Erste Bilder der neuen E-Klasse von Mercedes-Benz sind nun vorab im Netz veröffentlicht worden. Die 10. Baureihe (W213) wird auf der NAIAS 2016 in Detroit in der kommenden Woche erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Gegenüber der Vorgänger-Baureihe legt die Mercedes-Benz E-Klasse bei den Außenmaßen im Radstand um 65 mm zu – auf 2.939 mm, wobei die Länge um 43 mm auf 4.923 mm anwächst. Das Gewicht soll dafür abgenommen haben. Kurze Überhänge, langer Radstand, lange Haube, große Räder, eine Seite mit neu interpretierter Charakterlinie und die nach Art der Coupés verlaufende Dachlinie prägen den Wagenkörper. Der Luftwiderstandbeiwert liegt bei 0,23, wobei die vorbildliche Windschlüpfigkeit den Verbrauch und das Geräuschniveau im Innenraum senkt.

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Neue Assistenten in der Baureihe 213
Neu ist u.a. der „Drive Pilot“ in der E-Klasse der Baureihe 213, der mittels DISTRONIC auf Autobahnen und Landstraßen den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen nicht nur halten, sondern auch bis zu 210 km/h folgen kann. Dazu lenkt der Lenk-Pilot moderate Kurven auch komplett ohne Fahrer. Bis 130 km/h kann das System durch die Beobachtung von umgebenden Fahrzeugen und Parallelstrukturen auch bei nicht eindeutigen Linien, z.B. in Baustellen – oder sogar ohne Linien weiterhin aktiv eingreifen. Die erweiterte Wiederanfahrfunktion ermöglicht den automatischen Fahrzeugstart nun innerhalb von 30 Sekunden nach einem Stopp. In Verbindung mit COMAND Online kann die Teilfunktion Geschwindigkeits-Pilot über Navigationsdaten und Kamera erkannte Geschwindigkeits-Beschränkungen erkennen – und selbständig einhalten. Teil des Drive-Pilot-Assistenten ist auch ein aktiver Spurwechsel-Assistent, der bei Blinker-Betätigung den Fahrer aktiv beim Lenken unterstützt und auf die Nachbarspur lenkt, wenn diese als frei erkannt wurde. Der Aktive Spurhalte-Assistent kann mittels spurkorrigierenden, einseitigen Bremseingriffen auch bei gestrichelten Linien und bei Kollisionsgefahr unterstützen.

Der Aktive Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion kann Querverkehr erkennen und autonom bremsen, zusätzlich verfügt das System über eine Fußgängererkennung mit Ausweich-Lenk-Assistent: wird ein Ausweichvorgang vom Fahrer initiiert, kann das System den Fahrer dabei unterstützen, indem die Lenkung über genau berechnete zusätzliche Lenkmomente aufprägt und danach das Geradstellen des Fahrzeuges erleichtet.

Der Aktive Totwinkel-Assistent hilft nun auch im typischen Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten vor seitlichen Kollisionen und warnt oberhalb von 30 km/h bei seitlicher Kollisionsgefahr notfalls mittels spurkorrigierenden Eingriff. „Pre-Safe Plus“ kann Kollisionen durch Folgeverkehr abmindern und die Insassen besser schützen.

Neu ist ebenso der Remote Park Pilot, um das Fahrzeug von außen – via Smartphone – ein und auszuparken, wie auch „Pre-Safe Impulse Seite“, was Fahrer und Beifahrer im Notfall seitlich vom Gefahrenbereich bei bevorstehenden Seitenkollisionen wegbewegt, sowie die Multibeam LED-Scheinwerfer mit je 84 einzeln angesteuerte Hochleistungs-LED pro Scheinwerfer. Der neue Digitale Fahrzeugschlüssel nutzt NFC – Near Field Communication und ermöglicht es, das eigene Smartphone als Fahrzeugschlüssel zu nutzen.

In Verbindung mit der serienmäßigen Stahlfederung stehen 3 Direct-Control-Fahrwerke mit selektivem Dämpfungssystem zur Verfügung: ein Komfortfahrwerk, ein komfortables Avantgarde-Fahrwerk mit sportlicherem Charakter, um 15 Millimeter tiefergelegt sowie ein sportlich ausgelegtes Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung und Tieferlegung um 15 Millimeter. Alternativ kann die neue E-Klasse mit der Mehrkammer-Luftfederung „Air Body Control“ bestellt werden. Ergänzt wird die Luftfederung durch eine elektronisch geregelte Verstelldämpfung. Über den ,,Dynamic Select“-Schalter im Cockpit kann der Fahrer fünf unterschiedliche Charakteristika für das einstellen: ,,Komfort“, ,,Eco“, ,,Sport“ und ,,Sport +“ sowie der zusätzlichen Einstellung ,,Individual“. Außerdem bietet die Luftfederung eine Rundum-Niveauregulierung.

