Die internationale Feuerwehr- und Rettungsbranche trifft sich vom 6. bis 8. Mai 2026 auf der RETTmobil 2026 in Fulda. Die Messe gilt als einer der wichtigsten Treffpunkte der europäischen Blaulichtszene und bringt Fachbesucher aus Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten zusammen.
Mit dabei ist die Daimler Truck, die gemeinsam mit Aufbauherstellern zwei deutlich unterschiedliche, aber komplementäre Fahrzeugkonzepte präsentiert: den Mercedes-Benz Atego als Löschgruppenfahrzeug für den kommunalen Einsatz sowie den Unimog U 5023 als Tanklöschfahrzeug für extreme Gelände- und Katastrophenlagen.
Atego LF 10 VARUS: Einsatzsicherheit für den Alltag
Das Löschgruppenfahrzeug LF 10 auf Basis des Mercedes-Benz Atego ist auf klassische kommunale Einsatzszenarien ausgelegt – von Brandeinsätzen bis hin zur technischen Hilfeleistung.
Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen, Single-Bereifung und einem Radstand von 3.860 mm bietet das Fahrzeug eine stabile und zugleich agile Grundlage für den Einsatz im urbanen und ländlichen Umfeld. Die großzügige VARUS-Gruppenkabine ermöglicht die Aufnahme einer vollständigen Mannschaft und fördert durch den durchgängigen Innenraum die Kommunikation während der Fahrt.
Der Aufbau von Schlingmann setzt auf langlebige Edelstahlspezialprofile und ein konsequent praxisorientiertes Stauraumkonzept. Ausziehmodule, strukturierte Geräteraumlösungen und eine integrierte Hygienewand unterstützen den effizienten und sicheren Einsatzbetrieb.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein pneumatischer LED-Lichtmast, umfassende Umfeldbeleuchtung, eine externe Strom- und Druckluftversorgung (PowAirBox) sowie ein 3.000-Liter-Löschwassertank. Die verbaute Feuerlöschkreiselpumpe Schlingmann S2000 (FPN 10-2000) wird über ein klar strukturiertes, handschuhtaugliches Bedienfeld gesteuert und ermöglicht eine zuverlässige Wasserförderung im Einsatz.
Unimog U 5023: Spezialist für extreme Bedingungen
Während der Atego auf Vielseitigkeit im Alltag ausgelegt ist, adressiert der Unimog U 5023 die härtesten Einsatzszenarien im Gelände.
Das Fahrgestell mit Portalachsen, hoher Verschränkungsfähigkeit und zuschaltbaren Differentialsperren sorgt für maximale Traktion auch unter schwierigen Bedingungen wie Schlamm, Geröll, steilem Gelände oder Hochwasser. Mit einer Watfähigkeit von bis zu 1,2 Metern bleibt das Fahrzeug auch dort einsatzbereit, wo konventionelle Fahrzeuge längst an ihre Grenzen stoßen.
Angetrieben wird der Unimog von einem 170 kW (231 PS) starken Motor mit 900 Nm Drehmoment. Das automatisierte, untersetzte Schaltgetriebe mit Electronic Quick Reverse ermöglicht schnelle Richtungswechsel und präzises Manövrieren im Gelände.
Der Aufbau von Rosenbauer verwandelt den Unimog in ein vollwertiges Waldbrand-Tanklöschfahrzeug. Die Ausstattung umfasst unter anderem 2.700 Liter Löschwasser plus Selbstschutzreserve, eine Selbstschutzanlage für Kabine und Unterboden sowie die „Pump & Roll“-Funktion, die Löscheinsätze während der Fahrt erlaubt.
Zusätzlich erhöhen Frontwerfer, Seilwinde, Hitzeschutzsysteme und eine modulare Beladung die taktische Flexibilität im Katastrophenschutz. Damit ist das Fahrzeug gezielt auf Einsätze ausgelegt, bei denen Mobilität und Autarkie entscheidend sind.
Technik zum Anfassen: Offroad-Erlebnis im Unimog
Ein besonderes Messehighlight ist der Offroad-Parcours. Hier können Besucher den Unimog in realen Geländesituationen erleben und selbst mitfahren. Steigungen, Verschränkungen und wechselnde Untergründe machen deutlich, warum das Konzept des Unimog seit Jahrzehnten als Referenz für extreme Geländegängigkeit gilt. Die Mitfahrten zeigen unmittelbar, wie Technik, Traktion und Fahrzeugkonzept im Zusammenspiel funktionieren – und warum diese Eigenschaften im Katastrophenschutz unverzichtbar sind.
Bilder: Daimler Truck AG







