercedes, wie viele Arbeitsplätze wurden in den letzten Jahren in Deutschland geschaffen? Viele Leute sagen ja, sie würden nur deutsche Marken fahren.
Mich würde mal interessieren, wie viel Prozent der hier in Deutschland verkauften PKW‘s von deutschen Marken auch in Deutschland produziert wurden. Und wie das 5 Jahren aussieht…

Wir fahren Mercedes aktuell nur noch im Transporterbereich. Bei den PKWs wurden die Mercedes Verbrenner durch elektrische Fahrzeuge anderer Marken ersetzt. Darunter sind 2 in Deutschland hergestellte Fahrzeuge: Tesla Model Y.

Gartenpriester
Reply to  lumia
3 Tage zuvor

Na dann schmeiß doch Google an: In Deutschland wurden seit dem Tief in 2021 wieder deutlich mehr Fahrzeuge im Inland produziert. Oder in Zahlen (laut VDA): Inlandsproduktion 2021 = 3.096.165 Fahrzeuge; Inlandsproduktion 2025 = 4.148.836 Fahrzeuge. Von knapp 80 Mio weltweit produzierten PKW kamen über 4Mio aus Deutschland (~5%) – das ist Platz 5 weltweit.

Adrian
Reply to  lumia
3 Tage zuvor

Ah Tesla. Die zahlen mieses geld ^^

wolka
4 Tage zuvor

In Deutschland verlieren wir Arbeitsplätze und in Ungarn blüht der Arbeitsmarkt.
und Herr Orban freut sich
Unbegreiflich

PupNacke
Reply to  wolka
4 Tage zuvor

Was heißt hier unbegreiflich? Es ist sehr greifbar – weniger Steuerlast, geringere Löhne & Abgaben (= Kosten), geringere Energiekosten, …

Michael Sommer
Reply to  PupNacke
4 Tage zuvor

und der Chef hier brüllt Ihr faulen Säcke… Hier ist Ende aber solange das Bier läuft und die Kapelle blöst ist alles wunderbar.

Viano 3.5
Reply to  PupNacke
4 Tage zuvor

BÖSE Zungen würden sagen :’wie bestellt so geliefert ‚

Uwe
Reply to  PupNacke
4 Tage zuvor

Und von der guten Infrastruktur und Sicherheit insgesamt ist Ungarn mittlerweile ein Land, indem ich mir sogar vorstellen könnte, dort zu leben (und zu arbeiten).. insofern wundert es mich nicht, wenn die Firmen immer mehr in andere Länder ausweichen.

Gartenpriester
Reply to  Uwe
3 Tage zuvor

Aber Ungarisch ist eines der schwersten Sprachen, die man lernen kann. Wer würde Sie dort haben wollen, wenn Sie nicht die Sprache sprechen?

EQ44fahrer
Reply to  Gartenpriester
1 Tag zuvor

Mit Deutsch und Englisch kommt man in Ungarn überall hin.

Michael Sommer
Reply to  wolka
4 Tage zuvor

das ist doch so gewünscht:
Höchste Steuern
Höchste Energiepreise
und einer der den Chef spielt und sagt wir wären faul.

Merkt Ihr da draussen noch was oder wurde Euch das Denken entfernt? Hier kann es nicht so weiter gehen. Hier ist Ende.

Zuletzt editiert am 4 Tage zuvor von Michael Sommer
Dr. Alexander
Reply to  Michael Sommer
3 Tage zuvor

Heul doch Dein Wohlstandsgejammer. Klar, alle anderen sind Schuld….

JM13
Reply to  wolka
3 Tage zuvor

Wer das unbegreiflich findet und einen Like vergibt, hat nichts verstanden und realisiert über die deutsche wirtschaftliche Entwicklung seit zig Jahren. Deutschland ist kein Land der Dichter:innen und Denker:innen mehr, sondern ein Land der Ahnungslosen.

Bob
Reply to  JM13
3 Tage zuvor

Leute die Gendern sind natürlich auch Teil des Problems

JM13
Reply to  Bob
3 Tage zuvor

So ist es. Das Gendern war von mir gezielt gesetzt als Provokation des deutschen Denkmusters.

EQ44fahrer
Reply to  JM13
1 Tag zuvor

So sieht es aus. Nix Dichter. Nix Denker. Deutschland ist ein Land irrationaler Armleuchter geworden. Gefühligkeit über alles.

schwob
Reply to  wolka
3 Tage zuvor

Ein Wort: Kosten

Michael Sommer
Reply to  schwob
3 Tage zuvor

Nein, auch Mindset.

Mit deutschen Bedenkenträgern und Ewig-Gestrigen brauchst keine Neuprojekte stemmen.

EQ44fahrer
Reply to  wolka
1 Tag zuvor

Nur für Dumme ist es nicht begreiflich.
Es ist völlig rational. Und hier muss man MB ausdrücklich mal loben zur Vernunft zurückgekehrt zu sein.