Motorisierungen: 2 Varianten zum Marktstart ab 18.01.2016
Für die neue E-Klasse stehen zum Marktstart lediglich 2 Motorisierungen zur Verfügung: Der E 200 mit 4-Zylinder-Benzinmotor sowie der E 220 d mit einem völlig neu entwickelten Vier-Zylinder-Dieselmotor (d.h. OM 654). Nach der Markteinführung im April 2016 werden weitere Modellvarianten das Angebot ergänzen, u.a. ein Plug-in Hybrid E 350 e. Der ermöglicht über 30 Kilometer rein elektrisches Fahren. Sein Vier-Zylinder-Ottomotor stellt im Verbund mit einem Elektromotor eine Systemleistung von 205 kW / 279 PS und ein Systemdrehmoment von 600 Newtonmetern (Nm) bereit.

Weitere Motorisierungen folgen später
Der E 220 d – trotz seines gegenüber auf knapp zwei Liter reduzierten Hubraums – leistet als Selbstzünder 143 kW / 195 PS und begnügt sich im E 220 d mit einem kombinierten NEFZ-Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter pro 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 102 Gramm pro Kilometer. Stärkste Dieselvariante wird ein Sechszylinder mit der fortschrittlichen SCR-Abgastechnik, 190 kW / 258 PS Leistung und 620 Nm Drehmoment sein. Später kommen dazu ein neuer 4-Zylinder-Dieselmotor mit 110 kW /150 PS.

Bei den Benzinmotoren wird die Angebotspalette 4-Zylinder-Ottomotoren mit 135 bis 180 kW (183 bis 245 PS) sowie einen Sechs-Zylinder-Benziner mit 245 kW / 333 PS umfassen. Alle Motoren sind mit Start-Stopp-Funktion ausgerüstet. Die Otto-Motoren erfüllen die Abgasvorschriften nach EU 6, der neue Vierzylinder-Dieselmotor ist bereits auf zukünftige Grenzwerte ausgelegt. Das 9G-TRONIC Automatikgetriebe ist grundsätzlich für alle zur Markteinführung erhältlichen Modelle optional, für den E 350 d ist das Getriebe jedoch Serienausstattung (Update!).

Quelle der Bilder ist die Seite auto-presse.de, – kurz danach hat es auch das internationale Portal autoevolution.com mitbekommen. Kollege Björn Habegger von mein-auto-blog.de war dann sogar noch schneller mit einer Veröffentlichung, als wir.

Bilder: Daimler AG

33 Kommentare
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Peter
5 Jahre zuvor

Puh, Unterscheidung zur C-Klasse kaum mehr vorhanden, zur S-Klasse bzgl. heck auch nur bedingt.

Warum macht Mercedes so einen Schwachsinn? War / ist bei Audi schon mehr als langweilig.

Ephripropella
5 Jahre zuvor

Jupp, wie vermutet…..stinklangweiliges Exterieur-Design.
Laaaaangweilig! Sieht ein bisschen wie 222, a sorry 205 aus oder anderstrumm!?

Interieur und die Technik sind absolute Sahne und in dieser Klasse konkurrenzlos gut.

Uli
5 Jahre zuvor

Dynamik der C-Klasse im Exterieur, Luxus der S-Klasse im Interieur!
Das Beste beider Welten trifft sich in der „Mitte“ und verbindet sich zu einer High Tech Symbiose.
So oder so ähnlich…;)

Carlos Tevez
5 Jahre zuvor

Man muss den Wagner mal langsam kündigen. Er hat seine goldene Zeit bei Daimler hinter sich. Modelle sind kaum mehr zu unterscheiden. Langweiliges Design Mix aus S und C Klasse … Traurig was Mercedes aus der E klasse gemacht

HO
Reply to  Carlos Tevez
5 Jahre zuvor

also ich hätte, wenn überhaupt, denjenigen gekündigt der für die alte/aktuelle e-klasse verantwortlich war. ohne facelift sah das auto schon am tag des erscheinens altbackend und ziemlich häßlich aus. das merkte man auch an den verkaufszahlen, weshalb es nötig war ein großes und teures facelift in auftrag zu geben.
das jetzige neue modell ist gelungen… und das zählt für den potenziellen käufer. wenige werden abspringen, weil es ähnlichkeiten mit c und s-klasse hat. die ähnlichkeiten macht die e-klasse ja nicht schlechter sondern eher besser bzw. erfolgreicher, da das design sich als erfolgreich bewiesen hat.
glaub mir, das auto wird sich wesentlich besser als der vorgänger verkaufen und gekündigt wird da bestimmt keiner.

Thomas
5 Jahre zuvor

Gibt es das große Zierteil in der Mitte wirklich nur in diesem hässlichen glänzenden Plastik? Auf den Bildern gibt es keine andere Variante.

Philipp
5 Jahre zuvor

4-Zylinder Motoren nur zum Verkaufsstart gehen für mich gar nicht klar, es handelt sich hierbei schließlich um ein Fahrzeug in der oberen Mittelklasse.
Weiß noch jemand wie, dass damals beim Marktstart des W212er war?
Ich hoffe, dass das in Detroit noch mal revidiert wird oder „folgen später“ sich auf 2-3 Wochen beläuft.

mbwl
Reply to  Philipp
5 Jahre zuvor

Lieber etwas später als Kinderkrankheiten am Anfang…

stefan
5 Jahre zuvor

warum muss man an der front / Stoßstange so riesige „luftöffnungen“ in das design einfließen lassen wenn es dann doch nur komplett geschlossene, große, hässliche plastikteile sind?

die scheinwerfer wirken schon heute leicht altbacken. erinnern doch stark an die mopf scheinwerfer von e-coupe und e-cabrio.

die seitenlinie finde ich gelungen. durch eine durchgehende charakterlinie wirkt das design ruhiger und unaufgeregter als bei c- und s-klasse.

Marc W.
5 Jahre zuvor

Natürlich ist es eine Art Angsthasen-Mainstream-Design. Im Detail aber doch attraktiv, die Front erinnert in ihrer freundlichen Entschlossenheit an den 126, das Heck in seiner schnörkellosen Bulligkeit an 108 und 211.
Gegenüber dem 212 haben extrem gewonnen: Motorhaubenfuge, Seitencharakterlinie(n), Fensterrahmen, Felgen.
Schlaflose Erregung überkommt einem im Interieur (insbesondere KI) sowie wegen der Assistenten.
Selten eine derartige Vorfreude verspürt, bis einen das erste Exemplar erreicht 🙂

Dr. Klaus
5 Jahre zuvor

Sieht irgendwie komisch aus.
Die Proportionen sind nicht stimmig.

mehrzehdes
5 Jahre zuvor

oh, ein leak. damit war ja nicht zu rechnen. wohlmöglich kommen gar noch details zu lines und ausstattungen vorher heraus….und dann die preise….
zurück zum design: die front des amg-exterieurs ist ja ganz schön wild geraten. auch die räder sind tunerrädern wie den lorinser turbinenfelgen nicht unähnlich. wie wird dann die amg-version des 213 erst aussehen?
sehr gut gefällt mir der dunkle 220 mit dem exklusive exterieur. der fette v12 grill mit passenden chromschmuck rundum macht einen sehr repräsentativen eindruck, wirkt fast eine wagenklasse höher als die rote avantgarde version.
schade, dass diese peinliche privacy-verglasung so oft gezeigt wird. die geht gaaaar nicht. das hat aber nichts mit dem 213 zu tun, der gefällt mir ausgezeichnet und ist eine echte entwertung des unruhig gezeichneten vormodells.
p.s.. dem akademischen vorposter ist wohl der kommentar zum cla aus versehen hierhin gerutscht… 😉

sl123
5 Jahre zuvor

Servus mehrzehdes,
wegen Deiner pointierten Kommentare habe ich vor Jahren schon bei motor-talk mitgelesen.
Jetzt bin ich halt mit Dir hierher umgezogen.