„Electric first/only“ und „Premium“ sind zwei gescheiterte, völlig irrationale Ansätze gewesen.

Thomas
4 Tage zuvor

Wird/wurde da mal nicht die C-Limo produziert?

Wann kommt denn nun endlich die C-Klasse Mopf 🙁

Bad Bunny
4 Tage zuvor

Alle Württemberger haben am Sonntag die Wahl, wie es in Zukunft weiter geht!

EQ44fahrer
Reply to  Bad Bunny
1 Tag zuvor

Steil bergab mit dem drogenanbauenden Cemmy aus Berlin! (Aber ich war’s nicht).

Bulli500
4 Tage zuvor

Morgenröte beschreibt die rötliche Färbung des Himmels am Osthimmel.
Im Volksmund verheißt das nichts gutes.

Bob
4 Tage zuvor

Die Arbeitsplätze sind nicht weg, sie sind nur woanders.

EQ44fahrer
Reply to  Bob
1 Tag zuvor

Vielleicht sollten wir es den Dummen wirklich im Habeck-Duktus vortanzen. Die einfache Sprache verstehen sie.

Eric_der _kein_Bier_trinkt
3 Tage zuvor

Viele vergessen, Mercedes ist nur vom Standort her ein deutsches Unternehmen. Die Haupteigner sitzen in China und Kuwait.
Dann institutionelle Anleger und private. Insgesamt sind etwa 15% in heimischer Hand.
Da macht es schon Sinn, wenn das Geschäft schlechter läuft, die Szrategie zu ändern.

Gartenpriester
Reply to  Eric_der _kein_Bier_trinkt
3 Tage zuvor

Das sind die Fakten: Institutionelle Anleger halten laut offizieller Aktionärsstruktur mit 44% die meisten Anteile. Private Anleger, woher auch immer sie kommen, halten knapp 31% Anteile. Ein Viertel verteilt sich dann auf 3 große Anteilseigner, u.a. Kuwait mit nichtmal 6%. BAIC und Tenaciou3 halten jeweils weniger als 10%.

Chris Bayerstein
3 Tage zuvor

Ausgerechnet Orbanistan. Aber bei MBS neuem Motto: hauptsache billig, nicht überraschend.

EQ44fahrer
Reply to  Chris Bayerstein
1 Tag zuvor

Nicht ausgerechnet. Mit gutem Grund!
Als nationalistischer Wirtschaftsbolschwik kapiert man das natürlich nicht…

Michael Sommer
3 Tage zuvor

Ein Hoch auf Ungarn !

Lang lebe Viktor Orban !

Tobson
3 Tage zuvor

Günstiger zu produzieren, weniger Bürokratismus – wahrscheinlich sind die auch noch fleißiger und weniger krank.

Wie sind langsam abgehängt.

EQ44fahrer
Reply to  Tobson
1 Tag zuvor

Und psychisch gesund!

Wir sind längst abgehängt. Es dauert nur sehr lange bis es der Letzte begriffen hat.

Tom
3 Tage zuvor

Die logische Folge, grün-rot-schwarzer Energie- und Industriepolitik. War mit Ansage. Mahner wurden als „Schwarzseher“ abgetan. Bedankt Euch bei den Grünen, bei den Roten, bei den Schwarzen. Und überlegt euch, wen ihr am 8.3. wählt.

Joe Mansfop
Reply to  Tom
3 Tage zuvor

Nicht wer wählt entscheidet sondern der der auszählt. Und wer dann dran ist entscheidet auch nicht sondern das sind die im Hintergrund

Also weiter ins Totengefäß 🙂

Zuletzt editiert am 3 Tage zuvor von Joe Mansfop
Marco
Reply to  Tom
3 Tage zuvor

… jedenfalls ganz sicher keine rechtspopulistischen bzw. rechtsextremistischen Vetternwirtschaftsblauen mit Realitätsverlust!!!

Michael Sommer
Reply to  Marco
2 Tage zuvor

Den Realitätsverlust erleiden ja wohl eher die RRG-ÖRR-Jubler.

Krächtzmann
2 Tage zuvor

Daher am Sonntag Cem. Nur mit Grün können wir die Arbeitsplätze hier sichern.

EQ44fahrer
Reply to  Krächtzmann
1 Tag zuvor

Durch Cannabisplantagen und Cemmy-Bilder in den Werkshallen?

EQ44fahrer
1 Tag zuvor

Ungarn hat sich das redlich verdient. Es ist zu einem Top-Industriestandort in Europa avanciert.
Warum? Weil Orban auf jedeweden woken Scheiß und deutsche „Wenden“ verzichtet. Zusätzlich pocht er auf geopolitisch souveräne Energievorsgungsentscheidungen statt rücksichtslose Diktate aus Brüssel zu bedienen. Das alles zahlt sich nun aus. Das hervorragendem Bildungsniveau in Ungarn sorgt darüber hinaus für qualifizierte Mitarbeiter.

Weiter so!