In alter Verbundenheit

sl123

harry
5 Jahre zuvor

Ich finde die neue E-KLASSE vom Design her ausgezeichnet! Besonders die Exklusive Variante mit Stern auf der Motorhaube macht ordentlich was her und würde sie dem Avantgarde vorziehen. Was mich wirklich enttäuscht ist die Tatsache das die neuen R6 Diesel nicht rechtzeitig fertig geworden sind und das es nur zwei Vierzylinder zum Marktstand gibt.

Racer1985
5 Jahre zuvor

Also grundsätzlich finde ich das Design wohl gelungen, aber es fehlt etwas die Eigenständigkeit ggü. C- und S-Klasse. Gerade beim Heck. Auch wenn bei den Frontscheinwerfern anscheinend weiterhin eine Vier-Augen-Leuchtgrafik vorhanden sein wird. Bei der AMG Line wundert mich nur etwas, dass die Lufteinlässe jetzt anscheinend wieder kleiner werden (analog GLC AMG-Line) und dieser durchgehende „Schlund“ Teil der Avantgarde- und Exclusive-Line wird… und später beim Mercedes-AMG E 63. Ich hätte es eher umgekehrt vermutet.

Brandon
5 Jahre zuvor

interessant, wie unterschiedlich das auto wirken kann. da wird man beim wettbewerb wieder grübeln, denn zu erwarten ist, dass weder audi, noch bmw eine derart breite spreizung des designs hinbekommen werden.
die exclusive-variante wirkt betont hochwertig, sehr luxuriös und wertig. das passt ausgesprochen gut zum insgesamt ruhigen design und lässt die e-klasse repräsentativ wie noch nie wirken.
anders die amg line, die einen betont brachialen auftritt pflegt, vermutlich um die neukundengewinnung von durchdynamisierten sline-a6-kunden zu erleichtern. und dann ist da noch der gezeigte rote avantgarde. der wirkt völlig unscheinbar und langweilig. ergänzt um das night-paket wirkt er durch die fehlende chromakzentuierung auf mich wie das, was avantgarde heute ist: das billige modell ohne optische highlights. die variante für alle, die sich die viel akzentuierteren auftritte von exclusive und amg line nicht trauen wollen.
in summe ist das design nicht überraschend, aber sehr gut gelungen. und es lässt den eh nicht modern wirkenden vorgänger extrem altern und unharmonisch aussehen.

Thomas
5 Jahre zuvor

Ja, der Vorgänger sieht alt aus. Allerdings sehe ich nur die Mopf des 212, die jetzt blöd dasteht. Der originale 212 hat eine Eigenständigkeit, die nicht unter dieser Vorstellung leidet. Auch wenn er nicht jedem gefällt.

Jens Schmidt via Facebook
5 Jahre zuvor

Kevin Kohn Kevin Calenborn Sebastian Lazinka Robert Seeland Andreas Miethke Moritz Gördes Sven Bielke

Özkan Erden via Facebook
5 Jahre zuvor

Dokan Arslanbuga Sertac Hanife Beslioglu

David Duzi via Facebook
5 Jahre zuvor

Yak Kal Yusuf Polat Nam Phan

Jannis Zieder via Facebook
5 Jahre zuvor

Armin Anton

Johannes Bormann via Facebook
5 Jahre zuvor

Julian Jänicke

Robert Seeland via Facebook
5 Jahre zuvor

Jan-Oliver Pulf Felix Seeliger

Martin Wolf via Facebook
5 Jahre zuvor

Sieht der C-Klasse viel zu ähnlich. Schade, dass die Designer nicht mehr Mut beweisen. Wer soll denn da noch die Klassen auseinander halten (können)? Hatte ehrlich gesagt mehr erwartet. Auch den Tacho komplett didital zu gestalten, gefällt mir persönlich gar nicht!

Nico Haug via Facebook
5 Jahre zuvor

Marco

Giorgio Francesco Polimeno via Facebook
5 Jahre zuvor

Nello e Claudio

Ammar J Halloum via Facebook
5 Jahre zuvor

Bad silly exterior For The E-Class Firas Mousselli
But it has an Amazing dashboard

Golden Sword via Facebook
5 Jahre zuvor

مجنوووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووووونة

Giora Russ via Facebook
5 Jahre zuvor
Matthias Raith via Facebook
5 Jahre zuvor

Mercedes hat jetzt erfolgreich BMW und Audi kopiert, indem alle Modelle identisch aussehen und ohne Detailwissen kaum noch zu unterscheiden sind. Schade.

Selcuk Kcr via Facebook
5 Jahre zuvor

Koves Detailing